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Kritik an Bankenregulierung

Höhere Volatilität statt Stabilität

Redaktion RiskNET23.03.2017, 07:18

Die nach der Finanzkrise erlassenen schärferen Regeln für Banken haben nach Aussage der im Deutsche-Bank-Vorstand für Bankenregulierung zuständigen Sylvie Matherat zwar die einzelnen Banken deutlich sicherer gemacht, aber nicht im gleichen Maße das gesamte Finanzsystem. Beim Finanztag der Süddeutschen Zeitung forderte Matherat die Aufsichtsbehörden auf, "einen Schritt zurückzutreten", um zu sehen, ob sie tatsächlich ihr Ziel erreicht haben.

Matherat sagte: "Ich denke, dass der Zweck dieser ganzen Regeln ist, das System sicherer zu machen, damit wir der Wirtschaft Finanzierungen zur Verfügung stellen können. Man muss also einen Schritt zurücktreten und sich selbst fragen: Ist es das, was ich wirklich tun wollte?" Ihrer Aussage nach könnten die Behörden diese Frage zumindest nicht uneingeschränkt mit "ja" beantworten.

"Die Banken sind sicherer, aber die Finanzstabilität hat sich nicht im gleichen Maße verbessert", sagte sie. Zwar hätten die europäischen Banken sehr viel zusätzliches Eigenkapital aufgebaut, doch kosteten bestimmte Aktivitäten heute so viel Eigenkapital, dass sie in den Schattenbankensektor abgewandert seien. "Das bedeutet nicht mehr Sicherheit", sagte sie.

Zudem führten die neuen Liquiditätsregeln dazu, dass Banken die Kosten der Liquiditätshaltung spürten und nicht so viel wie früher davon zur Verfügung stellten. Zwar hätten die Banken mehr Liquidität als vorher, aber zugleich seien die Märkte weniger liquide und deshalb viel volatiler.

[ Bildquelle: © weerayut - Fotolia.com ]


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