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Risiko: Vorbereitung auf den Brexit "ohne Kompass"

Redaktion RiskNET

Risiko: Vorbereitung auf den Brexit "ohne Kompass"

Der anstehende Brexit führt bei deutschen Unternehmen zu einem Rückgang im Handel mit Großbritannien und bei Investitionstätigkeiten. Die Geschäftslage der Unternehmen habe sich daher erheblich verschlechtert, so die Ergebnisse einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). "Der Brexit ist bereits jetzt eine hohe Belastung für die deutschen Unternehmen", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

Die Umfrage "Going International 2019" des DIHK unter 1.500 deutschen Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Großbritannien wurde im Februar durchgeführt. Sie zeigt, dass 70 Prozent der Betriebe für 2019 mit einer Verschlechterung ihres Geschäfts mit der Insel rechnen, während nur noch jedes fünfte Unternehmen eine gute Beurteilung für den Handel mit dem Vereinigten Königreich ausstellte.

Der Ende März anstehende Brexit hat auch Investitionsverlagerungen zur Folge. Jeder achte Betrieb will Aktivitäten auf andere Märkte verlagern, wie beispielsweise nach Deutschland oder in andere EU-Länder. Ähnliche Absichten hatte Anfang 2018 nur jeder zwölfte Betrieb, so der DIHK. Besonders belastend für die Unternehmen sei, dass sich die Unternehmen "ohne Kompass" auf den Brexit vorbereiten müssten.

Eine konkrete Vorbereitung auf den Brexit gestaltet sich für viele Betriebe trotz intensiver Bemühungen schwierig", erklärte der DIHK. Ein ungeregelter Brexit, bei dem Großbritannien dem mit der Europäische Union ausgehandelten Austrittsabkommen nicht zustimmt, würde massive Mehraufwand bei der Zollbürokratie bedeuten. So seien mit bis zu zehn Millionen neuer Zollanmeldungen zu rechnen und mit Zöllen in Milliardenhöhe, wenn man sich nicht auf ein Abkommen einigt.

"Nicht nur der Brexit selbst, sondern auch die nach wie vor herrschende Unsicherheit über die zukünftigen Handelsbeziehungen gehen ganz konkret zulasten des Wirtschaftsstandortes Großbritannien", sagte Treier. "Aber der Ball liegt hier nach wie vor eindeutig bei den Briten."

[ Bildquelle: Adobe Stock ]


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