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 RiskNEWS vom 8. November 2011

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adidas: Risiken auf der Spur

Warum überhaupt Risikomanagement? Die Antwort könnte lauten: Weil der Gesetzgeber dies von mir verlangt. Anders beim deutschen Sportartikelhersteller adidas, zu dem neben der Marke adidas auch die Marken Reebok und TaylorMade gehören. Der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt versucht jederzeit systematisch, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, um den Gewinn zu sichern und gleichzeitig den Unternehmenswert langfristig zu steigern. Der Erfolg der vergangenen Jahre gibt dem Unternehmen mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach recht. Auf rund 12 Mrd. EUR summierte sich der Umsatz im Jahr 2010. Dieter Schmitt, Leiter Risikomanagement, wies anlässlich eines Vortrags auf dem Branchentreffen der Risikomanager darauf hin, dass es vor allem auch darum geht durch eine höhere Transparenz die Entscheidungsfindung zu verbessern und die Ressourcen besser zu allokieren. "Dabei ist uns bewusst, dass wir gewisse Risiken eingehen müssen, um Chancen bestmöglich nutzen zu können", so Schmitt weiter.

Im Zuge der jüngsten weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise sind die Erwartungen von Investoren und Finanzmärkten im Hinblick auf eine transparente und umfassende Risiko- und Chancenkommunikation deutlich gestiegen. Weiter








Rohstoffrisiken für die Industrie

Aus der öffentlichen Wahrnehmung waren Rohstoffe so gut wie verschwunden. Einzig die Preisanstiege der letzten Jahre haben es in die Schlagzeilen geschafft. Die Rohstoffversorgung ist aber nicht nur aufgrund von Preissteigerungen relevant. Steigende und schwankende Preise sind insbesondere für Massenrohstoffe ein Problem, die in großen Mengen und zu hohen Kosten eingeführt und verarbeitet werden müssen. Gerade auch Rohstoffe, die nur in kleinen Mengen verbraucht werden und nicht unbedingt einen hohen Kostenfaktor darstellen, können mit verschiedensten Risiken verbunden sein.

Für eine moderne industrielle Produktion sind zahlreiche Rohstoffe notwendig. Dies gilt insbesondere für moderne Technologien wie Elektronikanwendungen und Elektroautos, aber auch Solarzellen und Windräder. Geologisch sind genügend Rohstoffe vorhanden. Die natürliche Verfügbarkeit ist nur in wenigen Fällen ein Problem. Weiter



HRE-Bad-Bank: Rechenfehler von 55 Mrd. Euro

Wegen der Korrektur eines Buchungsfehlers der Bilanzexperten bei der Bad Bank der Hypo Real Estate (HRE) hat die Bundesrepublik Deutschland jetzt 55,5 Mrd. EUR weniger Schulden als bisher angenommen. Das Bundesfinanzministerium (BMF) erklärte , der für das Jahr 2011 erwartete gesamtstaatliche Schuldenstand belaufe sich nunmehr auf 81,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und damit 2,6 Prozentpunkte weniger als für die Maastricht-Notifikation zum 30. September prognostiziert. Für das Jahr 2010 reduziere sich die Schuldenstandsquote auf 83,2 Prozent (vorher: 84,2 Prozent), sagte ein BMF-Sprecher.

Die Bad Bank, FMS Wertmanagement, räumte im jüngsten Halbjahresbericht ein, dass sich die Verbindlichkeiten reduziert hätten, weil inzwischen Barsicherheiten für Finanzderivate saldiert in den entsprechenden Bilanzposten ausgewiesen worden seien. Weiter

 







Risiko ist ein Konstrukt der Wahrnehmung

Die Wahrnehmung von Risiken ist bekanntlich individuell verschieden und wird von diversen Faktoren beeinflusst. Laien und Experten beurteilen Risiken in der Regel sehr unterschiedlich. Sind Risiken für Wissenschaftler relativ bekannt, führt dies zu einer niedrigeren Risikowahrnehmung. Umgekehrt steigt die Risikosensitivität, wenn das Risikopotenzial Wissenschaftlern eher unklar ist. Auch Angehörige verschiedener gesellschaftlicher Gruppen beurteilen Risiken oft unterschiedlich, wobei der Bildungsgrad, das Geschlecht oder die politische Orientierung eine entscheidende Determinante sein können. Frauen haben generell eine höhere Risikowahrnehmung und zeigen in den meisten Lebensbereichen weniger Risikoverhalten als Männer. Unterschiede in der Risikowahrnehmung sind also normal.

Dieses Phänomen führt zu einer Korrelation zwischen Risikowahrnehmung und Risikobereitschaft. Besonders gut ist dies im Extremsport zu beobachten. "Ich betreibe Risikomanagement", sagt etwa Formel-1-Pilot Nico Rosberg. Jeder Pilot mache sich seine eigenen Gedanken über Risikobereitschaft und die Todesgefahr im Cockpit. Weiter



Keine Rettung von systemrelevanten Banken mit Steuergeldern

Die Wahrnehmung von Risiken ist bekanntlich individuell verschieden und wird von diversen Faktoren beeinflusst. Laien und Experten beurteilen Risiken in der Regel sehr unterschiedlich. Sind Risiken für Wissenschaftler relativ bekannt, führt dies zu einer niedrigeren Risikowahrnehmung. Umgekehrt steigt die Risikosensitivität, wenn das Risikopotenzial Wissenschaftlern eher unklar ist. Auch Angehörige verschiedener gesellschaftlicher Gruppen beurteilen Risiken oft unterschiedlich, wobei der Bildungsgrad, das Geschlecht oder die politische Orientierung eine entscheidende Determinante sein können. Frauen haben generell eine höhere Risikowahrnehmung und zeigen in den meisten Lebensbereichen weniger Risikoverhalten als Männer. Unterschiede in der Risikowahrnehmung sind also normal.

Dieses Phänomen führt zu einer Korrelation zwischen Risikowahrnehmung und Risikobereitschaft. Besonders gut ist dies im Extremsport zu beobachten. "Ich betreibe Risikomanagement", sagt etwa Formel-1-Pilot Nico Rosberg. Jeder Pilot mache sich seine eigenen Gedanken über Risikobereitschaft und die Todesgefahr im Cockpit. Weiter

 

 






Aktuelle Buchempfehlungen

Kreditmärkte im Wandel: Märkte, Modellierung und regulatorisches Umfeld in der Post-Lehman-Ära

Von: Felsenheimer/Klopfer/Mirth/von Altenstadt (Hrsg.), 463 S., Wiley, Weinheim 2011.

Der globale Kreditmarkt durchlief seit Beginn des neuen Jahrtausends alle Facetten des Finanzmarktes im Zeitraffer. Nach dem Platzen der Technologieblase im Jahr 2001 und den damit einhergehenden Bilanzskandalen in den USA, erfuhr gerade der Kreditmarkt einen noch nie da gewesenen Boom. Die extreme Nachfrage nach Kreditrisiken führte einerseits zu einer immensen Einengung der Risikoaufschläge zwischen 2003 und Anfang 2007 und andererseits zu der Entwicklung von völlig neuartigen Finanzinstrumenten und neuen Technologien am Derivatemarkt. Verbriefungstransaktionen und synthetische Kreditinstrumente wie CDOs eröffneten Banken vollkommen neue Möglichkeiten des Bilanzmanagements, des Risikotransfers und der Ertragsgenerierung im lnvestmentbanking. Aber auch so genannte "Real Money Accounts" (Versicherungen, Pensionskassen etc.) sahen darin eine Investmentalternative, die, regulatorisch subventioniert, eine neue Ara sehr attraktiver risikoadjustierter Erträge einläutete. Hierbei profitierten eine Vielzahl von anderen Finanzinstituten (beispielsweise Monoline-Versicherungen, die sich auf die Versicherung von Verbriefungsrisiken spezialisierten) und andere Dienstleister (Ratingagenturen) von diesem einmaligen Boom. Weiter

 





RiskNET Intensiv-Seminare 2011 und 2012

Die wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass Risikomanager zukünftig darauf hinweisen müssen, wenn zwischen dem Willen, Renditechancen zu nutzen, und der Bereitschaft, Risiken vorausschauend einzuschätzen, ein Ungleichgewicht existiert. Risikomanager werden die Ampel auf "rot" stellen, wenn ein Abwägen der erwarteten Rendite und der Risiken zum Ergebnis führt, dass das Grundprinzip einer wertorientierten Unternehmensführung verletzt wird.

 

Risikomanager in allen Branchen werden auch ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.

Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?

 

Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:

 

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