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Frühwarnindikator Weltwirtschaft

Weltwirtschaftsklima verschlechtert sich

Redaktion RiskNET

ifo Weltwirtschaftsklima

Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich verschlechtert. Der Indikator sank im zweiten Quartal von 26,0 auf 16,5 Punkte und befindet sich damit in etwa wieder auf dem Niveau des vierten Quartals 2017. Die Beurteilungen der Experten zur aktuellen Wirtschaftslage bleiben unverändert günstig. Ihre Erwartungen sind deutlich weniger optimistisch als noch im Quartal zuvor. Der Aufschwung der Weltkonjunktur bleibt weiter intakt, jedoch schwächt er sich ab.

Das Wirtschaftsklima verschlechtert sich nahezu in allen Regionen. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen fallen in den USA deutlich. In der Europäischen Union, in Lateinamerika, in den GUS-Staaten, im Nahen Osten und in Nordafrika kühlen sich die Erwartungen ebenfalls ab.  Die Lage-Einschätzung verbessert sich dagegen abermals. Auch in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern trüben sich die Erwartungen ein. Die Lagebeurteilung bleibt hingegen in etwa unverändert.

Einhergehend mit steigenden Inflationserwartungen werden sich die kurz- und langfristigen Zinsen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den nächsten sechs Monaten erhöhen. Die Experten erwarten zudem ein deutlich schwächeres Wachstum des Welthandels, auch weil sie mit stärkeren Handelsbarrieren rechnen. Insgesamt rechnen die Experten mit einem Anstieg des Welt-Bruttoinlandsprodukts von 3,9 Prozent in diesem Jahr.

ifo Weltwirtschaftsklima

ifo Konjunkturuhr Weltwirtschaft

Seit dem Jahr 1981 befragt das ifo Institut im vierteljährlichen Turnus Experten aus einer Vielzahl von Ländern zur Konjunkturentwicklung und zu anderen Wirtschaftsdaten in ihrem jeweiligen Beobachtungsgebiet. An der jüngsten Erhebung im April 2018 nahmen 1.155 Experten aus 120 Ländern teil. Eine ausführliche regionale Analyse wird im vierteljährlichen ifo World Economic Survey veröffentlicht.

[ Bildquelle: Adobe Stock ]


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