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DIHK-Risikoanalyse

Bahnstreikkosten von einer halben Milliarde Euro

Redaktion RiskNET

Bahnstreikkosten von einer halben Milliarde Euro

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet wegen des anlaufenden Lokführerstreiks mit hohen Belastungen für die Wirtschaft. DIHK-Präsident Eric Schweitzer bezifferte die drohenden Schäden auf 500 Millionen Euro. "Lager laufen leer, die Produktion stottert, es kann sogar zu Produktionsausfällen kommen. Alles in allem drohen Streikkosten von einer halben Milliarde Euro", klagte Schweitzer am heutigen Tag.

Der Bahnstreik koste die Wirtschaft nicht nur Nerven, sondern richtig Geld. "Wenn der Streik wie angekündigt sechs Tage dauert, kommt die Lieferkette ins Stocken", befürchtet Schweitzer. Bleibt es aber bei der Streikdauer von sechs Tagen, ist das laut DIHK noch kein gravierendes Problem für Konjunktur und Wachstum. "Selbst wenn es nach einigen Tagen zu Produktionsstörungen kommt, kann dies wieder aufgeholt werden", erklärte der DIHK-Präsident.

Auf der Schiene werden nach den Zahlen des Verbandes jeden Tag Güter im Volumen von einer Million Tonnen transportiert.

Der Streik der Lokomotivführergewerkschaft GDL soll im Güterverkehr bereits heute und im Personenverkehr am Dienstagmorgen beginnen und bis Sonntag anhalten. Damit wäre dies der bisher längste Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn und der achte Arbeitsausstand in dem seit 2014 andauernden Tarifstreit. Neben einer höheren Entlohnung sowie besseren Arbeitsbedingungen kämpft die GDL mit dem Streik um das Recht, auch für Zugbegleiter und Rangierführer Tarifverträge verhandeln zu dürfen.

[ Bildquelle: © JiSign / Fotalia.com ]


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