Upgrade der Länderratings für Asien

Gute Noten für Musterschüler Asien


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Nach Einschätzung des Kreditversicherers Coface kehrt Asien rasch zu starkem Wachstum zurück, nachdem es den Rückgang des Welthandels 2009 deutlich zu spüren bekam. Dass sich die Lage der Unternehmen in der Region bereits wieder enorm verbessert hat, zeige sich auch in ihrem Zahlungsverhalten. Dementsprechend wurden die Länderratings von Japan und Singapur von "A2" auf "A1" heraufgestuft. Die Bonitätsnoten von Hongkong und Taiwan bleiben zwar unverändert bei "A2", werden jedoch mit positivem Ausblick versehen. Anfang 2009 waren alle vier Länder auf A2 herabgestuft worden. Mit ihrem Länderrating dokumentiert die Coface im Gegensatz zu den großen Ratingagenturen nicht etwa das Adressrisiko eines bestimmten Staates, sondern vielmehr das durchschnittliche Risiko eines Zahlungsausfalls bei Unternehmen in einem bestimmten Land. So fließen neben makroökonomischen Daten vor allem die Zahlungserfahrungen mit den Unternehmen ein. Regelmäßig werden 156 Länder analysiert und bewertet. Die Noten "A1" bis "A4" kennzeichnen Investmentgrades, "B" bis "D" stehen für ein mittleres bis hohes Risiko.

Nach Ansicht der Coface zeigte Asien nach der Krise die frühesten Anzeichen einer Erholung. Dementsprechend konnte bereits im Oktober letzten Jahres der negative Ausblick für China (Rating "A3") und Südkorea (Rating "A2") wieder aufgehoben werden. Die meisten asiatischen Volkswirtschaften hatten 2009 antizyklische Maßnahmen ergriffen, um dem externen Schock zu begegnen. Darüber hinaus ist die Fremdfinanzierung sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich generell niedrig. Mittlerweile sei der Aufschwung in vielen Ländern der Region wieder ausgeprägt. Im ersten Quartal lag das BIP in Singapur beispielsweise 15,5 Prozent und in Malaysia 10,1 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums.

Für Japan wird 2010 ein Wachstum von zwei Prozent erwartet. Der aktuelle Aufschwung und die verbesserte Finanzsituation japanischer Unternehmen erlaubte die Hochstufung des Ratings auf "A1". Damit erhält das Land wieder die Bestnote auf der siebenstufigen Skala des Coface-Länderratings und damit das gleiche Rating, das Japan bereits vor der Krise hatte. Gleiches gilt für Singapur, dessen BIP im Jahr 2010 um 8,9 Prozent wachsen sollte. Dank der Erholung des Exportgeschäfts, besonders im Bereich der Elektronikindustrie und des Anstiegs der Rohstoffpreise (was insbesondere Indonesien und Malaysia zu Gute kommt), sei für die Region Asien im Jahr 2010 ein starkes Wachstum von 8,3 Prozent zu erwarten.

In zwei Ländern müsse die Entwicklung nach Einschätzung der Coface allerdings weiter im Auge behalten werden: Aufgrund der politischen Unsicherheiten steht Thailands Bewertung mit "A3" weiterhin unter negativem Ausblick. Dies gilt auch für das Rating Vietnams mit der Note "B". In Anbetracht der hohen Defizite im Haushalt und der Leistungsbilanz, der geringen Währungsreserven und des Abwertungsdrucks auf den Dong zeige die finanzielle Situation des Landes anhaltende Schwächen. Dennoch wird für beide ASEAN-Mitglieder in 2010 wieder ein stabiles Wachstum von 6,5 bzw. 3,5 Prozent erwartet.

[Bildquelle: iStockPhoto]

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