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Regulierung kostet deutsche Banken 9 Milliarden Euro im Jahr

Kosten und Nutzen der Regulierung

Redaktion RiskNET12.12.2013, 09:41

Die Umsetzung und Anwendung der bisher beschlossenen Maßnahmen zur Regulierung der Finanzwirtschaft kostet deutsche Banken laut einer Studie der Wirtschaftsprüfgesellschaft KPMG jedes Jahr 9 Milliarden Euro. Der größte Teil davon entfällt auf indirekte Kosten für eine bessere Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung. Sie schlagen mit gut 7 Milliarden Euro zu Buche. "Die Studie zeigt, dass die Regulierung wirkt. Auch wenn der Mainstream meint, es habe sich bei den Banken nichts verändert", sagte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Kemmer und Stephan Rabe, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands öffentlicher Banken (VÖB), bezeichneten die Regulierung des Sektors zwar als notwendig, mit allen Maßnahmen sind sie aber naturgemäß nicht einverstanden. Sie kritisierten etwa das diskutierte Trennbankensystem und die drohende Finanztransaktionssteuer und verlangten darüber hinaus mehr Zeit, um bestehende Regularien umzusetzen, bevor neue Maßnahmen beschlossen werden.

Die Banken müssten sich in der Unternehmenssteuerung bereits jetzt auf die Regulierung konzentrieren, sagte Kemmer. Diese Nebenwirkung müsse man im Auge behalten. Die Aufwendungen für Personal oder IT-Infrastruktur seien erheblich. Laut Studie entstehen daraus - und aus der gesetzlich verankerten Bankenabgabe - direkte Kosten von 2 Milliarden Euro jährlich. "Es ist nicht allen klar, dass im Wesentlichen die Kunden die Kosten tragen", sagte Rabe.

Die Studie führte KPMG zwar in Kooperation mit dem BdB und dem VÖB durch, allerdings nicht im Auftrag der beiden Interessensvertretungen, wie Kemmer und Rabe betonten. Für die Studie wurden 20 Banken aus den beiden Verbänden befragt und die Ergbnisse auf die gesamte deutsche Kreditwirtschaft hochgerechnet. Die 20 Banken stehen laut der Studie für rund 60 Prozent der Bilanzsumme aller deutschen Kreditinstitute. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften der befragten Banken und beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 2010 und 2015.

 

[Bildquelle: © apops - Fotolia.com]

 

 



Kommentare zu diesem Beitrag

Mr. Ti/12.12.2013 10:25
Kann man die Studien`-Ergebnisse selbst einsehen?

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