Glossar & Definitionen

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Risikomanagementprozess

Das Strategische Risiko-Management bildet die integrative Klammer und das Funda-ment des gesamten Risikomanagement-Prozesses. Es beinhaltet vor allem die Formulierung von Risikomanagement-Zielen in Form einer "Risikopolitik" bzw. "Risikostrategie" sowie die Definition der Organisation des Risikomanagements.

Bevor das Risikomanagement als kontinuierlicher Prozess eingeführt und gelebt werden kann, müssen zunächst die Grundlagen bezüglich der Rahmenbedingungen (etwa Risk Policy Statement), Organisation (etwa Funktionen, Verantwortlichkeiten und Informationsfluss) und die eigentlichen Prozessphasen definiert werden. 

Der operative Risikomanagement-Prozess (vgl. nachfolgende Abbildung) beinhaltet den Prozess der systematischen und laufenden Risikoanalyse. Ziel der Risikoidentifikation ist die frühzeitige Erkennung von "den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen", d. h. die möglichst vollständige Erfassung aller Risikoquellen, Schadensursachen und Störpotenzialen.

Für einen effizienten Risikomanagement-Prozess kommt es darauf an, dass Risikomanagement als kontinuierlicher Prozess – im Sinne eines Regelkreises – in die Unternehmensprozesse integriert wird.

Eine Schlüsselstelle im gesamten Risikomanagement-Prozess nimmt die Risikosteuerung und -kontrolle ein. Diese Phase zielt darauf ab, die Risikolage des Unternehmens positiv zu verändern bzw. ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ertrag (Chance) und Verlustgefahr (Risiko) zu erreichen, um den Unternehmenswert zu steigern. Die Risikosteuerung und -kontrolle umfasst alle Mechanismen und Maßnahmen zur Beeinflussung der Risikosituation, entweder durch eine Verringerung der Eintrittwahrscheinlichkeit und/oder des Schadensausmaßes. 

Der Risikomanagement-Prozess in der Praxis


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