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Prozesse kann man auslagern, Verantwortung nicht

Frank Romeike06.08.2004, 03:54

Outsourcing ist eine Alternative für Banken, ihre ökonomischen Ertragskennziffern zu optimieren. Im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung sollte diese Alternative daher mit in Betracht gezogen werden. Andererseits ist Outsourcing - speziell IT-Outsourcing - auch ein Modethema, das von Beratungsunternehmen oder großen IT-Anbietern zuweilen überstrapaziert wird. Dabei werden vor allem die aufsichtsrechtlichen Konsequenzen von vielen Banken unterschätzt.

Auf diesen Punkt weist Carmen Koberstein-Windpassinger, Regierungsdirektorin und Leiterin eines Referates der Gruppe Risikomodellierung (Q RM) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in einem Beitrag hin, der in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift RISKNEWS erschienen ist. Die BaFin betont dabei unter anderem, dass Finanzdienstleister zwar ihre Prozesse und Systeme an externe Partner übertragen können, die Verantwortung für deren reibungsloses Funktionieren jedoch nicht delegierbar ist. Dementsprechend stellt die Aufsichtsbehörde auch hohe Ansprüche an die Kontroll- und Steuerungssysteme des auslagernden Unternehmens. "Auch die ausgelagerten Bereiche müssen in das Risikomanagement-System der Bank eingebunden werden. Die Identifizierung, Messung, Steuerung und Kontrolle der Risiken stellt angesichts zumeist heterogener Systeme, Standards und Risiko-Messverfahren bei den verschiedenen Partnern eine hohe Herausforderung dar. Die mit der Auslagerung verbundene Einschränkung des direkten Zugriffs auf die ausgelagerten Bereiche verursacht also Gefahren, aus denen gesteigerte Organisations- und Kontrollpflichten resultieren.", so Koberstein-Windpassinger.

Künftig werden in jeder Ausgabe der RISKNEWS führende Mitarbeiter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Kommentare und Stellungnahmen zu aktuellen aufsichtsrechtlichen Fragen veröffentlichen. "Momentan erleben wir bei vielen Banken eine starke Verunsicherung, wie sie mit dem Thema 'Basel II' umgehen sollen.", meint hierzu Gerhard Stahl, Leiter der Gruppe Risikomodellierung bei der BaFin. "Wir sind sicher, dass wir mit unseren regelmäßigen Beiträgen in der RISKNEWS dazu beitragen können, hier etwas 'Licht ins Dunkel' zu bringen."

 

Den kompletten Beitrag aus der RISKNEWS 04/2004 finden Sie hier:



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