Der Frühindikator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) deutet auf nachlassendes Wachstum in einigen großen Mitgliedsstaaten. Solche Signale gebe es für die USA und die Eurozone, insbesondere für Deutschland, erklärte die OECD, eine von 35 Industriestaaten betriebene Denkfabrik.
Stabiles Wachstum zeichne sich hingegen für den gesamten OECD-Raum, Frankreich und Kanada ab. Im Juli sinkt der Frühindikator für den gesamten OECD-Raum um 0,1 auf 99,0 Punkte.
Für Großbritannien, für das es aufgrund der Brexit-Unsicherheit weiterhin große Fehlermargen gebe, bleibe es bei einer stabilen Wachstumsdynamik, wenn auch bei historisch niedrigen Trendwachstumsraten. In Japan und Italien wiesen die Indikatoren weiterhin auf eine Stabilisierung der Wachstumsdynamik hin.
Der Frühindikator der OECD dient dazu, sehr früh Anzeichen für konjunkturelle Wenden festzustellen. Die OECD spricht davon, dass Wendepunkte relativ zum Trend sechs bis neun Monate vor der Änderung antizipiert werden sollen.
Für die Eurozone wird ein Rückgang um 0,1 auf 99,0 ausgewiesen, für Deutschland sinkt der Indikator um 0,2 auf 98,6. Für die USA meldet die OECD einen Rückgang um 0,2 von 98,7 und für Japan einen konstanten Wert von 99,3 Punkten.
Unter den großen Schwellenländern weisen die Frühindikatoren für Brasilien, Russland und China auf eine stabile Wachstumsdynamik. In Indien zeichnet sich jedoch eine nachlassenden Wachstumsdynamik ab, die durch den starken Rückgang der Automobilindustrie getrieben wird. Diese vier Länder gehören nicht zur OECD, aber wegen ihrer globalen Bedeutung für die Wirtschaft erhebt die Organisation dennoch Frühindikatoren.






Kommentare zu diesem Beitrag
Vielleicht geht uns ja endlich ein Licht auf und es ändert sich am Ende alles zum Besseren.
Vielleicht versteht man ja am Ende, daß Profitgier schlußendlich allen schadet... Wobei, viele, die die Kriese ausgelöst haben profitieren ja durch die Rettungspake wieder ... ;-(