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Risikoanalyse Facebook

Sieben goldene Regeln für einen sicheren Umgang mit Facebook

Redaktion RiskNET30.11.2010, 10:13

Social-Media-Portale boomen – in der Zwischenzeit erreichen Facebook, Twitter, XING & Co rund ein Sechstel der Weltbevölkerung. Nach Berechnungen des US-Marktforschers Comscore sind mehr als 945 Millionen Menschen in den virtuellen Welten der sozialen Netzwerke unterwegs. Allein Facebook meldete im Juli mehr als 500 Millionen Nutzer. Allein in Deutschland pflegen 12 Prozent der Bevölkerung ihre Freundschaften via Facebook. Aber geben die Nutzer tatsächlich nur so viel von sich preis, wie sie auch wirklich möchten? Fest steht: Für die eigene Datensicherheit ist jeder selbst verantwortlich! Wertvolle Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten gibt der Blog "Save and Savvy" des finnischen Sicherheitsexperten F-Secure.

Nichts ist langlebiger als Daten im Internet!

Manch einer hat wegen eines unachtsamen Facebook-Posts seinen Job verloren – oder erst gar nicht bekommen. Microsoft hatte im Dezember letzten Jahres dazu eine Umfrage gestartet: 79 Prozent aller Unternehmen werfen sehr wohl einen genauen Blick auf die Online-Aktivitäten ihrer Mitarbeiter sowie potentiellen Bewerber. Also: Erst denken – dann posten!

Sicherheit beginnt im PC!

Was sind 500 Millionen Menschen auf einer einzigen Webseite? Eine gigantische Goldgrube für Cyberkriminelle! Internetbetrüger arbeiten 24 Stunden am Tag – deshalb ist eine aktuelle Internet Security ein absolutes Muss für jeden Facebook-Nutzer. Außerdem sollte das Betriebssystem des Rechners immer auf dem neuesten Stand sein und einem regelmäßigen Check-up unterzogen werden.

Ein gutes Passwort ist Pflicht!

Kreativität bei der Passwortwahl lohnt sich! Denn weder "Passwort", "12345" noch der Name des Haustiers sind für "Profis" schwer zu erraten. Ein wichtiger Rat der Sicherheitsexperten von F-Secure lautet, sich für jedes Konto ein eigenes Passwort einfallen zu lassen. Sonst kann ein einziger Hack schnell zum absoluten Alptraum ausarten.

Freundschaftsanfragen dürfen ignoriert werden!

Bei Facebook ist es wie im richtigen Leben: Man muss nicht mit Allen und Jedem befreundet sein. In einer von F-Secure in Auftrag gegebenen Umfrage* würden beispielsweise 70 Prozent aller Facebook-Nutzer auf die Freundschaft mit ihrem Vorgesetzten verzichten.

Nicht jeder Link ist ein guter Link!

Zu den größten Facebook-Gefahren zählen die vielen verlockenden Links, die auf der Pinnwand erscheinen. Ein falscher Klick kann ausreichen, um den Rechner mit Malware zu infizieren. Der einfachste Weg, sich davor zu schützen, ist, Webseiten mittels Browsing Protection auf ihre Sicherheit hin zu prüfen.

Privatsphäre liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen!

Facebook gibt allen Nutzern die Möglichkeit zu entscheiden, wer über ihre Aktivitäten informiert werden soll. Leider sind die entsprechenden Einstellungen nicht immer einfach zu finden. Deshalb raten die F-Secure-Experten, sich genau mit den Einstellungen zur Privatsphäre auseinander zu setzen.

Die wichtigste Facebook-Sicherheitseinstellung!

Einfach aber effektiv: Facebook informiert den User, sobald von einem Gerät, das er zuvor noch nicht verwendet hat, auf sein Konto zugegriffen wird. Diese Funktion sollte unbedingt in den Kontoeinstellungen aktiviert werden. Und falls tatsächlich ein unbekanntes Gerät verwendet wurde: Sofort Passwort ändern!

* Die Umfrage wurde von F-Secure in Auftrag gegeben und durch SurveyGizmo statistisch erhoben. Dabei wurden von Januar 2010 bis März 2010 450 Teilnehmer zum täglichen Umgang auf Facebook, Twitter, etc. befragt.


[Eigener Text basierend auf Informationen von F-Secure, Bildquelle: iStockPhoto]



Kommentare zu diesem Beitrag

Guillaume/30.11.2010 11:22
Mit Facebook entwickelt sich zur Zeit ein Netz im Netz, nachdem jetzt auch die Einbindung der´Kommunikationswege E-Mail, Chat und SMS geplant ist. Damit tritt Facebook vor allen Dingen in Konkurrenz mit Google. Es dürfte spannend werden, wer sich langfristig durchsetzt und das Internet der Zukunft gestaltet.
Sabine/30.11.2010 15:25
Da entwickelt sich gerade ein neues Internet - mit Usern, die nur sehr wenig auf Datensicherheit und Integrität achten. Und was man mit Daten alles anrichten kann zeigt Wikileaks sehr anschaulich ...

Frage mich bei den Zahlen aber vor allem, was da für eine Generation von kranken virtuellen Mitmenschen herangezüchtet wird. 1/6 der Weltbevölkerung soll bereits in diesen virtuellen Welten unterwegs sein ... das ist irre.

Das erinnert mich an die Analysen von Erich Fromm: Er diagnostizierte bereits vor vielen Jahrezehnten eine pathologische Gesellschaft mit folgenden Krankheitsbildern: Anomie, Entfremdung, entmenschlichte Strukturen, die sich über den Menschen erheben, die Schaffung von Götzenbildern. Davon sind wir nicht weit entfernt ;-(

Was ist das für eine Gesellschaft, in der in virtuellen Welten kommuniziert wird und man sich in der anonymen Welt des Internets versteckt und gleichzeitig die Menschen unfähig sind in festen Beziehungen zu leben oder Freundschaften zu pflegen ...

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