Die Rettung Griechenlands dürfte bei den Banken in Europa nur zu moderaten Verlusten führen. Eine Analyse des "Wall Street Journal" (WSJ) auf Grundlage der Ergebnisse des europaweiten Stresstests geht davon aus, dass den 90 wichtigsten Banken Verluste von insgesamt 7 Mrd bis 14 Mrd EUR entstanden sein dürften.
Zwei Drittel dieser Verluste würden bei griechischen Banken anfallen. Insgesamt ist die Summe deutlich kleiner, als Analysten im Vorfeld der Griechenland-Rettung befürchtet hatten. Die Verluste bei griechischen Anleihen belaufen sich beim geplanten Umtausch in neue Papiere mit längerer Laufzeit nun auf 10% bis 21%, befürchtet worden waren bei einem Schuldenschnitt 50% oder mehr an Verlusten.
Den Löwenanteil der Verluste dürften der Analyse zufolge nun griechische Banken zu tragen haben. Die sechs am Stresstest teilnehmenden Institute halten demnach in den kommenden zehn Jahren fällig werdende Anleihen im Volumen von 43 Mrd EUR. Dies könnte Verluste von bis zu 9 Mrd EUR für sie bedeuten. Französische Banken könnten auf Verluste von 1,4 Mrd EUR kommen, und deutsche Kreditinstitute auf 843 Mio EUR.
[Bildquelle: iStockPhoto]





Kommentare zu diesem Beitrag