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Credit Risk


In Kreditgesprächen zur Refinanzierung oder der Beschaffung von Investitionskapital begegnen Unternehmen neuerdings den Anforderungen aus dem Baseler Akkord für die Eigenkapitalunterlegung der Banken: Basel II. Für die Banken folgt aus Basel II unter anderem, dass sie jeden Schuldner mit einer individuellen Bewertung versehen müssen, um das von ihm ausgehende Adressrisiko zu ermitteln und angemessen abzufedern. Dies geschieht durch ein so genanntes "internes Rating", das die Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmer bewertet. Rating bedeutet im Grunde nichts anderes als den Versuch, die Unsicherheit der Bank bezüglich des um Kredit nachfragenden Unternehmens zu verringern. Hierfür sammelt die Bank Informationen über "Hard Facts", das sind hauptsächlich Zahlen aus dem Rechnungswesen (Bilanz, GuV und Cashflow, ergänzt um die Planung) und "Soft Facts", also Fragestellungen rund um die Führung, Steuerung und zukünftigen Potenziale des Unternehmens. Nur wenn bereits die Finanzzahlen befriedigende Perspektiven versprechen, wird es zu einem weiterführenden Gesprächsbedarf über die "Soft Facts" kommen. Hier ergibt sich eine grundsätzliche Informationsasymmetrie: Der Informationsbedarf der Bank und die Informationsbereitschaft von Unternehmen sind selten deckungsgleich. Die Bank benötigt für ihr internes Rating Hard und Soft Facts des Unternehmens. Das Unternehmen hingegen kennt weder den Fragenkatalog noch die Interpretation und Gewichtung der Antworten.
Angerer 9141 Downloads 19.06.2007
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In diesem Artikel werden moderne Verfahren zur Identifizierung von Konzentrationsrisiken in Kreditportfolien auf Basis neuronaler Netzwerke sowie effektive Steuerungsmöglichkeiten mit Hilfe synthetischer CDO-Tranchen vorgestellt. Besonderes Augenmerk wird auf das natürliche Zusammenspiel und die Integration dieser beiden, oftmals getrennt betrachteten Themen gelegt.
mbuttler 11266 Downloads 08.06.2007
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Sowohl unter bankinternen Steuerungsgesichtspunkten wie auch im Lichte der Regelungen der MaRisk und der zweiten Säule von Basel II rückt das integrierte Adressrisikomanagement von Kunden- und Eigengeschäften immer stärker in den Vordergrund. Mit Hilfe geeigneter Methoden und Systeme zur statistisch geprägten Ergebnisvorschau auf einen zukünftigen Risikohorizont (Ex-Ante-Risikomessung), zur Beurteilung der Vermögenssituation und der jeweils aktuell benötigten Risikovorsorge (Bestandsbewertung) sowie zur Feststellung des tatsächlich im Nachhinein erzielten Ergebnisses (Ex-Post-Analyse) kann ein geeigneter Regelkreis zur Steuerung von Adressrisiken aufgebaut werden.
[Autoren: Michael Lesko, Frank Schlottmann / Quelle: RISIKOMANAGER 06/2006]
Lesko 8765 Downloads 31.05.2007
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Risiken sind nicht gleich Risiken. Die Aggregation von Chancen-Risiko-Profilen je Risikoart (Adressen-, Marktpreisrisiken etc.) zur Gesamtbank-Chancen-Risiko-Verteilung unter Berücksichtigung ihrer gegenseitigen Abhängigkeiten ist daher eine zentrale Herausforderung für die Bankpraxis. Während gegenwärtig noch die einfache Addition von Risikokennzahlen in der Praxis dominiert, ist ein Verfahren dabei, sich zum State of the Art zu entwickeln. Die Rede ist von der Modellierung mit Hilfe von Copula-Funktionen.
[Autoren: Andreas Beck, Michael Lesko / Quelle: Betriebswirtschaftliche Blätter 05/2006]
Beck 8863 Downloads 31.05.2007
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Die Bewertung der Ausfallwahrscheinlichkeiten von Ratingklassen, basierend auf historischen Daten, ist mit Schätzunsicherheit verbunden. Zur Bewertung dieser Unsicherheit werden in der Literatur Konfidenzintervalle diskutiert. Diesen liegen allerdings Annahmen bezüglich der Abhängigkeiten zwischen einzelnen Forderungen zugrunde, die im Widerspruch zu den Annahmen der gängigen Kreditportfoliomodelle stehen. Im vorliegenden Beitrag wird anhand von Simulationsstudien gezeigt, dass eine Berücksichtigung von Schätzunsicherheit in kleinen Portfolios gerechtfertigt sein kann, auch wenn dafür Abhängigkeiten vernachlässigt werden müssen. Die Modellierung der Schätzunsicherheit beruht hier auf der Idee der Konfidenzintervalle und der ihnen zugrundeliegenden Verteilungen. Die Ergebnisse der Arbeit sind vor allem für die Modellierung von Forderungsportfolios in Unternehmen von Interesse.
Henry.Dannenberg 8387 Downloads 24.05.2007
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Für Unternehmen, die ihren Kunden Zahlungsziele einräumen, besteht die Gefahr, daß ein Kunde nach Ablauf der Zahlungsfrist nicht in der Lage ist, die an ihn gestellten Rechnungen zu begleichen. In diesem Fall erleidet der Gläubiger einen Verlust, der unter Umständen die eigene Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zur Folge haben kann. Um der Gefahr einer eigenen, durch den Forderungsverlust bedingten, Folgeinsolvenz vorzubeugen, sind von einem Unternehmen hinreichend hohe Reserven in Form von Eigenkapital bzw. Liquidität bereit zu stellen, auf die im Schadensfall zurückgegriffen werden kann. Die korrekte Bewertung dieser Reserve ist vor allem unter Allokationsgesichtspunkten interessant. Im vorliegenden Artikel wird untersucht, ob aufgrund von bestimmten Eigenschaften eines Unternehmens, das seinen Kunden Zahlungsziele einräumt, Rück-schlüsse auf die Höhe der erforderlichen Eigenkapital- bzw. Liquiditätsreserven möglich sind. Die Untersuchung zeigt, daß Merkmale wie Größe, durchschnittlich gewährte Forderungshöhe, Kundenstruktur und Auslandsaktivität gefunden werden können, anhand derer zwischen Unternehmen mit hohen und Unternehmen mit geringen Forderungsausfallrisiken unterschieden werden kann. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, daß die Bewertung der erforderlichen Reserven zur Deckung des Forderungsausfallrisikos auf Grundlage von Eigenschaften des zahlungszielgewährenden Unternehmens möglich sind.
Henry.Dannenberg 7336 Downloads 21.05.2007
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Die mathematische Statistik hat – nicht zuletzt durch Basel II, Solvency II und den Einsatz moderner Risikomanagement-Verfahren – ihren Platz in der Ecke der Geheimwissenschaften verlassen und drängt sich immer mehr in den Blickpunkt der Praxis. Allerdings müssen Praktiker häufig statistische Methoden anwenden, ohne mit den entsprechenden mathematischen Hintergründen vertraut zu sein. Statistik ist jedoch nicht nur eine Sammlung von Formeln und methodischen Instrumentarien, sondern vor allem eine Denkweise, die auch ohne mathematische Vorkenntnisse nachvollzogen werden kann.
[Quelle: Ralph Würthwein, Statistik für Muggles. Das Ende der Ökonometrie als Geheimwissenschaft, in: RISKNEWS, 1. Jahrgang, 06/2004, Wiley-VCH Verlag, Weinheim.]
Wuerthwein 8594 Downloads 11.04.2007
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Ratings sollen bekanntlich in erster Linie darüber Auskunft geben, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kreditnehmer oder Emittent eines Wertpapiers seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt bzw. eben nicht nachkommt. Diese so genannte Ausfallwahrscheinlichkeit oder Probability of Default (PD) zu ermitteln, ist die zentrale Aufgabe einer Rating-Agentur. Ein Grundprinzip und Erfolgsrezept wissenschaftlicher Forschung ist es, zunächst zu untersuchen, wie über ein bestimmtes Phänomen nachgedacht werden soll, um einen gewissen Fortschritt, sei es im Hinblick auf das tiefere Verständnis oder die praktische Handhabung eines Phänomens, zu erzielen. Rating als Schätzproblem zu sehen, kann dazu beitragen, die Diskussionen über die Methodik und die Transparenz des Ratings zu versachlichen.
[Quelle: Ralph Würthwein, Rating als Schätzproblem, in: RATINGaktuell, 02/2004, Bank-Verlag, Köln.]
Wuerthwein 11524 Downloads 11.04.2007
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Hedge Funds können sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Sicht als die "Königsdisziplin" der Kapitalanlage charakterisiert werden. Während auf der einen Seite Hedge Funds aufgrund günstiger Risiko-Ertrags-Verhältnisse und einer in der Regel negativen Korrelation mit der Marktentwicklung eine interessante Anlagekategorie offerieren und zur Effizienzsteigerung der Märkte beitragen, beinhalten Hedge Funds jedoch auf der anderen Seite auch ein nicht unerhebliches Destabilisierungspotenzial, insbesondere durch den Einsatz von Leverage und derivativer Finanzinstrumente. Die aktuelle öffentliche Diskussion zeigt aber vor allem, welche immensen Unkenntnisse über Hedge Funds existieren.
Der folgende Beitrag dient der Versachlichung der aktuellen Diskussion um die Regulierung von Hedge Funds und skizziert die Grundlagen und Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung eines adäquaten Risikomanagements, um insbesondere die mit Hedge Funds verbundenen systemischen Risiken zu reduzieren.
[Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion der Zeitschrift RISIKO MANAGER, Bank Verlag Medien GmbH]
Romeike 15072 Downloads 06.04.2007
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Der vorliegende Leitfaden beschäftigt sich mit der Best Practice im Risikomanagement von Verbriefungen und verfolgt dabei zwei Hauptziele: Erstens soll jenen Lesern, die sich bisher noch wenig mit dem Thema Verbriefung auseinander gesetzt haben, ein grundlegender Überblick geboten werden. Zweitens sollen auch Lesern mit Verbriefungserfahrung praxisrelevante Hinweise und Orientierungshilfen für eine optimale Ausgestaltung des Risikomanagements von Verbriefungen gegeben werden. [Herausgeber: Oesterreichische Nationalbank und Finanzmarktaufsicht]
Oenb 8656 Downloads 16.03.2007
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