Währungsrisiko

Volatile Währungen


Währungsrisiko: Volatile Währungen News

Vor dem Hintergrund politischer und ökonomischer Turbulenzen werteten einige Industrie- und Schwellenländer in diesem Jahr gegenüber Euro und US-Dollar bedeutend auf. Insbesondere der steigende Ölpreis macht sich bemerkbar. Welche Währungen die stärksten in diesem Jahr sind, hat der Londoner Währungsexperte Ebury zusammengestellt.

Sowohl Dollar als auch Euro mussten seit Jahresbeginn Federn lassen insbesondere gegenüber dem brasilianischen Real, dem russischen Rubel, dem japanischen Yen und dem südafrikanischen Rand. Doch werteten auch die norwegische Krone, der kolumbianische Peso, der chilenische Peso, die indonesische Rupiah, der Neuseeland-Dollar und der kanadische Dollar spürbar auf. Allein in der vergangenen Woche legten der Real, der mexikanische Peso und der südafrikanische Rand allesamt zwischen einem und drei Prozent gegenüber den G10-Leitwährungen zu.

WährungIm Verhältnis zum EuroIm Verhältnis zum DollarHandelsvolumen mit Deutschland 2015 (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Brasilianischer Real+18,6 %+26%18,39 Mrd. EUR
Russischer Rubel+13,8 %+17%51,53 Mrd. EUR
Japanischer Yen+12,5 %+16%37,25 Mrd. EUR
Südafrikanischer Rand+6,5%+11%15,54 Mrd. EUR
Norwegische Krone+6,3%+8,5%24,48 Mrd. EUR
Kolumbianischer Peso+6,1%+8,5%3,26 Mrd. EUR
Chilenischer Peso+7,5%+6,5%3,88 Mrd. EUR
Indonesische Rupiah+5%+6%6,6 Mrd. EUR
Neuseeland-Dollar+3,9%+5%1,68 Mrd. EUR
Kanadischer Dollar+2,6%+4,5%13,89 Mrd. EUR

 Währungstreiber Öl

Die Aufwertung vieler dieser Währungen ist neben politischen Entwicklungen wie dem historischen Friedensabkommen in Kolumbien auf einen einzigen, gemeinsamen Faktor zurückzuführen: Der Rohöl-Preis hat seit seinem Tiefststand im Januar 2016 um rund 50% zugelegt. Insbesondere die Währungen Russlands, Kolumbiens, Norwegens und Kanadas profitierten unmittelbar, da der Export dieser Länder massiv auf Rohöl basiert (im Falle Kanadas entspricht Öl einem Drittel aller Exporte, bei den anderen Ländern gar zwei Dritteln).

Weitere Gründe für den Anstieg sind:

  • Der Run auf den brasilianischen Real wird des Weiteren neben dem hohen Realzins von Optimismus befeuert, der sich nach der Entmachtung der ehemaligen Präsidentin Dilma Rouseff breitmacht.
  • In Russland erholt sich die Wirtschaft langsam und nach dem Ausverkauf des Rubels im vergangenen Jahr ist der Rubel nun wieder attraktiv für Investoren.  
  • Japans Yen profitierte abermals von seinem Image als sicherer Fluchtwährung und avancierte somit zur bis dato erfolgreichsten G10-Währung im Jahr 2016.
  • Der südafrikanische Rand machte auch Boden gut nach einem exzessiven Ausverkauf im Jahr 2015. Außerdem zogen die Rohstoffpreise spürbar an.
  • Der chilenische Peso profitierte von steigenden Kupfer-Preisen, das exportstärkste Land Südamerikas verfügt über 40% der Weltreserven und ist der weltgrößte Exporteur von Kupfer. Darüber hinaus verbesserten sich die wirtschaftlichen Aussichten.
  • Steigende Rohstoffpreise verteuerten auch den Neuseeland-Dollar gegenüber dem Dollar.

 

[ Bildquelle Titelbild: © david_leshem - Fotolia.com ]
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