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Upgrade im Risikomanagement

Lake-Wobegon-Effekt im Risikomanagement

Frank Romeike [Chefredakteur RiskNET]08.04.2014, 08:30

"Risiken – so etwas haben wir nicht! Wir haben alles im Griff!" Nicht selten hört man diese oder ähnliche Worte von Unternehmenslenkern. Bei einem genaueren Blick stellt sich recht schnell heraus, dass die Unternehmen über keinerlei Risikointelligenz verfügen und blind sind für existenzbedrohende Szenarien. In nicht wenigen Fällen werden die Unternehmenslenker irgendwann von der Realität eingeholt. Sofern überhaupt so etwas ähnliches wie ein Risikomanagement existiert, erinnert dies eher an eine "rückspiegelorientierte Risikobuchhaltung" oder an "Risikomanagement-Voodoo".

So sind etwa die methodischen Ansätze zur Gesamtrisikomessung häufig von einem unausrottbaren Denkfehler geprägt. In der Praxis wird nicht selten aus der Summe der zu erwartenden Schadenswerte einzelner Risiken eine Gesamtrisikoposition abgeleitet. Das Ergebnis wird in Form von Risikolandkarten (Risk Maps) dem Vorstand präsentiert. Alles im grünen Bereich! Tragischerweise führt ein kleiner Denkfehler in der Praxis nicht selten zu einer massiven Fehlbewertung des Risikoumfangs beziehungsweise zu einer Überschätzung der Risikotragfähigkeit des Unternehmens.

Die eigenen Fähigkeiten werden überschätzt

Der aus der Psychologie bekannte Lake-Wobegon-Effekt bezeichnet die Tatsache, dass nicht wenige Menschen bestimmte eigene Fähigkeiten für überdurchschnittlich halten. Das fiktive Dorf Lake Wobegon, in dem "alle Frauen stark, alle Männer gutaussehend, und alle Kinder überdurchschnittlich" sind, liegt im ebenso fiktiven Mist County (Nebelkreis) in Minnesota. Bekannt wurde das Dorf durch den US-amerikanischen Schriftsteller Garrison Keillor, der den Alltag im provinziellen Mittelwesten auf liebevolle Weise aufs Korn nimmt. Diese so genannte selbstwertdienliche Verzerrung (im englischen auch self-serving bias) bezeichnet in der Sozialpsychologie die Tendenz, eigene Erfolge im Zweifelsfall eher den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten und eigene Misserfolge eher äußeren Ursachen zuzuschreiben. Eine kanadische Studie hat beispielsweise gezeigt, dass die Mehrzahl der Autofahrer überzeugt sind, besser zu fahren als der Durchschnitt. Auch bei Intelligenztests schätzen sich Teilnehmer häufig falsch ein. Und wer möchte schon gerne Durchschnitt sein?

Interessant ist hierbei, dass die eigenen Fähigkeiten umso stärker überschätzt werden, je schlechter diese in Wirklichkeit sind (auch als Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet). Der Lake-Wobegon-Effekt kann auch auf die Situation des Risikomanagements übertragen werden. Positive Planabweichungen werden den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zugeschrieben – negative Planabweichungen hingegen den externen Effekten (etwa Wettbewerber, Regulierung, Politik, Marktrisiken bzw. einfach "die Anderen sind schuld").

Der Weg des Wegmultiplizierens von Risiken

In der Praxis wird Risiko häufig beschrieben durch Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit – formal also eine Binomialverteilung, die allerdings der tatsächlichen Natur vieler Risiken nicht gerecht wird. Man denke etwa an die Unsicherheit bezüglich Nachfrage oder die Entwicklung von Wechselkursen und Rohstoffpreisen – hier beträgt die Eintrittswahrscheinlichkeit für eine potenzielle Planabweichung 100 Prozent. Unbekannt ist lediglich die potenzielle Schwankungsbreite bzw. Volatilität.

Der Gesamtrisikoumfang des Unternehmens wird anschließend bestimmt als Summe dieser Schadenserwartungswerte, die aus einer Multiplikation von Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit berechnet werden. Ein wunderbarer Weg um Risiken weg zu multiplizieren.

Viele Praktiker verstehen nicht, dass dies ein methodischer Unsinn ist. Denn die Summe der Schadenserwartungswerte sagt über den relevanten Gesamtrisikoumfang fast nichts aus. Die Summe der Schadenserwartungswerte (Risikoerwartungswerte) zeigt nur die mittlere Ergebnisbelastung –  resultierend aus den Risiken – und informiert nicht darüber, welche realistische Maximalbelastung in denkbaren ungünstigen Zukunftsszenarien auf Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung des Unternehmens (dem Risikodeckungspotenzial) zukommen kann. Außerdem werden Abhängigkeiten zwischen Risiken vollständig ausgeblendet.

Wenn das Eigenkapital des Unternehmens durch den Schadenserwartungswert nicht gedeckt wird, würde dies ausdrücken, dass das Unternehmen schon "planmäßig" auf eine Insolvenz zuläuft. Tatsächlich beschäftigt sich das Risikomanagement mit den möglichen, nicht sicher vorhersehbaren Zukunftsszenarien, die das Unternehmen gefährden könnten. Der relevante Gesamtrisikoumfang ist damit nicht die mittlere Belastung aus den Risiken, sondern der mögliche Umfang von Verlusten aus einer aggregierten Risikowirkung, der mit einer definierten Sicherheit nicht überschritten wird.

Grenzen von Risk Maps

Um einen ersten Überblick bezüglich der identifizierten Risiken zu erhalten, die später zu aggregieren sind, werden diese in der Praxis in der Regel in einem Risikoinventar sowie einer sogenannten Risk Map zusammenfassend dargestellt. Die Risk Map, manchmal auch als Heat Map oder Risiko-Portfolio bezeichnet, gehört zum Standard-Instrumentarium des Risikomanagements. Zur vergleichenden Darstellung und Priorisierung von Risiken werden diese in einer Risk Map positioniert im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe (vgl. Abbildung).


Typische Risk Map zur Visualisierung der Risiken im Unternehmen

Der Erwartungswert eines Risikos ist allerdings – wie oben erläutert – kein allein aussagefähiges Risikomaß. Um zudem die Positionierung eines Risikos in der Risk Map überhaupt als Priorisierung für Handlungsbedarf interpretieren zu können, muss unterstellt werden, dass diese Risiken alle in etwa gleich einfach verändert werden können. Für ein exogen gegebenes, völlig unveränderliches Risiko gilt selbst bei einer Positionierung rechts oben im Portfolio offensichtlich der tatsächliche Handlungsbedarf exakt Null.

Bei der Anwendung der Risk Maps wird implizit davon ausgegangen, dass ein Risiko überhaupt sinnvoll durch Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit beschrieben werden kann. Dies gilt jedoch offensichtlich nur dann, wenn diese – und genau diese – Parameter eine adäquate (möglichst vollständige) Beschreibung eines Risikos ermöglichen. Dies trifft speziell jedoch nur für einen bestimmten Verteilungstyp von Risiken zu, nämlich für binomialverteilte Risiken. Derartige binomialverteilte Risiken weisen genau zwei Zustände auf, entweder das Risiko tritt ein (dann tritt ein Schaden infolge einer Schadenshöhe ein) oder es tritt nicht ein.

Die Lösung: Szenariobasierte Ansätze und Kreativitätsmethoden

Tatsächlich ist jedoch der Großteil aller Risiken eines Unternehmens so nicht sinnvoll zu beschreiben. Für Zinsänderungen, Ölpreisschwankungen oder konjunkturelle Umsatzschwankungen ist sicherlich eine Normalverteilung, eine PERT- oder Dreiecksverteilung eine sinnvollere Beschreibung des Risikos als eine Binomialverteilung.

Der erste Fehler beginnt jedoch nicht selten bereits bei der Priorisierung von Risiken. In der Unternehmenspraxis basieren die in einer Risk Map dargestellten Risiken nur selten auf einer einheitlicher Bewertungsbasis (beispielsweise korrekt ermittelten Erwartungswerten für das jeweilige Risiko). In der Praxis vermischen sich nicht selten "worst case"-Szenarien mit "best case"-Szenarien und irgendwelchen "Bauchgefühls"-Szenarien. Dies führt in der Konsequenz dazu, dass möglicherweise zwei völlig unterschiedliche Risikoszenarien in einer Risk Map identisch abgebildet werden.

Szenariobasierte Ansätze, Kreativitätsmethoden sowie Simulationsmethoden helfen, existenzbedrohende Extremereignisse zu identifizieren und zu bewerten. Bereits der Wissenschaftler Benoît B. Mandelbrot, bekannt für seine wegweisenden Arbeiten zur Fraktalen Geometrie und Chaosforschung, hatte das Thema lange vor den jüngsten Marktturbulenzen auf den Punkt gebracht: "Wenn jemand ein Schiff baut, interessiert ihn nicht, wann genau der nächste Sturm kommt. Er baut das Schiff so, dass es jeden denkbaren Sturm überlebt." Diese Erkenntnis sollten auch Risikomanager beherzigen.

 

RiskNET Seminare 2014Quantitative Methoden im Risk Management (RN-S03)

Das Seminar vermittelt Methodenkompetenz in quantitativen Verfahren zur Risikomessung in Industrie und Handel. Zur Quantifizierung von Risiken stehen zahlreiche Instrumente und Methoden bereit. Diese wurden in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert und verfeinert. Im Seminar erlernen Sie klassische Value-at-Risk-Ansätze ebenso wie moderne stochastische Simulationsverfahren. Zur integrierten Betrachtung von Risiken und Chancen werden diverse Risiko-Kennzahlen vorgestellt und diskutiert.

Termine und Orte:


15. - 16. Mai 2014 (Königstein bei Frankfurt/Main)

20. - 21. November 2014 (Nürnberg)

Weitere Informationen finden Sie hier


Grundlagen des Risikomanagements (RN-S01)

Die Fähigkeit, bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Gefahren (Risiken) abzuwägen, ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Das Risikomanagement eines Unternehmens befasst sich mit der Identifikation, der Bewertung, der Aggregation (Zusammenfassung) sowie der Bewältigung von Risiken, die als mögliche Ursachen von Planabweichungen interpretiert werden können. Wie kann man die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Risiken realisieren, ohne den unnötigen bürokratischen Aufwand eines überformalisierten Risikomanagementsystems akzeptieren zu müssen?

Termine und Orte:

21.-22. Mai 2014 (Speck-Alm, Bayrischzell),

15. - 16. Oktober 2014 (Schloss Hohenkammer bei München)

Optionaler Workshop zum Thema Frühwarnsysteme am 23. Mai 2014 bzw. 17. Oktober 2014

Weitere Informationen finden Sie hier






[Bildquelle oben: © agsandrew - Fotolia.com]



Kommentare zu diesem Beitrag

Judith/08.04.2014 09:16
Spannendes Thema. Habe vom Lake-Wobegon-Effekt noch nie vorher was gehört. Ist aber leider im Risikomanagement stark verbreitet. Da sind viele Schlauschwätzer unterwegs, die nur wenig bis keine Ahnung haben. Leider fehlt auch ein professioneller (!) Interessenverband!
Roland/08.04.2014 19:51
@Judith: Die professionelle Interessenvertretung gibt es dank der Risk Management Association e. V. (RMA) (http://www.rma-ev.org). Ich lade Sie ein, sich persönlich ein Bild über die vielfältigen Tätigkeitsfelder der RMA zu machen. Gerne in einem der zahlreichen Arbeitskreise. Ob wir dort allerdings das Thema „Lake Wobegon Effect“ behandeln kann ich Ihnen nicht versprechen ...
Judith/08.04.2014 21:40
@Roland: Die Risk Management Association kenne ich - war lange in den USA. Wusste aber nicht, dass es ein deutsches Chapter gibt. kenne das nur von PRMIA und GARP.
Winni/08.04.2014 21:55
Das ist der bekannte Dunning-Kruger-Effekt. Hierbei geht es um die Tendenz inkompetenter Menschen, das eigene Können zu überschätzen und die Leistungen kompetenterer Personen zu unterschätzen. Das ist leider weit verbreitet - nicht nur unter RIsikomanagern ;-) Eigentlich ist die Sache recht einfach: Wenn jemand inkompetent ist, dann kann er nicht wissen, dass er inkompetent ist. Oder?
Und im Bereich Risikomanagement gab es bis vor wenigen Jahren nicht wirklich eine qualifizierte Ausbildung. So sind dann viele "Inkompetente" (etwa bei der Anwendung statistischer Methoden, siehe oben) auch Risikomanager geworden.
Markus/09.04.2014 19:56
Lieber Herr Romeike,
interessante Einblicke sind das - die Sie da liefern.
Interessant ist ausserdem dass in großen Teilen ihrer bisherigen Publikationen das Konzept der RiskMap irgendwie immer im Vordergrund stand.
Zur Plausibilisierung etc.
Ihre 180 Grad Wende lässt sich nur durch Einsicht oder Absicht begründen.
Nun ein überteuertes Seminar anzubieten ist fast schon dreist.
Sind Sie denn nun schon unter die BeraterKlinkenPutzer gegangen?

@ROLAND:
2499€ - welches Preis Leistungs Verhältnis ist hier zu erwarten?
Markus/10.04.2014 09:23
gemeint war natürlich Florain


2499€ - welches Preis Leistungs Verhältnis ist hier zu erwarten?
Roland/10.04.2014 12:46
@Judith: Die RMA e. V. ist die DACH-Interessenvertretung zum Thema Risikomanagement und steht in keiner Verbindung mit der US-RMA. Wie schon erwähnt: Weitere Infos gibt es unter http://www.rma-ev.org
Frank/14.04.2014 11:26
@Markus: Kann es sein, dass Sie den Text nur überflogen haben? Hier geht es um psychologische Verzerrungen bei der Risikobewertung und Unsinnigkeiten durch das Wegmultiplizieren von Risiken. Ich kann hier keine 180-Grad-Wendung erkennen. Ich habe überhaupt nichts gegen eine Visualisierung von Risiken in Form einer Risk Map - aber ich muss vorher methodisch sauber arbeiten. Und viele Risiken kann ich schlicht und einfach nicht durch die Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß bewerten.

Und die Frage, ob ein Seminar überteuert ist, können Sie kaum beantworten, wenn Sie die Leistungen nicht kennen, oder?

Vielleicht sollten Sie Ihren Kommentar hinsichtlich "Niveau" noch einmal überdenken ... ;-)

Ach ja, den Kommentar von Florian werden wir löschen ... hier geht es um fachliche Diskussionen und nicht die Bewerbungen von Kongressen, Konferenzen o.ä. Dafür gibt es den RiskNET Event-Bereich ;-)
Judith/16.04.2014 07:51
@Roland: okay verstanden - trotzdem ziemlich irritierend. war gerade auf einer Veranstaltung in München zum Thema Supply Chain Risk Management. Dort wurde Ihr Vorstandskollege Schwager als Mitglied des Vorstands der RMA mit dem Logo der US-RMA vorgestellt. War davon ausgegangen, dass es soich um ein German Chapter handelt!!!
Markus/16.04.2014 17:32
@Frank

Ich verstehe sie ja auch - manchmal muss Kritik leider etwas schärfer und beißender formuliert sein - um in der heutige Risikowelt wahrgenommen zu werden.

Sofern der Tonfall etwas zu ruppig war - möchte ich um Entschuldigung bitten.

Die Intention der RiskMap ist für mein Verständnis - ein Werkzeug um potentielle Risiken erst mal rudimentär zu kategorisieren.
Der wirkliche Mehrwert entsteht durch den Vergleich der abgeleiteten Maßnahmen zur Risikominimierung bzw. -steuerung.
Hierbei sollte die methodische und monetäre Sichtweise auf Konsistenz geprüft und ggf. angepasst werden.

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Zur Frage des Preis-Leistungsverhältnisses der Seminare:

1500€ sind durchaus marktüblich für 2x 1-2 Tage plus ca. 200€ für Anfahrt/Übernachtung etc.

Für mich stellt sich immer die Frage: Was kann ich auch solchen Veranstaltungen mitnehmen bzw. welche anderen Adressaten außer Mitarbeiter aus Risikomanagementabteilungen können sinnvoll angesprochen werden.
Dem durchschnittlichen Geschäftsführer fehlen in der Regel grundlegende Kenntnisse der Statistik bzw. Risikotheorie (von Extremwerthoerie, Risikomaßen etc) gar nicht zu sprechen.

In meinen Augen wäre ein Weiterbildungsstudium (Master) hier deutlich sinnvoller.

Ihre Seminare sind dann als Add-On für spezifischere Fragestellungen (Mittelstand, Reporting, Austausch mit anderen Risikomanagern etc.) durchaus sinnvoll
Frank/17.04.2014 14:27
@Markus: Okay, perfekt ... dann sind wir wieder auf der selben Linie. Wichtig ist mir vor allem, dass man im Bereich der Identifikation und Bewertung mit fundierten Methoden arbeitet und sich nicht ausschließlich auf eine Expertenschätzung konzentriert. Zudem sollten man den Experten eher Szenarien beschreiben lassen (bspw. worst case, best case, realistic case).

Bzgl. Ausbildung/Weiterbildung bieten wir über die Risk Academy das gesamte Portfolio an: a) Masterabschluss im Bereich Risikomanagement gemeinsam mit der Technischen Hochschule Deggendorf; b) Intensiv-Seminare zu unterschiedlichen Themen inkl. Risikomanagement-Planspiel für Führungskräfte, Vorstände etc. sowie c) RiskNET Summit (siehe http://summit.risknet.de)

Schöne Ostern & viele Ostereier ;-)

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