Die Aufwärtsrisiken für die Inflation haben nach Aussage des luxemburgischen Notenbankgouverneurs Yves Mersch wegen des Anstiegs der globalen Rohstoffpreise zugenommen. Die Europäische Zentralbank (EZB) "bleibt jederzeit bereit, um entschlossen und rechtzeitig zu reagieren, damit sich die erhöhten Risiken nicht materialisieren und die Stabilität auf mittlere Sicht nicht belastet wird", wird Mersch, der Mitglied des EZB-Rats ist, am Montag im Monatsbericht der luxemburgischen Notenbank zitiert.
Eine "erhöhte Wachsamkeit" seitens der EZB sei erforderlich, um die Inflationsrisiken einzudämmen, sagte Mersch. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass der jüngst beschleunigte Preisanstieg bei den Rohstoffen nicht mittelfristig auf die Gesamtinflation durchschlage. Mit Blick auf die Wirtschaft des Euroraums sagte das EZB-Ratsmitglied, der Trend sei trotz der beträchtlichen Unsicherheiten noch immer positiv. "Die gegenwärtig akkommodierende Geldpolitik stellt eine beträchtliche Unterstützung der Wirtschaftsaktivität dar."
Der EZB-Leitzins steht derzeit bei 1,00%. Bei der jüngsten EZB-Ratssitzung hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet eine Anhebung des Hausptrefinanzierungssatzes für April signalisiert. Dies war jedoch vor dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in Japan, die einige Atomkraftwerke des Landes so stark beschädigten, dass eine nukleare Katastrophe droht.
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