Yellen verspricht "große Kontinuität" in der US-Geldpolitik

Es wird wieder auf Risiko gespielt


Yellen verspricht "große Kontinuität" in der US-Geldpolitik Kolumne

Die US-Notenbank behält unter der neuen Vorsitzenden Janet Yellen ihren Kurs bei. Die Nachfolgerin von Ben Bernanke signalisierte, dass die schrittweise Drosselung der Anleihenkäufe um 10 Milliarden US-Dollar pro Sitzung weitergehen wird. Zudem bekräftige Yellen in ihrem Redetext zur Anhörung vor dem Repräsentantenhaus die Aussage, dass der Leitzins nahe null bleiben soll, lange nachdem die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent gefallen ist.

"Ich habe bei der Ausarbeitung dieser Strategie mitgearbeitet und ich unterstütze diese Strategie ganz eindeutig", erklärte Yellen. "Es wird eine große Kontinuität in der Geldpolitik geben." Der Redetext zum halbjährlichen Bericht zur Geldpolitik wurde vorab veröffentlicht. Anschließend wird Yellen vor den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

Die neue Fed-Chefin gilt als entschiedene Verfechterin einer expansiven Geldpolitik, um den Arbeitsmarkt zu beleben. Die Erholung des Arbeitsmarkt sei "alles andere als abgeschlossen", hob Yellen hervor. Die Arbeitslosigkeit sei immer noch zu hoch, der Anteil der Langzeitarbeitslosen zu groß.

Schon im Dezember 2013 hatten die US-Währungshüter - damals noch unter dem Vorsitz von Bernanke - erklärt, dass der Leitzins auf einem extrem niedrigen Niveau bleiben soll, selbst nachdem die Arbeitslosenquote unter 6,5 Prozent gefallen ist. Im Januar war die Quote auf 6,6 Prozent gesunken.

Der schnelle Rückgang der Arbeitslosenquote in den vergangenen Monaten kam für die Fed überraschend. Vor einem Jahr hatte sie prognostiziert, vor 2015 würden 6,5 Prozent nicht erreicht. Im Juni 2013 erklärten die Notenbanker schließlich, im Laufe des Jahres 2014 würde es soweit sein. Nun liegt die Quote schon Anfang 2014 in Reichweite.

Yellen verwies auf andere Indikatoren als die Arbeitslosenquote, die auf einen schwachen Arbeitsmarkt deuteten, etwa die Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Teilzeitarbeit und die Unterbeschäftigung. "Damit zeigt sich, dass mehr Faktoren als die Arbeitslosenquote einfließen müssen, um die Lage am Arbeitsmarkt zu beurteilen", sagte Yellen.

 

[Bildquelle: © chairman - Fotolia.com]

 

Kommentare zu diesem Beitrag

Susanne /08.10.2008 01:18
Staat, Banken und Bürger haben über ihre Verhältnisse gelebt und Risiken ausgeblendet. So einfach ist das ... nun dürfen wir alle die Suppe wieder auslöffeln!
Risk Academy

Die Intensiv-Seminare der RiskAcademy® konzentrieren sich auf Methoden und Instrumente für evolutionäre und revolutionäre Wege im Risikomanagement.

Seminare ansehen
Newsletter

Der Newsletter RiskNEWS informiert über Entwicklungen im Risikomanagement, aktuelle Buchveröffentlichungen sowie Kongresse und Veranstaltungen.

jetzt anmelden
Lösungsanbieter

Sie suchen eine Softwarelösung oder einen Dienstleister rund um die Themen Risikomanagement, GRC, IKS oder ISMS?

Partner finden
Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.