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Social-Media-Plattformen und Reputationsrisiken

Die Gefahr aus dem World Wide Web?

Redaktion RiskNET14.09.2010, 12:38

Die Art und Weise wie Menschen miteinander kommunizieren hat sich in den vergangenen Jahren schneller verändert als in irgendeinem Zeitraum zuvor. Social-Media- Plattformen wie Xing, Twitter, Facebook, RiskNETwork & Co. beherrschen zunehmend die Medienberichterstattung – auch im geschäftlichen Bereich – und übertreffen in der Nutzungsintensität und -zeit immer häufiger die der klassischen Print- und Online-Medien. So wuchs allein beim Kurznachrichtendienst Twitter die Anzahl der Besucherzahl im Jahr 2009 um fast zweitausend Prozent.

Allgemein umfasst der Begriff "Social Media" eine Vielzahl digitaler Medien und Technologien, die auf Web-2.0-Technologien aufsetzen und die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten (User Generated Content). Allgemein wandeln sich mediale Monologe (one to many) in social-mediale Dialoge (many to many). Basierend auf einer Studie von Forrester Research soll im Jahr 2011 die Ära des sozialen Handels anbrechen. Intelligente soziale Netzwerke sollen dann isolierte Websites überlagern. Communities gewinnen danach an Macht und werden zur treibenden Kraft der Innovation.

Klar ist bereits heute: Auf und mit diesen neuen Plattformen werden Meinungen gemacht und beeinflusst. Konsumenten, Kunden, Journalisten und Web-Aktivisten sprechen über Unternehmen, Produkte und Manager und beeinflussen deren Reputation unter Umständen gravierend. Persönliche Meinungen Einzelner – insbesondere negative – können sich schnell und unkontrollierbar verbreiten. Immer häufiger geraten Unternehmen aufgrund von Nachrichten, die über Social Media Plattformen verbreitet werden, in ein öffentliches Kreuzfeuer und riskieren durch unkoordinierte Reaktionen ihre gute Reputation.

Die RiskNET GmbH, das führende Kompetenzportal im Kontext Risk Management, die Managementberatung The Executive Partners Group sowie die PRGS GmbH Unternehmensberatung für Politik- und Krisenmanagement erheben gemeinsam in einer umfassenden Marktstudie  die aktuelle Einschätzung der Risikomanagement- und Kommunikationsverantwortlichen in den börsennotierten Gesellschaften und den großen mittelständischen Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu diesem Thema.
Die Umfrage gliedert sich in vier Bereiche:

  1. Social Media und Unternehmensreputation
  2. Generelle Nutzung von Social Media im geschäftlichen Kontext
  3. Social Media Strategie und proaktive Nutzung
  4. Management von Reputationsrisiken im Social Media Bereich

 

Alle Teilnehmer erhalten eine Auswertung der Umfrageergebnisse, so dass diese wieder in die Entscheidungsfindung bei der Entwicklung einer Social Media Strategie und der proaktiven Steuerung von Reputationsrisiken einfließen kann. Sämtliche Angaben werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt. Eine kommerzielle Nutzung der Daten ist nicht vorgesehen.

Die Umfrage, die Sie über den Link socialmedia.risknet.de aufrufen können, umfasst 21 Fragen, die Sie innerhalb von wenigen Minuten beantworten können.

 


[Bildquelle: iStockPhoto]



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