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		<title>RiskNET - News</title>
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		<description>Latest news from RiskNET - The Risk Management Network</description>
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			<title>RiskNET - News</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 07:29:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Aktionäre klagen nach Milliardenverlust gegen J.P. Morgan</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/aktionaere-klagen-nach-milliardenverlust-gegen-jp-morgan/7f228fab4b2880c11fdc6e2573a7aa5c/</link>
			<description>Risikomanagement bei Derivate-Wetten versagt</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das Milliardendebakel der US-Bank J.P. Morgan Chase geht vor Gericht. Am Dienstag haben Aktionäre zwei Klagen gegen das Institut eingereicht. Der Vorwurf: Die Führungsriege der Bank um CEO James Dimon habe Anleger über die Investitionen des Instituts und deren Risiken in die Irre geführt. J.P. Morgan musste kürzlich einen Investment-Verlust von über 2 Milliarden US-Dollar eingestehen.</p>
<p class="bodytext">&quot;Diese Wetten auf Derivate sind mächtig schiefgegangen, was zu einem Kapitalverlust in Milliardenhöhe für das Unternehmen und zu noch weiteren Milliardenverlusten für die Anleger geführt hat&quot;, heißt es in einer der Klageschriften. Ein Sprecher von J.P. Morgan wollte die Vorgänge nicht kommentieren.</p>
<p class="bodytext">Dimon selbst hatte den Verlust als einen &quot;schrecklichen, ungeheuerlichen Fehler&quot; bezeichnet. Als Folge musste die Chefin der verantwortlichen Abteilung ihren Hut nehmen. Ina R. Drew hatte das Risikomanagement seit 2005 geleitet.</p>
<p class="bodytext">Eine der Klagen, eingereicht vom Saratoga Advantage Trust, strebt den Status einer Sammelklage an und will Anleger repräsentieren, die zwischen dem 13. April und dem 10. Mai in Aktien von J.P. Morgan investiert waren. Am 13. April hatte Bankchef Dimon in einer Konferenz die Zahlen zum ersten Quartal erläutert, am 10. Mai musste er den Milliardenverlust eingestehen.</p>
<p class="bodytext">Die Klageschrift behauptet, dass Dimon und Finanzchef Douglas Braunstein die Verluste und die potentiellen Risiken für die Investoren falsch dargestellt hätten. Beide Klagen richten sich auch gegen die beiden Manager.</p>
<p class="bodytext">Die andere Klage, eingereicht von dem Anleger James Baker, ist eine sogenannte Aktionärsklage. Dabei bringt ein Anleger zugunsten des Unternehmens gegen eine dritte Partei eine Klage vor. In diesem Fall ist die dritte Partei der Vorstand und der Board des Unternehmens.</p>
<p class="bodytext">So zieht der spektakuläre Verlust immer weitere Kreise. Neben dem Imageschaden und den rechtlichen Konsequenzen hatte der Skandal eine erneute Debatte über die Bankenregulierung entfacht. <br /><br /><b>Handelsverlust bei J.P. Morgan steigt um mindestens 50%</b></p>
<p class="bodytext">Der Investmentskandal bei der US-Bank J.P. Morgan weitet sich anscheinend aus. Der von J.P. Morgan Chase ursprünglich auf gut 2 Milliarden US-Dollar bezifferte Verlust aus Handelswetten sei in den vergangenen Tagen noch einmal um die Hälfte gestiegen, berichtet die New York Times unter Berufung auf ungenannte Quellen.</p>
<p class="bodytext">Die Verluste hätten sich innerhalb von vier Handelstagen massiv vergrößert, weil Hedgefonds und andere Investoren die Notlage der Bank ausnutzen würden. Dadurch würde sich die zugrundeliegende Kreditmarktposition von J.P. Morgan schneller verschlechtern, schrieb die New York Times auf ihrer Webseite.</p>
<p class="bodytext">CEO Jamie Dimon hatte zuvor eingeräumt, der Handelsverlust könne wegen der volatilen Märkte auch höher ausfallen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Risikopolitik</category>
			<category>NEWS-Risk Management</category>
			<category>NEWS-Corporate Governance</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Thu, 17 May 2012 07:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>EZB dreht griechischen Banken Geldhahn zu</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/ezb-dreht-griechischen-banken-geldhahn-zu/eaa48871203adb9b8a6bb804c74b4fe3/</link>
			<description>Griechenland-Krise</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Europäische Zentralbank hat die griechischen Banken von ihrem Hauptrefinanzierungsgeschäft ausgeschlossen. Die Institute können sich erst wieder bei der EZB refinanzieren, wenn die Bankenrekapitalisierung abgeschlossen sei, teilte die Zentralbank in Frankfurt mit. Die Banken des schuldengeplagten Eurolands sind aber nicht völlig von ihrer Geldquelle abgetrennt. Sie können sich nach wie vor Geld über die Spitzenrefinanzierungsfazilität leihen, teilte die EZB mit. Das ist aber teurer für die klammen Geldhäuser, weil der Zins bei 1,75 Prozent steht. Der Leitzins liegt hingegen nur bei 1,0 Prozent. </p>
<p class="bodytext">Das Eigenkapital der griechischen Geldhäuser hat durch den Schuldenschnitt extrem gelitten, weil die Häuser zu den Hauptgläubigern des Staates gehörten. Die Statuten der EZB besagen, dass die Notenbank nur an &quot;solvente Gegenparteien und gegen geeignete Pfänder&quot; Geld verleihen darf. Die Banken leben mittlerweile von der Hand in den Mund. Die größten Banken des Landes arbeiten seit dem Anleihentausch mit wenig oder ohne Eigenkapital. &quot;Seit dem Umtausch der Staatsanleihen sind die Offenmarktgeschäfte sehr begrenzt&quot;, bestätigte ein hochrangiger griechischer Banker. </p>
<p class="bodytext">Den griechischen Banken bleibt aber noch eine Alternative, um an frische Liquidität zu kommen. Sie können die Notfall-Liquiditäts-Hilfe (ELA) der griechischen Notenbank nutzen. Dort bekommen sie nach wie vor Zentralbankgeld gegen geringe Zinsen und auch gegen Pfänder von geringer Qualität. Der EZB-Rat, der am Montag zu einer Sitzung ohne Zinsentscheid zusammentritt, muss allerdings die ELA-Option neu bestätigen. </p>
<p class="bodytext">Mit ihrer Erklärung reagiert die EZB auf Marktgerüchte und erhöht implizit auch den Druck auf die griechischen Behörden, die Bankenrekapitalisierung auf den Weg zu bringen. Der temporäre europäische Rettungsfonds EFSF hat bereits 25 Milliarden Euro für die Sanierung der griechischen Banken bereitgestellt. Allerdings liegt das Kapital beim nationalen Bankenrettungsfonds und ist noch nicht ausgezahlt. Der Fonds spielt den Ball aber an die internationalen Geldgeber zurück, weil deren Zustimmung zur Auszahlung noch nicht vorliege. Das Geld könne aber binnen einer Woche ausgereicht werden, sagte der Chef des griechischen Bankenrettungsfonds.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Rating</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Thu, 17 May 2012 07:20:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Risikomanagement im Praxistest</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/risikomanagement-im-praxistest/59b839bba3bd653914dac50f6ea92e05/</link>
			<description>Frankfurt rüstet sich für Blockupy</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Frankfurt bereitet sich auf die Protesttage der Blockupy-Bewegung vor. Rund um die Europäische Zentralbank rüsten sich Restaurants, Einzelhändler und vor allem Banken auf den Ansturm der rund 13.000 Finanzmarktkritiker. Sie vergittern ihre Fenster, bitten ihre Mitarbeiter, möglichst unauffällig in Freizeitkleidung zur Arbeit zu kommen oder schicken ihre Angestellten gleich ganz nach Hause. </p>
<p class="bodytext">Besonders vorsichtig ist die Commerzbank. Ihre Filiale gegenüber dem Luxushotel Steigenberger wird sorgfältig vergittert. &quot;Der Zugang ist dann nur noch über einen Seiteneingang möglich,&quot; sagte Filial-Mitarbeiter Tomic Dimitrija. &quot;Am Freitag ist die Bank komplett geschlossen - auch die Zugänge zu den Geldautomaten,&quot; fügte er hinzu. </p>
<p class="bodytext">Damit will die Bank ähnliche Zerstörung wie bei den letzten Protesten vor rund sechs Wochen verhindern. Damals wurden die Fensterscheiben der Filiale teilweise zerstört. Und auch ihr Bürogebäude am Willy-Brandt-Platz schützt das Geldhaus. &quot;Wir verschrauben die Eingangstür gerade mit Holzbalken,&quot; erklärt ein Haustechniker der Commerzbank. </p>
<p class="bodytext">Eine Sprecherin des Instituts erklärte, wegen der zu erwartenden Behinderungen werde neben dem Commerzbank-Hochhaus am Kaiserplatz auch das Gallileo-Hochhaus an der Gallusanlage von Donnerstag bis Sonntag geschlossen. Zudem würden die Commerzbank-Filialen innerhalb der Sichheitszone der Frankfurter Innenstadt teilweise und zeitlich begrenzt geschlossen. Die Kunden würden im Einzelfall durch Plakat-Aushänge darüber informiert. </p>
<p class="bodytext">Das Luxushotel Steigenberger dürfte wie bereits bei den letzten Protesten stark von den Demonstrationen betroffen sein. &quot;Wir liegen sehr ungünstig,&quot; sagte ein Mitarbeiter, der seinen Namen nicht nennen wollte. &quot;Wir wollen einfach nur durchkommen - letztes Mal haben wir sehr gelitten,&quot; fügte er hinzu. &quot;Mein ganzes Bein war blau,&quot; erinnert sich ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens, das das Hotel beauftragt hatte. </p>
<p class="bodytext">Das Frankfurter Verwaltungsgericht hat die geplanten Proteste am Mittwoch und Samstag erlaubt, jedoch die angekündigten Demonstrationen am Donnerstag und Freitag untersagt. Die Organisatoren des globalisierungskritischen Netzwerks Attac hatten daraufhin angekündigt, beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Berufung zu gehen. </p>
<p class="bodytext">Die Demonstranten fordern insbesondere die Abmilderung der strickten Sparauflagen der EZB, der Europäischen Kommission und des Internationalen Währungsfonds in den südeuropäischen Ländern. Statt zu kürzen sollten die europäischen Regierungen mit Konjunkturprogrammen die Wirtschaft wieder anfeuern, lautet eine ihrer Kernforderungen. Zudem will die Bewegung den Einfluss der internationalen Finanzmärkte begrenzen und eine Transaktionssteuer einführen. </p>
<p class="bodytext">Trotz der teilweise untersagten Proteste erwartet das Theaterrestaurant Fundus am Willy-Brandt-Platz hohe Umsatzeinbußen. &quot;Wir verlieren durch die Proteste rund 20.000 Euro,&quot; rechnet Restaurantchef Toni Zakaria vor. &quot;Von der Europäischen Zentralbank, deren Mitarbeiter gerne hier essen, wurden bereits fast alle reservierten Tische storniert,&quot; sagte er. &quot;Ich musste bereits vier meiner sieben Mitarbeiter nach Hause schicken,&quot; fügt er hinzu. </p>
<p class="bodytext">Für Marika Krumes sind die Proteste dagegen nicht ganz so dramatisch. &quot;Wir machen auf jeden Fall auf,&quot; sagte die Leiterin des Hapag-Lloyd-Reisebüros in der Kaiserstraße. &quot;Wenn es schlimm wird, schließen wir ab,&quot; fügte sie hinzu. </p>
<p class="bodytext">Noch lockerer betrachtet Jack Bailly die Proteste. Der Franzose betreibt direkt gegenüber der EZB ein kleines Kiosk. Er unterstützt die finanzmarktkritischen Proteste. &quot;Ich finde das gut,&quot; sagte er. Dabei hat er in den Anfängen der Occupy-Bewegung sogar von den Demonstranten profitiert. &quot;Als das ganze hier begonnen hat, hab ich eine Woche sehr gute Geschäfte gemacht,&quot; sagte er.</p>
<p class="bodytext"><i><br /></i></p>
<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>
<pre>&nbsp;</pre>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Risikopolitik</category>
			<category>NEWS-Risk Management</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 20:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Griechenland am Tropf der Geldgeber</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/griechenland-am-tropf-der-geldgeber/c1cc4e3d499b8082d7e6c79dcdb56467/</link>
			<description>Analyse Euro-Krise</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Griechenland könnte nach Einschätzung des früheren EZB-Chefvolkswirts Otmar Issing keine andere Wahl bleiben, als die Eurozone zu verlassen. &quot;Wenn sie nicht mehr Geld bekommen, müssen sie entscheiden, was sie tun&quot;, sagte Issing in einem Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland. &quot;Sie müssen eine Entscheidung fällen, aber eventuell gibt es keine andere Alternative als auszutreten&quot;.</p>
<p class="bodytext">Issing gilt als einer der Gründerväter des Euro und gehörte seit 1998 bis 2006 der Europäischen Zentralbank an. Er war seinerzeit maßgeblich an den Vorbereitungen zur Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung beteiligt.</p>
<p class="bodytext">Der Ökonom gilt als Verfechter der No-Bailout-Klausel in den europäischen Verträgen, die besagt, dass weder die Zentralbank noch andere Mitgliedsstaaten für die Schulden einzelner EU-Mitglieder haftet. &quot;Wir haben die No-Bailout-Klausel, die klarstellt, dass die Folgen auf nationaler Ebene getragen werden, sollten die Regeln gebrochen werden&quot;, sagte der frühere Währungshüter.</p>
<p class="bodytext">Nachdem Griechenland in den Euro-Klub aufgenommen wurde, kritisierte Issing immer wieder öffentlich, dass sich das Land die Mitgliedschaft erschlichen habe. Das Verhältnis der griechischen Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt entsprachen damals denen Italiens, doch &quot;niemand hatte auch nur eine Ahnung, wie stark die griechischen Zahlen zur Verschuldung vor Einführung des Euro geschönt wurden&quot;, glaubt Issing.</p>
<p class="bodytext">Der renommierte Geldtheoretiker warnte davor, dass Griechenlands Ausstände im Target2-System bei einem Austritt von den anderen Euroländern getragen werden müssten. Über das Target-System werden die Zahlungsströme zwischen den Euro-Staaten abgewickelt. Griechenland werde noch lange am Tropf der Geldgeber hängen. &quot;Es ist auch eine Illusion zu glauben, dass Griechenland nach einem Austritt keine Unterstützung mehr braucht&quot;, betonte der 78-Jährige in seinem Büro auf dem Campus der Frankfurter Universität. Issing leitet das Center for Financial Studies der Universität.</p>
<p class="bodytext">Auch wenn die Lage in Griechenland sehr vertrackt sei, habe die Rettung bisher einen gewissen Sinn gehabt, weil sie den anderen Sorgenkindern Portugal, Spanien und Irland Zeit verschafft hätte. &quot;Die Schutzmauer um den Rest der Währungsunion ist wichtig. Auf Griechenland kommen jedoch Jahre mit beängstigenden Problemen zu, egal was passiert.&quot; <br /><b><br />Sorge um Griechenland dominiert Treffen der Eurogruppe</b></p>
<p class="bodytext">Die Sorge um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone hat das Treffen der Eurogruppe dominiert. Zwar habe niemand einen Austritt des schuldengeplagten Landes vorschlagen oder gefordert, hieß es nach dem Treffen. Doch hätten die Finanzminister der 17 Euro-Staaten sehr wohl über dieses Thema gesprochen, sagten hochrangige Vertreter. Die Spekulationen über einen Austritt Griechenlands haben in den vergangenen acht Tagen zugenommen, nachdem die Wahl vom 6. Mai keine Mehrheit für den Spar- und Reform hervorgebracht hatte. Die Gläubigerländer Griechenlands innerhalb der Eurogruppe lehnten indessen erneut jede Aufweichung der Bedingungen für das Hilfsprogramm ab.</p>
<p class="bodytext">Der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, forderte die Politiker Griechenlands auf, schnell eine stabile Parlamentsmehrheit für den Reformkurs zu finden. Zugleich kritisierte Juncker die an Griechenland gerichtete Drohungen über ein Ausscheiden des Landes aus dem Euro als &quot;Unsinn&quot; und &quot;Propaganda&quot;. Das sei nicht der Umgangsstil mit Partnern, Kollegen, Freunden und Bürgern der EU.</p>
<p class="bodytext">In der festgefahrenen Lage nach den griechischen Parlamentswahlen hat Staatspräsident Karolos Papoulias die Bildung eines Technokraten-Kabinetts vorgeschlagen. Um das Land vor dem Bankrott zu bewahren, habe Papoulias vorgeschlagen, eine vom Parlament gestützte Experten-Regierung zu bilden, sagte der Chef der sozialistischen Pasok-Partei, Evangelos Venizelos. Die Gespräche sollen am Dienstag um 13.00 Uhr (MESZ) fortgesetzt werden.</p>
<p class="bodytext">Eine Entscheidung über seinen Nachfolger als Chef der Eurogruppe erwartet Juncker erst Ende des kommenden Monats. Auch über die anderen wichtigen Finanzposten in Europa, die zur Besetzung anstehen, wurde kein formeller Beschluss der Eurogruppe gefasst. Dazu gehört ein Sitz im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB), der Vorsitz für den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sowie das Präsidentenamt der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE).</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Corporate Governance</category>
			<category>NEWS-Risikopolitik</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 07:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das Mysterium des Euro-Wechselkurses</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/das-mysterium-des-euro-wechselkurses/d60d4b3114e2e6c52fd796f348e5fdf1/</link>
			<description>Wo ist die Krise?</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Alle reden über die Eurokrise – nur einer nicht. Das sind ausgerechnet die Devisenmärkte. Hier herrscht seit Beginn der Schwierigkeiten in der Währungsunion Anfang 2010 nach wie vor Business as usual. Der Wechselkurs hält sich – wie die Grafik zeigt – in einer engen Bandbreite von USD 1,20 bis 1,40. Als sich die Spannungen zuletzt mit den Schwierigkeiten in Italien und Spanien und den Wahlen in Frankreich und Griechenland verschärften, wurden die Bewegungen nicht größer sondern eher kleiner. <br /><br /><img alt="Abbildung: Wo ist die Krise? [Quelle: Bundesbank]" title="Abbildung: Wo ist die Krise? [Quelle: Bundesbank]" src="fileadmin/template_risknet/images_content/Abb-01-Huefner-2012-05-10.jpg" height="316" width="498" /><br /><i>Abbildung: Wo ist die Krise? [Quelle: Bundesbank]</i><br /><br />Auch längerfristig ist an der Wechselkursentwicklung nichts von Krise zu sehen. Wenn man sich den Kursverlauf seit Einführung der Gemeinschaftswährung 1999 anschaut, dann fällt nur eines auf: Der Wechselkurs geht jetzt nicht mehr nach oben, wie das bis 2008 der Fall war. Er bewegt sich eher seitwärts. Er fällt aber nicht. Der Euro ist nicht schwach. Er liegt absolut gesehen noch über der Kaufkraftparität (rund USD 1,20 je Euro). </p>
<p class="bodytext">Diese Entwicklung passt so gar nicht in die üblichen Vorstellungen der Devisenmarktanalyse. Wer all die Spannungen in der Währungsunion vorhergesehen hätte, der hätte den Euro eher bei der Parität zum Dollar erwartet, vielleicht sogar noch tiefer (etwa bei den USD 0,80, die in den Jahren 1999 bis 2002 erreicht worden waren). </p>
<p class="bodytext">Worauf ist die Widerstandsfähigkeit des Euros zurückzuführen? Manche sagen, es liege nicht an der Stärke des Euros, sondern an der Schwäche des US-Dollars. Tatsächlich hat sich die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Schweizer Franken und dem Britischen Pfund während der Krise abgewertet. </p>
<p class="bodytext">Andererseits ist der Dollar fundamental keineswegs schwach. Die Konjunktur läuft in den Vereinigten Staaten besser als in Europa. Auch die Aktienkurse sind nicht so schlecht. Wo die Amerikaner Defizite haben, sind die etwas niedrigeren Zinsen, das nach wie vor bestehende Leistungsbilanzdefizit, die hohe Staatsverschuldung, die Arbeitslosigkeit und die Skepsis der Märkte gegenüber den beiden Präsidentschaftskandidaten. All das ist aber nichts, was die immensen Spannungen in der Währungsunion aufwiegen könnte. <br />Der Grund für die Widerstandsfähigkeit des Euros liegt woanders. </p>
<p class="bodytext">Internationale Investoren haben jedenfalls im Hinblick auf den Wechselkurs keine Angst vor der Eurokrise. Sie würden nicht zwangsläufig Geld verlieren, wenn der Euro zusammenbricht. Für sie ist weniger wichtig, was mit dem Euro passiert, sondern ob sie innerhalb der Währungsunion auf der richtigen Seite sind. Wenn sie beispielsweise Papiere der Peripherieländer besitzen, droht ihnen eventuell eine Abwertung. Wenn sie dagegen Bundesanleihen in ihrem Portefeuille haben, würden sie bei einem Ende des Euro von einer Aufwertung der dann neuen deutschen Währung profitieren. </p>
<p class="bodytext">Wer richtig positioniert ist, kann daher an den Devisenmärkten sogar von der Krise profitieren. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass der Euro durch die Krise fester wird. Nach dem Motto &quot;je mehr Krise umso stärker der Euro&quot;. Das wäre übertrieben. Er verliert jedoch nicht. Ich habe das Phänomen vor einem Jahr das &quot;Euro-Paradox&quot; genannt. Es wirkt noch immer. </p>
<p class="bodytext">Neben diesem direkten Effekt der Eurokrise auf den Wechselkurs der Gemeinschaftswährung gibt es freilich noch einen indirekten. Das ist die Wirkung über die Finanzmärkte. Wenn sich die Situation in der Währungsunion verschärft, dann steigt die Risikoaversion der Anleger. Das zeigt sich in sinkenden Aktien- und steigenden Bondskursen. Auf den Devisenmärkten suchen die Anleger einen &quot;sicheren Hafen&quot;. Das ist nach wie vor der Dollar. Als Folge schwächt sich der Euro ab. In den letzten Monaten war eine deutliche Korrelation zwischen Aktienkursen und dem Wechselkurs des Euro zu beobachten. Immer dann wenn die Aktienkurse stiegen, stieg die Risikobereitschaft der Anleger und es festigte sich auch die Gemeinschaftswährung. Wenn sie fielen, wurde auch der Euro schwächer. <br />Weil sich die Wirkung der Eurokrise auf den Wechselkurs des Euro nicht direkt ergibt, sondern nur über die indirekte Schiene der Risikobereitschaft, sind die Wirkungen insgesamt nur moderat. Ich gehe davon aus, dass das so bleiben wird. Trotz anhaltender, sich vielleicht sogar noch verschärfender Eurokrise wird sich der Wechselkurs nur geringfügig abschwächen. </p>
<p class="bodytext">Das einzige, was mich an der Sache stutzig macht ist, dass der Euro nun schon so lange relativ wenig schwankt. Nach allgemeiner Markterfahrung dauern solche Phasen relativer Ruhe nicht ewig. Es folgt dann immer ein Ausbruch in der einen oder anderen Richtung. Das kann auch jetzt passieren. Es hätte dann aber nicht unbedingt etwas mit der Krise zu tun.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Autor:</b>&nbsp;Dr. Martin W. Hüfner, Chief Economist, Assenagon Asset Management S.A.&nbsp;<br /><br /><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Rating</category>
			
			<author>martin.huefner@assenagon.com</author>
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 23:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Angst vor Griechenlands Euro-Austritt wächst</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/angst-vor-griechenlands-euro-austritt-waechst/2e0ac1c54876e776ead7d42a21810319/</link>
			<description>Angst um den Euro</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Finanzmärkte haben bisher auf das neuerliche Chaos in Griechenland relativ ruhig reagiert. Das ist erstaunlich. Denn die Gefahr ist gestiegen, dass sich das Land geradewegs auf den Ausstieg aus der Eurozone zubewegt. Mit schwer absehbaren Folgen.</p>
<p class="bodytext">Die Wahlen vom Wochenende mit ihrem ungewissen Ausgang wurden von vielen Beobachtern als möglicher Anfang vom Ende der griechischen Mitgliedschaft in der Währungsunion gedeutet. Ob freiwillig oder notgedrungen.</p>
<p class="bodytext">Wenn das Land nicht in der Lage ist, eine Regierung auf die Beine zu stellen, die sich an die Bedingungen des Rettungspakets hält, wird im Juni erneut gewählt. Griechenland würde sich dann auf einen direkten Kollisionskurs mit seinen Rettern aus anderen europäischen Ländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) begeben.</p>
<p class="bodytext">Doch trotz des politischen Durcheinanders sind immer noch einflussreiche Kräfte am Werk, die die Eurozone zusammenhalten. Und die Investoren, so scheint es, sind zu dem Schluss gekommen, dass der Zeitpunkt für die endgültige Abspaltung noch nicht gekommen ist. Vorerst gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass es sowohl für Griechenland als auch den Rest der Eurozone immer noch zu schmerzhaft ist, das gemeinsame Band zu durchschneiden.<br /><br /><b>Angst um den Euro</b></p>
<p class="bodytext">In Asien gaben die Märkte im frühen Handel am Mittwoch nach und neue Ängste um die Währungsunion belasteten den Euro. Auch in Europa schlossen die Aktienmärkte am Dienstag mit Einbußen, nachdem sie am Montag noch zugelegt hatten.</p>
<p class="bodytext">Die Gewinne vom Montag hätten über die außerordentlichen Spannungen innerhalb der Eurozone hinweggetäuscht, sagen einige Analysten. Die jetzt langsam einsetzenden Kursverluste seien das erste Anzeichen dafür, dass die Investoren die Schwierigkeiten Griechenlands nun stärker hinterfragten und neu bewerteten.</p>
<p class="bodytext">&quot;Der Markt ist gerade dabei, die wirklichen Risiken zu berechnen&quot;, sagt Justin Knight, Analyst bei UBS. &quot;Das köchelt noch so ein bisschen vor sich hin, gewinnt aber schon an Schwung.&quot;</p>
<p class="bodytext">Alles hängt davon ab, wie sich das politische Drama in Athen weiterentwickelt. Bei den Wahlen am Sonntag wurden die bisher führenden Parteien an den Rand gedrängt. Nun haben die Radikalen das Sagen, und sie wollen die schmerzhaften Auflagen kippen, die Griechenland dem Rest der Europäer für seine Rettung schuldet.</p>
<p class="bodytext">Am Dienstag war Alexis Tsipras, der Chef der radikalen Linken der Syriza-Partei, mit dem Versuch an der Reihe, eine Regierung zu bilden. Sein konservativer Gegenspieler von der Nea Dimokratia, Antonis Samaras, war daran am Montag gescheitert und hatte sein Sondierungsmandat niedergelegt. Die Nea Dimokratia war als stärkste Kraft aus der Parlamentswahl hervorgegangen, hatte aber massive Verluste erlitten.</p>
<p class="bodytext">Griechenland solle sich von den Budgetkürzungen abwenden, die das Rettungspaket von dem Land verlangt, forderte Tsipras. Das &quot;Urteil des Volkes&quot; bei der Wahl hätte die Sparmaßnahmen für null und nichtig erklärt. Seine Partei holte allerdings nur 52 der 300 Parlamentssitze. Es erscheint daher unwahrscheinlich, dass Tsipras eine Regierungskoalition zustande bringen kann. Nach dem Willen der europäischen Retter muss die griechische Regierung - wie auch immer sie aussehen mag - bis Juni Etateinschnitte über 11,5 Milliarden Euro für die Jahre 2013 und 2014 präsentieren.</p>
<p class="bodytext">Sollte Griechenland aus dem Euro aussteigen, wären die Folgen gravierend. Die Schuldenkrise wirkte auch deshalb so stark, weil den Finanzströmen ein doppelter negativer Effekt innewohnte: Aus den schwachen Ländern flossen Spareinlagen ab, was den dortigen Bankensektor aushöhlte. Zugleich zogen sich Investoren aus den Staatsanleihen dieser Länder zurück und flohen in den sicheren Hafen Deutschland. Ein plötzlicher Stimmungswandel würde reichen, um den prekären Status Quo umgehend auszuhebeln.</p>
<p class="bodytext">Nach Ansicht vieler Beobachter schlägt Griechenland nun einen unvorhersehbaren Weg ein. War die Nation vor den Wahlen im Zuge der tiefen Rezession bereits einer Zerreißprobe ausgesetzt, kommt jetzt noch die Demütigung der zwei Parteien dazu, die dem Land zwei Generationen lang zumindest annäherungsweise Stabilität verliehen hatten.</p>
<p class="bodytext">&quot;Die Märkte haben das Risiko definitiv noch nicht ausreichend berücksichtigt&quot;, urteilt Lefteris Farmakis, Stratege bei Nomura in London. &quot;Ich verstehe nicht, warum der Markt keine länger andauernde Instabilität einpreist.&quot;</p>
<p class="bodytext">Sollten sich die Anzeichen für ein Ausscheiden Griechenlands häufen, dürfte eine Flucht aus den Ländern am Rande Europas nur schwer zu verhindern sein. Ein tatsächlicher Austritt dürfte auf Euro lautende Verträge in Mitleidenschaft ziehen, was nicht nur Folgen für den Finanzsektor hätte, sondern auch für die Realwirtschaft. Ohne die Garantie, dass eine Euro-Rechnung tatsächlich in Euro beglichen wird, könnten Unternehmen nicht mehr bereit sein, in anfälligen Staaten Geschäfte abzuschließen oder Handel zu betreiben.</p>
<p class="bodytext">&quot;Es ist ganz natürlich, dass sich die Investoren nach anderen Ländern umschauen&quot;, sagt UBS-Analyst Justin Knight. Ausländische Anleger hätten das ganze Jahr über spanische und italienische Staatsanleihen abgestoßen. Diese Papiere litten unter einer Nachfrageschwäche, die sich &quot;sehr, sehr schnell ausweiten&quot; könnte. Auch Bankeinlagen in Spanien und Portugal stünden momentan eher wackelig da.</p>
<p class="bodytext">Und selbst wenn es alle Beteiligten vorziehen würden, das Chaos eines griechischen Euro-Ausstiegs zu vermeiden, könnten die Staatsanleihen des Landes dennoch in mehrfacher Hinsicht ins Straucheln geraten.</p>
<p class="bodytext">Marchel Alexandrovich, Volkswirt bei Jefferies &amp; Co, fürchtet, dass der IWF weitere Kredite an Griechenland bald nicht mehr zu zahlen bereit sein dürfte. Der Fonds ist mit den bisherigen Leistungen des Landes nicht zufrieden.</p>
<p class="bodytext">Gut möglich ist auch, dass aus dem politischen Durcheinander eine neue Regierung hervorgeht, die den Rettungspakt offen zurückweist. Dann stünde Griechenland ohne Hilfsgelder da. Sollte die offizielle Unterstützung des IWF oder der anderen europäischen Länder gekappt oder reduziert werden, stünde die griechische Regierung ohne frisches Geld da. Sie braucht aber mehr Geld, um weiter machen zu können.</p>
<p class="bodytext">Nach Ansicht von UBS-Analyst Knight könnte sie versuchen, die Zahlungen an Zulieferer und Regierungsangestellte hinauszuzögern und von den verbleibenden Mittel zu leben. Irgendwann aber käme Griechenland unweigerlich an einen Punkt, an dem es sich &quot;etwas anderes einfallen lassen müsste&quot;, sagt Knight. Ohne Ausgabenkürzungen bleibe dem Land dann wohl nichts anderes übrig, als neues Geld zu drucken, um für die Regierungsdienste zu zahlen.</p>
<p class="bodytext">Trotz all der Fragezeichen gibt es dennoch gute Gründe, warum das System auch mit Griechenland weiter Bestand haben könnte - zumindest kurzfristig.<br /><br /><b>Griechenland dürfte der Austritt schwer fallen</b></p>
<p class="bodytext">Erstens dürfte es Griechenland schwer fallen, einfach auszutreten. Selbst wenn das Land die Rückzahlung all seiner Schulden einstellen würde, gäbe die Regierung immer noch mehr aus als sie einnimmt. Das Geld aus dem Rettungspaket ist das einzige, was diese Lücke derzeit füllt. Ohne den Rettungsschirm hätten die Griechen keine andere Wahl, als noch mehr von den schmerzhaften Einschnitten hinzunehmen, gegen die sie sich jetzt so vehement wehren.</p>
<p class="bodytext">Zweitens sind die Regierungen Europas, die Europäische Zentralbank und der IWF durch die Rettungsaktionen nun zu den Hauptgläubigern Griechenlands geworden. Griechenland ausscheren zu lassen, würde einigen von ihnen mit Sicherheit Verluste bescheren.</p>
<p class="bodytext">Das vor zwei Jahren beschlossene Rettungsprogramm und die massive Umschuldung in diesem Jahr haben allerdings schon dazu beigetragen, das europäische Bankensystem und den Privatsektor vor einem weiteren Übergreifen der griechischen Probleme zu schützen.</p>
<p class="bodytext">Viele Banken haben ihre Engagements in Griechenland längst abgeschrieben oder komplett aufgelöst. Die öffentliche Hand übernahm einen Großteil der Investments.</p>
<p class="bodytext">Im Moment habe das Zentrum Europas habe mehr zu verlieren als Griechenland, sagt William Porter, Leiter der Kreditstrategie bei Credit Suisse in London. Aber auch er blickt eher verhalten in die Zukunft - wie viele seiner Kollegen. Je länger sich der Prozess hinziehe, sagt er, &quot;desto vorteilhafter wird ein Austritt für Griechenland.&quot; </p>
<p class="bodytext"><i><br /></i></p>
<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Rating</category>
			<category>NEWS-Risikopolitik</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Wed, 09 May 2012 22:18:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das mobile Risiko</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/das-mobile-risiko/6b1039cb8740ef47128cda21d7b73715/</link>
			<description>Szenarioanalysen und Stresstests bei Mobile Computing</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Mobile Endgeräte sind auf dem Vormarsch. Sie durchdringen ebenso den privaten Bereich wie die Geschäftswelt. Mit den mobilen Alleskönnern sind Informationen und Daten permanent abrufbar, zu jeder Zeit, an jedem Ort. Oder anders ausgedrückt: Mobile Computing ist Teil der modernen Wissensgesellschaft. Wer die Technologien nutzt, kann flexibel arbeiten. Ist auf dem neuesten Stand. Gewinnt das Rennen um Kunden und Profite. Dieses bunte Bild vermitteln die Hersteller der mobilen Apparaturen und Softwarelösungen. Klar, sie wollen verkaufen. Ein anderes, weil eher graues Bild liefern Meldungen zu Mobile Hacking, Datendiebstählen sowie verlorenen oder vergessenen Endgeräten. <br /><br /><b>Der Preis der Mobilität</b></p>
<p class="bodytext">Zunehmende Vorfälle und Pannen im Mobile-Device-Management machen deutlich, dass der Einsatz portabler Technologien in Organisationen eine Gesamtsicht auf mögliche Risiken erfordert. Wie dringlich belegen die jüngsten Zahlen der Symantec-Studie: &quot;State of Mobile IT&quot;. Den Ergebnissen zufolge entsteht deutschen Unternehmen durch den Einsatz mobiler Endgeräte ein jährlicher Schaden von durchschnittlich rund 80.000 Euro. Und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie sieht mobile Endgeräte vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt. Im Klartext heißt das: Es ist Zeit zum Handeln. Risiken müssen bedacht und das Bewusstsein zum Schutz wichtiger Unternehmensdaten geschärft werden. Unerlässlich im mobilen Umfeld mit neuen sowie vernetzten Kommunikationswegen und dem Verschmelzen unterschiedlicher Technologien zu einer portablen Plattform. Vor allem unzureichend sensibilisierte Anwender sind ein Sicherheitsrisiko, wenn sie mobile Weggefährten im Unternehmensumfeld einsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Kompetenzportals RiskNET (siehe Abbildung). Demnach sehen 46 Prozent das Hauptrisiko in der mangelnden Sensibilisierung der eigenen Mitarbeiter im Umgang mit Mobile-Computing-Lösungen. Gefolgt von mangelnden Sicherheitsstandards mit 17 Prozent. <br /><br /><img alt="Abbildung: Mobile Computing [Quelle: RiskNET GmbH, n = 159]" title="Abbildung: Mobile Computing [Quelle: RiskNET GmbH, n = 159]" src="fileadmin/template_risknet/images_content/Abb-Studie-RiskNET-2012-Mobile-Computing.jpg" height="504" width="442" /><br /><i>Abbildung: Mobile Computing [Quelle: RiskNET GmbH, n = 159]</i><br /><br /><b>Einen Dirigenten für das Risikomanagement</b></p>
<p class="bodytext">Der unternehmensweite Einsatz mobiler Lösungen fordert die Chefetagen. Sie müssen auf strengere Richtlinien im Umgang mit Smartphone, Laptop &amp; Co. in allen Organisationsbereichen achten. Mehr noch sind Vorstände und Geschäftsführer wie ein Dirigent für die Leitung des &quot;Gesamtorchesters&quot; Unternehmen inklusive durchgängiger Überwachungspflichten und Reputation zuständig. Es reicht beispielweise nicht aus, dass Sicherheitsstrukturen im Auftrag des Top-Managements im Unternehmen platziert werden. Vielmehr müssen Unternehmenslenker Sicherheitsstrukturen und deren Wirkung regelmäßig überwachen. Hierzu verpflichtet sie der zunehmende Handlungsdruck aufgrund von Gesetzen, wie beispielsweise im Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) festgelegt. </p>
<p class="bodytext">Somit kommt der Kontrolle von Prozessen und der Wirksamkeit der jeweiligen Strukturen eine grundsätzliche Bedeutung im Risikomanagementumfeld zu. </p>
<p class="bodytext">Das heißt: Organisationen und deren Verantwortliche müssen sich aktiv um wirksame Abwehrmechanismen im Risikomanagement bemühen, diese hinterfragen und gegebenenfalls neu justieren. In diesem Kontext sollte ein großes Augenmerk auf jeden Mitarbeiter gelegt werden, der Teil der Unternehmenskultur ist. Und diesen Wert müssen Vorgesetzte ihren Mitarbeitern vermitteln. Grundlegend ist vor allem eine starke Unternehmenskultur bei allen Mitarbeitern. Und die muss in einer Organisation wachsen und von sämtlichen Unternehmensbereichen verinnerlicht werden. Dies wird umso wichtiger, weil mobile Geräte einem steigenden Angriffsrisiko durch Datendiebe unterliegen. Gepaart mit dem Zeitgeist permanenter State-of-the-Art-Technologien im mobilen Umfeld und der Philosophie eines &quot;Bring your own device&quot; zum Arbeitsplatz, müssen Mitarbeiter stärker in die Pflicht genommen werden. Das heißt in letzter Konsequenz, dass jeder Mitarbeiter für den Schutz der IT-Infrastruktur im eigenen Unternehmen mitverantwortlich ist.</p>
<p class="bodytext">Von der Geschäftsführung bis hin zu jedem einzelnen Mitarbeiter. Jeder ist Teil des Ganzen. Als dringliche Aufgabe versteht sich der Aufbau von Awareness im Umgang mit mobilen Endgeräten und den damit zusammenhängenden Firmeninformationsträgern. Verbunden mit einem Sanktions- und Belohnungssystem entsteht für jeden Mitarbeiter eine wirkungsvolle sowie durchgängige Unternehmenskultur – mit transparenten Verhaltensregeln im Umgang mit mobilen Lösungen. <br /><br /><b>Von Standards, Prozessen und Methoden</b></p>
<p class="bodytext">Bestehende Risiken mithilfe organisatorischer sowie technischer Möglichkeiten zu vermeiden oder zu verringern ist die Aufgabe eines professionellen Risikomanagements – auch im Mobile-Computing-Umfeld. Dies setzt Standards und eine klare Strategie bei den internen Prozessen und der Wahl der richtigen Methoden der Risikoüberwachung und -bewertung voraus. Beispielweise braucht ein durchgängiges Risikomanagement von Beginn an einen hohen Reifegrad der Prozesse und eine verlässliche Prozessqualität. Im Umgang mit Mobile Computing als &quot;Risikoquelle&quot; ergeben sich bestimmte Minimalansätze und Rahmenbedingungen zur Risikominimierung. Hierzu zählt auf der Prozessebene unter anderem eine interdisziplinäre Arbeitsweise,&nbsp; ein eindeutig identifizierbarer &quot;Process/Risk Owner&quot; in der Organisation oder eine lückenlose, saubere und schnelle Darstellung der Gesamtprozesse und Risikofaktoren im Unternehmen. Hinzu kommen technische Aspekte, wie Überlegungen zu standardisierten Mobillösungen sowie kürzere Produktzyklen mit permanent neuen Geräten und den dazugehörigen Sicherungssystemen. Als Ultima Ratio steht ein generelles Verbot privater Mobilgeräte im unternehmensweiten Arbeitsumfeld. </p>
<p class="bodytext">Wichtig sind bei sämtlichen Überlegungen Programme für eine bessere Prozessqualität in der Gesamtorganisation, um alle Mitarbeiter früh in den Findungs- und Etablierungsweg einzubinden. </p>
<p class="bodytext">Bei aller Theorie bleiben Best-Practice-Ansätze und der regelmäßige Test vorhandener Instrumente zur Risikofrüherkennung ein wesentlicher Kern zukunftsweisender Risk-Strukturen und -Prozesse. Als wirksames Mittel im Kampf für ein besseres Risikomanagement erweisen sich Szenarioanalysen und Stresstests. Anhand dieser lassen sich potenzielle Entwicklungen erarbeiten und transparent darstellen. </p>
<p class="bodytext">In einer Art Simulation können Risikoszenarien durch den Einsatz von Mobile Computing durchgespielt werden, um sie auf die Gesamtorganisation und das mögliche Gefährdungspotenzial zu übertragen. Die Frage &quot;Was wäre wenn?&quot;, die im Rahmen dieser Analysen gestellt wird, gibt gleichzeitig wichtige Aufschlüsse zu existierenden Defiziten und dem dringendsten Handlungsbedarf. Mögliche Szenarien reichen von einfachen und im Vergleich harmlosen Vorkommnissen und Kettenreaktionen. Mobiltelefone sind durch einen Virenbefall unbrauchbar. Aus diesem Grund können Mitarbeiter nicht mehr auf Firmendaten zugreifen. Bis hin zu bedrohlichen Situationen, in denen die Existenz des Unternehmens auf dem Spiel steht. Dies könnte unter anderem der Fall sein, wenn ein Laptop mit wichtigen Firmendaten gestohlen wird. Existieren für diesen Fall Meldepflichten und -fristen für den Mitarbeiter und werden diese eingehalten? Erfüllen die verwendeten Verschlüsselungsmechanismen ihren Zweck? Funktioniert die Fernlöschung von Daten auf dem Gerät? <br /><br /><b>Im Mittelpunkt: das Gesamtkonzept</b></p>
<p class="bodytext">Unternehmen sind bei der Betrachtung ihrer Mobile-Device-Strategien auf eine enge Verzahnung von Standards, Prozesse und Methoden mit einem durchgängigen Risikomanagement angewiesen. Das heißt, Risiken und deren Bewertungen in die Unternehmensplanung und das Controlling zu integrieren. Der Vorteil: Organisationsübergreifend werden Insellösungen vermieden und ein Gesamtkonzept zur Risikosteuerung aufgebaut. Diese Vorgehensweise erscheint im Bereich Mobile Computing umso wichtiger, als die technologischen Herausforderungen mit vernetzten Strukturen und neuen Risikofaktoren gleichfalls neue Wege im Organisationsdenken erfordern. Im Kern muss ein professionelles Risikomanagement muss zentraler Bestandteil eines fundierten Unternehmenssteuerungskonzepts sein und stärker in bestehende Managementsysteme integriert werden. Dementsprechend sollten Unternehmen eine zukunftsorientierte Risikobewertung vorantreiben und auf interne Kontrollsysteme achten, um im Kampf gegen die mobilen Gefahren zu bestehen. <br /><br /><b>Im Überblick: Mobile Computing und die Eckpunkte zur Risikominimierung</b></p><ul><li>Interdisziplinäre Arbeitsweise etablieren </li><li>Process/Risk Owner benennen </li><li>Klare Gesamtprozesse und Risikofaktoren aufzeigen</li><li>Standardisierte Mobillösungen einführen</li><li>Sicherungssysteme permanent prüfen</li><li>Verbot privater Mobilgeräte im Arbeitsumfeld durchsetzen (Ultima Ratio)</li><li>Risikomanagement als Unternehmenssteuerungskonzept aufbauen</li></ul><p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b><img alt="Roland Franz Erben" title="Roland Franz Erben" style="padding: 2px; float: right;" src="fileadmin/template_risknet/images_content/Image_Roland_Franz_Erben-2012.jpg" height="266" width="200" /></b><b>Autor:</b></p>
<p class="bodytext"><b><a href="ueber-risknet/redaktion/dr-roland-franz-erben/" title="Opens internal link in current window" target="_top" class="internal-link" >Dr. Roland Franz Erben</a></b> ist Vorsitzender des Vorstands der Risk Management Association e. V. (RMA), der unabhängigen Interessenvertretung für das Thema Risikomanagement im deutschsprachigen Raum.</p>
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<p class="csc-frame-frame1"><b>Mögliche Risikomanagementwege in Theorie und Praxis zeigt die Risk Management Association anlässlich ihrer Jahreskonferenz am 22. und 23. Oktober 2012 in Würzburg. Inhaltlich geht die Fachkonferenz auf unterschiedliche Ansätze, Wege und Gesamtsichtweisen im Umgang mit Risiken ein. Und hierbei spielen mobile Risikoaspekte eine zunehmende Rolle. </b></p>
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<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>
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			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Risk Management</category>
			<category>NEWS-Krisenmanagement</category>
			<category>NEWS-IT Security</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 May 2012 07:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Deutschland entgeht der Rezession</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/deutschland-entgeht-der-rezession/afcc621881a27161199ffd3f4cb6e09d/</link>
			<description>Produzierender Sektor deutlich besser als erwartet </description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der deutschen Wirtschaft geht es offenbar besser als zuletzt gedacht,  sie dürfte im ersten Quartal ein leichtes Wachstum verzeichnet haben.  Nach einem unerwartet deutlichen Anstieg der Produktion im März und  einer Revision des Vormonatswerts ist die Produktion im ersten Quartal  2012 erstmals seit Sommer 2011 wieder marginal gestiegen. Damit droht  von dieser Seite entgegen den bisherigen Befürchtungen zumindest keine  konjunkturelle Bremsung. Zusätzlichen Schwung erhielt die Produktion im  März von der Bauwirtschaft, die nach einem witterungsbedingten  Rückschlag im Vormonat im März außerordentlich stark anzog. Insgesamt  bestätigen die Produktionsdaten das positive Bild, das am Vortag bereits  die Auftragseingänge gezeichnet hatten.  </p>
<p class="bodytext">Nach Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) stieg  die Produktion gegenüber dem Vormonat um 2,8 Prozent, während die von  Dow Jones Newswires befragten Volkswirte einen Anstieg von nur 1,0  Prozent prognostiziert hatten. Die Bauproduktion schnellte um 30,7  Prozent in die Höhe, nachdem sie im Februar witterungsbedingt um 16,9  Prozent gesunken war. Zudem war die gesamte Produktion im Februar neuen  Berechnungen zufolge nur um 0,3 Prozent gesunken. Ursprünglich war ein  Rückgang von 1,3 Prozent gemeldet worden. Diese Aufwärtsrevision  eingerechnet lag die Produktion im März um 2,7 Prozent höher als  erwartet.  </p>
<p class="bodytext">Damit stieg die Produktion im ersten Quartal 2012 um 0,1  Prozent, was das Bundeswirtschaftsministerium als Stagnation umschrieb.  Im vierten Quartal war die Produktion noch um 1,8 Prozent gesunken.  </p>
<p class="bodytext">Nach Mitteilung des Ministeriums erhöhte sich die  Industrieproduktion im März gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent, wobei  alle industriellen Hauptgruppen Zuwächse verzeichneten. Die  Konsumgüterproduktion stieg um 3,0 Prozent, während die Herstellung von  Vorleistungsgütern um 0,3 Prozent zunahm. Die Produktion von  Investitionsgütern war um 2,0 Prozent höher als im Vormonat, was jedoch  teilweise auf Nachmeldungen aus den Vormonaten zurückzuführen war.  </p>
<p class="bodytext">Nach Aussage des Ministeriums deuten die Daten darauf hin,  dass &quot;die industrielle Aktivität wieder spürbar Fahrt&quot; aufnimmt. &quot;Damit  haben sich die weiteren Aussichten für die Industriekonjunktur merklich  verbessert&quot;, befand das Ministerium.  </p>
<p class="bodytext">Im vierten Quartal 2011 war die deutsche Volkswirtschaft um  0,2 Prozent geschrumpft. Würde das Bruttoinlandsprodukt auch im ersten  Jahresviertel sinken, läge nach gängiger Definition eine Rezession vor.  </p>
<p class="bodytext">Volkswirte sehen sich nach Veröffentlichung dieser Daten in  der Erwartung bestätigt, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal  gewachsen ist, was nach den extrem schwachen Ergebnissen der jüngsten  Einkaufsmanagerumfragen zunehmend in Zweifel gezogen worden war. &quot;Die  heutigen Zahlen stützen unsere Prognose, dass das Bruttoinlandsprodukt  trotz schwacher Einzelhandelsumsätze um 0,2 Prozent gestiegen ist&quot;,  sagte UniCredit-Volkswirt Alexander Koch.  </p>
<p class="bodytext">Alexander Krüger, Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, sah nun  ebenfalls keinen Grund mehr, seine Wachstumsprognose von 0,2 Prozent zu  ändern. &quot;Die schlechte Stimmung unter den Einkaufsmanagern ist nach den  heutigen Daten noch weniger verständlich&quot;, sagte er. Er wie auch Evelyn  Hermann von BNP Paribas rechnen zudem damit, dass die Wirtschaft  ordentlich Schwung mit ins laufende zweite Quartal genommen hat. Selbst  unter zurückhaltenden Annahmen sei für das zweite Quartal ein Wachstum  von 0,4 Prozent denkbar, sagte Krüger.  </p>
<p class="bodytext">Und Commerzbank-Volkswirtin Ulrike Rondorf sagte: &quot;Die  heutigen Zahlen machen uns zuversichtlicher, dass das  Bruttoinlandsprodukt tatsächlich wie von uns erwartet um 0,1 Prozent  gegenüber dem Schlussquartal 2011 gewachsen ist, auch wenn die Umsätze  im Einzel- und Großhandel sowie im Gastgewerbe laut den Zahlen von  Statistischen Bundesamt im ersten Quartal deutlich nachgegeben haben.&quot;  Allerdings rechnet sie wegen des Rückgangs des Einkaufsmanagerindex und  der im Trend weiter abwärts gerichteten Auftragseingänge für die  kommenden Monate nicht mit einem kräftigen Aufschwung.  </p>
<p class="bodytext">Auch ING-Volkswirt Carsten Brzeski mahnte zur Vorsicht: &quot;Es  wäre voreilig, jetzt anzunehmen, die deutsche Wirtschaft könnte stark  wachsen, während der Rest der Eurozone wankt&quot;, warnte er. Und Alexander  Krüger sagte: &quot;23 Prozent der deutschen Exporte gehen in Länder, die  sich in einer Rezession befinden.&quot;  </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Risikopolitik</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Tue, 08 May 2012 16:55:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Grexit&quot; wird wahrscheinlicher</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/grexit-wird-wahrscheinlicher/ef896c848be718c3ec82fc860863c236/</link>
			<description>Angst vor Griechenland-Pleite</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Mit zum Teil massiven Verlusten reagieren die Börsen auf die  Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland. Mit Francois Hollande als  neuem Präsidenten steuert Frankreich auf Konfrontationskurs mit  Deutschland. Hollande fordert Wachstum und wettert gegen das Berliner  Spardiktat. Aber es ist vor allem der Ausgang der Parlamentswahl in  Griechenland, der die Investoren in Angst und Schrecken versetzt. Die  Bildung einer stabilen Regierung, die die Auflagen von EU, IWF und EZB  umsetzen kann, ist ungewiss. Damit geht erneut das Gespenst einer Pleite  des Landes und eines mögliches Ausscheidens aus der Eurozone um.  </p>
<p class="bodytext">Die griechische Börse bricht in der Spitze um über zehn  Prozent ein. Dem Land bleibt nicht viel Zeit. Griechenland muss bis Juni  Einsparungen mit einem Volumen von zwölf Milliarden Euro für 2013 und  2014 finden. Das dürfte kaum zu schaffen sein. Pasok und Nea Demokratia,  die einzigen Parteien im griechischen Parlament, die die Vereinbarungen  mit den internationalen Geldgebern mittragen, verfügen nicht über die  ausreichenden Stimmen für eine Regierungsbildung.  <br /><br />  <b>&quot;Grexit&quot; wird wahrscheinlicher  </b></p>
<p class="bodytext">Angesichts der Radikalisierung der politischen Landschaft  droht ein Zahlungsstopp durch die Gläubiger in den kommenden Monaten und  eine unkontrollierte Insolvenz des Landes. Die Citigroup schätzt die  Wahrscheinlichkeit eines &quot;Grexit&quot; - also des Austritts aus dem  gemeinsamen Währungsraum - in den kommenden zwölf bis 18 Monaten auf 50  bis 75 Prozent. Die Berenberg Bank hatte bereits vor den Wahlen ein  40-prozentiges Risiko ausgemacht. &quot;Und dieses Risiko ist mit den  Ergebnissen sicherlich nicht gefallen&quot;, stellt Holger Schmieding,  Chefvolkswirt der Berenberg Bank, fest.  </p>
<p class="bodytext">An und für sich ist eine Pleite des Landes verkraftbar. Zwar  wäre der dortige Finanzsektor insolvent und müsste rekapitalisiert  werden. Mit dem Schuldenschnitt im März hat sich das Restengagement des  europäischen Bankensektors aber auf vergleichsweise moderate 20  Milliarden Euro reduziert. &quot;Das wird den Sektor nicht umhauen&quot;, ist  Christoph Weil von der Commerzbank überzeugt. Was die Investoren  umtreibt, ist vielmehr die Gefahr von Ansteckungen in der Peripherie der  Eurozone.  <br /><br />  <b>Eurozone vor Panikattacken noch nicht sicher  </b></p>
<p class="bodytext">Mit den Mittelzusagen des IWF sind die Schutzmauern um die  Eurozone zwar in den vergangenen Wochen höher gezogen worden. Dennoch  haben Marktbeobachter Zweifel, dass das für den Fall von Panikattacken  der Anleger ausreichen wird. Nach der Entspannung an den Anleihemärkten  der Peripherie nach den beiden Dreijahrestendern der EZB haben die  Renditen für italienische und spanische Benchmarkanleihen zuletzt wieder  angezogen. Die Sparauflagen und die sich vertiefende Rezession in  Europa machen den Ländern spürbar zu schaffen.  </p>
<p class="bodytext">Nach Angaben der Commerzbank verfügen die Rettungsschirme in  Europa aber über ausreichend Mittel, um Spanien und Italien notfalls für  die nächsten drei Jahre durchzufinanzieren. Das sollte ausreichen, um  das Schlimmste - nämlich ein Auseinanderbrechen der Eurozone - bis auf  weiteres zu vermeiden. Dennoch gibt Analyst Weil zu bedenken: &quot;Die  Märkte werden auf jeden Fall nervös reagieren.&quot;  </p>
<p class="bodytext">Zwar ziehen die spanischen und italienischen Renditen auf  Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit am Vormittag an. Mit  Aufschlägen von 9 Basispunkte auf 5,49 Prozent bei italienischen  Papieren und 8 Basispunkten auf 5,76 Prozent in Spanien halten sich die  Anstiege aber noch im Rahmen und liegen klar unter den Höchstständen  gegen Ende des vergangenen Jahres.  </p>
<p class="bodytext">Im Vergleich zur einstürzenden Börse in Griechenland geht es  am Pariser Parkett mit Verlusten von 1,1 Prozent moderat nach unten.  Damit hält sich der CAC-40 sogar besser als der DAX mit einem Minus von  1,3 Prozent. Auch an den französischen Anleihemärkten herrscht Ruhe. Die  Reaktion an der Pariser Börse macht deutlich, dass der Wahlsieg  Hollandes an den Finanzmärkten erwartet wurde. Und: Seine Forderungen  nach Nachverhandlungen beim Fiskalpakt und mehr Wachstum in Europa  werden nicht nur in der Peripherie sondern auch von den Anlegern gerne  gehört.  </p>
<p class="bodytext">&quot;Das Vertrauen der Märkte in die Sparpolitik schwindet&quot;, sagt  Michala Marcussen, Chefvolskwirtin der Societe Generale. Selbst in  Berlin scheint wegen der drohenden Austeritätsfalle zunehmend ein  Umdenken einzusetzen. Auch wenn sich der Ton zwischen Paris und Berlin  in den kommenden Wochen bis zu den Parlamentswahlen in Frankreich im  Juni verschärfen könnte, glauben Marktbeobachter nicht an einen Bruch  zwischen beiden Ländern. Einen solchen würde die Eurozone vermutlich  auch nicht überstehen.  <br /><b><br />  Schulterschluss zwischen Paris und Berlin absehbar  </b></p>
<p class="bodytext">So läuft alles auf eine gesichtswahrende Formel hinaus. Ein  komplettes Abrücken vom Spardiktat ist unwahrscheinlich, denkbar ist  aber eine Ergänzung des Fiskalpakts durch eine Wachstumskomponente.  Mittel hierfür könnten etwa über EU-Strukturfonds aktiviert werden. Dies  bedeutet nicht, dass der Machtwechsel im Elysee-Palast ohne Gefahren  für die Märkte ist. Frankreich leidet unter einer hohen  Staatsverschuldung, zu hohen Arbeitskosten und Wettbewerbsproblemen.  </p>
<p class="bodytext">Bislang ist Hollande die Antworten schuldig geblieben, wie das  Land wieder flott gemacht werden kann. Die Finanzmärkte werden nicht  ewig auf die notwendigen Reformen warten. Die Ratingagentur S&amp;P hat  Frankreich zu Jahresbeginn die Spitzenbonität bereits entzogen und auf  &quot;AA+&quot; gesenkt. S&amp;P sieht nach der Wahl keinen unmittelbaren  Handlungsbedarf - betont aber zugleich die Möglichkeit weiterer  Herabstufungen in diesem oder im nächsten Jahr.  </p>
<p class="bodytext">Hollande kann es sich nicht leisten, das Vertrauen der  Finanzmärkte zu verlieren. Zwei Drittel der französischen Staatspapiere  befinden sich in ausländischer Hand. Und diese sind erfahrungsgemäß viel  schneller bereit die Notbremse zu ziehen, als inländische Anleger. Ein  Bruch mit der Regierung Merkel passt da nicht ins Bild. Vieles spricht  dafür, dass sich Paris und Berlin letztendlich zusammenraufen werden.  </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Rating</category>
			<category>NEWS-Risikopolitik</category>
			<category>NEWS-Krisenmanagement</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 12:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Quo vadis Basel III</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/quo-vadis-basel-iii/207634b78256c2c061f0c93294eda976/</link>
			<description>EU-Staaten uneins über Kapitalvorschriften für Banken</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die europäischen Finanzminister müssen im Bemühen um schärfere Bankenregeln nachsitzen. Eine Marathonsitzung zur Einführung der Basel-III-Vorschriften für Eigenkapital und Liquidität endete ohne eine endgültige Vereinbarung. Laut EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier haben die Briten einen Kompromissvorschlag der dänischen EU-Ratspräsidentschaft abgelehnt. Vertreter Großbritanniens sagten, es gebe nur noch technische Fragen, die geklärt werden müssten.</p>
<p class="bodytext">Die stellvertretende dänische Ministerpräsidentin Margrethe Vestager, die das Treffen leitete, sprach von den &quot;großen Fortschritten&quot;, die die Minister erzielt hätten und äußerte sich zuversichtlich, auf einem weiteren Treffen am 15. Mai zu einer Einigung zu kommen.</p>
<p class="bodytext">EU-Beamte zeigten sich überrascht von dem britischen Widerstand, zumal der dänische Kompromissvorschlag eine Sorge Londons beheben sollte. Das Vereinigte Königreich hat sich ausbedungen, die Regeln für Geschäftsbanken unabhängig von der Europäischen Kommission festlegen zu können.</p>
<p class="bodytext">Der britische Finanzminister George Osborne hatte zuvor darauf bestanden, neue Instrumente für den Finanzmarkt als Ganzes in die Diskussion über die Kompetenz der einzelnen Mitgliedsstaaten aufzunehmen. Welche Instrumente das sein sollen, konnte die Regierung noch nicht näher bestimmen, weil sie diese Aufgabe einem eigenen Ausschuss überlassen will. &quot;Letztlich war es 26 gegen einen&quot;, sagte ein EU-Beamter zur Stimmungslage bei den Gesprächen.</p>
<p class="bodytext">Die neuen Kapitalregeln könnten auch gegen die britische Zustimmung mit einer qualifizierten Mehrheit erlassen werden. Vestager und der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sprachen sich am Mittwoch aber gegen diese Zwangsmaßnahme aus. Für Schäuble, der das Treffen vorzeitig verließ, war schon bei Abfahrt eine Verschiebung um zwei Wochen &quot;nicht tragisch&quot;.</p>
<p class="bodytext">Die Verhandlungsdynamik stellte das übliche EU-Gebaren auf den Kopf. Die Briten, sonst für eher laxere Regeln berüchtigt, machten Stimmung für strengere Anforderungen, während Frankreich und Deutschland, die schon oft gegen die Exzesse der Banken gewettert haben, für ein einfaches Regularium auf niedrigerem und zentralisiertem Standard votierten.</p>
<p class="bodytext">Der bisher letzte Entwurf würde den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit geben, unabhängig von der EU-Kommission zusätzliche Kapitalanforderungen aufzuerlegen, die bis zu drei Prozentpunkte über die im Basel-III-Abkommen festgelegten Richtwerte hinausgehen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
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			<category>NEWS-Krisenmanagement</category>
			<category>NEWS-Risk Management</category>
			<category>NEWS-Risikopolitik</category>
			<category>NEWS-Basel II/III</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Thu, 03 May 2012 09:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Europa ohne Euro</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/europa-ohne-euro/2f439d6b7032483bac4c60287357866b/</link>
			<description>Interview mit dem Chefvolkswirt der Deutschen Bank</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Deutschland wird nach Einschätzung des scheidenden Chefvolkswirts der Deutschen Bank, Thomas Mayer, nicht um jeden Preis am Euro festhalten. Sollte die Stabilität der Währung nicht mehr gegeben sein, dann werde Deutschland &quot;etwas anderes machen&quot;, sagte Mayer im Interview mit Dow Jones Newswires. Kritik übte Mayer an der Aussage von Bundeskanzlerin Merkel, Europa scheitere, wenn der Euro scheitere. &quot;Sie sollte diesen Satz zurücknehmen. Es gibt Europa auch ohne Euro&quot;, sagte der Ökonom. Mayer tritt zum 31. Mai 2012 als Chefvolkswirt der Deutschen Bank und Leiter von DB Research zurück. </p>
<p class="bodytext">Mayer räumte ein, dass die Neigung Deutschlands zu Alleingängen in dieser Hinsicht gering sei und sich ein Ausstieg aus dem Euro überdies nicht von heute auf morgen bewerkstelligen ließe. Gleichwohl sagte er: &quot;Wenn die (Stabilität der Währung) nicht gewährleistet ist, dann denke ich, wird man Mittel finden, was anderes zu machen. Ich halte nichts von dem Merkel'schen Satz: Scheitert der Euro, scheitert Europa. Sie sollte diesen Satz zurücknehmen. Es gibt Europa auch ohne Euro.&quot; In Europa habe es in den vergangenen Jahrhunderten schon so viele Währungen gegeben, dass man sich fragen müsse, warum der Euro die letzte Währung gewesen sein solle. </p>
<p class="bodytext"><img alt="Mayer, Chefvolkswirt Deutsche Bank" title="Mayer, Chefvolkswirt Deutsche Bank" style="padding: 2px; float: right;" src="fileadmin/template_risknet/images_content/Mayer-Deutsche-Bank.jpg" height="104" width="75" />Der weitere Weg aus der Euro-Schuldenkrise wird nach Mayers (Foto) Einschätzung nicht bei den französischen Präsidentschaftswahlen entschieden. &quot;Wichtiger ist die Frage, ob die Italiener und die Spanier Kurs halten. Wenn die Kurs halten, wird, egal wer in Frankreich Präsident wird, einschwenken müssen. Wenn die beiden Länder nicht Kurs halten, dann wird, wer immer in Frankreich Präsident wird, ebenfalls in Richtung dieser Länder gehen&quot;, sagte Mayer und fügte hinzu: &quot;Wenn Spanien und Italien nicht Kurs halten, müssen wir uns in Deutschland fragen, ob das die Währung ist, die wir wollten. Das ist eine Debatte, die den Wahlkampf 2017 beeinflussen wird.&quot; Allerdings, so räumte er ein, wäre ein Euro-Ausstieg ein längerer politischer Prozess. </p>
<p class="bodytext">Der Idee einer Fiskalunion in Europa kann der Chefvolkswirt der Deutschen Bank nicht viel abgewinnen: &quot;Souveräne Staaten müssen selbst haften. Meines Erachtens müsste man in Griechenland einen Präzedenzfall sehen&quot;, sagte er. Wer sich so unverantwortlich verhalte, müsse auch bankrott gehen können. Die Regierungen des Euroraums sieht Mayer in der Pflicht, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. &quot;Die Länder müssen den in- und ausländischen Anlegern ganz klar machen, dass alle Maßnahmen umgesetzt werden, dass die Staatshaushalte konsolidiert und die externen Finanzierungslücken geschlossen werden&quot;, betonte er. </p>
<p class="bodytext">Die Reduzierung des spanischen Haushaltsdefizits um 5,5 Prozentpunkte binnen zwei Jahren bei einer Arbeitslosenquote von fast 25 Prozent hält der Ökonom nicht für unzumutbar. &quot;Es ist leistbar, wenn damit wieder Vertrauen hergestellt wird, damit inländische und ausländische Kreditgeber über das Bankensystem Kredite bereitstellen und Unternehmen und private Haushalte bereit sind zu investieren und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu konsumieren&quot;, sagte Mayer. </p>
<p class="bodytext">Das volle Interview im <a href="http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424052702304743704577379853445209174.html" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Wall Street Journal Deutschland</a></p>
<p class="bodytext"><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
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			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Wed, 02 May 2012 20:51:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Die Talfahrt der europäischen Industrie</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/die-talfahrt-der-europaeischen-industrie/775af2c2149704ee0b331b9f1f1835f0/</link>
			<description>Einkaufsmanagerindex</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Geschäftsaktivität im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone ist im April noch etwas stärker gesunken als zunächst berichtet. Dabei wiesen im April alle vier &quot;Schwergewichtsländer&quot; erstmals in diesem Jahr einen Produktionsrückgang auf. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Sektor fiel auf 45,9 Punkte und lag damit auf dem niedrigsten Stand seit 34 Monaten, wie der Datendienstleister Markit bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Im März hatte der Index bei 47,7 Punkte gelegen. Der PMI liegt nun seit neun Monaten unter der Schwelle von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. </p>
<p class="bodytext">Bei der ersten Veröffentlichung war ein Rückgang auf 46,0 Zähler ausgewiesen worden. Volkswirte hatten eine Bestätigung dieses ersten Ausweises erwartet. </p>
<p class="bodytext">Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland fiel auf den niedrigsten Stand seit 33 Monaten. Auch in Frankreich signalisiert der PMI eine rückläufige Aktivität, der PMI der Industrie stieg nur auf 46,9 Punkte zu. Vorläufig war ein Anstieg auf 47,3 von 48,4 im März berichtet worden. </p>
<p class="bodytext">In Spanien fiel der Einkaufsmanagerindex der Industrie auf 43,5 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit 34 Monaten. Der entsprechende italienische Index sank im Sog einbrechender Neuaufträge unerwartet stark und verzeichnete mit 43,8 Zählern den niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 46,7 erwartet, nachdem der Index im März bei 47,9 Punkten gelegen hatte. Auch in Griechenland verschärfte sich die Talfahrt. Über der Marke von 50 Punkten hielten sich lediglich die PMI von Österreich und Irland. </p>
<p class="bodytext">Markit-Chefökonom Chris Williamson zufolge zeigen die Daten, dass die Industrie der Eurozone im April noch tiefer in die Rezession geschlittert ist. Die jüngste Prognose der Europäischen Zentralbank eines nur leicht rückläufigen Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr dürfte sich bereits überholt haben, sagte Williamson. </p>
<p class="bodytext">Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von rund 3.000 Industrieunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland. Diese Länder repräsentieren etwa 90 Prozent der industriellen Geschäftstätigkeit in der Eurozone. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
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			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Wed, 02 May 2012 12:17:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Bestätigung und Kritikpunkte am Corporate Governance Kodex</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/bestaetigung-und-kritikpunkte-am-corporate-governance-kodex/7c541f15f8ec9b61876dc4104e639283/</link>
			<description>Studie zum Deutschen Corporate Governance Kodex</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) hat bislang seine Aufgabe zur Verbesserung der Unternehmensführung erfüllt. Gleichzeitig hat der Kodex das Ansehen deutscher Unternehmen im Ausland durch die Information der internationalen Kapitalmärkte über das deutsche Governance System verbessert. </p>
<p class="bodytext">Das sagt mit knapp 71% beziehungsweise gut 62% Zustimmung die klare Mehrheit der 211 vom Berlin Center of Corporate Governance (BCCG) befragten Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzenden der an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen. Zehn Jahre nach Einführung des Deutschen Corporate Governance Kodex hat das BCCG erstmals das Kodexklima, d.h. die Einstellung der Wirtschaft zum Kodex als Instrument der Selbstregulierung gemessen. Für den Corporate Governance Report 2012 schrieb das Institut im Zeitraum vom Oktober 2011 bis Februar 2012 alle Aufsichtsratsvorsitzenden und Vorstandsvorsitzenden der 487 in Frankfurt/M. börsennotierten Unternehmen an.</p>
<p class="bodytext">&quot;Die Haltung zum Kodex ist bei den von der Regulierung Betroffenen aufgeschlossener, als dies vor dem Hintergrund der bekannten veröffentlichten Kritik zu vermuten war. Das Kodexklima wird mit einem durchschnittlichen Wert von +29,8 auf einer Skala von -100 bis +100 Punkten insgesamt leicht positiv bewertet&quot;, so Axel v. Werder, Leiter des BCCG. Dabei liegt die Beurteilung der DAX30-, MDAX- und TecDAX-Unternehmen über dem Durchschnitt. Im Vergleich zu den befragten Vorstandsvorsitzenden stehen die Aufsichtsratsvorsitzenden dem Kodex mit wenigen Punkten leicht positiver gegenüber.</p>
<p class="bodytext">Ein klare Mehrheit (63,3%) spricht sich entgegnen der teilweise öffentlich vorgebrachten Kritik für die Beibehaltung der Regelungskompetenz bei der Regierungskommission Deutscher Corporate Governace Kodex und gegen eine Übertragung auf den Gesetzgeber aus. Allerdings regen knapp 50% der Studienteilnehmer an, dass mit Blick auf eine stärkere verfassungsrechtliche Legitimation der Kodexarbeit beispielsweise das Bundesjustizministerium durch ein eigenes Gesetz zur Einsetzung der Kodexkommission ermächtigt wird. <br /><br /><img alt="Kodexinhalt positiv bewertet [*) Skala von -100 bis +100 Punkte]" title="Kodexinhalt positiv bewertet [*) Skala von -100 bis +100 Punkte]" src="fileadmin/template_risknet/images_content/Studie-CG-2012.jpg" height="286" width="494" /><br /><i>Abbildung: Kodexinhalt positiv bewertet [*) Skala von -100 bis +100 Punkte]</i><br /><br /><b>Jüngste Kodexänderungen werden begrüßt</b></p>
<p class="bodytext">Mit großer Mehrheit (95,1%) begrüßen die Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzenden das im vergangenen Jahr von der Regierungskommission beschlossene Konsultationsverfahren bei Kodexänderungen, das Anfang 2012 erstmals mit großer Resonanz durchgeführt wurde. Negativ auf das Kodexklima wirkt sich der von den Unternehmen verspürte starke Befolgungsdruck aus. 41% der Studienteilnehmer sehen für sich aufgrund der hohen Erwartungshaltung von sogenannten Proxy Advisors, den Medien und den Eigenkapitalgebern einen faktischen Zwang zur Umsetzung der Kodexbestimmungen. Dies steht im Gegensatz zur Aufforderung der Regierungskommission, die Flexibilität des Kodex gegenüber einem Gesetz sinnvoll sowie gut begründet zu nutzen und eine gesunde Abweichungskultur zu etablieren. Immerhin können 25,7% der Studienteilnehmer einen Erfüllungsdruck für sich nicht nachvollziehen.</p>
<p class="bodytext">Belastend für die Gesamtbeurteilung des Kodex wirkt ebenfalls die Gefahr von Anfechtungsklagen, die 41,4% der befragten Mandatsträger sehen, wenngleich eine fast gleichgroße Gruppe von 38,6% hierin kein Problem erkennt. </p>
<p class="bodytext">Ein weiterer Kritikpunkt ist für die Mehrheit der Aufsichtsräte und Vorstände die Häufigkeit der Kodexänderungen. So plädieren 51,7% für eine geringere Änderungsfrequenz. Eine klare Mehrheit (88,1%) möchte das bisherige System von Empfehlungen und Anregungen beibehalten.<br /><br /><b>Wunsch nach Verringerung der Kodexbestimmungen</b></p>
<p class="bodytext">Auffällig sind die immer wieder auftretenden Diskrepanzen in der Bewertung des Kodex durch die von der Kodexregulierung betroffenen Personen. So plädieren beispielsweise zwar beinahe alle Studienteilnehmer (95,5%) für eine Verringerung der Kodexbestimmungen, keine einzige Empfehlung oder Anregung wird aber von der Mehrheit der Befragten als überflüssig eingeordnet. Lediglich drei Empfehlungen und eine Anregung der insgesamt 106 Kodexbestimmungen werden von einer relativen Mehrheit (aller Voten ohne Berücksichtigung der neutralen Aussagen) als unzweckmäßig eingestuft. Hierzu zählt auch die bisherige Empfehlung, wonach Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten sollen, die in diesem Jahr angepasst werden soll.</p>
<p class="bodytext">&quot;Die Studienergebnisse zeigen insgesamt, dass in den Unternehmen 10 Jahre nach Einführung ein sehr differenziertes Bild über den Deutschen Corporate Governace Kodex vorherrscht. Einzelaspekte wie die Änderungsfrequenz oder der wahrgenommene hohe Befolgungsdruck werden zwar teilweise kritisch gesehen, die Kodexinhalte aber insgesamt recht positiv bewertet &quot;, sagt Axel v. Werder, Leiter des BCCG. &quot;Die Studie mit ihrer Bestätigung und den Kritikpunkten an dem Kodex und der Kodexarbeit zeigt, dass wir uns mit dem Regelwerk genau auf der Straßenmitte befinden. Es liegt in der Natur jedes Regelwerkes, dass man den einen zu viel zu schnell macht und den anderen zu wenig und zu langsam. Die Aussagen zu dem im vergangen Jahr eingeführten Konsultationsverfahren bei Kodexänderungen wie auch zu der bisherigen Empfehlung für die Vergütung von Aufsichtsräten, die wir in diesem Jahr anpassen wollen, zeigen, dass wir sowohl was die Kodexarbeit als auch die Inhalte angeht, auf dem richtigen Weg sind&quot;, so Klaus-Peter Müller, Vorsitzender der Regierungskommission Deutscher Corporate Governace Kodex.</p>
<p class="csc-frame-frame1"><b>Zum Deutschen Corporate Governance Kodex</b><br /><br />Die von der Bundesministerin für Justiz im September 2001 eingesetzte Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat am 26. Februar 2002 den Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet, der über die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG eine gesetzliche Anerkennung gefunden hat.<br /><br />Mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex sollen die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung und -überwachung für nationale wie internationale Investoren transparent gemacht werden, um so das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken.<br /><br />Mitglieder der Kommission sind: Klaus-Peter Müller (Vorsitzender), Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, Prof. Dr. Dres. h.c. Theodor Baums, Dr. Hans-Friedrich Gelhausen, Dr. Dr. h.c. Manfred Gentz, Dietmar Hexel, Ulrich Hocker, Prof. Dr. Henning Kagermann, Max Dietrich Kley, Dr. Stefan Schulte, Christian Strenger, Daniela Weber-Rey, Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro, Prof. Dr. Axel v. Werder. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
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<p class="bodytext"><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
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			<category>NEWS-Risk Management</category>
			<category>NEWS-Corporate Governance</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Wed, 02 May 2012 11:19:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Kein Tag ist verloren, wenn man wieder etwas dazu gelernt hat!</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/kein-tag-ist-verloren-wenn-man-wieder-etwas-dazu-gelernt-hat/c6cb3e78716cdb2a6307eba80b28ea34/</link>
			<description>Gelungener Auftakt beim Wiener Risk Dinner der Avanon AG</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Finanz und Gesellschaft besuchten am 19. April das Wiener Risk Dinner im Hotel Sacher. &quot;Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden&quot; lautete die Devise des Gastgebers Avanon AG.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Praxisnahe Expertenvorträge, wertvolle Anregungen, Einblicke und aktuelle Trends aus dem Chancen- und Risikomanagement, Schweizer Kulinarik in faszinierendem Ambiente sowie eine sehr gute Gelegenheit für persönliche Gespräche, Austausch und Networking. All das bot das Wiener Risk Dinner.</p>
<p class="bodytext">Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass das Vorhaben bestens gelungen ist. Die Bundesministerin a. D. Dr. Sonja Stiegelbauer bedankte sich persönlich mit den Worten: &quot;Kein Tag ist verloren, wenn man wieder etwas dazu gelernt hat! Das ist so bei Ihrem Event geschehen!&quot;</p>
<p class="bodytext">Die Avanon AG versteht sich nicht nur als Softwareanbieter für Risikomanagement und Compliance. Bei der täglichen Arbeit sind sie stets sehr nah an ihren Kunden und somit der EGRC-Praxis und den Vorkommnissen auf den Märkten. Diese Nähe will der Anbieter als Sprachrohr, Know-how- und Themenvermittler mit dem Risk Dinner an Unternehmen im deutschsprachigen Raum weitergeben. Im Mai stehen in München und Stuttgart zwei weitere Risk Dinner bevor. Neben dem praxisnahen Vortrag von Frank Romeike, einem führenden Experten für Chancen- und Risikomanagement wird ein Auszug eines revolutionären Vorgehensmodells für Business Continuity Management (BCM) geboten. Dabei handelt es sich um eine alternative Methodik für BCM, welche schnell und kostengünstig auch für kleinere und mittelständische Unternehmen von groβem Nutzen sein kann.&nbsp;</p>
<p class="csc-frame-frame1"><b>Für die Münchner und Stuttgarter Risk Dinner sind noch wenige Plätze frei. Nutzen Sie die Gelegenheit und melden Sie sich gleich hier an: </b><a href="http://www.avanon.com/events-webinar/events/risk-dinner/" target="_blank" ><b>http://www.avanon.com/events-webinar/events/risk-dinner/</b></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Mit Klick auf das Bild gelangen Sie zur Bilderstrecke:</p>
<p class="bodytext"><a href="wissen/bilderstrecken/wiener-risk-dinner/" title="Opens internal link in current window" target="_top" class="internal-link" ><img src="uploads/RTEmagicC_IMG_1226_01.JPG.jpg" width="300" height="200" alt="" /></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;<i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p><div></div>]]></content:encoded>
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			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 15:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Modell Deutschland über alles?</title>
			<link>http://www.risknet.de/risknews/modell-deutschland-ueber-alles/d71d0ea8050102b88eba1bb38df44de5/</link>
			<description>Der &quot;Run&quot; der deutschen Konjunktur und seine Fortsetzung</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Wenn man sich in diesen Tagen die Stimmen der Experten zur deutschen Konjunktur anhört, könnte man ein gutes Gefühl haben. Die Welt scheint in Ordnung. Zuerst hat der Internationale Währungsfonds seine Prognosen für 2012 und 2013 nach oben revidiert. In der letzten Woche zogen die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Gemeinschaftsgutachten nach. Nach ihren Zahlen soll das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr um 0,9 % expandieren, im nächsten um 2 %. Die deutsche Konjunktur ist &quot;im Aufwind&quot; schreiben sie. Das ist mir zu viel Optimismus. Es passt so gar nicht zu den vorsichtigen Aussagen, die man in den Ausblicken der Unternehmen liest. <br />Sicher kann man nicht leugnen, dass die deutsche Wirtschaft im Augenblick, wie man im Sport sagen würde, einen &quot;Run&quot; hat. Es scheint einfach alles zu stimmen. Das Geschäftsklima verbessert sich. Die Exporte nehmen zu. Die Einkommen der privaten Haushalte steigen durch Lohnerhöhungen und durch die Zunahme der Beschäftigung. Der Wechselkurs ist nicht ungünstig. Die Zinsen sind niedrig. Das hilft Investitionen und Bau. </p>
<p class="bodytext">Die üblicherweise sehr deutschland-kritische britische Zeitschrift &quot;Economist&quot; spricht in einer Sonderbeilage vom &quot;Modell Deutschland über alles&quot;: &quot;Much of the rich world is fascinated by Germany&quot; (Ein Großteil der Welt ist von Deutschland fasziniert). Die deutschen Unternehmen sind gut aufgestellt. Sie haben notwendige Restrukturierungen durchgeführt. Sie investieren kräftig (2011: plus 7,6 % real). Der langfristige Wachstumstrend zeigt wieder nach oben (siehe Grafik). Deutschland ist das einzige Industrieland, in der die Arbeitslosigkeit trotz Krise zurückgegangen ist. </p>
<p class="bodytext">Ich wäre nicht überrascht, wenn das deutsche Wachstum in diesem Jahr am Ende sogar etwas höher ausfallen würde als die Institute erwarten (ca. 1 %). </p>
<p class="bodytext"><br /><img alt="Wieder leicht steigende Wachstumsraten: Zunahme des realen BIP in Deutschland gegenüber Vorjahr [Quelle: Bundesbank]" title="Wieder leicht steigende Wachstumsraten: Zunahme des realen BIP in Deutschland gegenüber Vorjahr [Quelle: Bundesbank]" src="fileadmin/template_risknet/images_content/Abb-01-Huefner-2012-04-27.jpg" height="277" width="443" /><br /><i>Wieder leicht steigende Wachstumsraten: Zunahme des realen BIP in Deutschland gegenüber Vorjahr [Quelle: Bundesbank]</i><br /><br />Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Deutschland ist nicht allein in der Welt. Wenn der Himmel einstürzt, so sagt man, dann können auch die Tauben nicht mehr fliegen. Die Wirtschaftsforscher beschreiben zwar auch die Risiken der Weltwirtschaft. Aber das, was im nächsten Jahr auf uns zukommt, ist mehr als nur ein Risiko. Es ist ein schweres Gewitter. </p>
<p class="bodytext"><b>Erstens</b> wird sich das Wachstum in den Vereinigten Staaten deutlich verringern. In diesem Jahr profitiert die dortige Wirtschaft noch von der Erholung aus der Schwächephase. Die Fiskalpolitik ist wie in jedem Jahr, in dem der Präsident neu gewählt wird, expansiv. Im nächsten Jahr wird sich das jedoch ändern. </p>
<p class="bodytext">Nach der Wahl muss der Präsident – wer es auch immer sein wird – das Problem der hohen Verschuldung des Staates angehen. Vermutlich werden die temporären Steuersenkungen aus den Jahren 2001 und 2003 nicht verlängert. Vielleicht werden (selbst von den Republikanern) auch zusätzliche Steuern erhoben. In jedem Fall wird bei den Ausgaben gespart. Das wird das gesamtwirtschaftliche Wachstum in den USA spürbar verlangsamen. Auch der amerikanische Automarkt wird dann nicht mehr so boomen.</p>
<p class="bodytext"><b>Zweitens</b> werden von China nicht mehr so starke Impulse ausgehen. Seit 2007 geht das Wachstum im Reich der Mitte kontinuierlich zurück. Damals betrug es noch 14 %. In diesem Jahr könnte es wegen der vielen strukturellen Probleme nur noch 8 % betragen, im nächsten vielleicht lediglich 7 %. Das ist immer noch viel. Aber es ist deutlich weniger als bisher. Das trifft vor allem die deutsche Wirtschaft, die sich in den letzten Jahren sehr stark auf den chinesischen Markt ausgerichtet hatte. Eine Reihe von Unternehmen überdenkt im Augenblick seine Chinastrategie. </p>
<p class="bodytext"><b>Drittens</b> bremst die Eurokrise. Kann sich jemand vorstellen, dass sie im nächsten Jahr mir nichts, dir nichts vorbei ist? Italien und Spanien befinden sich in einer Rezession. Das beste, was ihnen im nächsten Jahr passieren kann ist, dass ihre Wirtschaft dann nicht mehr schrumpft. Das große Wachstum steht, so wie es bisher aussieht, noch nicht vor der Tür, trotz aller Reformen, die diese Länder unternehmen. Auf Euroland entfallen knapp 40 % der deutschen Exporte. </p>
<p class="bodytext"><b>Viertens</b> schließlich: Ich kann mich nicht erinnern, dass es nach dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 20 Jahren so viele Krisenherde in der Welt gegeben hat. Das wirkt sich negativ auf die Rohstoffpreise aus, insbesondere die Ölpreise. Die allgemeine Geldentwertung wird daher auch in Deutschland kaum unter 2 % sinken. Das frisst viel von den Lohnsteigerungen auf und belastet den Konsum. </p>
<p class="bodytext">Wenn das richtig ist, dann sollten wir uns für das nächste Jahr nicht auf &quot;die große Sause&quot; bei der Konjunktur in Deutschland einstellen. Das Wachstum wird kaum höher sein als 2012, eher niedriger. Vor allem werden die Quellen des Wachstums andere sein. Der Export wird unter der schwächeren Weltwirtschaft leiden. Das stabilere Element ist die Binnennachfrage. Eine ganz neue Erfahrung für die deutsche Wirtschaft.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Autor:</b>&nbsp;Dr. Martin W. Hüfner, Chief Economist, Assenagon Asset Management S.A.&nbsp;<br /><br /><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
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			<author>martin.huefner@assenagon.com</author>
			<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 06:32:00 +0200</pubDate>
			
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