Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat am Donnerstag eine irrtümliche Bonitätsabstufung für französische Staatsanleihen korrigiert. Wie S&P erklärte, wurde wegen eines "technischen Fehlers" eine automatische Mitteilung an einige Kunden versandt, wonach das "AAA"-Rating für Frankreich gesenkt worden sei. "Das ist nicht der Fall", stellte die Ratingagentur klar. Die Kreditwürdigkeit Frankreichs werde weiter mit der höchsten Note "AAA" bewertet. Die Ursache des Fehlers werde untersucht. Auch sei der Vorfall mit "keiner Aktivität bei der Ratingüberwachung" verbunden.
Die US-Aktienmärkte hatten angesichts der falschen Meldung zunächst Gewinne eingebüßt, erholten sich mit der Richtigstellung aber wieder. An den Märkten wird die Kreditwürdigkeit Frankreichs seit Monaten als gefährdet angesehen. Sollte Frankreich seine Spitzenbonität tatsächlich verlieren, droht möglicherweise sogar der Zusammenbruch des Euro-Schutzschirms EFSF. Das Land kämpft mit wirtschaftlichen und haushaltspolitischen Schwierigkeiten. Eine zusätzliche Gefahr stellt das hohe Engagement der französischen Banken in südeuropäischen Krisenstaaten dar.
[Bildquelle: iStockPhoto]






Kommentare zu diesem Beitrag