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Credit Risk


Seit der Einigung der internationalen Bankenaufsicht im Jahre 2004 auf die Einführung neuer Eigenkapitalstandards – gemeinhin als Basel II beschrieben – ist insbesondere die Kreditvergabe als Finanzierungsform der mittelständischen Wirtschaft stark in die Diskussion gekommen. Dies ist zum einen dem fehlenden Verständnis vieler Unternehmer und Unternehmen der Grundlagen von Kreditentscheidungen zuzuschreiben, zum anderen auch der mangelnden Fähigkeit von Banken, eben diese Voraussetzungen hinreichend zu verdeutlichen. Gleichzeitig führt die Zunahme des Wettbewerbsdrucks auf der Bankenseite durch internationale Konkurrenz sowie alternativer Angebote dazu, dass Institute in vertretbaren Risikoklassen das Produkt Kredit mit Nachdruck zu günstigen Konditionen anbieten. In der Konsequenz finden Nachfrager, die nicht den adäquaten Risikoklassen angehören, gar nicht oder nur sehr schwer Zugang zu Finanzierungen. Der folgende Artikel stellt die Grundlagen von Basel II sowie einige Punkte im Kreditprozess dar und verdeutlicht Ansatzpunkte und Handlungsalternativen im Bankgespräch.
TSchirmer 9165 Downloads 19.11.2006
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Schätzungen von Verlustquoten (loss given default, LGD) sind in der Bankenlandschaft nach wie vor deutlich weniger entwickelt als etwa Verfahren zur Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (probability of default, PD). In der Modelllandschaft des Risikomanagements von Banken nehmen LGD-Modelle eine untergeordnete Rolle ein. Bis vor einigen Jahren noch gänzlich fehlend, steuern viele Banken ihr Geschäft heute mit einer pro Segment konstant erwarteten Verlustquote, die auf der Basis historischer Ausfalldaten geschätzt wird. [Quelle: RISIKO MANAGER 20/2006]
3784 Downloads 04.11.2006
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This paper first provides a simple but very general framework for credit portfolio modelling which is based on the distinction between systematic and unsystematic risk. Unsystematic or borrower-specific risk vanishes through diversification in a very large, infinitely fine-grained portfolio. The framework contains typical models like CreditRisk+ and CreditMetrics as special cases. An analysis of marginal risk contributions is then done which also includes a theoretical formula for the granularity adjustment in a "lumpy" credit portfolio. [Autor: Priv.-Doz. Dr. oec. publ. Hans Rau-Bredow, www.wifak.uni-wuerzburg.de]
Bredow 7517 Downloads 10.09.2006
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Die unternehmensweite Erfassung und Steuerung von Markt- und Kreditrisiken ist für Banken, Versicherungen, Investoren und große Corporates eine zentrale – und manchmal überlebenswichtige – Aufgabe des Risikomanagements. Wir zeigen in einem generischen Ansatz, wie auf Portfoliobasis berechnete Risiko- und Ertragskennzahlen zu einem System zusammengestellt werden können, um ein differenziertes Bild der Risiko- und Ertragssituation des Portfolios zu zeichnen und eine konsolidierte Steuerung zu ermöglichen.
Wehrspohn 10430 Downloads 13.07.2006
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Der Fokus des Beitrags liegt auf der Beschreibung eines Modells zur Quantifizierung des Forderungsausfallrisikos von Unternehmen. Es werden verschiedene Wege aufgezeigt, wie die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), die Ausfallquote (LGD) und die Forderungshöhe (EAD) zum Ausfallzeitpunkt einer Forderung durch Wahrscheinlichkeitsverteilungen beschrieben werden können. Abgerundet wird der Beitrag durch eine empirische Erhebung zur Ausfallquote und Ausfallwahrscheinlichkeit in gewerblichen Unternehmen.
Henry.Dannenberg 6638 Downloads 10.07.2006
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Zum 1. Januar 2007 treten die neuen Richtlinien für die Kreditvergabe und das Risikomanagement von Banken in Kraft (Basel II). Spätestens dann wird neben der heute üblichen Ermittlung von Ausfallwahrscheinlichkeiten ("Probability of Default", kurz PD) die Schätzung der möglichen Höhe eines Kreditausfalls ("Loss Given Default", kurz LGD) zum zentralen Instrument des Kreditrisikomanagements werden. Denn nach diesen Größen wird die erforderliche Unterlegung des Kredits mit Eigenkapital als auch die Preisgestaltung für den Kredit bestimmt. [Autoren: Dimitrij Saldanha, Martin van Gemmeren]
Saldanha 7929 Downloads 03.07.2006
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The banking industry has traditionally believed that credit risk management is primarily about minimising loss. But converging competitive and regulatory pressures are transforming the credit risk landscape. As a result, today’s leading institutions are moving towards a credit risk framework that enables them to enhance their performance, compete more effectively for profitable business and drive best practice by leveraging their Basel II investments. This framework is called Active Credit Portfolio Management (APM).
Sarraf 10257 Downloads 20.04.2006
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Risiken, die den Umfang möglicher Planabweichungen und damit die Planungssicherheit beschreiben, sind eine von Risikotragfähigkeit (Eigenkapitalausstattung und Liquiditätsreserven) und erwartetem Ertragsniveau unabhängige dritte Determinante der Ausfallwahrscheinlichkeit eines Unternehmens. Mit traditionellen Finanzkennzahlenratings lassen sich zwar Risikotragfähigkeit und Rentabilität gut beurteilen – nicht jedoch die originären Risiken des Unternehmens. Im vorliegenden Beitrag werden zwei Möglichkeiten der Erhebung und Quantifizierung von Risiken und deren Aggregation zu einem Risikorating und dessen Integration in einen umfassenden Ratingansatz vorgestellt. BEMMANN, M., GLEIßNER, W., LEIBBRAND, F. (2006): „Das Risikorating – ein Ansatz zur Erfassung originärer Unternehmensrisiken“, in Risikomanager 3/2006, S. 10-15, 2006
MartinB 9656 Downloads 28.02.2006
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Während sich auf der einen Seite die Produktlandschaft gravierend verändert hat und die Substitutionskonkurrenz permanent zunimmt, sieht auf der anderen Seite auch die Risiko-Landkarte für ein Versicherungsunternehmen heute aufgrund der kapitalmarktseitigen, demografischen, sozialen und politischen Veränderungen völlig anders aus als noch einige Jahrzehnte früher. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren die Anforderungen der Kapitalmarktteilnehmer und Ratingagenturen an die Profitabilität der Unternehmen gestiegen. Kurzum: der Versicherungsmarkt ist gekennzeichnet durch einen verschärften Wettbewerb um Marktanteile bei sinkenden Gewinnmargen. Eine Lösung dieser Herausforderungen bedingt eine Analyse der herkömmlichen Entscheidungsprozesse in der Assekuranz.
Romeike 8498 Downloads 29.12.2005
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Schon seit langem vergeben die Kreditinstitute nur dann Kredite an Firmenkunden, wenn nach Einschätzung der Bank eine hinreichende Kreditwürdigkeit besteht. Dabei werden umfangreiche Informationen zu Jahresabschlüssen, betriebswirtschaftliche Auswertungen und dem Zahlungsverhalten genau unter die Lupe genommen. Rating bezeichnet in diesem Zusammenhang den Vorgang der Beurteilung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Fähigkeiten eines Kreditnehmers, seinen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Das Rating ist damit als ein Zeugnis der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens anzusehen. Im Zuge der zentralen Neuerungen durch Basel II und damit der Differenzierung der Kreditkonditionen nach Risikoklassen, wird die Kreditvergabe an Unternehmen mit schwächeren Bonitäten teurer, aber auch für gute Unternehmen anspruchsvoller und aufwendiger. Die Vorbereitung auf den Prozess der internen Bonitätsbeurteilung der Banken durch ein externes und damit bankenunabhängiges Rating gewinnt dabei zunehmen an Bedeutung.
Lingnau 7611 Downloads 29.12.2005
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