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 RiskNEWS vom 7. Februar 2012

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FMEA ist die favorisierte Methode im Industrie-Risikomanagement

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie (IPT) und der P3 Ingenieurgesellschaft mbH nutzen viele deutsche Industrieunternehmen die Potenziale des präventiven Risikomanagements noch nicht effektiv. Die Studie offenbart vor allem Unsicherheiten im Umgang mit Risiken. So zeigten sich einerseits über zwei Drittel der Teilnehmer überzeugt, dass das Risikomanagement einen großen Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat.

Ebenfalls gut zwei Drittel glauben aber andererseits, dass es in ihrem Unternehmen nicht richtig umgesetzt wird. Die Herausforderung für Unternehmen bestehe darin, ihr Risikomanagement so zu gestalten, dass wesentliche Risiken frühzeitig erkannt, gegebenenfalls eingegangen oder mit geringem Aufwand behoben werden. Das haben nach den Ergebnissen der Studie auch viele Unternehmen erkannt: 55 Prozent der Unternehmen bezeichnen die frühzeitige Vermeidung von Produktionsplanung oder Produktfehlern in der Entwicklung als Ziel ihres Risikomanagements, 57 Prozent messen den Erfolg ihres Risikomanagements an der Abwesenheit von Fehlern. Weiter   







Cloud Computing und Hacker sind die größten Gefahren

Laut einer Studie der "Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS) e. V. sind die Sicherheit bei der Nutzung von Cloud Computing und die Abwehr von Hackerangriffen 2012 die größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft in Bezug auf die IT-Sicherheit. Während sich um ersteres Thema 64 Prozent der Unternehmen Sorgen machen, haben 59 Prozent vor allem die möglichen Cyber-Angriffe im Blick. 53 Prozent räumen dem Thema "Datenschutz“ eine hohe Priorität ein. Soziale Netzwerke verursachen bei den Managern hingegen geringere Kopfschmerzen als allgemein angenommen: Weniger als ein Drittel der Befragten erachtet Verhaltensregeln für Facebook & Co am Arbeitsplatz für notwendig. Die Aufstellung und Einhaltung von Compliance-Regeln halten 17 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte für wichtig, zwölf  Prozent die Datensicherung und Archivierung. Nicht einmal ein Zehntel hat dagegen Bedenken, dass die eigenen Mitarbeiter Daten entwenden könnten.

Dieses hohe Vertrauen in die eigene Belegschaft sei laut den Studienautoren zwar wichtig, dürfe aber nicht mit Nachlässigkeit verwechselt werden. Häufig sei gar nicht der vorsätzliche Datenklau das Problem, sondern schlichtweg die Nachlässigkeit der Mitarbeiter beim Umgang mit Daten. Weiter 



Die nächste Stufe der Eurokrise

Wir befinden uns wieder einmal in einer Phase, in der die Regierungen bei der Eurokrise über die falschen Dinge streiten. Bei den Verhandlungen Griechenlands mit den Banken wird gepokert, wie weit man den Finanzsektor zur Kasse bitten kann. In Brüssel und mit dem Internationalen Währungsfonds wird gerungen, wie man Deutschland zu einem größeren Beitrag zum Rettungsschirm bewegen kann. Frau Merkel hat das grandiose Forum von Davos nur dazu genutzt, Forderungen an die Deutschen abzuwehren.
All das löst aber nicht die Probleme. Es verschiebt lediglich die Lasten von einem zum anderen. Was wirklich notwendig wäre, ist erstens die erreichten Fortschritte bei der Konsolidierung der Staatsfinanzen (die gibt es!) fortzuführen und abzusichern. Zweitens muss der Teufelskreis verhindert werden, dass Sparen die Konjunktur schwächt und die Löcher im Staatshaushalt nicht kleiner, sondern größer macht (wie in der großen Weltwirtschaftskrise des vorigen Jahrhunderts).

Für beides gibt es nur ein Rezept: Es muss mehr Wachstum her. Wie will Griechenland seinen Etat bei einem Rückgang der Wirtschaftsleistungen um 5 % ausgleichen? Ohne Wachstum bricht auch der soziale Konsens, der zur Lösung der Krise unabdingbar ist. Weiter    







Weltfinanzsystem tief in der Gefahrenzone

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat davor gewarnt, dass sich das Weltfinanzsystem tief in der Gefahrenzone befindet. In seinem Bericht zur Stabilität des Finanzsystems machte der IWF deutlich, dass sich das Risiko eines Zusammenbruchs durch Eurokrise und angeschlagene Banken erhöht habe. "Trotz der intensiven Bemühungen europäischer Politiker hat sich die Situation noch nicht entspannt", sagte der Direktor der Finanzmarktabteilung, José Vinals. Seine größte Sorge ist der dysfunktionale Markt für Staatsanleihen und der ausgetrocknete Interbankenmarkt.

Falls die Banken weiter ihre Bilanzen verkürzen und die Kreditvergabe einschränken, erwartet der IWF einen negativen Niederschlag auf die Realwirtschaft. Vor allem die extremen Ausschläge bei den Renditen auf die Schuldtitel einiger Euroländer seien ein deutliches Zeichen, dass die Bedrohung durch unkontrollierte Staatspleiten bestehe. Allein die Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) haben nach IWF-Einschätzung Schlimmeres verhindert. "Die Krise in Europa ist von der Peripherie ins Zentrum vorgedrungen", hieß es im Statement des Währungsfonds. Weiter  


Aktuelle Buchempfehlungen

Handbuch Interne Kontrollsysteme (IKS)

Von: Oliver Bungartz, Erich Schmidt Verlag, 3. Auflage, 522 Seiten, Berlin 2012

In der vorliegenden dritten Auflage, die nur wenige Monate nach der zweiten Auflage erscheint, wurden vor allem Literaturhinweise erweitert sowie Änderungen und Erweiterungen aufgrund neuer Gesetze und Standards eingearbeitet. Ergänzt wurden u. a. die Themen "Erweiterung des IKS um Krisenindikatoren"; "Anzeichen für Krisensymptome in den jeweiligen Prozessen", "ISO Standard zum Risikomanagement" sowie "Einordnung in ein Integriertes Managementsystem".

Das Interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die von einer Unternehmensleitung eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung hinsichtlich der folgenden Ziele gerichtet sind:  Erstens die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit einschließlich des Schutzes des Vermögens und der Verhinderung (und ggf. Aufdeckung) von Vermögensschädigungen. Zweitens die Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der internen und externen Rechnungslegung. Drittens die Einhaltung der für das Unternehmen einschlägigen Gesetze und sonstigen Vorschriften und Verordnungen. Weiter    

 





RiskNET Intensiv-Seminare 2012

Risikomanager in allen Branchen werden ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.

Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?

Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:

Übersicht RiskNET Intensiv-Seminare 2012

 

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