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Psychologische Einflussfaktoren im Risiko- und Krisenmanagement"Mein Gott, Thiokol, bis wann wollt Ihr, dass wir starten - nächsten April?"
Lawrence B. Mulloy, NASA-Manager, am 27. Januar 1986, dem Vorabend der Explosion der Raumfähre Challenger [Charles, M.T., 1989]. Thiokol ist der Hersteller der Feststoff-Raketen des Space Shuttles.
Die technische Ursache des Absturzes der Raumfähre Challenger im Januar 1986 war das Versagen der Dichtungsringe an den Antriebsraketen. Dies führte dazu, dass eine Stichflamme ein Loch in den Haupttank brennen konnte und daraufhin hunderte Tonnen von Flüssigtreibstoff explodierten. Dies ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Untersuchungen haben sich mit der Frage beschäftigt, wie es möglich war, dass die Challenger überhaupt starten konnte, obwohl die Probleme mit den Dichtungsringen und die damit verbundene Gefahr bereits vorher bekannt waren? Weiter


Risikomanagement mit mathematischen ModellenIn der jüngsten Finanzkrise ist die Verwendung mathematischer Modelle wiederholt für die eingetretenen Fehlentwicklungen und Schäden mit verantwortlich gemacht worden. Die dahinter liegende Argumentationskette war ungefähr wie folgt: Die Modelle waren offensichtlich falsch, speziell das benötigte Risikokapitel wurde unterschätzt und deshalb haben Banken mehr Risiko übernommen, als sie in Wirklichkeit tragen konnten. Implizit wurde dann oft vorgeschlagen, statt auf Modelle besser auf die allgemeine Intuition zu vertrauen, also den gesunden ökonomischen Menschenverstand als Entscheidungsgrundlage zu nehmen. Im vorliegenden Aufsatz wird diese Kritik hinterfragt.
Ein ökonomisches Modell ist ein vereinfachtes Abbild der wirtschaftlichen Realität. Damit ist die entscheidende Frage, wie vereinfacht werden soll: das heißt, welche Merkmale der Realität sind zwingend notwendig (oder zumindest sehr wichtig) und welche nicht. Folglich spielen die einem Modell zugrunde liegenden Annahmen die wesentliche Rolle bei seiner Beurteilung. Diese "Erkenntnis" klingt vielleicht selbstverständlich, wird oftmals jedoch nicht hinreichend beachtet, wie sich im Laufe des Beitrages noch zeigen wird. Weiter





Bestechung und Korruption sind in vielen Märkten nach wie vor RoutineLaut einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft sind Schmiergelder, Geschenke und "Unterhaltungsprogramme" für 17 Prozent der Mitarbeiter großer Unternehmen in ganz Europa akzeptable Mittel, den Umsatz zu steigern. In Deutschland bezeichnen immerhin noch zwölf Prozent solche Maßnahmen als gerechtfertigt. Besonders ausgeprägt ist die Bereitschaft zu "Geldgeschenken" in Griechenland und Russland, am ehrlichsten geht es dagegen in Frankreich und Norwegen zu. Europaweit geben zwei Drittel der Befragten an, dass Korruption in ihren Ländern nach wie vor gängige Praxis ist - besonders hoch ist der Anteil in den Emerging Markets.
In Deutschland sind 45 Prozent der Beschäftigten der Meinung, dass es im Geschäftsleben häufig zu Korruption kommt. Etwa 60 Prozent aller Befragten gehen außerdem davon aus, dass es ihre Führungskräfte in schwierigen Zeiten mit der Moral nicht so genau nehmen, um geschäftliche Ziele zu erreichen. Diese Meinung teilen sogar 78 Prozent der befragten Vorstände und Geschäftsführer. Weiter 


Internetnutzer schwanken zwischen Panik und LeichtsinnLaut einer repräsentativen Erhebung des Instituts Aris für den Branchenverband BITKOM haben deutsche Web-Nutzer extreme Einstellungen zur Datensicherheit: So ist einerseits jedem siebten User egal, was mit seinen Daten im Web geschieht. Andererseits verzichtet jeder Sechste aus Sicherheitsgründen komplett auf Online-Transaktionen. "Zahlreiche Internet-Nutzer haben eine Schwarz-Weiß-Sicht auf die Datensicherheit im Internet. Eine vernünftige Balance zwischen Chancen und Risiken müssen viele erst noch finden. Dabei sollten Politik, Wirtschaft und Verbraucherschützer helfen", kommentiert Dieter Kempf, BITKOM-Präsident und Vorstandsvorsitzender des Vereins "Deutschland sicher im Netz", die Studienergebnisse.
Der hohe Anteil extremer Nutzertypen zeige, wie wichtig Bewusstseinsbildung und Aufklärung bei Internet- und Datensicherheit sei. Nach Einschätzung des BITKOM kann und muss die Aufklärung der User noch verbessert werden: So gaben 47 Prozent der Internet-Nutzer im Rahmen der Studie an, dass es ihnen an Informationen fehle, was sie selbst für den Schutz ihrer Daten im Internet tun können. Weiter




Expertenumfrage: Simulationen in der UnternehmenspraxisBetriebswirtschaftliche Simulationen scheinen trotz nahezu allseits akzeptierten Nutzens weiterhin ein Schattendasein neben klassischen Planungs- und Steuerungsinstrumenten in der Unternehmenspraxis zu führen. Um ein aktuelles Bild über den Einsatz dieser Methode in den Unternehmen zu erhalten, führen das Kompetenzportal RiskNET aktuell - gemeinsam mit der C21 Consulting GmbH sowie der Technischen Universität Hamburg-Harburg - eine Studie zum Einsatz dieser Methode durch.
Unternehmen und ihre Führungskräfte haben immer mehr mit volatilen Märkten und scheinbar überraschenden Ereignissen zu tun. Dazu kommt die immer engere Vernetzung einer globalen Wirtschaftswelt. Um in diesem Umfeld bestehen zu können, wird eine zukunftsorientierte Steuerung von Unternehmen immer wichtiger. Allein durch die Analyse der Vergangenheit und auf Basis von Erfahrungen und Intuition zu steuern, reicht hier nicht. Stattdessen benötigt das Management "vorausschauende" Entscheidungs- und Steuerungsinstrumente.
Eine seit längerem bekannte und für das beschriebene Unternehmensumfeld geeignete Methode sind Simulationen. Ihr Nutzen ist heutzutage unbestritten, bewirken diese Verfahren doch zwei wesentliche Dinge: Sie ermöglichen sogenannte Was-wäre-Wenn-Analysen, also die Untersuchung einer realistisch erscheinenden Zukunft. Weiter

Aktuelle BuchempfehlungenAngewandte Statistik mit R: Eine Einführung für Ökonomen und Sozialwissenschaftler
Von: Reiner Hellbrück, Gabler Verlag, 2. Auflage, 367 Seiten. Wiesbaden 2011.
Das Ziel des Lehrbuches ist klar definiert: Es soll den Leser so schnell wie möglich in die Lage versetzen, Daten sinnvoll auszuwerten. Daher beginnt das Buch mit einer Einführung, wie Daten (beispielsweise mit Moodle oder LimeSurvey) erhoben werden können. Anschließend wird beschrieben, wie die Daten nachbearbeitet und mit Einsatz des Statistikprogramms R ausgewertet werden. Der Autor weist darauf hin, dass Statistik von der Anwendung lebt. Daher wurden in jedem Kapitel Beispiele und Fragestellungen aus der Praxis eingeflochten. Weiter
RiskNET Intensiv-Seminare 2011Die wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass Risikomanager zukünftig darauf hinweisen müssen, wenn zwischen dem Willen, Renditechancen zu nutzen, und der Bereitschaft, Risiken vorausschauend einzuschätzen, ein Ungleichgewicht existiert. Risikomanager werden die Ampel auf "rot" stellen, wenn ein Abwägen der erwarteten Rendite und der Risiken zum Ergebnis führt, dass das Grundprinzip einer wertorientierten Unternehmensführung verletzt wird.
Risikomanager in allen Branchen werden auch ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.
Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?
Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:
Hier finden Sie Details zu den einzelnen Veranstaltungen und weitere Informationen zur Anmeldung:
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