Glossar & Definitionen

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Resilienz

Resilienz (aus dem lateinischen resilire = "abprallen") beschreibt allgemein die Fähigkeit eines Systems, mit Veränderungen, beispielsweise durch Risikoeintritte, umgehen zu können.

Allgemein kann Resilienz auch mit Widerstandsfähigkeit beschrieben werden, d. h. es geht um die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen.

Allgemein müssen Systeme von innen oder außen kommende Störungen ihres Zustandes ausgleichen oder unter Aufrechterhaltung ihrer Systemintegrität ertragen können. So sollte ein Unternehmen widerstandsfähig gegenüber Risiken aus dem eigenen System (der eigenen Organisation) und gegenüber Risiken von außen (externe Risiken, beispielsweise in der Folge von Naturkatastrophen oder konjunkturellen Veränderungen) sein. Bei Störungen von innen wird allgemein auch von "Resilienz im engeren Sinn" gesprochen. Der ungestörte Ausgangszustand stellt hier einen Attraktor der Dynamik dar. Bei Störungen von außen wird auch allgemein von "Resilienz im weiteren Sinn" gesprochen. Hier muss die Menge der tolerablen Systemzustände unter der Störungswirkung unveränderlich sein.

Das Resilienz-Management umfasst alle Maßnahmen mit dem Ziel, die Belastbarkeit eines betriebswirtschaftlichen Systems, beispielsweise eines Unternehmens, gegenüber inneren und äußeren Einflüssen zu stärken.

Allgemein lässt sich die Resilienz eines Unternehmens durch drei Eigenschaften definieren:

  • Vorbeugung: Eine Widerstandsfähigkeit gegenüber negativen externen Einwirkungen ist vorsorglich aufgebaut, vergleichbar der Resistenz (siehe Risikotragfähigkeit).
  • Adaption: Nach Möglichkeit wird eine kurzfristige Rückkehr zur definierten Ausgangsstellung erreicht, vergleichbar der Selbstregulation (vgl. Risikosteuerung).
  • Innovation: Entstehende Vorteile aus den sich verändernden Umweltbedingungen werden ökonomisch genutzt, vergleichbar dem Innovationsmanagement.

 

Siehe auch: 
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