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IT-Security-Trends

Die Komplexität von Cyberrisiken und der Risikofaktor Mensch

Redaktion RiskNET

Die Komplexität von Cyberrisiken und der Risikofaktor Mensch

Die aktuelle IDC-Studie "IT-Security-Trends in Deutschland 2018" zeigt: Im Zuge der digitalen Transformation hat sich auch die Sicherheitslage weiter verschärft. Unternehmen in Deutschland können oder wollen offenbar auf diese Situation nicht angemessen reagieren. Somit überrascht es nach Ansicht der IDC-Verantwortlichen nicht, dass mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen berichten, dass sie in den letzten 24 Monaten erfolgreich attackiert wurden.

Demnach hätten 67 Prozent der befragten Unternehmen in den letzten Monaten Sicherheitsvorfälle verzeichnet. Am häufigsten waren PC und Notebooks (34 Prozent), Netzwerke (31 Prozent) sowie Smartphones und Tablets (30 Prozent) betroffen. Nach IDC-Aussagen ist das insofern kritisch, da sie als Einfallstor in das Rechenzentrum genutzt werden. Aber auch die Rechenzentren selbst (29 Prozent) und Server (28 Prozent) waren ebenso wie Drucker, Sensoren und IoT – wenn auch in geringerem Maße - betroffen. "Diese Zahlen unterstreichen, wie komplex und vielschichtig Cyberrisiken sind und dass sich die Unternehmen wesentlich stärker und vor allem besser absichern müssen", so Matthias Zacher, Manager Research und Consulting bei IDC und Projektleiter der Studie. Hinzu kommt, dass es viele Organisationen noch nicht geschafft haben, das Sicherheitsrisiko durch die eigenen Mitarbeiter in den Griff zu bekommen. Ein Risiko, das nach wie vor auf Platz 1 der größten Risiken rangiert, gefolgt von unzureichend gesicherten Endpoints (37 Prozent) und Angriffen von Cyber-Kriminellen. Das Fehlverhalten der Anwender sowie mangelnde Awareness – wie etwa eine Reaktion auf Phishing-Mails, Downloads unsicherer Apps oder Geräteverluste haben auch in den letzten Monaten wieder Tür und Tor zu Firmendaten für Externe geöffnet.

[ Bildquelle: Adobe Stock ]


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