Glossar-Eintrag

Änderungsrisiko

Definition:

 

Risikofaktoren, welche für den Schadenseintritt verantwortlich sind, unterliegen einem ständigen Wandel. So kann beispielsweise die globale Erwärmung Auswirkungen auf die Wiederkehrperiode bestimmter Naturphänomene und damit auf die zu erwartende Schadenshöhe der betroffenen Risiken haben. Die daraus resultierende Differenz aus realem Gesamtschaden und den Erwartungen des Versicherers wird Änderungsrisiko genannt.

Die Gründe für die zeitlichen Veränderungen der risikobestimmenden Faktoren können

 

  • wirtschaftlicher Art (beispielsweise Inflation, höhere Wertekonzentration),
  • gesellschaftlicher Art (beispielsweise Anstieg der Kriminalität, Terrorgefahr),
  • technischer/technologischer Art (beispielsweise Nuklearenergie, neue Medikamente) oder 
  • rechtlicher Art (beispielsweise Ausweitung des Haftungsrechts, Umkehr der Beweislast) sein.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass das Änderungsrisiko und das Zufallsrisiko oft schwer voneinander zu trennen sind. Die Folge könnte sein, dass beispielsweise ein Versicherer jahrelang die veränderten Risikofaktoren nicht erkennt und dadurch eine viel zu niedrige Versicherungsprämie verlangt.

 

Risk Academy

Die Intensiv-Seminare der RiskAcademy® konzentrieren sich auf Methoden und Instrumente für evolutionäre und revolutionäre Wege im Risikomanagement.

Seminare ansehen
Newsletter

Der Newsletter RiskNEWS informiert über Entwicklungen im Risikomanagement, aktuelle Buchveröffentlichungen sowie Kongresse und Veranstaltungen.

jetzt anmelden
Lösungsanbieter

Sie suchen eine Softwarelösung oder einen Dienstleister rund um die Themen Risikomanagement, GRC, IKS oder ISMS?

Partner finden
Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.