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Die nachfolgenden Ausführungen gehen der Frage nach, ob in den USA und Europa gleichermaßen Handlungsbedarf hinsichtlich Risikotransparenz besteht und ob es inzwischen objektivierbare Kriterien (quasi eine "best practice")für die Beurteilung der Risikoberichterstattung gibt. [Quelle: FIRM Jahrbuch 2014]
wolfgang_hartmann 3164 Downloads 24.07.2014
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In diesem Text besprechen wir eine wichtige Klasse von stochastischen Prozessen, benannt nach dem französischen Stochastiker Paul Lévy (1886-1971). Diese Klasse enthält, neben der sehr bekannten Brown‘schen Bewegung, auch allgemeinere Prozesse mit Sprüngen, welche in der heutigen Praxis des Risikomanagements noch relativ schwach verbreitet sind. Solche Sprungprozesse sind aber insbesondere für die Modellierung von Aktienprozessen sehr interessant und finden darüber hinaus auch Anwendung in anderen Gebieten der Risikotheorie. Beispiele sind die Versicherungsmathematik (Cramér-Lundberg-Modell und dessen Erweiterungen) oder die Kreditrisikoanalyse (strukturelle Modelle für Firmenausfälle).
[Autoren: Dr. Asma Khedher und Prof. Dr. Matthias Scherer, Lehrstuhl für Finanzmathematik, Technische Universität München]
matthias_scherer 7793 Downloads 24.07.2014
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Die Studie „Risikomanagement im österreichischen Mittelstand“ wurde im Jahr 2014 zum zweiten Mal durchgeführt haben. Befragt wurde eine Stichprobe aus allen österreichischen Handels- und Gewerbebetrieben mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 25 und 500 Personen (3000 aus einer Grundgesamtheit von 4.083 in Frage kommenden Unternehmen). 270 Geschäftsführer, leitende Mitarbeiter aus dem Rechnungswesen/Controlling und Risikomanager (also 9 Prozent) haben zwischen November 2013 und Januar 2014 geantwortet.
Das Fazit: Das Thema Risikomanagement befindet sich in Österreich auf dem Weg nach oben, der Nutzen wird für die Anwender aus den verschiedensten Gründen rasch sicht- und spürbar.
Theuermann 4376 Downloads 18.06.2014
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Der Erfolg eines Unternehmens hängt wesentlich von der Qualität unternehmerischer Entscheidungen ab, die der Vorstand im Zusammenspiel mit dem Aufsichtsrat trifft. Daher sind die betriebswirtschaftlichen Instrumente der Entscheidungsvorbereitung und die Qualität der Entscheidungsvorlagen bei Vorstand und Aufsichtsrat kritische Erfolgsfaktoren.
Gleißner, Werner: Risiko, Rating, Krisenprävention und wertorientiertes Management: Die Zusammenhänge, in: Der Aufsichtsrat 07-08/2013, S. 114 - 116.
Gleissner 4887 Downloads 18.06.2014
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Wie immer seit der Finanzmarktkrise war auch 2013 ein bewegtes Jahr. Mit der Beschlussfassung zur Einführung von Basel III in den USA und in der Europäischen Union (Single Rule Book: CRR und CRD IV) ist zukünftig weltweit der risikosensitive Ansatz mit erhöhtem Kernkapital-, Liquiditäts- und Leverage-Ratio von dem Bankensektor zu erfüllen. Zudem wurde der erste Schritt zur Einführung einer Bankenunion für die Länder der Eurozone mit Schaffung einer einheitlichen Bankenaufsicht unter dem Dach der EZB getan (Single Supervisory Mechanism, SSM); nach Bilanzprüfung und Stresstest übernimmt die EZB am 4. November 2014 die unmittelbare Aufsicht über die rund 130 größten Banken der Eurozone, auf die rund 85 Prozent aller Bank-Assets entfallen. Sie beaufsichtigt und steuert durch 18 nationale Aufseher und somit auch die Aufsicht der 6.000 kleineren Banken. Für eventuell notwendige Restrukturierungen und die Abwicklung von Banken wurden mit dem "Single Resolution Mechanism(SRM)" ebenso die Weichen gestellt. Fast unbemerkt hat sich in diesem Zuge die "Solvabilitätsverordnung", mit der Anfang 2007 in Deutschland Basel II eingeführt wurde, mit Ablauf des Jahres 2013 verabschiedet. In diesem Kontext wurde das Kreditwesengesetz (KWG) mit Wirkung vom 1. Januar 2014 komplett überarbeitet und stellt nun die deutsche Fassung des "Single Rule Book" dar. Die Rahmenbedingungen für die Finanzindustrie ändern sich weltweit derzeit so schnell, dass Forschung und Lehre kaum noch hinterherkommen. Dabei ist doch die Forschung zu den Wirkungszusammenhängen so wichtig, damit politisch und regulatorisch nicht die falschen Impulse gesetzt und Folgeeffekte angemessen berücksichtigt werden.
Romeike 15909 Downloads 01.01.2014
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Es gibt viele Argumente für die Geschäftsleitung, bzgl. der anerkannten, einschlägigen Methoden und Werkzeuge aus Recht, Technik und Wirtschaft auf dem aktuellen Stand zu sein und Risiko-, Chancen- und Compliancemanagement als strategisches Instrument für eine erfolgreiche Unternehmensführung (Good Governance) und treffsichere Planungen einzusetzen. Für das Unternehmen selbst bedeutet es Liquiditäts- und Existenzsicherung, die Möglichkeit der Nutzung von Chancen bei gleichzeitiger Haftungsreduzierung, Erzielung eines erheblichen Wertbeitrags, ebenso Reputationsgewinn und Wettbewerbsvorteile. Für die Geschäftsleitung ist es ein Werkzeug für erfolgreiche Unternehmens- und Risikosteuerung bei gleichzeitiger Reduzierung der persönlichen zivil- und strafrechtlichen Haftungsrisiken sowie für optimierte Planung. Für den Kunden bedeutet es eine Reduzierung des Lieferantenausfallrisikos (Verkaufsargument).

[Quelle: Scherer, Josef: Good Governance und ganzheitliches strategisches und operatives Management: Die Anreicherung des "unternehmerischen Bauchgefühls" mit Risiko-, Chancen- und Compliancemanagement, in: Corporate Compliance Zeitschrift (CCZ), AUsgabe 6/2012, S. 201-211]
Scherer 5749 Downloads 04.07.2013
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The new Basel III rules for liquidity and funding will have an impact on several areas of the banking business. As a consequence, it is useful to identify the key areas within a bank where Basel III has the biggest impact and to define the necessary strategies, processes, and new products to tackle the individual business challenges. While this allows the consideration of specific topics, a well-structured and consistent approach requires a general and overarching view, which encompasses and integrates all individual areas.
The paper gives an overview of the strategies that banks all over the world are currently discussing; focusing on funds transfer pricing (FTP), the active steering of LCR and NSFR, deposit analysis and according strategies, as well as assets and investment products. Finally a structured approach for the strategic analysis and implementation of business changes is briefly outlined.

[Robert Fiedler/Michael Mahlknecht (2013): Basel III: Solving the Liquidity Business Challenge, Cass-Capco Institute Paper Series on Risk, The Capco Institute Journal of Financial Transformation, Journal#37, 04.2013]
Fiedler 6427 Downloads 20.05.2013
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Die durch die Hypothekenkrise in den USA ausgelösten Börsenturbulenzen trafen besonders stark die Bankaktien. Der allgemeine Vertrauensverlust sowie hohe Verschuldung der Kreditinstitute schreckten die Investoren vor allem von den Aktien der Kreditinstitute ab. Die spektakuläre Pleite der Bank Lehman Brothers löste die Debatte aus, wie sicher das Anlegergeld überhaupt noch bei den Banken ist. In den folgenden Jahren kam es im Euro-Raum zu der Haushalts- und Schuldenkrise, in der erneut die Banken unter starkem Vertrauens- und Imageverlust gelitten haben. Zeitgleich mit neuen Bankenkrisen wurden die Anforderungen an das Eigenkapital der Institute immer weiter verschärft, was zu starken Einschränkungen der gewinnbringenden Investmentsparte geführt hat. Im Verlaufe der Krise rückte nicht nur die Kursrendite sondern auch deren Veränderungsrate – die Volatilität in den Fokus der Beobachtung. Die Variabilität von Preisveränderungen spiegelt die Unsicherheit in den Finanzmärkten wider und ist ein gutes Barometer für die Markteinschätzung. Sie ist deshalb für Banken, Vermögensverwalter und private Investoren, die Aktienportfolien verwalten, besonders wichtig. Auf Basis einer richtigen Schätzung der Volatilität kann ein Aktien- und Anleiheportfolio effizient gegen Risiken abgesichert werden.
Gohla 7047 Downloads 08.05.2013
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In welchen Branchen wird ein aktives Risikomanagement betrieben? Welche Erfahrungen sind Teil der Entscheidung für ein zukunftsweisendes Risikomanagement und wie werden die dazugehörigen Prozesse und Methoden in der eigenen Organisation implementiert, umgesetzt und gelebt? Und vor welchen Hürden stehen Unternehmen beim Thema Risikomanagement? Auf diese Fragen liefert das "Chancen-/ Risiko-Radar 2013" fundierte Antworten. Initiiert von Avanon, einem Unternehmen der Thomson Reuters GRC (vgl. accelus.thomsonreuters.com/), und durchgeführt durch die Experten des Kompetenzportals RiskNET, erlaubt die Studie einen tieferen Einblick zu Strategien des Risikomanagements in Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.

Mehr als 580 Unternehmensvertreter aus verschiedenen Verantwortungsbereichen – vom CEO über Geschäftsführer sowie den Leitern des Risikomanagements oder Controllings – beteiligten sich an der rund 6-wöchigen Studie. Ergänzt wurden die empirischen Ergebnisse durch ausgewählte Experteninterviews. Dank ihrer Mithilfe ist dieses umfassende Werk zum "Chancen-/ Risiko-Radar 2013" entstanden.
Romeike 11921 Downloads 23.02.2013
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Die Studienergebnisse basieren auf einer von der Technischen Universität Graz in Kooperation mit dem Kompetenzportal RiskNET durchgeführten empirischen Umfrage, an der sich über 400 Risikomanagement-Experten beteiligt haben. Mit der Studie sollte zum einen der Status Quo beim Management von Reputationsrisiken erhoben werden und zum anderen die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Unternehmensreputation bestimmt werden. Diese Ergebnisse bilden die Basis für eine adäquate Erweiterung der bestehenden Risikomanagement-Systeme. Der US-amerikanische Großinvestor, Unternehmer und Mazen Warren Edward Buffett hat das Thema auf den Punkt gebracht: "Es dauert 20 Jahre, um sich eine Reputation aufzubauen, und fünf Minuten, um sie zu ruinieren. Wenn Sie darüber nachdenken, werden Sie die Dinge anders machen."

[Autoren: Frank Romeike, RiskNET GmbH / Ulrich Bauer, Christian Weißensteiner, Technische Universität Graz]
Romeike 11008 Downloads 29.01.2013
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