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Mageres Wirtschaftswachstum in den USA

Blizzards, Streiks und Währungsrisiken

Redaktion RiskNET

Mageres Wirtschaftswachstum in den USA: Blizzards, Streiks und Währungsrisiken

Die US-Wirtschaft hat im ersten Quartal nur ein äußerst mageres Wachstum geschafft. Die Schwäche erstreckte sich von den Unternehmen, die ihre Investitionen kürzten, über rückläufige Exporte bis zu vorsichtigen Konsumenten, die mit ihren Ausgaben geizten. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Veröffentlichung mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Januar und März auf das Jahr hochgerechnet nur um 0,2 Prozent.

Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg von 1,0 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal 2014 war das US-BIP um 2,2 Prozent gewachsen.

Der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) fiel um 2,0 Prozent, nach einem Minus von 0,4 Prozent im Vorquartal.

Der BIP-Deflator betrug minus 0,1 Prozent nach plus 0,1 Prozent im Vorquartal. Volkswirte hatten eine Rate von 0,4 Prozent erwartet. Der BIP-Deflator misst die Preisentwicklung anhand aller produzierten Waren und Dienstleistungen. Die Verbraucherpreise werden dagegen mittels eines repräsentativen Warenkorbs erhoben.

Mit dem Wachstumseinbruch im ersten Quartal wiederholte sich ein Muster, das in den letzten Jahren häufig zu beobachten war: Auf ein oder zwei Quartale mit einem soliden Wachstum folgt ein Quartal mit einem kräftigen Abschwung. Sehr oft betraf es das erste Quartal eines Jahres, wie auch im Jahr 2014. Damals sorgte ein sehr harscher Winter für eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um 2,1 Prozent.

Im ersten Quartal dieses Jahres scheint eine Reihe von Faktoren am Werk gewesen zu sein, darunter eine Welle von Blizzards, Streiks in den Häfen der Westküste, der starke Dollar, der die Exporte drückte und der niedrige Ölpreis, der die Gewinne der Ölfirmen schmälerte.

[ Bildquelle: © trendobjects - Fotolia.com ]


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