RiskNET eLibrary


Sonstige


Nachdem die Entwicklungen im Risikomanagement in der Finanzdienstleistungsindustrie in der jüngeren Vergangenheit stark durch aufsichtsrechtliche Einzelaspekte geprägt waren, tritt nun ein gesamtheitlicher Blick in den Vordergrund. Die Institute erfassen es zunehmend als betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, die wesentlichen Risiken und Chancen des eigenen Geschäfts rechtzeitig zu erkennen und bezüglich ihrer Auswirkungen einschätzen zu können. Diese Erkenntnis hat bereits zur Entwicklung umfassender Methoden und Verfahren zur Identifizierung, Messung und Steuerung der mittlerweile klassischen Risikoarten Adressenausfall-, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken geführt, die in ihrer Ausgestaltung teilweise über die Anforderungen der Aufsicht hinausreichen. Auf dem Weg zu einer wertorientierten Gesamtbanksteuerung stellt sich nun die Herausforderung der Abdeckung eines vollständigen Risikoprofils. Geschäftsrisiken spielen in diesem Zusammenhang meist noch eine untergeordnete Rolle. Dabei können wandelnde Rahmenbedingungen bei zu spätem Erkennen und Gegensteuern durch entsprechende Maßnahmen die Geschäftsfortführung eines Unternehmens nachhaltig gefährden. Um in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld bestehen zu können, ergibt sich somit die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit einer systematischen Auseinandersetzung mit der Risikoart Geschäftsrisiko.
MQuick 5897 Downloads 10.01.2007
Datei downloaden
Eine Woche lang, von Montag bis Samstag, haben wir uns quer durch die Republik und ins Ausland begeben, um für Sie außerhalb der Kreditinstitute Impressionen aus der Rating-Szene zu sammeln und die Stimmung im In- und Ausland aufzuzeichnen. Dabei ging es uns nicht nur darum, die verschiedenen Facetten der täglichen Arbeit von Wissenschaftlern, Rating-Analysten und Rating-Beratern zu zeigen, sondern auch die Menschen vorzustellen, die hinter den einzelnen Projekten und Unternehmen stehen. Lesen Sie eine Woche Rating. [Quelle: RATINGaktuell 02/2004]
Hirschmann 7741 Downloads 04.01.2007
Datei downloaden
In der Wirtschaftsgeschichte ist es immer wieder zu einem plötzlichen Vertrauensverlust und dadurch zu einer Bankenkrise gekommen. Die empirische Literatur berichtet von hohen Wohlfahrtseinbußen. Ein erheblicher Teil der Bankenverluste wurden im Interesse einer schnellen Stabilisierung des Finanzsystems von dem Staat bzw. von der Zentralbank übernommen – man spricht in diesem Zusammenhang von der Zentralbank als lender of last resort. Die modernen Regeln der Bankenaufsicht sind aus diesem Grunde in den meisten Industrieländern als Antwort auf einzelne Krisenerlebnisse entstanden. Dabei stand von jeher das Einzelinstitut im Zentrum aufsichtsrechtlichen Engagements: Ausgehend von der typischen Depositenbank und der ihr innewohnenden Gefahr eines Runs auf ihre Vermögensgüter hat sich die Bankenregulierung ganz wesentlich auf die Verhinderung des Run-Risikos für das Bankensystem insgesamt konzentriert. Hierzu zählt zum einen die Einlagenversicherung, mit deren Hilfe die Gefahr eines Runs der Einleger gebannt wer den soll. Des Weiteren sind die Eigenkapitalgrundsätze zu nennen, an deren Verfeinerung seit Jahren unter dem Kürzel Basel I und Basel II im Rahmen eines internationalen Regulierungsprojektes gearbeitet wird. Die Eigenkapitalgrundsätze setzen das von Banken vorzuhaltende Eigenkapital ins Verhältnis zu den übernommenen Risiken. So selbstverständlich diese Forderung klingt, in den bisherigen Regulierungsvorgaben waren die eigenen Ausfallrisiken der einzelnen Institute nur sehr eingeschränkt berücksichtigt. Insbesondere konnten die unter der Überschrift Basel I Anfang der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts vereinbarten Regeln durch geschickte Wahl von Finanzinstrumenten gemildert werden, weil es nur eine eingeschränkte Beziehung zwischen der geforderten Kapitalunterlegung einerseits und dem tatsächlichen Ausfallrisiko der Aktiva andererseits gab (und gibt). [Key Words: Systemische Risiken, Systemic Risk] Jan Pieter Krahnen
Krahnen 8456 Downloads 01.01.2007
Datei downloaden
Der in Basel geborene Mathematiker Jakob Bernoulli (*6. Januar 1655 in Basel; † 16. August 1705 in Basel; Hinweis: das Geburtsdatum bezieht sich auf den Gregorianischen Kalender) hat mit der Entwicklung der Wahrscheinlichkeitsrechnung wesentliche Werkzeuge für das Risikomanagement geliefert. Vor allem das von ihm entwickelten Gesetz der großen Zahlen liefert beispielsweise der Versicherungswirtschaft eine wahrscheinlichkeitstheoretische Vorhersage über den künftigen Schadenverlauf: Je größer die Zahl der im (Versicherungs-) Portfolio erfassten Personen oder Sachwerte, die von der gleichen Gefahr bedroht sind, desto geringer ist der Einfluss von Zufälligkeiten. Oder anders formuliert: Das Gesetz der großen Zahlen besagt, dass sich die relative Häufigkeit eines Zufallsergebnisses immer weiter an die theoretische Wahrscheinlichkeit für dieses Ergebnis annähert, je häufiger das Zufallsexperiment durchgeführt wird. Das Gesetz des großen Zahlen lässt sich sehr einfach an einem Würfel erklären: Welche Augenzahl im Einzelfall gewürfelt wird ist immer zufällig. So kann die Wahrscheinlichkeit, dass eine Sechs gewürfelt wird, als ein Sechstel angegeben werden. Auf Dauer fällt jedoch jede Zahl gleich häufig. Bernoulli sagt nicht anderes, als dass ich die Treffer auf Dauer gleichmäßig verteilen. In seinem Werk „Ars conjectandi“ beschreibt Bernoulli das „Gesetz der großen Zahlen“ auf eine sehr anschauliche Art. [Quelle: Jakob Bernoulli: Wahrscheinlichkeitsrechnung (Ars conjectandi), Dritter und vierter Theil. Übers. und hrsg. von R. Haussner (Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften), Leipzig 1899.]
Bernoulli 6950 Downloads 30.12.2006
Datei downloaden
Der Begriff 'Risiko' ist heutzutage durch Gesetzesänderungen, wie das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich [KonTraG] und Verordnungen wie Basel II sowie spektakuläre Unternehmenszusammenbrüche, aber auch verstärkt wahrgenommene alltägliche Gefahren, in aller Munde. In der betriebswirtschaftlichen Forschung ist der Begriff schon seit vielen Jahrzehnten6 bekannt und findet eine häufige Anwendung. Immer wieder wird festgestellt, dass dieser langjährige Risikodiskurs nicht zu einer Präzisierung der Begrifflichkeit geführt hat. Es existiert noch keine klare Abgrenzung, die mehrheitlich verwendet wird. Somit muss eine unsystematische Verwendung des Begriffes konstatiert werden. Hauptziel des Artikels liegt darin, die Breite der existierenden Begrifflichkeiten in strukturierter Art und Weise darzustellen und damit eine Hilfestellung beim Auffinden der adäquaten Definition für jeden Anwendungsfall zu geben.
Jonen 7183 Downloads 14.12.2006
Datei downloaden
Wie kann der Erfolg von Kreditinstituten betriebswirtschaftlich "sauber" gemessen werden? Diese Frage beschäftigt Wissenschaft und Praxis seit langem, denn die traditionellen Kennzahlensysteme sind durch ihre Anlehnung an Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sehr unscharf. Das Barwertkonzept bietet inzwischen Kennzahlen, die auch in der Praxis einsetzbar sind. Im Zentrum der betriebswirtschaftlichen Diskussion steht bereits seit einiger Zeit die Erweiterung der finanzwirtschaftlich geprägten Unternehmensteuerungssysteme um "weiche" Faktoren aus dem Bereich der Prozesse, Mitarbeiter und Kunden. Die berechtigte Forderung lautet daher, den ausschließlichen "Blick in den Rückspiegel", also auf die finanziellen Ergebnisse abgeschlossener Perioden, um weitere, in die Zukunft gerichtete Perspektiven zu erweitern. [Autoren: Andreas Brunold, Christian Sievi, Olaf Wegner, Quelle: Betriebswirtschaftliche Blätter 08/2004]
Brunold 9152 Downloads 08.12.2006
Datei downloaden
Ein aussagekräftiges Controllingsystem ermittelt die Wertschöpfung der Einzelgeschäfte und Profit-Center mit Hilfe des Barwertkonzepts. Der folgende Beitrag zeigt, wie das Konzept programmtechnisch umgesetzt werden kann und wie das Adressausfallrisiko von Kundengeschäften exakt bepreist werden kann. [Autoren: Matthias Räder, Konrad Wimmer, Quelle: BIT 2/2004]
Raeder 10872 Downloads 08.12.2006
Datei downloaden
Zentrales Thema einer zukunftsorientierten Banksteuerung ist neben einer wertorientierten Chancen-/Risikoallokation des Bankportfolios auch weiterhin die ertragsorientierte Sichtweise unter Beachtung bilanzieller Anforderungen und Risiko-Restriktionen aus der Gewinn- und Verlustrechnung der Bank. Der folgende Beitrag stellt ein entsprechendes duales Steuerungsmodell vor, das alle Risikokategorien der Bank umfasst. [Autoren: Jochen Crecelius, Christian Sievi, Quelle: Die Bank 04/2004]
Crecelius 9084 Downloads 08.12.2006
Datei downloaden
Risiko-Management ist seit dem „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG) zur unternehmerischen Pflichtaufgabe geworden. Immer anspruchsvollere Methoden werden entwickelt, um interne und externe Gefahren zu erkennen, zu bewerten, zu aggregieren oder zu steuern und zu kontrollieren. Doch selbst wenn es versierten Risiko-Managern gelingt, das Unternehmen gegen Naturkatastrophen, Patentrechtsverletzungen, Datenverlust etc. abzusichern, klafft eine Sicherheitslücke im Risiko-Management, die durch unzureichendes oder falsches Marken-Verständnis zustande kommt. Dabei ist die Marke der Hauptrenditebringer des Unternehmens. So erwirtschaftete der Multimarkenkonzern Unilever mit den stärksten Marken aus seinem Portfolio – nach eigenen Angaben – 85 % der Erlöse und will diesen Anteil in Zukunft noch steigern. Der Schutz dieses wichtigsten Kapitals des Unternehmens, dem bislang noch zu wenig Bedeutung beigemessen wird, sollte integraler Bestandteil eines ganzheitlichen Risiko-Managements werden. [Quelle: Fachbeitrag aus: "Erfolgsfaktor Risikomanagement: Chance für Industrie und Handel" (Frank Romeike und Robert Finke, Gabler Verlag, April 2003)]
Schiller 8163 Downloads 06.12.2006
Datei downloaden
Marken generieren Wertschöpfung – so viel ist sicher. Doch eine konsequent markenzentrierte Unternehmensstrategie birgt auch Risiken. Ein proaktives Risikomanagement hilft, Brands richtig vor Einbrüchen und Wertverlusten zu schützen. [Quelle: Acquisa Ausgabe 02/2005, Haufe Fachmedia GmbH & Co. KG, S. 26-28]
Schiller 8000 Downloads 06.12.2006
Datei downloaden