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Compliance - Mode oder Notwendigkeit?Ursprünglich aus anderen Gebieten wie der Medizin bekannt, avanciert der Begriff "Compliance" seit einiger Zeit zum Modewort. Doch was genau verbirgt sich hinter dem englischen Begriff? In der Medizin fragt er die Therapietreue des Patienten ab. In der Wirtschaftswelt wird er vielseitig verwendet: bei der Frage nach der Legitimation von Nonprofit-Organisationen, bei Diskussionen über Corporate Governance, Solvency II oder Basel III. Unternehmen richten Complianceabteilungen ein und ernennen Compliancebeauftragte. Häufig sind sie dem Bereich des Risikomanagement zugeordnet. Die Vielschichtigkeit von Compliance zeigt jedoch, dass dies zu kurz greifen kann. Unterschiedlichste Facetten müssen berücksichtigt werden, um den externen Anforderungen an Compliance gerecht werden und gleichzeitig zum nachhaltigen Unternehmenserfolg beitragen zu können.
Governance beschreibt in der ökonomischen Diktion das System der gewählten Ausgestaltungsform von Transaktionsbeziehungen. Drei übergeordnete Formen stehen dabei zur Verfügung: die Abwicklung der Transaktion über den Markt, mit Partnern, oder im eigenen Unternehmen. Jede Form beinhaltet ein unterschiedliches Set an Wirkungsmechanismen, also an Anreizintensitäten, administrativen Kontrollmöglichkeiten und verfügbaren Vertragsrechten. Im Rahmen von Organisationsentscheidungen geht es um die Suche nach der ökonomisch-optimalen Governanceform. Weiter


Risikomanagement in der öffentlichen Verwaltung völlig unterentwickeltDie Welt ist in stetem Wandel: Unsicherheit wird zur Konstante. Damit wird ein funktionierendes Risikomanagement für viele Unternehmen immer wichtiger - und das nicht nur aufgrund der gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben. Doch wie ist es um das Risikomanagement in der öffentlichen Verwaltung in Deutschland bestellt? Im Rahmen einer Masterarbeit wurden Bundesverwaltungen sowie Kommunalverwaltungen in Baden-Württemberg und Bayern zum Umgang mit Risiken in deutschen Amtsstuben befragt und mit den Risikomanagementsystemen (RMS) in der freien Wirtschaft verglichen. Dabei bestätigte sich der Verdacht, dass das Risikomanagement in der öffentlichen Verwaltung einen erheblichen Nachholbedarf hat.
Während sich kommunale Verwaltungen insbesondere um finanzielle Risiken (89 Prozent) und die Verringerung ihrer Dienstleistungsfähigkeit sorgen (43 Prozent), stehen bei Bundesverwaltungen vor allem Reputation- (88 Prozent) und Datenschutzthemen (72 Prozent) an erster Stelle. Weiter


Naturkatastrophen-Bilanz 2011Eine Reihe schwerster Erdbeben und eine Vielzahl wetterbedingter Katastrophen haben 2011 zum Jahr mit den höchsten Schäden aus Naturkatastrophen aller Zeiten gemacht. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden lagen weltweit mit etwa 380 Mrd. US-Dollar fast um zwei Drittel höher als 2005, dem bisherigen Rekordjahr mit Schäden von 220 Mrd. US-Dollar. Allein die Erdbeben in Japan im März und Neuseeland im Februar verursachten fast zwei Drittel dieser Schäden. Die versicherten Schäden übertrafen mit 105 Mrd. US-Dollar ebenfalls den Rekordwert von 2005 (101 Mrd. US-Dollar).
Torsten JeworrekTorsten Jeworrek, im Vorstand von Munich Re für das weltweite Rückversicherungsgeschäft zuständig: "So eine Serie schwerster Naturkatastrophen wie im abgelaufenen Jahr ereignet sich zum Glück nur sehr selten. Wir haben es mit Ereignissen zu tun, deren Wiederkehrperioden bezogen auf den Ort des Ereignisses zum Teil bei einmal in 1000 Jahren oder sogar höher liegen." Weiter 





Zehn Überraschungen des Jahres 2012Je mehr Prognosen es gibt, umso mehr Fragen haben die Menschen nach dem Unvorhersehbaren. Dahinter steckt weniger der Wunsch, sich auch gegen diese Risiken abzusichern. Dazu gibt es viel zu viele Dinge, die anders laufen können. Eher geht es darum, gedanklich aus dem Normalen auszuscheren und sich im Territorium des Unbekannten umzusehen. Vielleicht ein bisschen prognostischer Voyeurismus. Aber auch das Bewusstsein, dass man sich nicht zu sehr auf die üblichen Vorhersagen verlassen sollte.
Seit sieben Jahren schreibe ich im Dezember jeweils zehn Überraschungen für das kommende Jahr. Jedes Mal wundere ich mich, dass das eine oder andere doch nicht so abwegig ist, wie ich dachte. Von den Überraschungen des vergangenen Jahres waren es diesmal vier Teilaspekte, die so eingetreten sind (Absturz des DAX, FDP fällt aus deutschen Landtagen heraus, härtere Gangart der USA gegen China, Boom in den Industrieländern, der sich im ersten Halbjahr zeigte). Weiter

Aktuelle BuchempfehlungenCompliance: Praxisleitfaden für Unternehmen
Von: Klaus Moosmayer, 136 Seiten, Verlag C. H. Beck, 2. Auflage, München 2012.
Der Begriff "Compliance" steht für die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen, regulatorischer Standards und Erfüllung weiterer, wesentlicher und in der Regel vom Unternehmen selbst gesetzter ethischer Standards und Anforderungen. In dem kompakten Praxisleitfaden von Klaus Moosmayer sind die Erfahrungen des Autors als Compliance Operating Officer und Chief Counsel Compliance & Investigations der Siemens AG eingeflossen. Die Grundzüge des Siemens Compliance Programms sind im Anhang abgedruckt. Das Buch erscheint nach rund einem Jahr in der zweiten Auflage. Die überarbeitete Auflage berücksichtigt alle wesentlichen neuen und aktuellen Entwicklungen im Bereich Compliance, wie etwa den UK Bribery Act und den neuen IDW Prüfungsstandard für Compliance-Management-Systeme. Insgesamt bleibt das Buch aber der Konzeption der 1. Auflage verpflichtet: Ein Buch, geschrieben von einem Praktiker zur Anwendung durch Praktiker.
Das kompakte, 136 Seiten umfassende Buch gliedert sich in insgesamt sechs Themenblöcke. Nach einem einführenden Kapitel, in dem es im wesentlichen um die originäre Aufgabe der Unternehmensleitung geht, die von ihr verantworteten unternehmerischen Aktivitäten in der Art und Weise zu organisieren und zu überwachen, dass sie zumindest mit den jeweils anwendbaren straf- und bußgeldbewehrten Gesetzen in Einklang stehen, konzentriert sich das zweite Kapitel auf die wesentlichen Rechtsgrundlagen der Compliance und möglicher Haftungsrisiken. Weiter



RiskNET Intensiv-Seminare 2012Risikomanager in allen Branchen werden ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.
Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?
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