Studie

Global CEO Survey 2004 von PricewaterhouseCoopers (PwC)

PricewaterhouseCoopers28.03.2014, 17:20

Weltweit sehen CEOs wieder verstärkt Wachstumspotenziale für ihre Unternehmen, sind sich aber bewusst, dass sie größere Risiken eingehen müssen, um diese auch auszuschöpfen. Als besondere Gefahren werden vor allem verstärkter Wettbewerb, Verlust an qualifiziertem Personal, Überregulierung, Wechselkursschwankungen und in geringerem Umfang auch der globale Terrorismus identifiziert. Da ein erfolgreicher Umgang mit diesen Risiken aber gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten von vitaler Bedeutung ist, setzen sich integrierte Risikomanagement-Systeme weltweit zunehmend durch. Dabei nehmen europäische Unternehmen eine führende Rolle ein. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie Global CEO Survey von PricewaterhouseCoopers (PwC), die jährlich auf dem World Economic Forum in Davos vorgestellt wird. Befragt wurden annähernd 1.400 Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. 

80 Prozent der CEOs sind für das eigene Unternehmen optimistisch 

Für das eigene Unternehmen rechnen weltweit mehr als 80 Prozent der CEOs sowohl kurz- als auch mittelfristig mit einem Anstieg des Umsatzwachstums. Sehr gute Wachstumschancen erwarten in den USA und in Asien sogar mehr als ein Drittel der Top-Manager, während die CEOs in Europa ein wenig zurückhaltender sind: 22 Prozent rechnen für ihr Unternehmen mit einem Anstieg des Umsatzes in diesem Jahr, 26 Prozent prognostizieren sehr gute Wachstumschancen in den nächsten drei Jahren. 

Überregulierung in Europa und Südamerika 

Auf die Frage nach externen Hindernissen für das Wachstum nennen vor allem die europäischen CEOs die Überregulierung. Während im Vorjahr bereits 51 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer in Europa die Einschränkungen durch bürokratische Hindernisse nannten, meinen nun sogar 61 Prozent, dass die Überregulierung eine bedeutende oder sogar die größte Bedrohung für ihr Geschäft darstellt. Nur in Südamerika wird dieser negative Einflussfaktor noch häufiger genannt (72 Prozent der CEOs). 

EU-Erweiterung verstärkt den Wettbewerb 

Der zunehmende Wettbewerb wird weltweit von 63 Prozent der Befragten als Risiko gesehen. Vor dem Hintergrund der EU-Erweiterung am 1. Mai 2004 betrachten 49 Prozent der europäischen CEOs die wachsende Konkurrenz als Herausforderung, 14 Prozent sogar als Gefahr für ihr Unternehmen. 

Globaler Terror wird nicht als großes Wirtschaftsrisiko erachtet 

Wechselkursschwankungen werden nicht nur in der exportorientierten Euro-Zone, sondern weltweit von knapp der Hälfte der Top-Manager als Geschäftsrisiko betrachtet. 45 Prozent der CEOs sehen auf die Unternehmen zudem Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifiziertem und talentiertem Führungspersonal zukommen. 40 Prozent der Befragten erachten Krieg und Terror als große Gefahr für die Wirtschaft (im Vorjahr: 48 Prozent). Im Kontrast zur Aufmerksamkeit, die dieses Thema gerade in den letzten Monaten in den Medien erfahren hat, stufen die Manager den globalen Terrorismus damit nur noch auf den fünften Rang der Haupt-Risiken ein. 

Europäische Manager haben einen Vorsprung 

Die europäischen CEOs setzen beim Umgang mit externen Bedrohungen sehr viel stärker als ihre Kollegen in den Vereinigten Staaten auf Risikomanagement-Systeme. So sagen 80 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer in Europa, dass sie über strukturierte Warnsysteme verfügen, während in den USA nur 42 Prozent der Befragten diese Aussage treffen. Ähnlich sieht es bei der Risikosteuerung aus, die aus Sicht von 83 Prozent der Europäer und 57 Prozent der US-Manager in der eigenen Organisation etabliert ist. 

Weltweit verfügen zwei Drittel der Unternehmen zumindest über Grundlagen für ein integriertes Risikomanagement. Ein anspruchsvolles und effizientes Enterprise Risk Management (ERM) haben nach Einschätzung der verantwortlichen CEOs aber erst 30 bis 40 Prozent der Unternehmen etabliert. Dennoch nimmt heute schon annähernd die Hälfte der Vorstände und Geschäftsführer nach eigener Einschätzung größere Risiken auf sich als in der Vergangenheit; weniger risikobereit als früher sind nur 20 Prozent. Immerhin planen 46 Prozent der Befragten die Implementierung von Risikomanagement-Systemen in den nächsten ein bis drei Jahren. 

Enterprise Risk Management fördert den Entscheidungsprozess 

Drei Viertel der CEOs, die über ein ausgereiftes ERM verfügen, sind davon überzeugt, dass das integrierte Risikomanagement zur Wertschöpfung beiträgt. "Enterprise Risk Management ist eine gute Medizin", bestätigt Samuel DiPiazza, Global CEO von PwC. "Ein solides ERM hilft den Management-Teams, Risiken und Chancen abzuwägen. Dadurch steigt das Vertrauen des CEO in das operative Geschäft. Außerdem werden Führungskräfte ermutigt, auch unter unsicheren Rahmenbedingungen kritische Entscheidungen zu treffen - zum Vorteil der Unternehmen und Aktionäre." 

Die  komplette Studie können Sie hier herunterladen:



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