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Bitcoin & Co.

Kryptowährungen: Risiken und Chancen

Redaktion RiskNET20.05.2019, 08:58

Die Diskussionen um das Für und Wider von Kryptowährungen halten an. Anlass dazu bietet unter anderem die extremen Kursschwankungen von Bitcoin & Co. mit teils massiven Ausschlägen nach oben und unten. Während Mitte Dezember 2018 der Kurs für einen Bitcoin auf etwas mehr als 3.100 US-Dollar abrutschte, kletterte die Kryptowährung nun wieder auf den Kurs von fast 8.000 US-Dollar für einen Bitcoin (Stand, Mitte Mai 2019). Zu Hochzeiten, im Dezember 2017, erreichte ein Bitcoin 20.000 US-Dollar.

Mangelnde Skalierbarkeit und Kritik

Wen wundert es, dass die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) die mangelnde Skalierbarkeit der digitalen Währungen bemängelt. Nach Aussagen der Neuen Zürcher Zeitung vom Juni 2018 lassen die BIZ-Autoren in ihrem Jahresbericht "kein gutes Haar an den Kryptowährungen". Die Bundesregierung sieht in diesem Kontext Handlungsbedarf und setzt  sich nach eigenen Worten "auf europäischer und internationaler Ebene für die Schaffung eines angemessenen Regulierungsrahmens für Kryptowährungen (…)" ein. Eigene Initiativen gibt es beispielsweise bereits in Australien, Finnland und Kanada. Und auch manche Finanzexperten sehen das Kryptogeld kritisch. US-Investor Warren Buffet hält Kryptowährungen für wertlos und das Handelsblatt titelte im letzten Jahr mit Bezug auf eine Kolumne des US-amerikanischen Ökonomen und Nobelpreisgewinners Paul Krugmann in der New York Times: "Nobelpreisgewinner Krugman hält den Bitcoin für Unsinn."

Positive Signale pro Kryptogeld

Demgegenüber sehen Länder, wie etwa Brasilien, Kryptowährungen gelassener entgegen. So lassen sich mittlerweile in der brasilianischen Supermarktkette "Oásis Supermercados" die Einkäufe mit Kryptogeld bezahlen. Jüngst wurde bekannt, dass Kryptowährungen nun bei zahlreichen Händlern des "Flexa Network" in den USA akzeptiert werden.

Welchen Stellenwert digitale Währungen mittlerweile in manchen Ländern haben, zeigt sich unter anderem am "Fintech  Festival" in Singapur. Die Veranstaltung gilt als die größte ihrer Art und ist für Vertreter von Finanz-Startups, Blockchain-Experten und etablierte Banken sowie Digitalunternehmen ein fester Bestandteil im jährlichen Kalender. Dass diese Veranstaltung in Singapur stattfindet ist nicht zufällig, unterstützt doch die Regierung den digitalen Fortschritt in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens mit einer klaren Strategie.Diese wäre mitunter auch in Europa wünschenswert. Denn Einzellösungen und nationale Alleingänge werden dem Thema nicht Herr, gerade weil eine digitale und eng vernetzte Welt nicht vor den Türen des eigenen Landes halt macht. Das heißt auch, die Risiken von Kryptowährungen zu erkennen, einheitliche Regelungen zu schaffen und gleichzeitig mögliche Chancen des Einsatzes auszuloten.

[ Bildquelle: Adobe Stock ]


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