Glossar & Definitionen

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Krisenmanagement

Unter Krisenmanagement versteht man ganz allgemein den systematischen Umgang mit Krisensituationen.

Wenn das Instrumentarium des (präventiven) Risikomanagement keine Wirkung mehr zeigt bzw. Risiken nicht rechtzeitig mit Hilfe eines Frühwarnsystems erkannt bzw. vermieden werden konnten, sollte das Instrumentarium des Krisenmanagements greifen. Es beinhaltet die Identifikation und Analyse von Krisensituationen sowie die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung einer Krise, sowie die Einleitung und Verfolgung von Gegenmaßnahmen.

Allgemein können mehrere Typen von Krisen unterschieden werden:

  • Zu einer Überlebenskrise gehören Ereignisse, welche die Existenz eines Unternehmens oder einer anderen Art von Organisation gefährden. Im Falle eines Unternehmens zählen hierzu Liquiditätsprobleme, Ausfall von unternehmenswichtigen Geschäftsprozessen, Ausfall von wichtigen Kunden und/oder Lieferanten sowie andere wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zur Insolvenz führen können. Maßnahmen, die einer Krise von diesem Typ entgegensteuern, beinhalten oft eine wirtschaftliche Beratung oder eine Unternehmenssanierung mit Einschnitten in die Unternehmensstruktur und müssen vor allem schnell vorangetrieben werden.
  • Die Steuerungskrise umfasst alle Herausforderungen, die sich auf das Management eines Unternehmens beziehen (Strategie etc.). Hierzu gehören beispielsweise fehlerhafte und nicht vorhandene strategische Entscheidungen, ein Machtmonopol etc. 
  • Veränderungskrisen können sich aus Veränderungen in einer Organisation oder in einem Unternehmen ergeben. Dazu gehören beispielsweise Prozessveränderungen. 
  • Ereignisinduzierte Krisen werden durch konkrete Ereignisse (beispielsweise den Eintritt eines Compliancerisikos oder eines Reputationsrisikos) ausgelöst und können mehrere unterschiedliche Verlaufsformen annehmen.

 

 

 


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