Einem Bericht der Allianz zufolge hat die Staatsverschuldung im Euroraum im zweiten Quartal dieses Jahres weiter zugelegt, wenn auch in langsameren Tempo. Die Bruttostaatsschuldenquote erhöhte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 93,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). In den ersten drei Monaten hatte der Zuwachs noch 1,7 Prozentpunkte betragen. Gegenüber dem Vorquartal erhöhte sich die Schuldenstandsquote in 14 EWU-Ländern, insbesondere in Zypern, Griechenland und Slowenien. Die deutsche Staatsverschuldung hingegen sank erneut. Mit 79,8 Prozent in Relation zum BIP betrug sie 2,1 Prozentpunkte weniger als noch vor einem Jahr. Gemessen an der Wirtschaftsleitung gehören Griechenland (169,1 Prozent des BIP), Italien (133,3 Prozent des BIP) und Portugal (131,3 Prozent des BIP) zu den am höchsten verschuldeten Ländern. Nur in vier Mitgliedstaaten (Estland, Finnland, Luxemburg und Slowakei) sowie dem EWU-Beitrittskanditaten Lettland lag die Schuldenquote im zweiten Quartal dieses Jahres unter dem im Stabilitäts- und Wachstumspakt verankerten Wert von 60 Prozent. Trotz einer voraussichtlich moderaten Konjunkturerholung bleibt die Haushaltskonsolidierung somit Kernstück bei der Rückführung der Staatsverschuldung im Euroraum.
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