<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>RiskNET - News</title>
		<link>http://www.risknet.de/</link>
		<description>Latest news from RiskNET - The Risk Management Network</description>
		<language>en</language>
		<image>
			<title>RiskNET - News</title>
			<url>http://www.risknet.de/EXT:tt_news/ext_icon.gif</url>
			<link>http://www.risknet.de/</link>
			<description>Latest news from RiskNET - The Risk Management Network</description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Mon, 08 Feb 2010 09:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Asset Tracing &amp; Recovery – The FraudNet World Compendium</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1565&#38;cHash=22c3040972</link>
			<description>Exzellenter Einstieg in das Thema &quot;Asset Tracing &amp; Recovery&quot;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In einer globalisierten Wirtschaft und in einer Welt global vernetzter IT-Systeme haben Wirtschaftskriminelle ein leichtes Spiel, um ihre Beute außer Landes zu bringen. So werden Vermögen von Geschädigten auf Offshore-Konten verschoben oder in Briefkastenfirmen versteckt. In den letzten Jahren bedienen sich Wirtschaftskriminelle verstärkt weltweiter Unternehmensnetzwerke und wechseln bei der Begehung der Tat nicht selten mehrfach die Rechtssysteme. In diesem Kontext beschäftigt sich &quot;Asset Tracing&quot; mit allen Maßnahmen, die dazu dienen, Vermögen von Geschädigten zu lokalisieren. Hierzu gehören auch die Ermittlung und beweisfeste Dokumentation der Tatumstände, und die Außerkraftsetzung bestehender Bank- und Berufsgeheimnisse mit dem Ziel der Sicherstellung und Rückführung des gesamten aufgefundenen Kapitals (&quot;Recovery&quot;). </p>
<p class="bodytext">Das englischsprachige Praxishandbuch &quot;Asset Tracing &amp; Recovery&quot; gliedert sich in zwei Hauptblöcke. Der erste Block konzentriert sich dabei auf eine grundlegende Einführung in &quot;Asset Tracing &amp; Recovery&quot;. In diesem Zusammenhang werden auch die international verfügbaren rechtlichen Möglichkeiten zur Rückgewinnung von gestohlenen Vermögenswerten skizziert.<br />Der zweite Block liefert länderspezifische Informationen, um an verschobene Vermögenswerte zu gelangen. Die Texte sind durchgängig praxisorientiert und bieten dem Leser einen exzellenten Zugang zu den landesspezifischen Aspekten (Rechtssysteme, lokale Regeln hinsichtlich &quot;Asset Tracing&quot;, Geldwäscheregulierung, Bankgeheimnis).&nbsp; Für den Praktiker bieten vor allem die detaillierten Angaben (postalische Adresse, E-Mail-Adresse) zu den lokalen Experten – alle Mitglieder von FraudNet , einem weltweit umspannenden Netzwerk von Rechtsanwälten, die weltweit bei Betrugsfällen Unterstützung bieten&nbsp; – eine hilfreiche und sinnvolle Unterstützung.</p>
<p class="bodytext"><b>Fazit: In dem Buch wurde auf 1.145 Seiten sehr viel spezifisches Wissen rund um das komplexe Thema &quot;Asset Tracing &amp; Recovery&quot; zusammengetragen. Unternehmen, die durch Straftaten Opfer und Leittragende einer Verschiebung von Geld- und Sachvermögen geworden sind, bietet das Buch einen exzellenten Einstieg und den Link zu Fachexperten aus einem der 42 beschriebenen Länder.</b></p>
<p class="bodytext"><b><br />Rezension von </b><a href="Frank-Romeike.41.0.html" target="_top" ><b>Frank Romeike</b></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wertung: <img src="fileadmin/template_risknet/images/buecher/sehrgut.gif" width="85" height="12" alt="" /><img src="uploads/RTEmagicC_pfeil_rechts_13aeba_44.gif.gif" width="12" border="0" height="11" alt="" />&nbsp;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3503116605/risconriskmanage" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="uploads/RTEmagicC_einkauf_amazon_62.gif.gif" width="15" border="0" height="15" alt="" /></a>&nbsp;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3503116605/risconriskmanage" target="_blank" class="external-link-new-window" >bestellen </a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.bhv-buch.de/imperia/md/content/vmi/8167/8167_index.pdf" target="_blank" ><b></b></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>BÜCHER-allgemein</category>
			<category>BÜCHER-Corporate Governance</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 09:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Politische Interventionen sind Risikofaktor Nummer Eins</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1564&#38;cHash=9548799dff</link>
			<description>Ergebnisse des &quot;Banking Banana Skin Index&quot;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Laut dem aktuellen &quot;Banking Banana Skin Index&quot;, der die größten Risiken der internationalen Finanzindustrie widerspiegelt, gelten &quot;Politische Interventionen&quot; derzeit als Risikofaktor Nummer Eins für die Bankenwelt. Gut ein Jahr nach dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise hat sich die Stimmung in der Branche damit klar gegen eine weitere staatliche Einflussnahme gewendet. Auf dem zweiten Platz folgt in der Liste der Top-Risiken die Kategorie &quot;Kreditrisiken&quot;. Die Furcht vor Überregulierung steht auf Rang drei und damit noch vor der Sorge über die Entwicklung der Weltwirtschaft und den Liquiditätsrisiken auf Platz fünf.</p>
<p class="bodytext">Der Index listet regelmäßig die aus Sicht von Bankern, Aufsichtsbehörden und Branchenbeobachtern größten Gefahren für die Bankenbranche auf. Die Studie wird von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und dem Centre for the Study of Financial Innovation (CSFI) durchgeführt und basiert imn diesem Jahr auf der Befragung von 440 Branchenexperten aus 49 Ländern. Der Name des Risikobarometers ist eine Anspielung auf das Risiko, beim Gang über die Wall Street auf einer Bananenschale auszurutschen. <br /><br /><b>Branche fordert &quot;Regulierung mit Augenmaß&quot;</b></p>
<p class="bodytext">&quot;Die Befragten lehnen staatliche Interventionen in der Bankenbranche nicht rundweg ab. Aus Sicht vieler Banker ist die Haltung der Politik gegenüber dem Finanzsektor jedoch zu intransparent und teils auch widersprüchlich&quot;, kommentiert Markus Burghardt, Leiter des Bereichs Financial Services bei PwC, die Umfrageergebnisse. </p>
<p class="bodytext">Konkret sehen viele Befragte einen Zielkonflikt zwischen der politischen Forderung nach einer Ausweitung der Kreditvergabe an Unternehmen und der angestrebten Stärkung des Eigenkapitals. Zudem kritisieren einige Banker, dass die unterschiedliche Haltung der Staaten zu Stützungskrediten und -bürgschaften den internationalen Wettbewerb in der Branche verzerrt.</p>
<p class="bodytext">Eng verknüpft mit der Sorge vor den Konsequenzen staatlicher Eingriffe ist das von den Befragten wahrgenommene Risiko der Überregulierung. &quot;Hier dürften die anstehenden Änderungen bei der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS und US-GAAP sowie die geplanten Regelungen rund um die Eigenkapitalausstattung eine wesentliche Rolle spielen. Es ist daher eine vorrangige Aufgabe für Regulierungsbehörden und -gremien, bestehende Unsicherheiten möglichst schnell auszuräumen&quot;, erläutert Burkhard Eckes, Leiter des Bereichs Banking and Capital Markets bei PwC. </p>
<p class="bodytext">Die Risiken im Bankgeschäft insgesamt sind nach Einschätzung der Befragten derzeit so hoch wie noch nie. Gleichzeitig sind nur neun Prozent der Ansicht, dass die Banken gut auf die Gefahren vorbereitet sind, während elf Prozent den Instituten eine schwache Verfassung attestieren. In der letzten Umfrage von 2008 sahen noch 24 Prozent die Banken gut aufgestellt und lediglich vier Prozent waren gegenteiliger Auffassung.<br /><br /><b>Wachsende Sorge vor Kapitalknappheit</b></p>
<p class="bodytext">Bei den Risiken mit unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen für den Bankensektor stehen die Kreditrisiken wie schon in der Umfrage im Vorjahr auf dem zweiten Rang. Viele der Experten gehen davon aus, dass die Finanzkrise im Kreditgeschäft noch längst nicht vorüber ist, wobei insbesondere bei Immobilien- und Verbraucherkrediten noch größere Zahlungsausfälle befürchtet werden. </p>
<p class="bodytext">Auch in den Kernbereichen des Bankgeschäfts deutet der Risikoindex nur auf eine Entspannung, nicht jedoch auf eine Entwarnung hin. So sackte die Furcht vor einer Liquiditätsklemme gegenüber der letzten Umfrage zwar vom ersten auf den fünften Rang ab. Jedoch taucht die &quot;mangelnde Verfügbarkeit von Kapital&quot; als sechstgrößtes Risiko erstmals in dem Ranking auf. </p>
<p class="bodytext">Deutlich weniger Sorgen als 2008 machen sich die Befragten demgegenüber über die wirtschaftlichen Konsequenzen der Aktivitäten von Hedge Fonds, die im Ranking von Platz 10 auf 18 gefallen sind. Auch das Schadensrisiko durch illegale beziehungsweise nicht autorisierte Transaktionen einzelner Wertpapierhändler schätzen die Experten inzwischen geringer ein als noch vor zwei Jahren: Die Gefahr durch &quot;Rogue Trader&quot; sank von Rang 14 auf Rang 20.<br /><br /><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Corporate Governance</category>
			<category>NEWS-Risk Management</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 13:48:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mittelstand von Wirtschaftskriminalität besonders betroffen</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1563&#38;cHash=c5b8d2d57a</link>
			<description>3,4 Mrd. Euro Schaden durch entdeckte Wirtschaftskriminalität</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Laut einer Studie, die das Emnid-Institut im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG unter 300 Unternehmen durchgeführt hat, wurden in den letzten drei Jahren 37 Prozent der Unternehmen in Deutschland Opfer von Wirtschaftskriminalität. Das Bundeskriminalamt bezifferte den Schaden, der der Volkswirtschaft insgesamt durch entdeckte Wirtschaftskriminalität pro Jahr entsteht, zuletzt auf 3,4 Mrd. Euro. Die Dunkelziffer dürfte allerdings um einiges höher liegen. Für die Zukunft gehen 67 Prozent der Befragten davon aus, dass das Ausmaß wirtschaftskrimineller Handlungen weiter zunehmen wird. Trotz dieser Ergebnisse unterschätzen vor allem mittelständische Unternehmen noch immer die hiermit verbundenen Gefahren: So sind 56 Prozent der Meinung, ihr Betrieb sei weniger anfällig für Wirtschaftskriminalität als ein Großunternehmen. 76 Prozent der Mittelständler glauben, ihre Präventionsmaßnahmen seien ausreichend.</p>
<p class="bodytext">&quot;Inhaber- oder familiengeführte Unternehmen setzen bei ihren Mitarbeitern auf das Vertrauensprinzip. Doch damit machen sie sich auch angreifbar, denn die Erfahrung zeigt, dass grundlegende Kontrollmechanismen wie die Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip oft vernachlässigt werden&quot;, so die Erfahrung von Frank M. Hülsberg, Leiter des Bereichs Forensic bei KPMG: Laut der Umfrage ist für 69 Prozent der mittelständischen Unternehmen die Gelegenheit zum Vertrauensmissbrauch die wichtigste Ursache für wirtschaftskriminelle Taten. Während sich in mittelständischen Unternehmen Mitarbeiter in 62 Prozent aller wirtschaftskrimineller Handlungen mit externen Dritten zusammentun, um dem Betrieb Schaden zuzufügen, liegt diese Quote bei Großunternehmen bei nur 40 Prozent. </p>
<p class="bodytext">Bei jedem dritten mittelständischen Unternehmen wurden laut der Umfrage Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse oder Schutz- und Urheberrechte verletzt. Gleichzeitig gab nur ein gutes Drittel der Befragten an, über Schutzkonzepte für vertrauliche Unterlagen zu verfügen. Bei den Großunternehmen hat inzwischen immerhin jede zweite Firma entsprechende Strukturen geschaffen. <br />Der Anteil der Unternehmen, die Wirtschaftskriminalität als ernsthaftes Problem ansehen, ist gegenüber der letzten Befragung um 9 Prozentpunkte auf 80 Prozent gestiegen. Bei den großen Unternehmen sind es sogar 90 Prozent. </p>
<p class="bodytext">Obwohl Hülsberg zufolge dank des gestiegenen Problembewusstseins der Unternehmen, einer verstärkten behördlichen Verfolgung und Sanktionierung sowie verbesserter Kontrollmaßnahmen immer mehr Fälle wirtschaftskrimineller Handlungen aufgedeckt werden, geschieht diese Aufdeckung im Mittelstand bei 48 Prozent der Delikte zufällig. Während 74 Prozent der Großunternehmen Hinweise aus dem internen Kontrollsystem als Quelle für die Aufdeckung wirtschaftskrimineller Handlungen nannten, waren es bei mittelständischen Unternehmen nur 59 Prozent. Auch gibt mit 22 Prozent ein durchaus signifikanter Teil der mittelständischen Unternehmen an, keine speziellen Verfahren zur Aufdeckung wirtschaftskrimineller Handlungen einzusetzen, bei Großunternehmen liegt dieser Anteil&nbsp; unter zehn Prozent. </p>
<p class="bodytext">Nach wie vor stellten die klassischen Vermögensschädigungen wie Betrug (bei 61 Prozent der Befragten), Diebstahl oder Unterschlagung (bei 57 Prozent) und Untreue (bei 45 Prozent) die am häufigsten auftretenden Delikte dar. Stark zugenommen haben Geldwäsche mit einem Anstieg um 16 Prozentpunkte auf 21 Prozent sowie die Fälschung von Jahresabschlüssen bzw. Finanzinformationen deren Auftreten sich auf 13 Prozent fast verdoppelte. <br />Sprunghaft angestiegen ist nach Angabe der befragten Unternehmen auch die Internetkriminalität auf inzwischen 53 Prozent – ein Plus von 30 Prozentpunkten. Zu den Delikten im Internet zählen u. a. Identitätsdiebstahl, betrügerisches Anbieten von Waren und Dienstleistungen oder Kreditkartenbetrug. &quot;Durch die zunehmende Verlagerung vieler Geschäfts- und Abwicklungsprozesse in das Internet wächst die potenzielle Angriffsfläche der Unternehmen und es ist zu befürchten, dass sich das auch in den Schadensnennungen niederschlagen wird&quot; so die Befürchtung Hülsbergs. Das Bundeskriminalamt schätzt, dass schon heute bei jedem fünften Fall von Wirtschaftskriminalität das Internet genutzt wird. <br /><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Corporate Governance</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 10:58:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Compliance: Praxisleitfaden für Unternehmen</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1562&#38;cHash=ff7931cb8b</link>
			<description>Kompakter und praxisorientierter Einstieg in das Thema &quot;Corporate Compliance&quot;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&quot;Compliance&quot; ist in aller Munde und beschreibt die Einhaltung der Pflichten zur ordnungsgemäßen Unternehmensführung. In dem kompakten Praxisleitfaden von Klaus Moosmayer sind die Erfahrungen des Autors als Compliance Operating Officer und Chief Counsel Compliance &amp; Investigations der Siemens AG eingeflossen. Die Grundzüge des Siemens Compliance Programms sind im Anhang&nbsp; abgedruckt.</p>
<p class="bodytext">Das kompakte, 124 Seiten umfassende Buch gliedert sich in insgesamt sechs Themenblöcke. Nach einem einführenden Kapitel, in dem es im wesentlichen um die originäre Aufgabe der Unternehmensleitung geht, die von ihr verantworteten unternehmerischen Aktivitäten in der Art und Weise zu organisieren und zu überwachen, dass sie zumindest mit den jeweils anwendbaren straf- und bußgeldbewehrten Gesetzen in Einklang stehen, konzentriert sich das zweite Kapitel auf die wesentlichen Rechtsgrundlagen der Compliance und möglicher Haftungsrisiken. In diesem Kontext verweist der Autor auch auf die Haftung des Aufsichtsrats. So ist der Aufsichtsrat bei Hinweisen auf Fehlverhalten der Unternehmensleitung verpflichtet, Ansprüche zu prüfen und in der Regel auch durchzusetzen. Unterlässt er dies, kann er sich selbst dem strafrechtlichen Vorwurf der Untreue und einer zivilrechtlichen Haftung aussetzen. </p>
<p class="bodytext">Im dritten Abschnitt beschäftigt sich Klaus Moosmayer mit der Bestimmung des Compliance-Risikos. Obwohl die Überschrift etwas anderes vermuten lässt, begibt sich der Autor jedoch nicht auf das schwierige Parkett der quantitativen Methoden der Risikobewertung, sondern beschränkt sich auf allgemeine Ausführungen. </p>
<p class="bodytext">Der anschließende vierte Themenblock setzt sich mit den Maßnahmen zur Prävention, etwa den Modellen einer Compliance-Organisation sowie den Anforderungen an ein Compliance-Regelwerk sowie einer adäquaten Kommunikation, auseinander. In diesem Kontext weist Klaus Moosmayer auch darauf hin, dass ein Compliance-Programm nur dann erfolgreich sein wird, wenn es in die Prozessabläufe integriert wird. </p>
<p class="bodytext">Das fünfte Kapitel konzentriert sich auf potenzielle Maßnahmen zur Kontrolle sowie zur Aufklärung und Ahndung von Compliance-Verstößen. Der Autor weist zu Recht darauf hin, dass zur Herstellung eines korruptionsfreien Wettbewerbs Aktionen über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus erforderlich sind. Mit möglichen Maßnahmen im Bereich &quot;Collective Action&quot; beschäftigt sich das sechste Kapitel.</p>
<p class="bodytext"><b>Fazit: Die kompakte und durchgehend praxisorientierte Publikation bietet einen exzellenten Einstieg in das Thema &quot;Corporate Compliance&quot; und kann daher uneingeschränkt empfohlen werden.</b></p>
<p class="bodytext"><b><br />Rezension von </b><a href="Frank-Romeike.41.0.html" target="_top" ><b>Frank Romeike</b></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wertung: <img src="fileadmin/template_risknet/images/buecher/sehrgut.gif" width="85" height="12" alt="" /><img src="uploads/RTEmagicC_pfeil_rechts_13aeba_43.gif.gif" width="12" border="0" height="11" alt="" />&nbsp;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406601731/risconriskmanage" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="uploads/RTEmagicC_einkauf_amazon_61.gif.gif" width="15" border="0" height="15" alt="" /></a>&nbsp;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406601731/risconriskmanage" target="_blank" class="external-link-new-window" >bestellen </a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.bhv-buch.de/imperia/md/content/vmi/8167/8167_index.pdf" target="_blank" ><b></b></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>BÜCHER-allgemein</category>
			<category>BÜCHER-Corporate Governance</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 11:25:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Der Deutsche Corporate Governance Kodex</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1561&#38;cHash=2f5bd9b81a</link>
			<description>Fundierte Darstellung über die Entwicklung des Corporate Governance Kodex</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Sucht der interessierte Leser in älteren Wirtschaftslexika nach dem Begriff Corporate Governance, so wird er nicht fündig. Erst seit etwa Mitte der 90er Jahre ist der aus dem angelsächsischen Sprachraum stammende Begriff auch in Deutschland einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Dieser Umstand ist dadurch zu erklären, dass sich Unternehmen in der Vergangenheit verantwortungsvoller verhalten haben. Das Wohl des Unternehmens, eine verantwortliche und auf Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Unternehmens, war wichtiger als das persönliche Wohl oder Gewinnstreben. Um ein einfaches Beispiel anhand einer Aktiengesellschaft zu nennen: Vorstände erlauben sich üppige Gehälter oder teure Firmenwagen, von denen sie zwar selbst profitieren, die jedoch damit die Dividende oder den Aktienkurs der Gesellschaft belasten. Es ist nicht verwunderlich, dass in den USA schon lange nach Wegen gesucht wird, um den Konflikt zwischen Principal (Eigentümer) und Agent (angestellter Manager) besser in Einklang zu bringen. </p>
<p class="bodytext">Vor allem in den vergangenen Jahren wurde das Vertrauen von Anleger in die Kapitalmärkte nachhaltig beeinträchtigt. Enron oder Flowtex seien hier nur stellvertretend als zwei Beispiele genannt. Andererseits hat die Intensität des internationalen Wettbewerbs zugenommen. Investoren sind nicht mehr bereit, ihr Kapital in Unternehmen zu investieren, in denen Unternehmenskennzahlen aus ihrer Sicht ungenügend publiziert werden. Weiterer wichtiger Maßstab für eine positive Investitionsentscheidung ist das Vorfinden einer guten Unternehmensführung und -überwachung. So ist nicht überraschend, dass auch in Deutschland Bestimmungen eingeführt wurden um das Ziel der besseren Unternehmensführung und -transparenz zu erreichen. </p>
<p class="bodytext">Das vorliegende Buch veranschaulicht prägnant die Entwicklung und rechtliche Ausgestaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Autor fokussiert sich bei der Betrachtung auf einen Vergleich zwischen dem angelsächsischen Modell am Beispiel Großbritannien und demgegenüber dem deutschen Modell. Ein wesentlicher Unterschied in den zwei Modellen ist durch die unterschiedliche Unternehmenskonstitution gegeben. Auf der einen Seite das &quot;Board&quot;, welches sich im Regelfall aus den &quot;executive directors&quot; und den &quot;non-executive directors&quot; zusammensetzt, wobei letztgenannte die Aufgaben der &quot;executive directors&quot; überwachen soll. An der Spitze der &quot;executive directors&quot; steht der CEO (Chief Executive Officer), das Board wird von einem Chairman geleitet. Zudem steht an der Spitze des Boards der CEO, der wiederum vom Board kontrolliert wird. In der Praxis wurde die Rolle des CEO und des Chairman von ein und derselben Person ausgeübt, was Ausgangspunkt späterer Debatten werden sollte. Viele rechtliche Bestimmungen sind eher vage und fußen auf Richterrecht oder Einzelfallentscheidungen. Ist das angelsächsische Modell eher monoistisch konstruiert, so entspricht die Struktur der Aktiengesellschaft in Deutschland eher dem dualistischen Prinzip. Hier der Vorstand und dem Vorhandensein eines Aufsichtsrats, der die Unternehmensführung kontrollieren soll. Als weiteres Element und zum Interesse der Arbeitnehmer die Mitbestimmung. Ferner sind aus Sicht des Autors viele Aspekte der Unternehmensführung und -kontrolle in Deutschland rechtlich bereits präziser formuliert als das eher interpretationsoffene britische Recht. Nur sind die deutschen Bestimmungen in unterschiedliche Regelwerke verankert, was das Verständnis nicht vereinfacht. <br />Der Autor verdeutlicht, dass die bestehende deutsche Unternehmensverfassung viele Regelungen der Corporate Governance enthält und bereits enthalten hat. Ob der Kodex, der mittlerweile mehreren Überarbeitungen unterzogen wurde, die gesetzten Ziele tatsächlich erfüllen vermag, ist Gegenstand der Untersuchung dieser Arbeit. </p>
<p class="bodytext">Aus Sicht des Autors besteht ein Kommunikationsproblem, die bereits vorhandenen nationalen Regelungen den ausländischen Kapitalmärkten zu vermitteln. Dem lässt sich entgegnen, dass das deutsche Gesellschafts- und Unternehmensrecht vielen ausländischen Investoren zu kompliziert und nicht vermittelbar ist. Weitere Differenzen sind in kulturellen Gegebenheiten zu finden sowie der mikroökonomische Interessensverlagerung hin zum &quot;Shareholder Value&quot; und weniger zum &quot;Stakeholder Value&quot;.&nbsp;&nbsp; </p>
<p class="bodytext">Wer eine fundierte Darstellung über die Entwicklung des Corporate Governance Kodex, deren rechtliche Ausgestaltung sowie einen Vergleich mit dem angelsächsischen Modell sucht, wird in dieser empfehlenswerten Publikation fündig.</p>
<p class="bodytext"><b><br /></b><b>Autor der Rezension: <a href="Christoph-Tigges.39.0.html" target="_top" class="internal-link" >Christoph Tigges</a></b></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wertung: <img src="fileadmin/template_risknet/images/buecher/gut.gif" width="85" height="12" alt="" /><img src="uploads/RTEmagicC_pfeil_rechts_13aeba_42.gif.gif" width="12" border="0" height="11" alt="" />&nbsp;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3631577397/risconriskmanage" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="uploads/RTEmagicC_einkauf_amazon_60.gif.gif" width="15" border="0" height="15" alt="" /></a>&nbsp;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3631577397/risconriskmanage" target="_blank" class="external-link-new-window" >bestellen </a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.bhv-buch.de/imperia/md/content/vmi/8167/8167_index.pdf" target="_blank" ><b></b></a></p>]]></content:encoded>
			<category>BÜCHER-allgemein</category>
			<category>BÜCHER-Corporate Governance</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 11:15:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Disziplinierung der Politik durch Risikoaufschläge bei Staatsanleihen </title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1560&#38;cHash=6fcb101140</link>
			<description>Gewitterwolken über Griechenland</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Soll man jetzt griechische Anleihen kaufen? Sie geben für eine Laufzeit von zehn Jahren eine Rendite von rund sieben Prozent, mehr als doppelt so viel wie Bundesanleihen. Der Emittent ist als Mitglied der Europäischen Währungsunion in keiner Weise vergleichbar mit Schuldnern wie Argentinien oder Venezuela. Er wird nicht pleitegehen. Griechenland wird auch nicht aus dem Euro oder der Europäischen Union ausscheiden. Wenn alle Stricke reißen und es doch einmal zu temporären Verzögerungen beim Schuldendienst kommen sollte, dann ist dies als &quot;Schmerzensgeld&quot; mit den hohen Kupons abgegolten. </p>
<p class="bodytext">Ich halte den Kauf von griechischen Anleihen in der Tat für überlegenswert. Allerdings noch nicht jetzt. Die Rendite hat auch mit dem inzwischen erhöhten Niveau noch nicht den Satz erreicht, der den Risiken entspricht. Die Krise ist noch nicht auf ihrem Höhepunkt. Die Rating-Agentur Moody's hat angekündigt, dass jetzt auch sie eine Herabstufung der Schuldnerqualität Griechenlands prüft (nachdem die anderen Rating-Agenturen schon vor einiger Zeit entsprechende Beschlüsse gefasst haben). Wenn das passiert, wäre das ein weiterer Rückschlag für Ouzo-Anleihen. </p>
<p class="bodytext">Noch wichtiger aber ist, dass die griechische Gesellschaft offenbar den Ernst der Lage noch nicht erkannt hat. Es wird immer noch gestreikt. Es gibt Widerstand gegen die Sparpläne der Regierung. Das, was beispielsweise in Irland geschieht (Kürzung der Gehälter der Beamten) oder was in Kalifornien passierte (massive Einsparungen im öffentlichen Dienst), ist in Griechenland noch nicht denkbar. Solange das aber so ist,&nbsp; kann man nicht darauf vertrauen, dass sich in dem Land auch wirklich etwas ändert. </p>
<p class="bodytext">In einer demokratischen Gesellschaft ist unabdingbar, dass die Bürger die Notwendigkeit von soliden Staatsfinanzen dauerhaft und aus Überzeugung mittragen. Es kann nicht sein, dass die EU praktisch die Haushaltspolitik der Griechen übernimmt und die Regierung und das Parlament entmachtet. Wir leben nicht mehr in den Zeiten der &quot;Kanonenboot-Diplomatie&quot;, in denen sich ausländische Gläubiger ihr Geld mit Gewalt holten. Großbritannien fiel 1876 in Istanbul und 1882 in Ägypten ein, um seine Kredite zu sichern. Die USA taten ähnliches gegenüber Venezuela (um 1895) und ab 1915 gegenüber Haiti. So etwas geht heute – glücklicherweise – nicht mehr. </p>
<p class="bodytext">Die Haltung der griechischen Gesellschaft ist für die Kapitalmärkte auch deshalb bedeutsam, weil das Land eine lange Geschichte mit Zahlungsproblemen hat. In den letzten zweihundert Jahren musste es fünf Mal Bankrott erklären oder eine Umschuldung vornehmen. Insgesamt war es die Hälfte der Zeit in Zahlungsschwierigkeiten. Das muss Anleger vorsichtig machen. &nbsp;</p>
<p class="bodytext">Für Skepsis sorgen schließlich die Konsolidierungspläne der Regierung in Athen. Sie sind zu ehrgeizig. Bereits in vier Jahren soll das öffentliche Defizit von 12,7 auf unter drei Prozent gesenkt werden. Das würde – bei einer linearen Entwicklung – bedeuten, dass die Regierung mit Sparmaßnahmen jedes Jahr 2,5 Prozentpunkte gesamtwirtschaftliches Wachstum abschöpft. Das bedeutet, dass das Land vier Jahre lang praktisch auf jedes Plus verzichten muss, um die Normen der Gemeinschaft einzuhalten. Das hält keine demokratische Gesellschaft aus. Das Ziel ist unrealistisch. Vertrauen kann erst dann wiederkehren, wenn ein Programm vorliegt, das am Schluss auch wirklich Chancen hat, umgesetzt zu werden. </p>
<p class="bodytext">Anleger sollten also noch warten. Ein Risiko dabei ist freilich, dass China den privaten Kapitalmärkten zuvorkommt und den Griechen aus ihren Liquiditätsschwierigkeiten hilft. Dann würden die Renditen gleich sinken. Auszuschließen ist das nicht. Die Aufregung in der Politik, dass sich ein europäischer Staat doch nicht von China helfen lassen dürfe, ist nicht gerechtfertigt. Auch die USA verlassen sich zu einem großen Teil auf Geld aus Asien, um ihr Budgetdefizit zu finanzieren. Die Chinesen dürften auch eine beträchtliche Summe in deutschen Bundesanleihen investiert haben. &nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Frage ist aber, ob die Chinesen mit der derzeitigen Rendite zufrieden sind. Ich vermute, dass sie hier nicht viel anders denken als die Kapitalmärkte. </p>
<p class="bodytext">Die griechischen Renditen würden auch vorzeitig sinken, wenn die Politik in dem Pokerspiel mit den Griechen die Nerven verliert. Juristisch können einzelne Partnerländer in der Währungsunion dem Land mit bilateralen Krediten zur Seite stehen. Das würde das generelle Bail-out-Verbot der Maastricht-Verträge nicht verletzen. Vermutlich werden Deutschland und andere Staaten das am Ende auch tun. Aber jetzt ist es noch zu früh. Wenn man es jetzt tut, würde Griechenland von dem Zwang enthoben, die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen zu ergreifen. Zudem würden auch andere Länder solche Hilfe beanspruchen, um Dominoeffekte von Griechenland auf sie zu vermeiden. Insbesondere Portugal, Irland, Spanien und – zum Teil Italien – befinden sich derzeit in Schwierigkeiten. Freilich stehen sie besser da, weil es bei ihnen nicht das unangenehme Vertrauensproblem der Fälschung von Statistiken gibt. Sie haben &quot;nur&quot; strukturelle Probleme mit der Leistungsbilanz und mit hohen öffentlichen Defiziten. Niemand hat Grund, an ihren Statistiken zu zweifeln. </p>
<p class="bodytext">Hilfe von anderen Ländern muss in der Eurozone immer Ultima Ratio sein. Sie sollte nur dann gewährt werden, wenn es wirklich keine andere Lösung gibt, wenn ein Bankrott unmittelbar bevorsteht und wenn das Land bereit ist, die notwendigen Sparmaßnahmen zu ergreifen. Der normale Anpassungsprozess aus Schwierigkeiten muss sich auch in einer Währungsunion durch die Disziplinierung höherer Renditen an den Kapitalmärkten vollziehen. In der Vergangenheit waren die Renditedifferenzen zwischen den einzelnen Staaten meist zu gering.</p>
<p class="bodytext"><br /><b>Autor:</b> Dr. Martin W. Hüfner, Chief Economist, Assenagon Asset Management S.A.</p>
<p class="bodytext"><br /><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			
			<author>martin.huefner@assenagon.com</author>
			<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 14:50:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zunahme politischer Risiken durch Nahrungsmittel- und Wasserunsicherheit</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1559&#38;cHash=9c60e611a9</link>
			<description>Weltkarte für politische Risiken</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Welt wird in diesem Jahr durch politische und finanzielle Instabilität geprägt bleiben. Ursachen hierfür sind die anhaltende Rezession sowie Nahrungsmittel- und Wasserrisiken. Dies sind die Ergebnisse, die der Versicherungsmakler Aon im Rahmen der Präsentation seiner jährlichen Weltkarte für politische Risiken vorstellte. Mit der aktuellen Weltkarte für politische Risiken präsentiert Aon in diesem Jahr auch erstmals Indizes zur weltweiten Nahrungsmittel-, Agrarprodukt- und Wasserversorgung – und teilweise brisante Erkenntnisse.</p>
<p class="bodytext">&quot;Da die globale Erwärmung die regionalen Klimaverhältnisse und Wetterbedingungen ändert und die Nachfrage nach Biokraftstoffen in die Höhe treibt, steht die Welt nie da gewesenen Nahrungsmittel- und Wasserrisiken gegenüber&quot;, sagt Frederik Köncke, Leiter von Aon Crisis Management. In den vergangenen 20 Jahren sei die Weltbevölkerung schneller gewachsen als die Agrarproduktion. Der Anstieg der weltweiten Nahrungsmittelpreise in den Jahren 2007 und 2008 habe zu dramatischen geopolitischen Ereignissen geführt – von Hungerrevolten in Indien bis hin zu Arbeiterunruhen in Kambodscha. Der Aon-Manager sieht sich in seiner Analyse von prominenter Seite unterstützt. &quot;Erst im vergangenen Monat warnte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen davor, dass die weltweiten Nahrungsmittelpreise erneut rapide steigen könnten&quot;, so Köncke.</p>
<p class="bodytext">Zur Analyse der globalen Nahrungsmittel- und Wasserunsicherheit hat Aon in Zusammenarbeit mit der internationalen Beratungsfirma Oxford Analytica zwei zukunftsgerichtete Indizes entwickelt. Diese Indizes wurden auf die 30 Länder mit dem höchsten Risiko angewandt – das heißt, auf jene Länder, die mittel- und langfristig potenziell den schlimmsten Nahrungsmittelund Wasserunsicherheiten gegenüberstehen. Dabei handelt es sich durchweg um Entwicklungsländer, hauptsächlich in Afrika. Der Index der Versorgungsrisiken bei Agrarprodukten (Agricultural Commodity Supply Risk Index) bietet die Perspektive der Versorgerseite und stellt jene international gehandelten Agrarprodukte heraus, bei denen das Risiko eines Lieferengpasses – und damit einer plötzlichen weltweiten Preisspitze – am größten ist. Danach müssten viele der weltweit produktivsten Agrarregionen mit einem Rückgang der Produktivität rechnen, wenn die Temperaturen dort stiegen.</p>
<p class="bodytext">&quot;Kakao steht mit Abstand an der Spitze des Agricultural Commodity Supply Risk Index für 2010, da sich mehr als 75 Prozent der Weltproduktion auf vier Länder konzentriert, die maßgeblich durch Lieferunterbrechungen bedroht sind&quot;, sagt Köncke. &quot;Zu den Bedrohungen für die Kakaoversorgung gehören politische Instabilität, Naturkatastrophen und die Unsicherheit der Wasserversorgung.&quot;</p>
<p class="bodytext">Die Indizes zur Nahrungsmittel- und Wasserunsicherheit sollten laut Köncke aber nicht grundsätzlich pessimistisch interpretiert werden. &quot;Sie sind zukunftsgerichtete Beurteilungen, die als ‚Frühwarnung‘ gedacht sind.&quot; Während der wachsende Druck durch die globale Erwärmung auf der Versorgerseite eher ein langfristiges Thema sei, gebe es dringendere Probleme. &quot;Es gibt Länder, die bestimmte Nahrungsmittel nicht mehr ausreichend produzieren können, es sich aber in finanziell schwierigen Zeiten auch nicht leisten können, diese Nahrungsmittel zu importieren. Dies übt Druck auf das soziale Gleichgewicht eines Landes aus und kann zu geopolitischen Ereignissen führen, wie wir sie 2007/2008 beobachtet haben&quot;, sagt der Aon-Manager, der einige Länder in der Zwickmühle sieht. Denn die Aussichten auf eine echte wirtschaftliche Erholung – etwa im Verlauf des nächsten Jahres – würde die Situation sogar eher verschlechtern. Damit würde es wohl auch weltweit eine steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Wasser geben. Angesichts der derzeitigen lieferseitigen Probleme in einigen Bereichen würde dies den bestehenden Druck in einigen Ländern noch erhöhen.</p>
<p class="bodytext"><img alt="AON Politische Risiken 2010" title="AON Politische Risiken 2010" style="padding: 2px; float: right;" src="fileadmin/template_risknet/images_content/AON-Pol-Risk2010.gif" width="277" height="202" />Die Weltkarte für politische Risiken wird von Aon jährlich erstellt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden neun Länder auf ein niedrigeres Risikoniveau gestuft: Albanien, Myanmar/Burma, Hongkong, Kolumbien, Südafrika, Sri Lanka, Ost-Timor, Vanuatu und Vietnam. In achtzehn Ländern haben sich die Bedingungen verschlechtert, was zu einer Herabstufung geführt hat: Algerien, Argentinien, El Salvador, Äquatorialguinea, Ghana, Honduras, Kasachstan, Lettland, Madagaskar, Mauretanien, Philippinen, Puerto Rico, Seychellen, Sudan, Vereinigte Arabische Emirate, Ukraine, Venezuela und Jemen. Der Sudan, Venezuela und der Jemen wurden der Kategorie mit sehr hohem Risiko hinzugefügt, der auch Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo, der Iran, der Irak, Nordkorea, Somalia und Simbabwe zugeordnet sind. &nbsp;</p>
<p class="bodytext"><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Risk Management</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 20:15:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aufsicht über Ratingagenturen</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1557&#38;cHash=077ce83475</link>
			<description>Der Entwurf des Ausführungsgesetzes zur EU-Ratingverordnung</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Im Zuge der Finanzkrise geriet nicht zuletzt die Arbeit der Ratingagenturen in die Kritik. Die Ende 2009 in Kraft getretene EU-Ratingverordnung verpflichtet die Agenturen nun erstmals, europaweit verbindliche Regelungen zu beachten. Um das Einhalten dieser Regelungen sicherzustellen, haben die Mitgliedsstaaten aufsichtsrechtliche Strukturen zu gewährleisten. Seit Kurzem liegt dazu ein Gesetzentwurf vor. Dieser Beitrag skizziert den Hintergrund der Regelungen und gibt einen Ausblick auf die zu erwartenden Neuerungen.</p>
<p class="bodytext">Die Wirtschaftskrise hat vieles auf den Prüfstand gestellt. Und sie hat grundsätzliche Fragen aufgeworfen. Eine lautet: Wie lässt sich den Schwächen des Finanzsystems sinnvoll begegnen? Unter anderem, so hieß es oft, indem man die Arbeit der Ratingagenturen genauer unter die Lupe nimmt. Ihnen lastete man eine maßgebliche Mitverantwortung am Krisenverlauf an. Die Kritik bezog sich etwa darauf, dass die Agenturen das Risiko heikler und hochkomplexer Finanzprodukte falsch eingeschätzt hatten. Hinzu kam ein schwelender Interessenkonflikt, waren doch die gerateten Finanzprodukte von den Agenturen teils selbst mit entwickelt worden. Bemängelt wurde schließlich, dass sich die zuspitzende Marktsituation weder rechtzeitig in den Ratings wiederspiegelte, noch deren zeitnahe Anpassung erfolgte. Alles in allem führte dies schon früh zu Überlegungen, die Aktivitäten der Agenturen künftig strikter zu regulieren und zu beaufsichtigen.</p>
<p class="bodytext">Verbindliche Vorgaben formuliert dazu seit Ende 2009 die EU-Ratingverordnung [Vgl. Verordnung (EG) Nr. 1060/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 (ABl. L 302 vom 17.11.2009, S. 1)]. Die Verordnung selbst trat am 7. Dezember 2009 in Kraft. Ziel ist es, einen gemeinsamen Regulierungsansatz einzuführen, um insbesondere die Integrität, Transparenz sowie die Verlässlichkeit von Ratingtätigkeiten zu fördern und die Ratingqualität zu verbessern. Dazu enthält die Verordnung unter anderem Bedingungen zur Abgabe von Ratings sowie weitere Organisations- und Verhaltensregeln für Ratingagenturen; sie sollen deren Unabhängigkeit fördern und Interessenkonflikte vermeiden. Für Ratingagenturen, die europaweit tätig sind, gelten diese Pflichten unmittelbar. Denn anders als beim europarechtlichen Instrument der Richtlinie brauchen europäische Verordnungen nicht erst in nationales Recht der Mitgliedsstaaten umgesetzt zu werden. </p>
<p class="bodytext">Pflichten aufzustellen, ist aber nur eine Seite der Medaille. Ebenso wichtig ist es sicherzustellen, dass die Agenturen die Vorgaben einhalten. Erforderlich ist insoweit ein effektives Aufsichtssystem. Noch fehlt es allerdings an einer institutionalisierten europäischen Aufsicht mit entsprechenden Kompetenzen. Daher sind hier zunächst die Mitgliedsstaaten gefordert, zuständige Behörden zu benennen. Sie sind ausdrücklich mit den notwendigen Überwachungs- und Ermittlungsbefugnissen auszustatten, um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können (Vgl. Art. 22 der EU-Ratingverordnung). Um dem nachzukommen, und um insoweit die notwendigen rechtlichen Grundlagen zu schaffen, hat das Bundeskabinett am 13. Januar 2010 den Entwurf eines Ausführungsgesetzes vorgelegt [Vgl. Ausführungsgesetz zur Verordnung (EG) Nr. 1060/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 über Ratingagenturen (Ausführungsgesetz zur EU-Ratingverordnung)]. Die nachfolgenden Ausführungen geben zunächst einen Überblick zum Gesetz. Daran anknüpfend werden auf Basis der Gesetzesbegründung einzelne Eckpunkte näher vorgestellt.<br /><br /><b>Überblick</b></p>
<p class="bodytext">Der Entwurf des Ausführungsgesetzes ist knapp gefasst und enthält lediglich drei Artikel:</p><ul><li>Die zentrale Bestimmung bildet Artikel 1. Sie sieht in zweierlei Hinsicht punktuelle Anpassungen im Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) vor: Zum einen ist beabsichtigt, unter der Überschrift „Ratingagenturen“ einen neuen Abschnitt 3a in das WpHG einzufügen. Er besteht in der Entwurfsfassung lediglich aus einer Vorschrift: Dem neuen § 17 WpHG-E. Diese Norm soll explizit die &quot;Überwachung der Ratingagenturen&quot; regeln. Zum anderen ist angedacht, die schon bestehenden Regelungen zu den Ordnungswidrigkeiten gem. § 39 WpHG zu ergänzen: Vorgesehen ist hier ein neuer Absatz 2b mit einem umfangreichen Bußgeldkatalog. Er soll bei Verstößen gegen die in der EU-Ratingverordnung festgelegten Pflichten greifen.<br /><br /></li></ul><p class="bodytext">Der Idee des Gesetzgebers, die Ratingaufsicht in das WpHG zu integrieren, liegt unter anderem der Gedanke zu Grunde, dass es sich dabei um ein durch die Aufsichtspraxis gefestigtes Regelungsumfeld handelt. Ausweislich der Gesetzesbegründung sei es dadurch möglich, etwaige derzeit noch nicht erkennbare Regelungslücken der EU-Ratingverordnung durch den Rückgriff auf allgemeine Vorschriften und Prinzipien des WpHG zu schließen. Soweit die EU-Ratingverordnung keine speziellen Regelungen enthält, sollen dann also die allgemeinen Vorschriften der Wertpapieraufsicht zur Anwendung kommen.</p><ul><li> Ergänzend enthält Artikel 2 der Entwurfsfassung Änderungen des Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetzes. Dadurch sollen die Ratingagenturen als neue Gruppe von beaufsichtigten Unternehmen über ein Gebühren- und Umlagesystem an der Finanzierung der Aufsicht beteiligt werden.</li><li> Abschließend regelt Artikel 3 des Ausführungsgesetzes dessen Inkrafttreten. Da es sich um eine Entwurfsfassung handelt, fehlt es hier noch an einer konkreten Zeitbestimmung. Das Gesetz selbst muss spätestens bis Anfang Juni in Kraft getreten sein. Man wird aber durchaus mit einer zeitnahen Umsetzung rechnen dürfen.</li></ul><p class="bodytext"><b><br />Eckpunkte</b></p>
<p class="bodytext">Die nachfolgend beschriebenen Eckpunkte konzentrieren sich auf die wesentlichen Neuerungen, wie sie im WpHG verankert werden sollen, um die laufende Überwachung der Ratingagenturen zu gewährleisten. Die genannte Änderung des Finanzdienstleistungsgesetzes, die sich insofern im Kern allein auf Finanzierungsaspekte beschränkt, bleibt im Folgenden ausgeklammert.<br /><i><b><br />Aufsichtsbehörde</b></i></p>
<p class="bodytext">Die EU-Ratingverordnung verpflichtet die Mitgliedsstaaten in Art. 22 Abs. 1 dazu, bis zum 7. Juni 2010 eine zuständige Behörde für die Beaufsichtigung der Ratingagenturen zu benennen. Ab diesem Zeitpunkt sollen die Ratingagenturen bei den entsprechenden Behörden ihre Anträge auf Registrierung stellen können. Zentrale Aufsichtsbehörde ist hierzulande die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Konsequenterweise sieht der Gesetzentwurf in § 17 Abs. 1 S. 1 WpHG-E vor, der BaFin die Aufsicht über die Ratingagenturen zu übertragen. <br /><br /><i><b>Befugnisse</b></i> </p>
<p class="bodytext">Nach § 17 Abs. 2 WpHG-E übt die Bundesanstalt die ihr übertragenen Befugnisse aus, soweit dies für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben und die Überwachung der Einhaltung der in der EU-Ratingverordnung geregelten Pflichten erforderlich ist. Nach der Gesetzesbegründung ist die BaFin insoweit verpflichtet, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Vorschriften der EU-Ratingverordnung effektiv durchzusetzen; selbstredend bleibt sie insoweit an das verfassungsmäßig verankerte Gebot der Verhältnismäßigkeit gebunden. <br /><br /><i><b>Unterlagen</b></i> </p>
<p class="bodytext">Nach § 17 Abs. 3 WpHG-E sind der BaFin grundsätzlich alle Unterlagen in deutscher Sprache vorzulegen, es sei denn Artikel 15 Absatz 3 der Ratingverordnung sieht etwas anderes vor. Die Bundesanstalt kann zudem verlangen, die Unterlagen zusätzlich in englischer Sprache zu erstellen und vorzulegen. Das kann beispielsweise dann erforderlich und sinnvoll sein, wenn es darum geht, sich mit den Aufsichtsbehörden anderer Mitgliedsstaaten oder dem Ausschuss der europäischen Wertpapierregulierungsbehörden (CESR) abzustimmen.</p>
<p class="bodytext">Im Übrigen gilt hier aber wie so oft: Keine Regel ohne Ausnahme. So kann die BaFin auf eine deutschsprachige Version der Unterlagen verzichten und eine Vorlage in ausschließlich englischer Sprache erlauben, wenn das vorlagepflichtige Unternehmen einer Gruppe von Ratingagenturen angehört oder in einem Drittstaat ansässig ist (§ 17 Abs. 3 S. 2 WpHG-E). Insoweit hebt die Gesetzesbegründung hervor, dass bei solchen internationalen Sachverhalten das Verwaltungsverfahren wiederum durch die Abstimmung mit ausländischen Behörden geprägt sein kann. Eine Pflicht, deutschsprachige Unterlagen zu erstellen, könnte sich für die betroffenen Unternehmen als übermäßig belastend darstellen und sich eventuell nicht mehr durch einen ausreichenden Nutzen für ein effektives Verwaltungsverfahrens rechtfertigen lassen.<br /><br /><i><b>Prüfungsrecht</b></i></p>
<p class="bodytext">§ 17 Abs. 4 WpHG-E enthält sodann ein Prüfungsrecht der BaFin, um das Einhalten der Pflichten aus der EU-Ratingverordnung zu überwachen. Eine solche Prüfung ist jederzeit und selbst ohne konkreten Anlass möglich. Überraschende Stichproben, so die Überlegung, müssen möglich sein, wenn die Aufsicht ihrer Verpflichtung zur effektiven Überwachung nachkommen soll. Erfasst sind von etwaigen Prüfungen die Agenturen selbst, die mit ihnen verbundenen Unternehmen sowie die zur Durchführung von Rating-Tätigkeiten eingeschalteten Personen oder Unternehmen. Nicht dazu gehören hingegen die gerateten Unternehmen. <br /><br /><i><b>Prüfungspflicht</b></i></p>
<p class="bodytext">Nach § 17 Abs. 5 WpHG-E sind die Agenturen schließlich verpflichtet, sich einmal jährlich durch einen von der BaFin beauftragten Wirtschaftsprüfer bezüglich des Einhaltens der EU-Vorgaben prüfen zu lassen. Die regelmäßigen Prüfungen dienen dazu, eine umfassende Beaufsichtigung der Agenturen zu gewährleisten. Dabei ist der Prüfungsaufwand – gerade bei größeren Unternehmen – nicht zu unterschätzen. Folglich sind diese Regelprüfungen letztlich nur durch den Einsatz externer Wirtschaftsprüfer zu leisten. Da möglicherweise aber nur wenige Wirtschaftsprüfer über hinreichende Sachkunde verfügen, um die sehr spezielle und komplexe Materie der EU-Ratingverordnung beurteilen zu können, ist es nach Satz 2 der BaFin vorbehalten, jeweils den Prüfer aus einem Kreis nach ihren Erkenntnissen qualifizierter Prüfer zu beauftragen.</p>
<p class="bodytext">Die weiteren Bestimmungen des § 17 Abs. 5 WpHG-E enthalten dann nähere Details zu den Prüfungen. So legt die BaFin beispielsweise für jede Regelprüfung das Datum des Prüfungsbeginns und den Berichtszeitraum fest, um alle anstehenden Regelprüfungen in einem einheitlichen Vergabeverfahren auszuschreiben und so für einen zügigen und gleichmäßigen Prüfungsverlauf zu sorgen. Schließlich wird der BaFin aber auch die Möglichkeit eingeräumt, in Ausnahmefällen von der Pflicht zu einer jährlichen Regelprüfung abzusehen: Ist beispielsweise der Umfang der Ratingtätigkeit eines Unternehmens sehr gering, können für bestimmte Unternehmen durchaus längere Prüfungsintervalle festgelegt werden. Ebenso wird der BaFin die Prüfungsteilnahme selbst erleichtert: Sie ist berechtigt, jederzeit an der Regelprüfung teilzunehmen, um sich vom ordnungsgemäßen Prüfungsablauf zu überzeugen und gegebenenfalls Anhaltspunkten für weiteren Untersuchungsbedarf nachzugehen. Zudem besitzt die BaFin das Recht, auf die inhaltliche Gestaltung der Regelprüfung Einfluss zu nehmen, indem sie etwa Prüfungsschwerpunkte bildet. Schließlich sind die Prüfer noch verpflichtet, der BaFin unmittelbar nach Beendigung der Prüfung einen Prüfungsbericht vorzulegen. Solche Prüfberichte bilden für die BaFin die Grundlage der routinemäßigen Kontrollfunktion. Sollten Prüfer im Laufe einer Prüfung schwerwiegende Verstöße gegen die EU-Ratingverordnung feststellen, ist die BaFin darüber unverzüglich in Kenntnis setzen, um gegebenenfalls Eilmaßnahmen treffen zu können.</p>
<p class="bodytext">Wie lassen sich diese sehr detaillierten Prüfungserfordernisse des Absatzes 5 bewerten? Sicher sind sie für die Ratingagenturen neu. Hinsichtlich der beabsichtigten Prüfungspraxis ergeben sich alles in allem aber keine nennenswerten Besonderheiten – insbesondere nicht im Vergleich mit dem Vorgehen, wie es bereits aus anderen Zusammenhängen bekannt ist (beispielsweise der Aufsicht von Kreditinstituten). Zu beachten ist ferner, dass die Regelungen durchaus eine gewisse Flexibilität bieten, um in Einzelfällen die Agenturen nicht über Gebühr zu belasten. Wie sich das in der Prüfungspraxis auswirken wird, bleibt abzuwarten.<br /><br /><i><b>Vollziehbarkeit</b></i></p>
<p class="bodytext">§ 17 Abs. 6 WpHG-E will sicherstellen, dass Maßnahmen der BaFin zur Durchsetzung der EU-Ratingverordnung sofort vollziehbar sind. Daher haben Widerspruch und Anfechtungsklage gegen Maßnahmen der Bundesanstalt nach den Absätzen 2, 4 und 5 keine aufschiebende Wirkung. Diese Regelung ist nach der Gesetzesbegründung zur Gefahrenabwehr auf den Finanzmärkten geboten. Andernfalls könnten hier in kurzer Zeit sehr hohe Schäden für Dritte entstehen, die auf die Integrität der Märkte, einschließlich der Tätigkeit der Ratingagenturen vertrauen.<br /><br /><i><b>Verordnungsermächtigung</b></i></p>
<p class="bodytext">Das Bundesministerium der Finanzen erhält in § 17 Abs. 7 WpHG-E schließlich noch eine Ermächtigung zum Erlass einer Rechtsverordnung. Darin können weitere Details zur Prüfungen von Ratingagenturen geregelt werden, wie z. B zur Art sowie zum Umfang und Zeitpunkt der Prüfungen nach den Absätzen 4 und 5. Das Ministerium soll die Ermächtigung durch Rechtsverordnung zudem ohne Zustimmung des Bundesrates auf die BaFin übertragen können.<br /><br /><i><b>Bußgeldtatbestände</b></i></p>
<p class="bodytext">Um die Pflichten aus der EU-Ratingverordnung auch einzuhalten, verpflichtet Art. 36 Unterabsatz 1 explizit dazu, wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionen bei Verstößen gegen die Vorgaben einzuführen. Entsprechend dieser zwingenden Regelung sollen in einem neu eingefügten Art. 39 Abs. 2b WpHG-E Verletzungen aller Ge- und Verbote des Gemeinschaftsrechts als Ordnungswidrigkeiten sanktioniert werden. Nicht weniger als 42 (!) Katalogtatbestände sind in diesem Absatz aufgeführt. Ordnungswidrig handelt nach der Entwurfsfassung explizit, wer gegen die EU-Ratingverordnung verstößt, indem er vorsätzlich oder leichtfertig einen der normierten Katalogtatbestände verwirklicht. Ohne hier auf sämtliche Regelungen im Detail einzugehen, seien zur Illustration nur einige Beispiele hervorgehoben. Sie beziehen sich auf die besonders schwerwiegenden Fälle, bei denen der Bußgeldrahmen bis zu einer Million Euro umfassen kann. Solche Fälle liegen vor, wenn eine Ratingagentur </p><ul><li> ein Rating abgibt, obwohl ein Interessenkonflikt vorliegt (§ 39 Abs. 2b Nr. 11); </li><li>gegenüber demselben bewerteten Unternehmen oder einem verbundenen Dritten sowohl Beratungs- als auch Ratingleistungen erbringt (§ 39 Abs. 2b Nr. 12);</li><li>bei einer Veränderung der Methoden, Modelle oder grundlegenden Annahmen, die Auswirkungen auf Ratings hat, kein neues Rating erstellt (§ 39 Abs. 2b Nr. 35) oder </li><li>trotz des Fehlens verlässlicher Daten nicht auf die Abgabe eines Ratings verzichtet oder ein vorhandenes Rating nicht zurückzieht (§ 39 Abs. 2b Nr. 38).<br /><br /></li></ul><p class="bodytext">Bei den übrigen Verstößen gegen die EU-Ratingverordnung liegt der Bußgeldrahmen deutlich niedriger. Um aber eine angemessene und abschreckende Sanktion selbst gegenüber größeren Unternehmen noch zu behalten, sieht der Gesetzentwurf aber auch bei minder schweren Verstößen sowie im Rahmen von Organisationsverschulden vor, dass der Ausgangsrahmen nicht unter 200.000 Euro liegen sollte.</p>
<p class="bodytext">Ordnungswidrig handelt nach § 17 Abs. 3 WpHG-E schließlich auch, wer gegen die EU-Ratingverordnung verstößt, indem er vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren Anordnung nach Nr. 1 bis 4 zuwiderhandelt.<br /><br /><b>Konsequenzen</b></p>
<p class="bodytext">Die Konsequenzen der Neuregelungen für die Praxis sind durchaus gravierend, unterlagen die Agenturen auf europäischer Ebene bislang weder einer Regulierung noch einer Aufsicht. In erster Linie sind als Folgerungen die mit den Regelungen verbundenen zusätzlichen organisatorischen Konsequenzen für die Agenturen zu nennen, sowie die sicher nicht unerheblichen Bürokratiekosten. Zwar können Agenturen – wie bereits erwähnt – im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Prüfung durchaus von Erleichterungen profitieren (beispielsweise indem auf Antrag auf einen jährlichen Prüfungsturnus verzichtet wird). Das wird jedoch wohl nur in Ausnahmefällen greifen.<br /><br /><b>Ausblick</b></p>
<p class="bodytext">Abschließend sei noch ein Ausblick skizziert und auf eine Besonderheit hingewiesen. Denn die Änderungen infolge des Ausführungsgesetzes werden vermutlich nur von kurzer Dauer sein: Schon zum 1. Januar 2011 soll die Überwachung von Ratingagenturen im Rahmen einer neuen Aufsichtsarchitektur auf europäische Institutionen übergehen; damit werden die hier vorgestellten Neuerungen vermutlich größtenteils wieder außer Kraft treten. Ein Pfeiler der neuen Aufsichtsstruktur wird die noch zu schaffende Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (European Securities ans Markets Authority, ESMA) sein. Offen ist derzeit allerdings noch, wie die Aufsicht durch die ESMA konkret aussehen soll. </p>
<p class="bodytext">Hätte man also insoweit noch warten können? Wohl nicht. Denn die Ratingagenturen sollen ausweislich der EU-Ratingverordnung ab dem 7. Juni 2010 ihre Anträge zur Registrierung stellen können. Entsprechende Anträge können zu diesem Zeitpunkt aber nur an die nationalen Aufsichtsbehörden gehen. Bliebe den Ratingagenturen dieser Weg versperrt, könnten ihre Ratings ab dem 7. Dezember 2010 nicht mehr für aufsichtsrechtliche Zwecke verwendet werden.</p>
<p class="bodytext">Im Übrigen: Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass einige der hier aufgeigten Eckpfeiler sich so oder doch ähnlich in einem künftigen europäischen Aufsichtssystem wiederfinden werden. Wie das konkret aussehen wird, bleibt indes abzuwarten.</p>
<p class="bodytext"><b>Fazit</b></p>
<p class="bodytext">Die EU-Ratingverordnung hat einen umfassenden rechtlichen Rahmen für die Arbeit der Agenturen geschaffen. Ein wichtiger Pfeiler ist dabei die augenblicklich (noch) von den Mitgliedsstaaten sicherzustellende Aufsicht der Agenturen. Das Ausführungsgesetz gibt insofern einen Rahmen vor, der sich in das hierzulande bestehende Aufsichtskonzept einfügt und durchaus flexible Ansätze enthält.<br /><br /><b><br />Autor:</b></p>
<p class="bodytext"><b>Dr. André Niedostadek, LL.M. ist Vertretungsprofessor für Privat- und Gesellschaftsrecht an der Hochschule Harz in Halberstadt sowie Rechtsanwalt und Wirtschaftsmediator in Düsseldorf.</b><br /><br /><br /><br /><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Rating</category>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			
			<author>aniedostadek@hs-harz.de</author>
			<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 08:05:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schuldenlast als Top-Risiko auf der globalen Risikolandkarte</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1558&#38;cHash=a27de17d61</link>
			<description>Global Risks 2010</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"> In Verbindung mit der steigenden Arbeitslosigkeit ist die erdrückende Schuldenlast der Industrienationen zu einem zentralen globalen Risiko geworden, das die weltwirtschaftliche Entwicklung gefährden könnte. Dies zeigt der jährlich erscheinende Global Risk Report des Weltwirtschaftsforums. Daneben gehören ungenügende Infrastrukturinvestitionen und die Zunahme von Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Leiden und Diabetes zu den langfristig größten Gefahren. Der Report benennt darüber hinaus zahlreiche weitere zentrale Risiken mit weltweit hohen ökonomischen und sozialen Kostenpotenzialen, beispielsweise die grenzüberschreitende Kriminalität und Korruption, den Rückgang der biologischen Vielfalt oder die zunehmende Verwundbarkeit gegenüber einem Ausfall der globalen Informations- und Kommunikationstechnologie.  </p>
<p class="bodytext">Die derzeitige Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Art und Zahl der globalen Risiken nur geringfügig verändert. Allerdings wurde die Fähigkeit der Industrieländer, auf künftige Krisen reagieren zu können, stark geschwächt: Haushalte, Wirtschaft und Regierungen verfügen meist über keine finanziellen Reserven mehr, um auf weitere globale Probleme oder Katastrophen angemessen reagieren zu können. Der Vorjahresreport beschäftigte sich vornehmlich mit den direkten Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise und benannte als die vier Hauptrisiken das zu erwartende Minus in den Staatshaushalten, eine Wachstumsabschwächung in China, einen weiteren Verfall der Vermögenswerte und eine weltweite Deflation. &quot;Diese Risiken bestehen auch weiterhin und die daraus resultierenden Gefahren sind unverändert&quot;, sagt Sven A. Kado, Chairman von MMC Deutschland, beim Jahrestreffen in Davos. &quot;Global Risks 2010 blickt jedoch über die momentan noch andauernde Krise hinaus.&quot; <br /><br /><b>36 globale und miteinander vernetzte Risiken identifiziert</b></p>
<p class="bodytext">Der diesjährige Report  identifiziert insgesamt 36 globale und miteinander vernetzte Risiken, von denen drei eine besonders hohe Eintrittswahrscheinlichkeit mit besonders großen ökonomischen Auswirkungen verbinden: Öffentliche Schuldenlast und Arbeitslosigkeit Als Reaktion auf die Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Regierungen der Industrieländer ihre Ausgaben drastisch erhöht. Viele Staaten laufen derzeit Gefahr, sich zu überschulden, was wiederum den Druck auf die Zinsen erhöht. Die Autoren der Studie sind überzeugt, dass die Kombination aus hohen Zinszahlungen aufgrund steigender Staatsschulden und hohen Sozialausgaben wegen steigender Arbeitslosigkeit die Industrieländer strukturell überfordert. In der Regel könne dieses Defizit nicht durch Tilgung und Wirtschaftswachstum alleine wieder abgebaut werden, vielmehr seien erhebliche Reformen in den fortgeschrittenen Gesellschaften notwendig.  </p>
<p class="bodytext">Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge wird das durchschnittliche Verhältnis von Schulden zu Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) von 78 Prozent im Jahr 2007 auf 118 Prozent im Jahr 2014 steigen. Nach Ansicht der Autoren der Studie ist jedoch eine Verschuldung von über        100 Prozent des BIP dauerhaft nicht aufrechtzuerhalten, ohne irgendwann unter der Schuldenlast zusammenzubrechen. Dubai und Griechenland seien hier nur die Vorläufer. </p>
<p class="bodytext">Spätestens ab einem Verschuldungsgrad von 90 Prozent sei zudem mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums gegenüber den Normalerwartungen zu rechnen.  Mangelnde Infrastrukturinvestitionen Weltweit belegen zahlreiche Studien, dass große Bereiche der Wasser-, Energie- und Transportinfrastruktur defizitär oder überlastet sind. Der IWF schätzt, dass bis 2020 Investitionen in Höhe von 35 Billionen US-Dollar für Infrastruktur benötigt werden. Diese Schätzungen beinhalten einerseits die Aufrechterhaltung und Erneuerung existierender Infrastrukturen in den Industrieländern – davon alleine 2,2 Billionen US-Dollar in den USA – und andererseits die für weiteres Wachstum erforderlichen Einrichtungen in den Schwellen- und Entwicklungsländern.  <br /><br /><b>Defizitäre Budgets bedrohen essenzielle Investitionen</b></p>
<p class="bodytext">Defizitäre Budgets in den Industrieländern und knappe Haushalte in den Schwellen- und Entwicklungsländern bedrohen diese essenziellen Investitionen. Ohne eine verstärkte Einbeziehung privater Investoren wird das benötigte Kapital voraussichtlich nicht aufzubringen sein. Infrastrukturrisiken sind sehr eng mit vielen weiteren Risiken verflochten, so dass der Aufrechterhaltung und dem Ausbau von Infrastrukturen nach Ansicht des Global Risk Reports ein hohes Gewicht zukommt. Handel, Industrieansiedlung, die Versorgung der Bevölkerung, schnelle Hilfe bei Naturkatastrophen und viele andere Faktoren hängen an einer funktionierenden Infrastruktur.  Für die zweite und dritte Welt identifiziert der Report vor allem in den Bereichen Land- und Wasserwirtschaft dringliche Infrastrukturaufgaben. Im   Energiebereich wird vor allem die Umstellung auf erneuerbare Energien hohe Investitionen erfordern. Auch der Klimawandel wird hohe Infrastrukturaufwendungen nach sich ziehen: zum Schutz von Küstenregionen und Überschwemmungsgebieten einerseits, zur Wasserversorgung in trockener werdenden Gebieten andererseits. <br /><br /><b>Zivilisationskrankheiten weiter auf dem Vormarsch</b></p>
<p class="bodytext">Der demographische Wandel sowie veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten haben die Zahl und die Behandlungskosten von nicht ansteckenden Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes rapide nach oben getrieben. Obwohl diese Krankheiten üblicherweise mit Industrieländern in Verbindung gebracht werden, finden sich 80 Prozent ihrer jährlich 35 Millionen Opfer in Schwellen- und Entwicklungsländern, und die Hälfte von ihnen ist unter 70 Jahre alt. Wird dieses Problem nicht angegangen, so wird die Mehrheit dieser Länder – mit Ausnahme Zentralafrikas – im nächsten Jahrzehnt einen historischen Wandel erleben: Während die Todesrate durch Infekte, Fehlernährung, Schwangerschaften und Kindersterblichkeit um 3 Prozent zurückgeht, wird die durch nicht ansteckende Krankheiten verursachte Sterblichkeit um 71 Prozent steigen. Dies bedroht die wirtschaftliche Entwicklung und die soziale Stabilität dieser Länder.  </p>
<p class="bodytext">Aber auch in den Industrieländern sind die nicht ansteckenden Krankheiten ein zunehmendes Problem, in den USA sorgen sie bereits heute für rund ein Drittel der Ausgaben des Gesundheitssystems. Die Gründe für diese Krankheiten sind meist Fehlernährung sowie übermäßiger Alkohol- und Tabakgenuss. Sie könnten relativ einfach durch eine breite Gesundheitserziehung bekämpft werden, wie Beispiele aus Großbritannien und den USA zeigen.  Stärkere Vernetzung der Risiken In den fünf Jahren der Existenz des Reports hat nach Ansicht des Global Risk Council die gegenseitige Abhängigkeit der einzelnen Risiken deutlich zugenommen. <br /><br /><b>Komplexe Abhängigkeiten zwischen den Risiken</b></p>
<p class="bodytext">Neu in Global Risks 2010 ist deshalb die &quot;Risks Interconnection Map&quot;; diese Übersicht wurde erstmals für den Report erstellt und zeigt die Abhängigkeiten zwischen den wichtigsten globalen Risiken auf. Eine solche vernetzte Sicht von globalen Risiken führt zum besseren Verständnis und macht die erhöhte Komplexität im Risikomanagement deutlich. Derzeit sind die Verantwortlichkeiten bei der Mehrheit der identifizierten Risiken auf viele Organisationen und Regierungen verteilt und oft bleibt unklar, wer für ihr Management verantwortlich ist. Der Report fordert deshalb, die Position nationaler Risikomanager einzurichten.  &quot;Bisher gibt es noch kein adäquates System, um globale Risiken gezielt managen zu können&quot;, so MMC Deutschland Chairman Sven A. Kado. &quot;Doch die Anfänge sind gemacht, wie die gemeinsame Reaktion auf die Finanz- und Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr oder die Erweiterung der G8- auf eine G20-Runde zeigen. Inzwischen ist allen Verantwortlichen bewusst, dass langfristiges und vernetztes Denken sowie gemeinsames und diszipliniertes Handeln notwendig sind, um die globalen Risiken besser managen und bewältigen zu können.&quot;  <br /><br /><br /><b>Download des Risikoreports &quot;Global Risks 2010&quot;: </b><a href="typo3conf/ext/bx_elibrary/elibrarydownload.php?&amp;downloaddata=541" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="uploads/RTEmagicC_pdf_15.gif.gif" width="18" height="16" alt="" /></a><br /><br /><br /><b>[Bildquelle: iStockPhoto]</b></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Risk Management</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 13:06:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Psychologie der Börse. Der Praxisleitfaden für Behavioral Finance</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1556&#38;cHash=e1d4cae9bf</link>
			<description>Umfassende Einführung in die Behavioral-Finance-Lehre</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&quot;Wer schlauer sein will als der Markt, hat schon verloren.&quot; So lautet ein Lehrsatz des &quot;Behavioral Finance&quot;. Ein weiterer Lehrsatz der Forschungsdisziplin besagt, dass Börsen nicht rational sind und Anleger nicht rational und effizient handeln. Anhänger der Behavioral-Finance-Theorie vertreten die These, dass der in vielen wirtschaftswissenschaftlichen Lehrbüchern postulierte Homo oeconomicus in der wirtschaftlichen Realität nicht existiert (was nicht besonders erstaunlich ist). Behavioral-Finance-Experten vertreten vielmehr die These, dass die Anleger in der Regel irrational handeln. Nach ihrer Überzeugung gilt die Theorie der nutzenmaximierenden Marktteilnehmer nicht mehr. Dies erhärtet die Behauptung, wonach es unwahrscheinlich ist, an den Börsen eine bessere Rendite zu erzielen als der Gesamtmarkt. </p>
<p class="bodytext">Das Buch &quot;Die Psychologie der Börse. Der Praxisleitfaden Behavioral Finance&quot; ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, das die Psychologie des Finanzwesens und Investierens analysiert. Der Praxisleitfaden gliedert sich in acht Hauptkapitel. Im ersten Themenblock beschäftigt sich James Montier mit häufigen Fehlern und grundlegenden Vorurteilen.&nbsp; Der zweite Themenblock konzentriert sich auf &quot;Die Profis und die Urteilsfehler&quot;. So führt der Autor aus, dass es durchaus die Anlageprofis sein können, die ihren Anlageentscheidungen nichtfundamentale Informationen zugrunde legen. Die Wahrscheinlichkeit, dass professionelle Anleger verhaltensbedingten Vorurteilen unterliegen, ist genauso hoch wie bei allen anderen Anlegern. Mit den sieben Sünden des Fondsmanagements beschäftigt sich das anschließende dritte Kapitel. Montier kommt zu dem Ergebnis, dass in Summe Finanzanalysten und Wirtschaftsforschungsinstitute in der Summe wertlos sind, da die Prognosen meist mit dem Zyklus laufen. &quot;Finanzanalysen und Prognostiker laufen mit ihren Gewinnschätzungen und Prognosen meist der Wirklichkeit hinterher. Sie ändern ihre Meinung nur, wenn es unabwendbare Beweise gibt, dass sie falsch waren, und die ändern ihre Meinung nur sehr langsam.&quot;&nbsp; Der vierte Themenblock beschäftigt sich mit dem &quot;Anlageprozess als verhaltensbezogene Verteidigung&quot;.&nbsp; Montier weist darauf hin, dass zu viele Risikomodelle auf der Extrapolation des jüngsten Marktumfelds basieren. Allerdings erweisen sich die historische Volatilität und historischen Korrelationen in turbulenten Börsenzeiten in der Regel als schlechte Wegweiser. Der entscheidende Fehler bei den meisten Risikomodellen besteht darin, so der Autor, dass sie annehmen, Risiko sei ein exogener Faktor (so wie ein Glücksspieler, der Roulette spielt, wo die Aktionen anderer Spieler keinen Einfluss haben). In Wirklichkeit ist das Risiko in überfüllten Trades aber ein endogener Faktor (wie bei einem Glücksspieler, der pokert, wo die Aktionen anderer Spieler von entscheidender Bedeutung sind). Montier führt aus, dass einfache Berechnungen nahe legen, dass Risikomodelle – aufgrund unzutreffender Korrelationen – das wahre Risiko um 20 bis 30 Prozent unterschätzen.</p>
<p class="bodytext">Im fünften Themenblock skizziert Montier die Anatomie von &quot;Spekulationsblasen&quot;. Dieser Teil untersucht ein Paradigma für die Analyse und Feststellung von Börsenblasen und ihre Entwicklungen. Der sechste Themenblock steht unter der Überschrift &quot;Die Zerstörung von Investment-Mythen&quot;.&nbsp; Die Themenblöcke &quot;Unternehmensführung und Ethik&quot; (siebte Kapitel) und &quot;Glück&quot; (achtes Kapitel) schließen den Praxisleitfaden ab. Die Kapitel gehen der Frage nach, wie sozio-psychologische Erkenntnisse unser Verständnis von Unternehmensführung verbessern können. Außerdem beschreibt der Autor, was uns glücklich macht und was wir tun können, um unser Glücksgefühl zu verstärken.</p>
<p class="bodytext">Fazit: Das Buch bietet eine umfassende Einführung und Vertiefung in die praktische Anwendung der Behavioral-Finance-Lehre. Da das Buch auf einer Zusammenstellung verschiedener Essays basiert, bleibt der &quot;rote Faden&quot; an einigen Stellen auf der Strecke. Daher ist das Buch auch eher als Nachschlagwerk und Schmöker geeignet. Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass der Leser beim Blättern auf spannende und kritische Ausführungen des Autors stößt. Das Buch kann allen Anlegern (und auch Risikomanagern) uneingeschränkt empfohlen werden.</p>
<p class="bodytext"><b><br />Rezension von </b><a href="Frank-Romeike.41.0.html" target="_top" ><b>Frank Romeike</b></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wertung: <img src="fileadmin/template_risknet/images/buecher/sehrgut.gif" width="85" height="12" alt="" /><img src="uploads/RTEmagicC_pfeil_rechts_13aeba_41.gif.gif" width="12" border="0" height="11" alt="" />&nbsp;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3898794806/risconriskmanage" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="uploads/RTEmagicC_einkauf_amazon_59.gif.gif" width="15" border="0" height="15" alt="" /></a>&nbsp;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3898794806/risconriskmanage" target="_blank" class="external-link-new-window" >bestellen </a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.bhv-buch.de/imperia/md/content/vmi/8167/8167_index.pdf" target="_blank" ><b></b></a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>BÜCHER-allgemein</category>
			<category>BÜCHER-Wirtschaft allgemein</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 22:30:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fehlende Budgets und unzureichende Risikokultur</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1555&#38;cHash=9012cb59c7</link>
			<description>Aus der Krise nichts gelernt?</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Unternehmen aller Branchen und Größenklassen behaupten nicht selten, dass sie ein aktives und effizientes Risikomanagement betreiben. Doch laut einer aktuellen Untersuchung von PriceWaterhouseCoopers ist das nur die halbe Wahrheit. Gut ein Jahr nach Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise weist das Risikomanagement vieler deutscher Unternehmen weiterhin Defizite auf. Zwar haben rund 60 Prozent der befragten Unternehmen ihre Mechanismen und Strategien zur Risikobearbeitung mittlerweile angepasst oder planen zumindest Änderungen. Außerhalb des Finanzsektors verfügt jedoch jedes dritte Unternehmen nach wie vor nicht über eine dokumentierte Risikostrategie, wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor geht. Zudem haben vier von zehn Befragten keine Prozesse zum Erkennen von bislang unbekannten bzw. nicht berücksichtigten Risiken etabliert.</p>
<p class="bodytext">&quot;Viele Unternehmen haben im Zuge der Krise zwar Schwächen im Risikomanagement identifiziert, ziehen aus den Erkenntnissen aber keine oder nur halbherzige Konsequenzen&quot;, kritisiert Uwe Herre, Partner bei PwC. Knapp 80 Prozent der befragten Entscheider stimmen der Aussage zu, dass ein funktionierendes Risikomanagement ein starker strategischer Wettbewerbsvorteil ist. Doch nur gut jeder zweite will seine Investitionen in das Risikomanagement erhöhen. Tiefgreifende, strukturelle Änderungen planen knapp 30 Prozent der Unternehmen, und lediglich jedes fünfte will mehr Personal für die Erfassung und Bearbeitung von Risiken bereitstellen.</p>
<p class="bodytext">Auf der anderen Seite erkennen immer mehr Unternehmen, dass ein wirkungsvolles Risikomanagement auf Risikobewusstsein und -verantwortung aller Beschäftigten beruht. Knapp jeder dritte Befragte hält den Aufbau einer entsprechenden Risikokultur für die wichtigste Aufgabe der kommenden zehn Jahre. &quot;Auch das beste Risikomanagement kann Risiken nicht völlig ausschließen. Wichtig ist es daher, dass Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden. Eine Risikokultur, die alle Mitarbeiter in diesen Prozess einbindet, leistet hierzu einen nachhaltigen und wirkungsvollen Beitrag&quot;, erläutert Jörg Tüllner, Partner bei PwC.</p>
<p class="bodytext">Für die Studie befragte PwC gut 500 repräsentativ ausgewählte Unternehmen der Branchen Finanzdienstleistungen, Energie, Chemie/Pharma, Automotive sowie weiterer Branchen. Etwa jedes dritte befragte Unternehmen beschäftigt in Deutschland mindestens 2.000 Arbeitnehmer, jedes zehnte Unternehmen hat weniger als 500 Beschäftigte.<br /><b><br />Ganzheitliches Risikomanagement im Fokus</b></p>
<p class="bodytext">Die Leistung ihres Risikomanagements in den zurückliegenden Krisenmonaten bewerten die Befragten überraschend positiv. Gut vier von fünf Entscheidern sind der Ansicht, dass das Risikomanagement ihres Unternehmens in der Krise insgesamt zufrieden stellend war. Im Finanzsektor sagen dies sogar gut neun von zehn Befragten. Diese positive Bewertung wird allerdings durch den von den Unternehmen erkannten Änderungsbedarf relativiert. So haben gut 70 Prozent der Befragten aus dem Finanzdienstleistungssektor ihr Risikomanagement umgestellt oder planen Änderungen. In den anderen Branchen trifft dies nur auf rund jedes zweite Unternehmen zu.</p>
<p class="bodytext">Als Konsequenz aus der Krise streben zwei von drei Befragten, die geändert haben bzw. ändern wollen, ein ganzheitliches Risikomanagementsystem an: Risiken sollen nicht mehr isoliert, sondern in ihren Wechselwirkungen identifiziert und bearbeitet werden. Mittlerweile räumt jedes zweite Unternehmen derartigen Wechselwirkungen im Risikomanagementsystem einen hohen oder sehr hohen Stellenwert ein.</p>
<p class="bodytext">Rund vier von zehn Unternehmen dehnen ihr Risikomanagement auf weitere Bereiche aus, und 55 Prozent setzen häufiger qualitative Methoden ein als vor der Krise. Gut vier von zehn Befragten geben an, dass Risiken nunmehr anders gemessen bzw. mit neuen Modellen erfasst werden.</p>
<p class="bodytext">Dennoch vernachlässigen viele Unternehmen nach wie vor schwer quantifizierbare, aber bedeutsame Risiken. Die Auswirkungen von Image- und Reputationsschäden erfassen nur 55 Prozent der Befragten. Compliance-Risiken, beispielsweise die Folgen von Korruption oder Geldwäsche, bleiben bei jedem dritten Unternehmen unbeachtet.<br /><br /><b>Mehrheit sieht Risiken unter Kontrolle</b></p>
<p class="bodytext">Sofern Unternehmen über eine umfassende Risikostrategie verfügen, ist ihr Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements in der Regel hoch. Immerhin jeder Dritte ist davon überzeugt, dass die wesentlichen Risiken &quot;sicher&quot; abgedeckt sind, während gut jeder Zweite (55 Prozent) diese zumindest &quot;wahrscheinlich&quot; für erfasst hält. Lediglich zwölf Prozent schätzen ihr Risikomanagement als lückenhaft ein.</p>
<p class="bodytext">Allerdings ist das Vertrauen in das eigene Risikomanagement stark von der Branchenzugehörigkeit abhängig. Im Energiesektor ist gut jeder zweite Befragte der Ansicht, die wesentlichen Risiken sicher erfasst und unter Kontrolle zu haben, während in der Chemie- bzw. der Automobilbranche nur rund 30 Prozent dieser Ansicht sind.<br /><br /><b>Risikomanagement ist Chefsache</b></p>
<p class="bodytext">Das Risikomanagement ist in den meisten Unternehmen auf der obersten Hierarchieebene angesiedelt. Bei neun von zehn Befragten ist hierfür der Vorstandsvorsitzende bzw. Geschäftsführer, der Finanzvorstand oder ein eigens berufener Chief Risk Officer verantwortlich.</p>
<p class="bodytext">Während die Verantwortung für das Risikomanagement in den kleineren Unternehmen häufig beim CEO liegt, haben fast vier von zehn größeren Unternehmen einen Chief Risk Officer oder vergleichbaren Risikomanager. Dies ist nur bei etwa jedem fünften Befragten mit einem Umsatz von weniger als 500 Millionen Euro der Fall.</p>
<p class="bodytext">&quot;Die zentrale Überwachung ist eine wesentliche Voraussetzung für ein effektives Risikomanagement. Gleichzeitig muss jedoch auch gewährleisten sein, dass alle Unternehmensbereiche ihre relevanten Risiken kennen&quot;, kommentiert Uwe Herre. Bei gut neun von zehn Unternehmen ist diese Grundbedingung bereits erfüllt. In der Automobil- und Chemiebranche allerdings wird das Risikomanagement bei fast jedem achten Unternehmen dezentral gelenkt. Dies ist eine Erklärung dafür, dass in diesen Branchen vergleichsweise viele Entscheider noch Optimierungspotenzial beim Risikomanagement sehen.</p>
<p class="bodytext">Die Studie können Sie kostenlos bestellen unter: www.pwc.de/de/studie-risikomanagement <br /><i><br />[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Risk Management</category>
			<category>NEWS-Risikopolitik</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 22:43:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kreditversicherer warnt vor neuen Spekulationsblasen</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1554&#38;cHash=1d3dfa766b</link>
			<description>Staatsverschuldung als größtes Risiko</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der französische Kreditversicherungskonzern Coface sieht ein Ende der internationalen Wirtschaftskrise und hat den Ausblick für 20 Länderratings auf positiv gestellt. Die Verwerfungen an den Finanzmärkten hätten das größte Ausmaß seit 60 Jahren gehabt, doch seit dem zweiten Halbjahr 2009 seien die Zahlungsausfälle erkennbar zurückgegangen, so die Einschätzung von Coface-CEO Jérôme Cazes auf der 14. Länderrisiken-Konferenz in Paris. </p>
<p class="bodytext">Während die Kreditrisiken im ersten Halbjahr noch um 19 Prozent gestiegen seien, verzeichnete der weltweit drittgrößte Kreditversicherer in den vergangenen sechs Monaten einen Rückgang der Ausfälle um 40 Prozent. Gleichwohl vollziehe sich die wirtschaftliche Erholung insbesondere in den Schwellenländern äußerst langsam und werde vom Risiko der Entstehung neuer Spekulationsblasen begleitet. &quot;Die Kreditkrise ist vorbei, die Rezession in den größten Industriestaaten ist beendet&quot;, so Cazes. Zu rechnen sei allerdings mit einer verkürzten Erholungsphase. Die nächste Krise komme bestimmt und werde durch die globale Vernetzung der Volkswirtschaften für die Unternehmen zunehmend brutalere Folgen nach sich ziehen.</p>
<p class="bodytext">Ein systemisches Risiko sieht Cazes auf Seiten der großen Investmentbanken. Je größer und einflussreicher die Institute seien, desto höher sei auch die Gefahr von Dominoeffekten an den Kapitalmärkten. Dieses Problem lasse sich nur durch eine Verkleinerung der systemrelevanten Banken in den Griff bekommen. Zudem empfiehlt der Coface-Chef eine Testphase bei neuartigen Finanzprodukten. &quot;Wenn Pharmaunternehmen wie Roche oder Novartis ein neues Medikament auf den Markt bringen wollen, bedarf es einer Testphase von mehreren Jahren, bis das Produkt für den Verkauf zugelassen wird“, so Cazes. Bei Finanzdienstleistern gehe dies von einem Tag auf&nbsp; den anderen. In diesem Segment sei deshalb ein grundsätzliches Umdenken bzw. eine stärkere Kontrolle neuer Finanzprodukte angebracht. Die Politik müsse nun handeln und mehr Augenmerk auf die Verhinderung künftiger Krisen legen sowie verantwortungslose Spekulationen unterbinden. Konkret schlägt Cazes zudem Reformen bei der Bilanzierung sowie Steuern auf Spekulationsgeschäfte vor.<br /><br /><b>Staatsverschuldung als größtes Risiko</b></p>
<p class="bodytext">Das größte Risiko des Jahres 2010 sieht Coface-Chefvolkswirt Yves Zlotowski bei der Entwicklung der Staatsverschuldungen. &quot;Die Blase im Bereich der Staatsverschuldung und öffentlichen Finanzierung ist besonders gefährlich“, so die Einschätzung Zlotowskis. Dieses Risiko müsse zwar nicht zwangsläufig in einen Totalausfall münden, doch ohne restriktive Vorgaben für die Konsolidierung der Staatsfinanzen werde auch das Wachstumspotenzial der Unternehmen empfindlich gestört. Neben den Überkapazitäten in China sieht der Coface-Ökonom vor allem weitere Risiken an den Aktienmärkten, die im laufenden Jahr durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet sein dürften. Das Platzen dieser Blasen werde für die Unternehmer einen neuen Schock erzeugen, zumal die Betriebe in vielen Branchen durch die Finanzkrise der vergangenen zwei Jahre stark anfällig sind und ein schwaches Risikoprofil aufweisen.</p>
<p class="bodytext">Weltweit geht der Kreditversicherer von einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,3 Prozent aus, wobei der prognostizierte Wert für die Industriestaaten mit 1,4 Prozent annähernd vier Basispunkte unter den Schwellenländern liegt, die der Coface-Prognose zufolge eine Wachstumsrate von 5,3 Prozent erreichen sollten. Während das Coface-Länderrating für Deutschland (A2) mit einem positiven Ausblick versehen wurde, droht Griechenland eine Herabstufung von derzeit A3, möglicherweise sogar um mehr als einen Notch. Auch Großbritannien, Italien, Irland, Portugal und Spanien verbleiben vorerst auf A3.<br /><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Rating</category>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			
			<author>stefan.hirschmann@bvm-koeln.de</author>
			<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 22:40:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>340.000 Unternehmensinsolvenzen im letzten Jahrzehnt</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1548&#38;cHash=ada02ed87e</link>
			<description>Jeder fünfte Arbeitnehmer betroffen</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Laut einer Untersuchung der Creditreform waren im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends rund 340.000 Unternehmenszusammenbrüche in Deutschland zu verzeichnen. Die größte Insolvenz der letzten zehn Jahre war die des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor 2009. Etwa 52.000 Mitarbeiter sind von der Insolvenz der Unternehmensgruppe betroffen. Zu den Großinsolvenzen der 2000er Jahre zählten auch die Pleite des Baukonzerns Phillip Holzmann mit ca. 23.000 Beschäftigten, der 2002 zusammenbrach und die Pleite des Maschinen- und Anlagenbauers Babcock Borsig mit 21.000 Mitarbeitern im gleichen Jahr. Mit jeweils rund 11.000 Beschäftigten zählte die PIN Group im Jahr 2008 und der Möbelhersteller Schieder 2007 ebenfalls zu größten Firmenzusammenbrüchen des vergangenen Jahrzehnts. <br /><br /><b>Fünf Millionen Arbeitnehmer von Insolvenz betroffen</b></p>
<p class="bodytext">Insgesamt waren im zurückliegenden Jahrzehnt rund fünf Millionen Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. Durch die Schließung bzw. Sanierung der Unternehmen ist ein großer Teil dieser Arbeitsplätze auch tatsächlich weggefallen.</p>
<p class="bodytext">Damit hat fast jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den letzten zehn Jahren schon einmal die Pleite seines Arbeitgebers erlebt. Die Schäden für die Gläubiger für die Jahre 2000 bis 2009 belaufen sich insgesamt auf rund 250 Milliarden Euro. Pro Insolvenzfall mussten die Gläubiger damit Forderungen in Höhe von durchschnittlich 735.000 Euro abschreiben. 2009 wurde hierbei ein Rekordwert von knapp 1,1 Mio. Euro erreicht.</p>
<p class="bodytext">Auch bei den Verbraucherinsolvenzen waren hohe Steigerungen zu verzeichnen. Vor allem die Insolvenzrechtsreform im Jahr 1999 und weitere Vereinfachungen im Zuge der Novellierung im Jahr 2002 hätten eine regelrechte Flut von Verbraucherinsolvenzen ausgelöst: Insgesamt mussten rund 596.000 Verbraucher seit dem Jahr 2000 in die Privatinsolvenz. Damit hat jeder elfte Erwachsene in Deutschland die Restschuldbefreiung beantragt. Allein seit 2005 sind pro Jahr jeweils rund 100.000 neue Fälle hinzugekommen.<br /><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 06:13:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Transparenz und Qualitätsstandards für Verbriefungen gefordert</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1549&#38;cHash=ee9ba2f213</link>
			<description>Studie: Zukunft der Verbriefung in Europa</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Laut einer aktuellen Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint lässt die Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes noch auf sich warten. Obwohl 96 Prozent der Experten Verbriefungen für notwendig halten, um einer drohenden Kreditklemme entgegenzuwirken, rechnen die Befragten jedoch frühestens ab 2011 mit einer Rückkehr der Investoren. &quot;Im kommenden Jahr wird der Verbriefungsmarkt die gewünschte Entlastung der Wirtschaft noch nicht ermöglichen können. Deshalb werden auch 2010 marktstützende Maßnahmen, wie die Fortführung von staatlichen Liquiditätshilfen notwendig sein, um eine drohende Kreditklemme abzuwenden&quot;, so Werner Kreutzmann, Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Financial Services bei BearingPoint. <br /><br /><b>Einführung eines Qualitätssiegels und Abkehr von Wiederverbriefungen</b></p>
<p class="bodytext">Um das Vertrauen wiederherzustellen, fordern die Befragten deutlich mehr Transparenz, höhere Standards und weniger komplexe Transaktionsstrukturen. Diese Ziele könnten nach Meinung von Experten mit der Einführung eines neuen Premium-Segments für qualitativ hochwertige, transparente und einfach verständliche Verbriefungen erreicht werden, das bereits vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) vorgeschlagen wurde. So unterstützen 74 Prozent der Befragten diesen Vorschlag und fordern die Einführung eines Qualitätssiegels, das Mindestanforderungen an die Ausgestaltung der Verbriefungen stellt. Ein standardisiertes Reporting (96 Prozent der Nennungen), eine regelmäßige Prüfung des Originators (87 Prozent der Nennungen) sowie ein standardisiertes Vertragswerk (75 Prozent der Nennungen) sollten zentrale Kriterien für die Vergabe des Siegels sein. </p>
<p class="bodytext">Notwendig ist für 84 Prozent der Befragten auch die Abkehr von Wiederverbriefungen. Verbriefungsgeschäfte sollten sich grundsätzlich auf realwirtschaftliche Forderungen wie zum Beispiel Leasing-, Handelsforderungen oder Konsumentendarlehen beschränken. Außerdem sollten Papiere mit kürzeren Laufzeiten und damit kürzeren Risikobindungen für den Investor künftig im Vordergrund stehen. <br /><br /><b>Aufsicht für Ratingagenturen statt staatlicher Garantien </b></p>
<p class="bodytext">Erforderlich ist nach Ansicht von 73 Prozent der Studienteilnehmer auch eine Aufsicht der Rating-Agenturen. 82 Prozent misstrauen den Ratings auf Verbriefungstransaktionen und sogar 94 Prozent den Agenturen selbst. <br />Im Hinblick auf staatliche Unterstützung ist der Markt jedoch unschlüssig: Jeweils rund die Hälfte der Befragten hält staatliche Garantien und EU-Darlehensprogramme für wenig sinnvoll, um den Verbriefungsmarkt wieder anzukurbeln. &quot;Sinnvoller ist es, Verbriefungstransaktionen über Qualitätsstandards und Transparenz so attraktiv zu gestalten, dass sie auch ohne staatliche Garantien Investoren finden. Garantien bergen vielmehr die Gefahr, die Weiterentwicklung des Verbriefungsmarktes zu verzögern. Die Banken sind gefordert, tragfähige Qualitätsstandards zu entwickeln.&quot;, so Hendrik Kollmann, Senior Manager im Bereich Financial Services und Asset Backed Finance Experte bei BearingPoint.</p>
<p class="bodytext">Die Studie &quot;Zukunft der Verbriefung in Europa&quot; steht auf der Bearingpoint-Website unter www.bearingpoint.de zum kostenfreien Download zur Verfügung.<br /><br /><i>[Bildquelle: iStockPhoto]</i></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Rating</category>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 07:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Risiken in der Welt der Bits und Bytes</title>
			<link>http://www.risknet.de/Detailansicht-NEWS.479.0.html?&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1553&#38;cHash=189309c4bf</link>
			<description>Kompass der IT-Sicherheitsstandards</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In den vergangenen Jahrzehnten wurden für viele Unternehmen eine optimale Informationsverteilung sowie die Integration der Unternehmensprozesse und der Informations- und Kommunikationstechnologie&nbsp; (IuK) zunehmend zum strategischen Erfolgsfaktor. Die technische Abhängigkeit der Kernprozesse von der IT in der Wertschöpfungskette hat rapide zugenommen – und damit auch die IT bezogenen Risiken. Die IT Prozesse in einem Unternehmen unterstützen auf der einen Seite die Kernprozesse eines Unternehmens und reduzieren dadurch auch die Unternehmensrisiken. Gleichzeitig beinhaltet die Informationstechnologie jedoch wiederum ein neues Risikopotenzial. </p>
<p class="bodytext">So hängt die Funktionsfähigkeit einer Just-In-Time-Produktion und -Lieferung sowohl&nbsp; organisatorisch als auch logistisch essentiell von einer reibungslos funktionierenden Informations- und Kommunikationstechnologie ab.&nbsp; So analysieren beispielsweise die Automobilhersteller im Rahmen eines Audits die Qualität der Produkte, aber auch die Zuverlässigkeit des Zulieferers in puncto Lieferpünktlichkeit und Kontinuität.</p>
<p class="bodytext">Die potenziellen Ursachen für Gefahren im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen und sehr vielfältig: Höhere Gewalt (beispielsweise in Form von Blitzschlag, Feuer oder Überschwemmung), Fehlbedienung durch Personal oder zugangsberechtigte Personen, Computerviren, Trojaner und Würmer (die zusammengefasst als Malware bezeichnet werden), Spoofing, Phishing, Pharming oder Vishing, bei dem eine falsche Identität vorgetäuscht wird, Denial of Service-Angriff, Man-in-the-middle-Angriffe beziehungsweise Snarfing oder Social Engineering. Vor diesem Hintergrund ist die Bedeutung eines proaktiven IT-Risikomanagements als Bestandteil eines integrierten und unternehmensweiten Risikomanagements deutlich gewachsen.<br /><b><br />95 Prozent der Unternehmen nutzen das Internet</b></p>
<p class="bodytext">Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes – für das&nbsp; Jahr 2008 – nutzen 97 Prozent aller Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern einen Computer. Rund 77 Prozent dieser Unternehmen hatten 2008 ein eigenes Angebot im Internet. 95 Prozent aller Unternehmen in Deutschland nutzten das Internet. Diese prinzipiell positive Entwicklung führt zu einer zunehmenden Abhängigkeit der Organisationen von der Verfügbarkeit der IT, der Integrität (Unversehrtheit) von Daten und Systemen sowie dem Schutz vor unberechtigtem Zugriff auf Daten. Da eine 100 prozentige Sicherheit nicht erreichbar ist, gilt es, die mit dem Einsatz von IT verbundenen Risiken auf ein Niveau zu bringen, das aus unternehmerischer Sicht vertretbar ist und dauerhaft gehalten werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Einführung eines IT-Risikomanagements für praktisch jedes Unternehmen notwendig. Standards spielen im Rahmen des IT-Risikomanagements eine wichtige Rolle. Der Einsatz von IT-Sicherheitsstandards im Unternehmen oder in einzelnen Bereichen macht die sicherheitsrelevanten IT-Prozesse des Unternehmens transparent und damit beherrschbar und reduziert somit das Gesamtrisiko.<br /><br /><b>Kompass für IT-Risikomanagement</b></p>
<p class="bodytext">Bereits in der vierten Auflage hat nun der BITKOM-Arbeitskreis Sicherheitsmanagement seinen überarbeiteten &quot;Kompass der IT-Sicherheitsstandard&quot; vorgelegt. Die Publikation wurde auch in der neuen Version in enger Zusammenarbeit mit dem Normenausschuss NI-A 27 des Deutschen Institut für Normung (DIN) erstellt. Oftmals sind gerade kleinere und mittlere Unternehmen mit der Vielzahl an möglicherweise für sie relevanter Standards überfordert. Der Leitfaden dient zur ersten Orientierung, um die für das eigene Unternehmen und die jeweilige Branche wichtigen Standards zu identifizieren.</p>
<p class="bodytext">Das Herzstück des Leitfadens, der Kompass der IT-Sicherheitsstandards, klassifiziert bekannte Standards sowie Standards für spezielle Sicherheitsfunktionen, so dass der Leser diese für sein Unternehmen bewerten und gegebenenfalls als relevant einschätzen kann. Im Kompass sind auch ausgewählte Vorschriften und Gesetze aufgeführt, die im Zusammenhang mit IT-Sicherheit in Medien und Publikationen immer wieder erwähnt werden. Auch diese sind klassifiziert und können so auf ihre Relevanz überprüft werden. Im Anhang sind die Bezüge der behandelten Standards untereinander aufgeführt, dort befinden sich auch Links zu weiteren Informationen.<br /><br /><b>Download &quot;Kompass der IT-Sicherheitsstandard&quot;: </b><a href="http://www.bitkom.org/files/documents/Kompass_der_IT-Sicherheitsstandards.pdf" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" ><img src="fileadmin/template_risknet/icons/pdf.gif" width="18" height="16" alt="" /></a><br /><br /><br /></p>
<p class="csc-frame-frame1"><b><font size="3">Zur Vertiefiefung: Praxisgerechtes Werk mit wissenschaftlicher Fundierung!</font><br /><br /><img alt="Erfolgsfaktor Risiko-Management 2.0: Praxishandbuch für Industrie und Handel" title="Erfolgsfaktor Risiko-Management 2.0: Praxishandbuch für Industrie und Handel" style="padding: 4px; float: left;" src="uploads/RTEmagicC_Cover-Erfolgsfaktor-RM-klein.jpg.jpg" width="200" height="282" />Erfolgsfaktor Risiko-Management 2.0: Praxishandbuch für Industrie und Handel<br /><br />Von: Romeike, F./Hager, P., Gabler Verlag, 2. Auflage, 528 Seiten, Wiesbaden 2009.</b><br /><br /><i><b>Prof. Dr. Arnd Wiedemann, Inhaber des Lehrstuhls für Finanz- und Bankmanagement, Universität Siegen.</b></i><br /> <br /> Die Beiträge sind theoretisch fundiert, haben aber die unternehmerische Praxis immer im Blick. Das Buch dürfte Studenten und Wissenschaftler an Hochschulen ebenso ansprechen wie auch das Management in der Praxis. Es ist ein von Anfang an durchdachtes Werk gelungen, das in würdiger Weise dem Ruf der ersten Auflage als Standardwerk des Risikomanagement gerecht wird.<br /><br /><i><b>Fachbuch-Vergleichstest bei Buecher.de:<br /><br /></b></i>Ein hervorragend konzipiertes und von Sachkompetenz nur so strotzendes Buch. Auch die - oft schwierige - Synthese von Wissenschaft und Praxis ist ausgezeichnet gelungen. Die Beiträge sind theoretisch fundiert, haben aber die unternehmerische Praxis immer im Blick. Die Empfehlung für Entscheider! Gesamtnote 1,6 <br /><br /><b>Rezension von Prof. Dr. Thomas A. Lange:</b><br /><br />Das Bemerkenswerte ist, dass das Buch, das sich primär an Industrie und Handel richtet, gerade für Risikoanalysten in Banken von besonderem Wert ist, weil es zahlreiche Aspekte beinhaltet, die es auch im Rahmen einer Kreditentscheidung zu berücksichtigen gilt. Insofern enthält das Buch für die in der Regel durch Unternehmensanalysten zu erstellende Besuchsvorbereitung einerseits,&nbsp; aber auch für die Gesprächsführung durch die Relationship Manager andererseits wertvolle Hinweise. Dazu tragen vor allem die zielführenden Beispiele sowie die nutzbringenden Checklisten bei. [...] All dies sind gerade im gegenwärtigen Umfeld sehr gute Gründe, dieses Buch zu lesen. <br /><br /><b>Rezension bei &quot;brainguide.com&quot;, Juni 2003, Prof. Dr. Rudolf Fiedler</b><br /><br />[…] Besonders der von Romeike beschriebene Prozess der Risikofindung, -bewertung, -steuerung und -kontrolle bietet viele Informationen zur praktischen Umsetzung eines Risikomanagementsystems. Hier wird die große Sachkenntnis des Herausgebers und Autors deutlich. [...] Den Autoren ist es gelungen, ein umfassendes Werk zum Thema Risikomanagement vorzulegen, das zugleich wissenschaftliche Tiefe und praxisorientierte Fundierung bietet. <br /><b><br />Weitere Informationen finden Sie </b><a href="Detailansicht-NEWS.479.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=1443&amp;tx_ttnews[backPid]=90&amp;cHash=801fe7b68d" title="Opens external link in new window" target="_top" class="external-link-new-window" ><b>hier</b><br /></a><br /><i></i></p>
<p class="bodytext"><i><br /><br />[Bildquelle: iStockPhoto]</i><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>NEWS-Allgemein</category>
			<category>NEWS-Risk Management</category>
			<category>NEWS-IT Security</category>
			
			<author>office@risknet.de</author>
			<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 13:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>