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G20-Mitglieder unterstützen aggressive Stimuli

Wachsende Sorge über fragile Weltwirtschaft

Redaktion RiskNET11.02.2015, 14:20

Die Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) haben am Dienstag auf ihrem Treffen in Istanbul die aggressiven Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur gutgeheißen. Die von vielen Zentralbanken ergriffenen Maßnahmen seien entscheidende Antworten, um die schwache Weltwirtschaft voranzubringen.

Die Vereinbarung der G20 spiegelt die wachsende Sorge darüber wider, dass eine fragile Weltwirtschaft ohne maßgebliche Finanzspritzen der Zentralbanken bei nur geringem Wachstum verharren werde. "Die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen erfordern eine unterstützende Geldpolitik in einigen Ländern", so die Gruppe in einem offiziellen Statement. "Wir begrüßen, dass die Zentralbanken angemessene Aktionen vornehmen."

Acht Jahre nachdem die globale Finanzkrise die Weltwirtschaft auf Tauchgang hat gehen lassen, versucht die G20 immer noch, ihr wieder Leben einzuhauchen. Die sinkenden Ölpreise und die wieder auf Touren kommende US-Wirtschaft, die größte der Welt, reichen nicht aus, Europa und Japan aus der wirtschaftlichen Malaise zu befreien. Zudem verlangsamt sich das Wachstum in großen Schwellenländern, darunter auch der Nummer zwei, China, deutlich stärker als erwartet.

"Es gibt nicht genug Nachfrage in den USA, um die gesamte Weltwirtschaft genesen zu lassen", sagte ein Vertreter des US-Finanzministeriums. Die Regierungen müssten alle für die Schaffung von nachhaltigem Wachstum geeigneten Hebel bewegen.

Kurzfristig sei hier die Geldpolitik gefragt. Nur wenige Ländern hätten noch ausreichend Geld für Ausgaben. Diejenigen, die noch genügend Geld hätten, vor allem Deutschland, seien aber nicht bereit, das Geld zur Ankurbelung der Produktion auszugeben.

Insgesamt sei die Weltwirtschaft in einer besseren Verfassung als im vergangenen Jahr, sagte der stellvertretende Ministerpräsident der Türkei, Ali Babacan, im Anschluss an das Treffen. Einige große Industriestaaten verzeichneten ein starkes Wachstum und die Schwellenländer entwickelten sich weiterhin solide.

Das Thema Griechenland sei bei dem Treffen nicht erörtert worden, sagte er weiter.

[ Bildquelle: © Shutter81 - Fotolia.com ]


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