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Studie zu Natur- und Man-made-Katastrophen

Naturkatastrophen: 2011 war ein extremes Jahr

Redaktion RiskNET03.04.2012, 07:00

Der jüngsten sigma-Studie des Schweizer Rückversicherers SwissRe zufolge verursachten Natur- und Man-made-Katastrophen im Jahr 2011 die höchsten je registrierten wirtschaftlichen Schäden. Laut der Untersuchung beliefen sich diese auf 370 Mrd. US-Dollar, wofür was vor allem Erdbeben- und Flutschäden verantwortlich waren. Trotz der immensen versicherten Schäden von 116 Mrd. US-Dollar (eine Zunahme von 142 Prozent gegenüber dem Vorjahr), überstand die Versicherungsbranche das Jahr 2011 relativ gut. Die weltweit versicherten Schäden aus Naturkatastrophen beliefen sich 2011 auf rund 110 Mio. US-Dollar, während auf Man-made-Katastrophen rund sechs Milliarden US-Dollar entfielen. Damit sei 2011 das zweitteuerste Katastrophenjahr in der Geschichte der Privatassekuranz gewesen.

Laut der Studie entfielen alleine 57 Prozent der 2011 erlittenen wirtschaftlichen Schäden auf das verheerende Erdbeben in Japan, dem stärksten Beben in der Geschichte des Landes. Da der Versicherungsschutz gegen Erdbebenschäden in Japan (insbesondere bei Gewerbeimmobilien) sehr gering sei, werden die Versicherer der Studie zufolge allerdings lediglich 17 Prozent des Schadenvolumens decken müssen. Das Erdbeben vom Februar 2011 (Mw 6,3) in Neuseeland, einem Land, das insbesondere im Bereich der Wohnimmobilien eine traditionell hohe Erdbebenversicherungs-Durchdringung aufweist, führte zu Schadenansprüchen von zwölf Milliarden US-Dollar, wodurch rund 80 Prozent des entstandenen wirtschaftlichen Schadens abgedeckt wurden. Die Überschwemmungen in Australien waren die schwerste Naturkatastrophe, die das Land je erlitten hat und verursachten Versicherungsschäden von mehr als zwei Milliarden US-Dollar. Im Bezug auf die versicherten Schäden gilt jedoch das Hochwasser in Thailand mit zwölf Milliarden US-Dollar als die schlimmste je registrierte Überschwemmung. Neben den Erdbeben und Überschwemmungen führte eine verheerende Tornadosaison in den USA zu versicherten Schäden von mehr als 25 Mrd. US-Dollar.

Trotz dieser Entwicklungen sei die Versicherungsindustrie insgesamt gut durch das Jahr gekommen. Die Erst- und Rückversicherer erfüllten laut der SwissRe die Erwartungen ungeachtet der extremen Ereignisse. Trotz rekordhoher Verluste und des widrigen Finanzmarktumfelds habe der Versicherungssektor eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der Katastrophenbewältigung übernommen, indem er den betroffenen Menschen, Unternehmen und Regierungen dringend benötigte Finanzmittel zuführte.

Detailergebnisse zu den Natur- und Man-made-Katastrophen des vergangenen Jahres fasst die sigma-Studie "Natural catastrophes and man-made disasters in 2011" zuammen:

 

[Bildquelle: iStockPhoto]



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