RPO

Definition:

Recovery Point Objective (RPO) bezeichnet den maximal tolerierbaren Datenverlust, gemessen als Zeitspanne vor dem Eintritt einer Störung. Es legt fest, auf welchen Datenstand ein IT-System nach einem Ausfall mindestens wiederhergestellt werden muss. Ein RPO von einer Stunde bedeutet beispielsweise, dass höchstens die Daten der letzten 60 Minuten verloren gehen dürfen. Daraus ergibt sich, wie häufig Daten gesichert, repliziert oder synchronisiert werden müssen. Je kürzer das RPO, desto höher sind in der Regel die technischen und finanziellen Anforderungen an Datensicherung und Redundanz. Für besonders kritische Systeme kann ein RPO von nahezu null erforderlich sein, etwa durch kontinuierliche Datenreplikation. Weniger kritische Anwendungen können dagegen längere Sicherungsintervalle und damit größere Datenverluste tolerieren. Das RPO wird üblicherweise im Rahmen einer Business-Impact-Analyse anhand der Auswirkungen eines Datenverlusts festgelegt.

Vom RPO zu unterscheiden ist das Recovery Time Objective (RTO), das die maximal zulässige Dauer bis zur Wiederaufnahme eines Prozesses oder Systems beschreibt. Während das RTO somit die Wiederherstellungszeit betrifft, bestimmt das RPO den akzeptierten Datenverlust.

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