Die französische Großbank BNP legt ihren Streit mit den US-Behörden um die Verletzung von Sanktionen gegen Zahlung einer Strafe von 8,8 Milliarden US-Dollar bei. Die französische Bank bekennt sich zudem schuldig, Transaktion im Volumen von etwa 30 Milliarden Dollar mit sanktionierten Ländern wie dem Iran und dem Sudan verschleiert zu haben.
Zudem schließt der New Yorker Regulierer die Bank temporär vom Clearing bestimmter Dollar-Geschäfte aus. Davon betroffen wird aber nur die Handelsfinanzierungssparte von BNP sein, die im Zentrum der Vorwürfe steht, die US-Sanktionen verletzt zu haben.
US-Ermittler beschuldigen BNP Paribas, zwischen 2002 und 2009 bewusst finanzielle Transaktionen von mehr als 30 Milliarden Dollar versteckt zu haben, die gegen US-Wirtschaftssanktionen gegen Kuba, den Iran und den Sudan verstießen.
Schon Ende Mai hatte das Wall Street Journal berichtet, die US-Behörden verlangten dafür eine Strafzahlung von mehr als 10 Milliarden Dollar. Seitdem wurde in Medien über die Ermittlungen und die Debatte um die Höhe der Strafe berichtet. Die mögliche Rekordstrafe hat französische Regulierer und Politiker verärgert, sie halten die Geldbuße für extrem hoch.
BNP hatte ihre Aktionäre vergangene Woche laut Kreisen bereits vorgewarnt, dass sie wegen der teuren Beilegung des Konflikts ihre Dividende ganz oder größtenteils streichen müsse. Zudem will die Bank in dieser Woche am Anleihemarkt Milliarden aufnehmen. Eine Kapitalerhöhung sei aber nicht geplant, hieß es.




Kommentare zu diesem Beitrag
Vielleicht geht uns ja endlich ein Licht auf und es ändert sich am Ende alles zum Besseren.
Vielleicht versteht man ja am Ende, daß Profitgier schlußendlich allen schadet... Wobei, viele, die die Kriese ausgelöst haben profitieren ja durch die Rettungspake wieder ... ;-(