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Lage in der deutschen Industrie

Risikoanalyse Industrie stimmt optimistisch

Redaktion RiskNET02.01.2015, 11:12

Die Lage in der deutschen Industrie hat sich im Dezember wieder verbessert. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe kletterte auf 51,2 Zähler, wie der Datendienstleister Markit bei der zweiten Veröffentlichung mitteilte. Das Barometer signalisiert damit ein "Wiedereinsetzen des Wachstum" im deutschen Industriesektor. Im Oktober hatte der Index mit 49,5 Punkten auf einem 17-Monatstief gelegen.

Im Zuge der ersten Datenerhebung für Dezember war der Index bereits auf 51,2 Punkte und damit über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gestiegen. Volkswirte hatten im Mittel mit einer Bestätigung des ersten Ausweises gerechnet.

Bei den Auftragseingängen verzeichneten die Unternehmen im Dezember wieder einen marginalen Anstieg, nachdem in den vorangegangenen drei Monaten noch ein Rückgang gemessen worden war. Das jüngste Plus sei jedoch weit geringer ausgefallen als noch zu Jahresanfang, so Markit. Die Nachfrage nahm sowohl auf dem Binnenmarkt als auch im Ausland zu, wobei die Exportgeschäfte stärker zulegten als in den drei Vormonaten.

"Die Umfragedaten für Dezember sorgen für ein wenig Erleichterung: Der Einkaufsmanager-Index schaffte es knapp zurück in die Wachstumszone und bei den Auftragseingängen zeichnete sich eine positive Kehrtwende ab", so Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. "Außerdem erhöhten die Industrieunternehmen ihr Produktionsniveau und stellten zusätzliche Arbeitskräfte ein, um den erhöhten Produktbedarf bedienen zu können." Jedoch sei es noch zu früh, als dass man sagen könnte, ob der Industriesektor sich wieder auf die Überholspur begeben habe oder der Schub nur von kurzer Dauer sein werde.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung von rund 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland.

[ Bildquelle: © iWorkAlone - Fotolia.com ]


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