Rational entscheiden - Entschlossen handeln - Klar kommunizieren

Krisenmanagement


Rezension

"Krise" wird in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und auch in der Praxis auf sehr unterschiedliche Weise definiert. Der Begriff "Krise" entstammt etymologisch dem altgriechischen Verb krínein, welches "trennen" und "(unter-)scheiden" bedeutet. Es bezeichnet allgemein  ein "(Ent-)Scheidung" bzw. "entscheidende Wendung" und bedeutet insgesamt eine schwierige Situation bzw. Zeit, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt.

Der Autor nähert sich der Definition anderes: Eine Krise ist, wenn es gefährlich wird. Für das Management einer Krise ist entscheidend, ob und wie gefährlich es wird. Kritische Entwicklungen können unvorhergesehen und sehr individuell daherkommen. Vielleicht zeigen sie sich erst einmal nur als irritierende Wahrnehmungen einzelner Beteiligter. Dann kommt es darauf an, die Situation realistisch zu beurteilen, Risiken einzuschätzen und den Handlungsbedarf abzuwägen. Erweisen sich die Risiken als existenzbedrohend und der Handlungsbedarf als unmittelbar, entspricht die Situation einer Krise. Sie muss dann mit Priorität und besonderen Entscheidungsprozessen bewältigt werden. Bestenfalls wird die Krise in einem so frühen Stadium erkannt, dass sie nicht eskaliert. Es kann schon ungeheuer viel wert sein, über zwei oder drei Handlungsoptionen mehr zu verfügen, die vielleicht kurze Zeit später nicht mehr bestehen, oder durch rechtzeitiges Agieren zumindest den Schaden zu begrenzen.

Das Buch gliedert sich in 11 Kapitel. Kapitel 1 vermittelt Indikatoren, mit denen eine kritische Situation beurteilt werden kann und sensibilisiert das Urteilsvermögen. Kapitel 2 führt in Methoden des Krisenmanagements und der Stabsorganisation ein. Das anschließende dritte Kapitel referiert praktische Herausforderungen des Krisenmanagements basierend auf einem Fallbeispiel "Unicef". Kapitel 4 beschreibt, auf welche internen Voraussetzungen das Krisenmanagement achten muss. Die sozialpsychologischen Rahmenbedingungen, die für die Beurteilung der Lage wichtig sind, werden im fünften Kapitel skizziert. Kapitel 6 zeigt auf, wie die Medien (inkl. Internet) Krisen auslösen können und wie man hierauf reagieren sollte. Kapitel 7 diskutiert Wege, sich in Krisen inhaltlich zu positionieren. Die Instrumente der Kommunikation werden in Kapitel 8 skizziert. Kapitel 9 weist auf typische Fehlerquellen in Krisen hin. Die abschließenden Kapitel zeigen auf, wie man sich auf Krisen vorbereiten und sie dadurch auch besser vermeiden und wie der Erfolg eines Krisenmanagement bewertet werden kann.

Fazit: Ein pragmatischer Leitfaden für den unternehmerischen Notfall. Was und wie muss in der Krise entschieden werden? Wie sollte ein Krisenmanagement organisiert sein? Wie reagiert die Außenwelt auf Krisenmaßnahmen? Und wie kann man künftigen Krisen besser vorbeugen? Das Buch bietet "Neueinsteigern" in das Thema Krisenmanagement einen schnellen Einstieg durch einen klaren und modularen Aufbau.

Autor der Rezension: Frank Romeike


Details zur Publikation

Autor: Adrian Teetz
Seitenanzahl: 215
Verlag: Schäffer-Poeschel
Erscheinungsort: Stuttgart
Erscheinungsdatum: 2012

RiskNET Rating:

Praxisbezug
Inhalt
Verständlichkeit

sehr gut Gesamtbewertung

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