Übernahmekandidat Commerzbank

Gelb, müde, angreifbar


Übernahmekandidat Commerzbank: Gelb, müde, angreifbar Kolumne

Die Commerzbank ist heute kein Übernahmekandidat, weil sie zu stark wäre. Sie ist es, weil sie trotz ordentlicher Kennzahlen zu lange strategisch unter ihren Möglichkeiten geführt wurde. UniCredit versucht nicht, einen unangreifbaren Champion zu schlucken. Sie greift eine Bank an, die operativ wieder auf den Beinen steht, aber historisch angeschlagen, strategisch nicht restlos überzeugend und institutionell verwundbar geblieben ist. Genau das ist der Punkt, den die Debatte in Deutschland allzu gern verdrängt: Feindliche oder halbfriedliche Übernahmen fallen selten vom Himmel. Sie landen dort, wo über Jahre Immunabwehr abgebaut wurde.

Wer nur auf das Zahlenwerk des Geschäftsberichts 2024 und die im Februar 2026 vorgelegten Quartalsergebnisse für das vierte Quartal 2025 blickt, kann zunächst ein anderes Bild gewinnen. Die Commerzbank steigerte 2025 ihre Erträge auf 12,171 Mrd. Euro, das operative Ergebnis auf 4,509 Mrd. Euro und erzielte im vierten Quartal 2025 allein 1,067 Mrd. Euro operatives Ergebnis. Die harte Kernkapitalquote lag zum Jahresende 2025 bei 14,7 Prozent, die Cost-Income-Ratio bei 57 Prozent, und für 2026 stellt das Management sogar mehr als 3,2 Mrd. Euro Nettogewinn, rund 8,5 Mrd. Euro Zinsüberschuss und eine Cost-Income-Ratio von etwa 54 Prozent in Aussicht. Das sind auf den ersten Blick robuste Zahlen. Gerade deshalb ist die Lage so aufschlussreich: Operativ wirkt die Commerzbank stabil, vielleicht sogar erstaunlich fit. Aber genau darin liegt die Ironie: Eine Bank kann finanziell besser aussehen, als sie strategisch gesund ist. 

Krisen beginnen lange vor den Zahlen

Gesundheit ist im Bankensektor eben mehr als Quartalsfitness. Der wahre Gesundheitszustand einer Bank zeigt sich an ihrer strategischen Verteidigungsfähigkeit, an der Belastbarkeit ihres Geschäftsmodells, an der Klarheit ihrer Positionierung und an der Qualität ihrer Governance. Und dort wird das Bild rauer. Noch immer muss die Commerzbank gleichzeitig ihre klassische Filial- und Mittelstandsbank verteidigen, die Digitalisierung beschleunigen, IT-Systeme harmonisieren, die Zweimarkenstrategie mit Commerzbank und comdirect schärfen und mit Altlasten wie dem polnischen mBank-Fremdwährungskreditportfolio sowie Russlandthemen umgehen. Wer so viele Baustellen parallel managen muss, ist nicht kerngesund. Er ist funktionstüchtig – aber angreifbar.

Der typische Verlauf einer Unternehmenskrise beginnt ohnehin nie erst mit Verlusten, Restrukturierungen oder der Übernahme durch einen Rivalen. Vor diesen sichtbaren Phasen stehen fast immer zwei Vorläufer: erstens eine Stakeholderkrise, zweitens eine strategische Krise. Zuerst erodiert Vertrauen – bei Investoren, Beschäftigten, politischen Akteuren oder dem Kapitalmarkt. Danach wird die Strategie unscharf: zu viele Ziele, zu viele Kompromisse, zu wenig Differenzierung. Erst dann folgen Ertragsprobleme, operative Friktionen, Machtkämpfe, Reputationsschäden oder eben der Moment, in dem ein Konkurrent sagt: Jetzt ist die Beute weich genug. Genau in diesem Muster muss man die Commerzbank lesen.

Staatsnähe ist kein Geschäftsmodell

Die Stakeholderkrise der Commerzbank ist nicht neu. Sie hat tiefe Wurzeln. Der Staat blieb nach der Rettung im Aufsichtsrat. Das allein ist noch kein Makel. Problematisch wurde daraus ein deutscher Sonderfall: eine Bank, die weder wirklich frei war noch wirklich staatlich geführt, aber jederzeit politisch mitgedacht wurde. Robuste und erfolgreiche Unternehmen entstehen unter Wettbewerbsdruck, nicht im Windschatten politischer Schutzreflexe. Wer vom Staat gerettet wird, gewinnt Zeit. Wer sich an staatliche Schonräume gewöhnt, verliert oft Schärfe, Tempo und Disziplin.

Formal verweist die Politik bis heute gern darauf, die Übernahme der Dresdner Bank sei eine Entscheidung der Organe von Commerzbank und Allianz gewesen. Das ist juristisch bequem und nur die halbe Wahrheit. Politökonomisch war der Zusammenschluss offenkundig erwünscht. Kritische Berichte verweisen auf politischen Druck aus Berlin; Deutschlandfunk berichtete später sogar, die Bundesregierung habe den Zusammenschluss auch deshalb gewollt, um eine Übernahme der Dresdner Bank durch einen staatlichen Investor aus China zu verhindern. Mit anderen Worten: Nicht allein betriebswirtschaftliche Vernunft, sondern industrie-, standort- und ordnungspolitische Motive standen im Raum. Genau dort beginnt das Problem des Staates als Unternehmer: Er denkt selten in risikoadjustierter Rendite, häufig aber in Symbolik, Einfluss und kurzfristiger Systemberuhigung.

Die politisch gewollte Dresdner-Wette

Eine Bank, die ihren Kapitalmarkt zwar mit Ausschüttungen beruhigt, aber ihre Eigenständigkeit immer wieder verteidigen muss, sendet ein doppeltes Signal: Wir sind solide – aber nicht unangreifbar. Genau darauf setzt UniCredit. Reuters berichtete im März 2026 über ein aus Sicht der Commerzbank zu niedriges Angebot; zugleich kritisierte Vorstandschefin Bettina Orlopp, man halte sie über Integrationspläne, Synergien und Organisationsfolgen weitgehend im Dunkeln. Das ist keine Verhandlung auf Augenhöhe, sondern die Ausnutzung einer bereits vorhandenen Verwundbarkeit.

Noch gravierender ist jedoch die strategische Krise, die weit vor UniCredit begann. Wer verstehen will, warum die Commerzbank heute als Übernahmekandidatin behandelt wird, muss zur Dresdner-Bank-Übernahme zurückgehen. Sie war nicht einfach ein unglücklicher Deal im falschen Moment. Sie war ein Musterfall politisch aufgeladener strategischer Selbstüberschätzung. Eine Bank übernahm kurz vor dem Höhepunkt der Finanzkrise ein Institut mit enormen Risiken, obwohl Warnsignale längst sichtbar waren. Nach den dem Autor vorliegenden, dokumentierten und gerichtlich verwertbaren Unterlagen wurden im Entscheidungsprozess weder Prüfungs- noch Risikoausschuss mit einer eigenständigen substantiellen Prüfung dieser Transaktion befasst. Auch Ergebnisse des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) wurden demnach nicht angemessen verarbeitet – darunter Marktrisiken in Höhe von 4,5 Mrd. Euro in Form nicht liquider Assets. Wenn solche Befunde in einer Jahrhunderttransaktion nicht sauber in den Beschlusslauf eingehen, ist das ein Problem der Strategie, der Governance und der Führungsqualität.

Maulkorb für die kritische Risikoperspektive

Besonders heikel wird es dort, wo strategisches Versagen in Governance-Versagen übergeht. Nach den dem Autor vorliegenden Informationen durfte der damalige Chief Risk Officer, Wolfgang Hartmann, seine für den Aufsichtsrat vorbereitete Risikopräsentation in der entscheidenden Sitzung vom 31. August 2008 weder verteilen noch erläutern; ihm sei ein Maulkorb erteilt worden. Im Zentrum der Kritik steht dabei auch der damalige Vorstandsvorsitzende Klaus-Peter Müller. Der Vorwurf lautet nicht bloß auf eine Fehleinschätzung, sondern auf ein systematisches Wegdrücken kritischer Informationen über Risiken im Dresdner-Bank-Portfolio. Genau dort berührt der Fall die Business Judgement Rule. Sie schützt unternehmerische Entscheidungen nur dann, wenn sie auf angemessener Information, frei von sachwidriger Einflussnahme und zum Wohl des Unternehmens getroffen werden. Wer wesentliche Risikoinformationen ausblendet oder die unabhängige Risikostimme neutralisiert, bewegt sich nicht im Geist dieser Regel – sondern im Schatten ihrer Verletzung.

Die bittere Pointe lautet: Von der Dresdner Bank als eigenständiger Größe blieb am Ende wenig übrig. Die Bank ging 2009 rechtlich in der Commerzbank auf, der traditionsreiche Name verschwand, auch Dresdner Kleinwort wurde eingestampft. Übrig blieb kein zweiter deutscher Champion, sondern vor allem eine teure Integrationslast, ein Markenfriedhof und eine Langzeitnarbe in Kapital, Kultur und Vertrauen. Die Politik bekam kurzfristig ihr nationales Signal. Der Finanzplatz bekam kein stärkeres Haus, sondern ein geschwächtes.

Risikomanagement ist das Herz einer Bank

Und genau hier liegt die eigentliche Lehre. Risikomanagement ist in einer Bank keine lästige Zweitmeinung und kein regulatorisches Beiwerk. Es ist absolute Kernkompetenz. Wer Kredit-, Markt-, Liquiditäts-, operationelle und Reputationsrisiken nicht institutionell stark bündelt, steuert keine Bank, sondern verwaltet Hoffnung. Der aktuelle Geschäftsbericht formuliert formal das Richtige: Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die risikopolitischen Leitlinien, berichtet regelmäßig an Vorstand und Risikoausschuss des Aufsichtsrats, führt die relevanten Risikobereiche und besitzt in zentralen Komitees Vorsitz und Vetorechte. So muss es sein. Aber die Geschichte der Commerzbank zeigt, dass formale Architektur nicht genügt. Ein CRO ist nur dann wirksam, wenn seine Rolle politisch gewollt, personell gewichtig und im Vorstand tatsächlich unabhängig ist.

Deshalb ist die Rolle des Chief Risk Officer eben keine Nebenrolle im Ensemble der Kapitalmarktkommunikation. In einer Bank muss der CRO störungsfähig sein. Er muss widersprechen können, bevor politische Wünsche oder Transaktionsfantasien die Lage beschönigen. Wer den CRO domestiziert, legt die Brandmeldeanlage still und wundert sich später über das Feuer. Die Dresdner-Episode ist dafür das abschreckende Beispiel. Sie steht für das Ausblenden von Risiken in einem Moment, in dem Nüchternheit überlebenswichtig gewesen wäre.

Innovation verdünnt statt entfesselt

Auch die strategische Behandlung der comdirect gehört in dieses Muster hausgemachter Schwächung. Die Commerzbank betont heute ihre Zweimarkenstrategie: Commerzbank als Omnikanal- und Filialbank, comdirect als digitale Hauptbank und Leistungsbroker. Zugleich verweist der Bericht auf die fortgesetzte Harmonisierung der IT-Systeme von comdirect und Commerzbank. Das ist auf dem Papier effizient. Strategisch kann es jedoch als späte Einsicht in einen früheren Fehler gelesen werden: Die innovative Tochter wurde in den Konzern hineinintegriert, statt sie mit größerer unternehmerischer Eigenlogik als digitalen Wachstumsmotor zu entfalten. Integration kann Synergien schaffen – sie kann aber auch Reibung produzieren, Innovationsgeschwindigkeit senken und einen Vorsprung verwalten, bis er keiner mehr ist.

Gerade darin liegt ein unterschätzter Schaden. comdirect war einmal mehr als nur ein Vertriebskanal. Sie war kulturell und technologisch eine andere Banklogik. Wer so etwas zu stark in Konzernstandards presst, gewinnt vielleicht Steuerbarkeit, verliert aber Beweglichkeit. Die Commerzbank betreibt heute ein aufwendiges Nebeneinander aus Filialbank, digitaler Hauptbank, Mittelstandsbank und Transformationsprogramm. Das kann funktionieren. Aber es ist kein messerscharfes Profil. Es ist eher ein Konglomerat mit Optimierungspotenzial.

UniCredit nutzt nur die offene Flanke

Die nationale und internationale Presse hat diese Gemengelage zuletzt entsprechend kritisch gespiegelt. Reuters berichtete über eine "low-ball"-Offerte von UniCredit und über die Beschwerde der Commerzbank-Spitze, über die Pläne des Bieters weitgehend im Unklaren gelassen zu werden. Die Financial Times ordnete das Vorhaben als 35-Milliarden-Euro-Offerte ein, mit der UniCredit ihren langwierigen Vorstoß deutlich verschärft. Gleichzeitig zeigen Berichte über mögliche Nachbesserungen der Offerte vor allem eines: Der Investmentbanker Andrea Orcel agiert aus einer Position taktischer Stärke. Wer nachlegen kann, tut das nur, wenn das Gegenüber bereits als grundsätzlich erreichbar gilt.

Das Unangenehme an dieser Lage ist, dass die Commerzbank die Kritik an UniCredit zwar mit guten Gründen formulieren kann – etwa hinsichtlich Preis, Transparenz, Integrationsfolgen und Arbeitsplatzrisiken –, dass diese Kritik aber die eigene Vorgeschichte nicht auslöscht. Man kann sich gegen einen opportunistischen Käufer wehren und zugleich eingestehen müssen, dass die Bank über Jahre die Voraussetzungen für genau diese Verwundbarkeit selbst geschaffen hat. Wer nach einer langen Kette strategischer Umwege, Integrationslasten und Governance-Brüche am Ende sagt, jetzt wolle man unbedingt eigenständig bleiben, sollte beantworten können, warum diese Eigenständigkeit über so lange Zeit nicht entschlossener aufgebaut wurde.

Die Commerzbank steht deshalb vor einem doppelten Härtetest. Erstens muss sie beweisen, dass ihre operative Erholung nicht nur eine Zins- und Disziplinphase war, sondern Ausdruck eines tragfähigen strategischen Modells. Zweitens muss sie zeigen, dass ihre Governance aus der Vergangenheit gelernt hat. Das bedeutet: ein Aufsichtsrat, der nicht nur informiert wird, sondern kritisch erzwingt, dass Risikoperspektiven vollständig und unverzerrt auf den Tisch kommen. Ein Vorstand, der Strategie nicht als Selbstdarstellung, sondern als überprüfbare Priorisierung betreibt. Und ein CRO, der Gewicht hat – nicht auf dem Organigramm, sondern in der Machtverteilung.

Am Ende ist die Commerzbank kein Opfer eines plötzlichen italienischen Überfalls. Sie ist das Produkt einer langen deutschen Vorgeschichte aus politischer Nähe, strategischer Unschärfe, integrationsverliebten Managementmoden und dem wiederholten Irrtum, Risiko lasse sich kommunikativ überdecken. UniCredit klopft nicht an eine Festung, sondern an ein Haus, dessen tragende Wände schon vor Jahren Risse bekommen haben. Wer das übersehen will, verwechselt Bilanzkosmetik mit Gesundheit.

Der eigentliche Skandal liegt tiefer

Die eigentliche Provokation lautet daher: Vielleicht ist die geplante Übernahme gar nicht der größte Skandal. Der größere Skandal ist, dass eine Bank mit dieser historischen Bedeutung, mit dieser Rolle für den Mittelstand und mit dieser Relevanz für den Finanzplatz Frankfurt überhaupt in eine Lage geraten konnte, in der ein externer Angreifer so plausibel aufsetzen kann. Nicht UniCredit hat die Commerzbank strategisch verletzbar gemacht. Das hat die Commerzbank – zusammen mit einer Politik, die sich mal einmischte, mal wegduckte und sich viel zu oft als besserer Unternehmer missverstand – selbst getan.

Die Bank steht damit vor einem doppelten Härtetest. Sie muss beweisen, dass ihre operative Erholung mehr ist als eine Phase guter Zinsen, sauberer Kostenquoten und freundlicher Kapitalmarktoptik. Und sie muss zeigen, dass sie aus der Dresdner-Episode tatsächlich gelernt hat: dass Governance nicht Dekoration ist, dass Aufsichtsräte vollständige Risikoinformationen brauchen und dass ein CRO in einer Bank nicht der höfliche Statist im Hintergrund sein darf. 

Zur Wahrheit gehört aber auch: Jens Weidmann müsste als Aufsichtsratsvorsitzender weit mehr sein als der oberste Abwehrredner. Er kennt internationale Notenbank-, Regulierungs- und Diplomatiezirkel wie kaum ein anderer deutscher Banker. Gerade deshalb stellt sich die Frage, warum er seine Autorität bislang kaum sichtbarer dafür nutzt, eine belastbare Brücke nach Mailand zu bauen – nicht um die Commerzbank billig auszuliefern, sondern um den Konflikt strategisch zu führen. Boris Rhein hat inzwischen mehr Klarheit von UniCredit verlangt (Reuters vom 17. März 2026), und die Bundesregierung lehnt eine feindliche Übernahme ab. Darin präsentiert sich jedoch vor allem politische Doppelmoral.

Besonders unerquicklich ist dabei die Rolle der Bundesregierung. Denn Berlin gibt sich heute als Bollwerk gegen eine Übernahme, obwohl der Staat im September 2024 selbst den Türöffner geliefert hat: UniCredit kaufte damals 4,5 Prozent der Commerzbank direkt vom Bund; zugleich hatte die italienische Bank bereits im Vorfeld still eine weitere Beteiligung von rund 4,5 Prozent über Aktien und Derivate aufgebaut. So wurde aus dem politischen Bekenntnis zur Eigenständigkeit der Bank faktisch ein beschleunigter Einstieg des späteren Angreifers. Dass dieselbe Bundesregierung diesen Vorstoß später als "uncoordinated and unfriendly" brandmarkte, wirkt deshalb mindestens widersprüchlich. Wer den ersten Schritt ermöglicht, kann sich nicht glaubwürdig darüber empören, dass der zweite folgt. Noch schärfer: Andrea Orcel berief sich später ausdrücklich darauf, man sei im September zum Erwerb des 4,5-Prozent-Pakets eingeladen worden (Reuters vom 11. Juli 2025). Genau darin liegt das politische Versagen: erst die Flanke öffnen, dann nationale Empörung inszenieren. Das ist Beteiligungsmanagement ohne strategischen Kompass. Dass Berlin nach dem Vorgang sogar strengere Offenlegungsschwellen für Beteiligungsaufbauten prüfte, liest sich wie ein nachträgliches Eingeständnis, die Lage zuvor unterschätzt zu haben. Für den Finanzplatz Frankfurt ist das ein fatales Signal: viel spätes Pathos, wenig vorausschauende Steuerung.

Denn die Wettbewerber der Bank werden sich die Hände reiben: Eine Integration der Commerzbank in die UniCredit läge im Interesse vieler Konkurrenten. Gerade deshalb wäre jetzt politische und unternehmerische Führung gefragt – nicht nur aus Wiesbaden, sondern auch aus Berlin. Wer in Frankfurt einen systemrelevanten Hauptsitz verteidigen will, darf sich nicht mit empörten Stellungnahmen begnügen.
 

[ Bildquelle Titelbild: Generiert mit AI ]
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