Warum verlässliche Informationen für CFOs 2026 entscheidend sind

Daten statt Bauchgefühl


Daten statt Bauchgefühl: Warum verlässliche Informationen für CFOs 2026 entscheidend sind Kolumne

Für deutsche Unternehmen beginnt 2026 ein weiteres Jahr im Zeichen wirtschaftlicher Unruhe. Gerade Finanzverantwortliche spüren die Volatilität unmittelbar, und sie hält viele buchstäblich nachts wach. In einer von Coface beauftragten Umfrage nennen 83 Prozent der Finanzentscheider die anhaltende wirtschaftliche Unruhe als größte Sorge, gefolgt von Regulierungs- und Bürokratiekosten (79 Prozent) sowie zunehmendem Protektionismus (77 Prozent).

Abb. 01: Diese Faktoren halten CFOs nachts wach [Quelle: Coface CFO-Studie, 2025]Abb. 01: Diese Faktoren halten CFOs nachts wach [Quelle: Coface CFO-Studie, 2025]

Der Wandel: von Intuition zu Informationsüberlegenheit

Parallel zur Unsicherheit wächst die Überzeugung, dass Daten der entscheidende Hebel für bessere Entscheidungen sind. 82 Prozent der befragten CFOs geben an, heute über deutlich mehr Daten zu verfügen als noch vor fünf Jahren; 81 Prozent sehen dadurch eine spürbare Verbesserung ihrer Entscheidungsqualität. Besonders bei Investitionen (9 von 10), Budgetierung (86 Prozent) und Liquiditätsplanung (80 Prozent) sind datenbasierte Ansätze Standard. Zudem werden Kundenbonitäten (73 Prozent) und die Finanzkraft von Lieferanten (70 Prozent) systematisch bewertet. Nur noch 22 Prozent der Befragten verlassen sich regelmäßig auf ihr "Bauchgefühl" und weichen bewusst von datenbasierten Empfehlungen ab. Genau hier zeigt sich die Bedeutung verlässlicher globaler Wirtschaftsauskünfte und Unternehmensinformationen: Coface Business Information verbindet die jahrzehntelange Expertise aus der Kreditversicherung mit umfassenden Wirtschaftsdaten aus Märkten weltweit.

Diese Entwicklung ist nicht nur technischer Natur, sondern eine Reaktion auf erlebte Fehlentscheidungen: 60 Prozent der CFOs deutscher Unternehmen räumen ein, in den letzten zwölf Monaten mindestens eine geschäftliche Entscheidung getroffen zu haben, die sich später als Fehler erwies. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten führt das auf unerwartete externe Faktoren zurück, 36 Prozent auf Fehleinschätzungen der Marktentwicklung und 31 Prozent auf eine unzureichende Datenlage. Anfälligkeit entsteht also dort, wo Informationen fehlen, zu spät vorliegen oder falsch interpretiert werden.

Abb. 02: Fakten statt Bauchgefühl: Hier setzen CFOs auf Daten [Coface CFO-Studie, 2025]Abb. 02: Fakten statt Bauchgefühl: Hier setzen CFOs auf Daten [Coface CFO-Studie, 2025]

Vertrauen entsteht durch Datenqualität – nicht durch Datenmenge

Mehr Daten allein reichen nicht. CFOs gewichten Aktualität (39 Prozent), Qualität/Verlässlichkeit (28 Prozent) und Detailtiefe (10 Prozent) bei externen Wirtschaftsauskünften besonders hoch. Genau diese Attribute entscheiden, ob Daten als Frühwarnsystem für Risiken taugen – oder lediglich als "rückspiegelnde" Statistik. Für Finanzentscheider bedeutet das, dass ein Informationsvorsprung aus belastbaren Quellen, klarer Governance und eindeutigen Entscheidungsregeln entsteht. Coface Business Information ermöglicht Bonitätsprüfungen rund um den Globus für ein zukunftsorientiertes Risikomanagement – sowohl für Lieferantenrisiken als auch für Kundenrisiken entlang der Wertschöpfungskette.

Fazit: Resilienz ist datenbasiert

Die Kernbotschaft für die Entscheiderebene lautet: Wettbewerbsfähigkeit in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld entsteht durch verlässliche, aktuelle und tiefgehende Daten – und durch klare Prozesse, die aus Informationen Entscheidungen machen. Die Coface Umfrage zeigt, dass ein Großteil der CFOs diesen Weg bereits geht: Weg vom Bauchgefühl, hin zu fundierten, datenbasierten Entscheidungen. Wer Datenqualität und Entscheidungsdisziplin 2026 zur Chefsache macht, verschafft seinem Unternehmen einen echten Vorsprung.

Mehr Informationen finden Sie auf https://www.coface.de/wirtschaftsauskuenfte 

Autor:

Benjamin Bubner

Business Information Director
Coface

 

[ Bildquelle Titelbild: Generiert mit AI ]
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