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Vermeidbare Fehler im Risikomanagement

Redaktion RiskNET

Vermeidbare Fehler im Risikomanagement

Vermeidbare Fehler im Risikomanagement haben bei großen Banken seit 2011 weltweit Verluste von rund 220 Milliarden US-Dollar verursacht. Diese Zahl präsentiert die aktuelle Studie der Managementberatung Bain & Company "Preventing Disaster: How Banks Can Manage Operational Risk" (unter Berufung auf Daten des Risikospezialisten ORX).

Laut Studie zeigt sich, dass rund zwei Drittel der Verluste aus einem falschen Umgang mit Kunden und Produkten resultieren. Neben einem bewussten oder unbewussten menschlichen Fehlverhalten sind laut Studie auch die IT, die Organisationsstruktur sowie die unvollständige Umsetzung einer immer komplexeren und teilweise überlappenden Regulierung weitere Schwachstellen. "Nicht-finanzielle Risiken lauern nahezu überall, entsprechend viel steht für die Banken auf dem Spiel", so Bain-Partner und Co-Autor der Studie Jan-Alexander Huber. "Fehler im operationellen Risikomanagement verursachen nicht nur finanzielle Verluste, Rechtskosten und zum Teil Strafzahlungen, sondern schädigen auch nachhaltig die Reputation und gefährden im Extremfall die Existenz einer Bank." Die Studienmacher sehen vier Prinzipien als entscheidende Faktoren, um die Effektivität des Risikomanagements zu verbessern und die Profitabilität zu steigern:

 

  • Das Management nicht-finanzieller Risiken umfasst alle Bereiche und Funktionen einer Bank und ist reibungslos in die unternehmensweiten Strukturen und Prozesse integriert.
  • Die Verantwortung für das Risikomanagement ist in jeder Abteilung klar definiert, Fachleute besetzen die entsprechenden Stellen.
  • Feedbackschleifen gewährleisten, dass die Bank kontinuierlich aus Erfolgen und Misserfolgen lernt, um nicht-finanzielle Risiken in Zukunft zu vermeiden.
  • Alle Prozesse werden regelmäßig überprüft, um sicherzustellen, dass sämtliche Kennzahlen und Vergütungssysteme den aktuellen Anforderungen entsprechen.



[ Bildquelle: Adobe Stock ]


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