Glossar & Definitionen

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Supply-Chain-Risikomanagement

Die Leistung und Zuverlässigkeit der operativen Prozesse heutiger Unternehmen ist im hohen Maß von der Konfiguration der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsnetzwerke und damit der Supply Chain abhängig. Erfolgreiche Unternehmen schaffen es, diese – oft komplexen – Wertschöpfungsnetzwerke für den "Normalbetrieb" hochgradig effektiv zu gestalten und effizient zu betreiben.

Ereignisse der vergangenen Jahre haben aber deutlich eine Reihe von Risiken vor Augen geführt, die zu einem erheblichen Teil außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen, und zu Notfällen, Katastrophen oder sogar zur Unternehmenskrise führen können. 

Im Gegensatz zum klassichen Risikomanagement (Enterprise Risk Management, ERM) arbeiten im Supply Chain Risk Management verschiedene Unternehmen (Liferanten, Kunden etc) im Rahmen der Risikoanalyse eng zusammen und haben einen unternehmensübergreifenden Prozess des Risikomanagements auf Supply Chain Ebene eingerichtet. Dieser Prozess sollte integraler Bestandteil der gemeinsamen Planungs- und Kontrollprozesse sein.

Nachfolgend sind einige typische Risiken im Kontext Supply Chain aufgeführt:

Kundenseitige Risiken

  • Nachfrageschwankungen (Prognosequalität)
  • "Bullwhip Effect" (Peitscheneffekt)
  • Kreditrisiko (Kunden)
  • Lieferantenseitige Risiken
  • Preisschwankungen auf Beschaffungsmärkten
  • Qualitätsprobleme oder Verfügbarkeit
  • Lieferantenausfall ("Supplier Default")

Compliance Risiken

  • Regulatorische / administrative Hindernisse (beispielsweise Handelsbestimmungen, Local Content Auflagen)
  • Gesetzesänderungen / regulatorische Änderungen / Bürokratie

 

Infrastrukturelle Risiken

  • Versorgungsstörungen (etwa Wasser, Elektrizität)
  • Ausfall von Produktionskapazitäten oder IT
  • Mitarbeiterrisiken: Sabotage, Betrug, Streik 

Katastrophenrisiken

  • Naturkatastrophenrisiken
  • Sozio-politische Instabilität (Kriege, Unruhen)
  • Internationaler Terrorismus

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