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 RiskNEWS vom 8. Juni 2011

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Wettbewerb & Strategie bergen größte Risiken im Mittelstand

Laut einer Studie der Maklergruppe Gossler, Gobert & Wolters bestehen bei deutschen Mittelständlern immer noch erhebliche Defizite beim Risikomanagement, wobei insbesondere die Umsetzung viele Wünsche offen lasse. Zumindest gaben rund 25 Prozent der Befragten, nach der Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 dem Thema mehr Bedeutung beigemessen zu haben und richteten als Konsequenz ihr Risikomanagement-System neu aus oder erhöhten dessen Intensität und Umfang deutlich.

Dass dennoch dringend en Handlungsbedarf besteht zeigt der geringe Nutzen, den das Management im Rahmen der Wirtschaftskrise bei den bestehenden Systemen erzielte: Nur knapp einem Drittel der Unternehmen diente ihr Risikomanagement eindeutig. Nach Einschätzung der Studienautoren verdeutliche dies, dass es nicht an der richtigen Einstellung zum Thema Risikomanagement mangelt, sondern häufig an der richtigen Umsetzung. Dies schwäche allerdings den Nutzen und die Wirksamkeit der Systeme. Weiter







Methodendefizite im Controlling und Risikomanagement

Die Bereiche Risikomanagement und Controlling weisen erhebliche Interdependenzen auf. In deutschen H-DAX-Unternehmen wurden bereits beachtliche Schritte unternommen, um Risikomanagement und Controlling besser zu verknüpfen. Ein Informationsaustausch findet durchgängig statt; auch werden gemeinsame Maße wie Kennzahlen und Indikatoren in Risikomanagement und Controlling genutzt.

Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Future Value Group und der Hochschule Harz unter Leitung der Risikoforscher Niels Angermüller und Werner Gleißner. Bemerkenswert ist allerdings, dass im Bereich wichtiger strategischer Entscheidungen oftmals keine quantitative Zusammenarbeit der Bereiche stattfindet. Auch erhält die Unternehmensleitung in mehr als einem Drittel der Unternehmen keine Informationen bezüglich der Planungsunsicherheit. Weiter

 



Geldwäsche in der Cyberwelt auf dem Vormarsch

Rund zwei Drittel Prozent aller Kontoinhaber wickeln ihre Bankaktivitäten inzwischen online ab. Gleichzeitig wollen künftig mehr als 40 Prozent der Deutschen auch mit dem Mobiltelefon bezahlen. In Anbetracht dieser Entwicklung gewinnt der bargeldlose Zahlungsverkehr laut einer aktuellen Marktbeobachtung der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting auch für Geldwäscher zunehmend an Bedeutung.

Hierbei sei festzustellen, dass immer neue bargeldlose Zahlverfahren für das Internet oder Mobiltelefon entwickelt würden, ohne sich dabei ausreichend auf Machenschaften organisierter Krimineller einzustellen. Weiter

 


Glaubwürdige Risikomessung als Erfolgsfaktor

Laut einer gemeinsamen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants und FINANCE-Research stehen den deutschen Banken nach der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise nun gute Zeiten bevor. Dies gilt der Studie zufolge insbesondere für das Geschäft mit Firmenkunden, das derzeit einen Boom verzeichne und für das die Studienautoren ein Bruttoerlöspotenzial von mehr als 30 Mrd. Euro prognostizieren. Allerdings seien die Banken gezwungen, sich in diesem Geschäftsbereich neuen Herausforderungen zu stellen: Mehr denn je müssen sie ein gutes Rating sowie eine glaubwürdige Risikomessung vorweisen. Um das Vertrauen ihrer Kunden zurückzugewinnen sind zudem offene Kommunikation und kompetente Kundenbetreuung gefragt. Weiter

 






Wetterextreme nehmen zu und verursachen massive Schäden

Laut einer Klimastudie, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammen mit führenden Klimaforschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der Freien Universität Berlin und der Universität Köln präsentierte, müssen sich die Deutschen sich in den kommenden Jahrzehnten auf immer häufiger und heftiger auftretende Wetterextreme einstellen. So dürften Hochwasser, wie sie Deutschland heute im Durchschnitt alle 50 Jahre erlebt, künftig alle 25 Jahre eintreten. Die Sturmschäden nehmen der Prognose zufolge bis zum Jahr 2100 um mehr als 50 Prozent zu.

Einzelne, extreme Unwetter werden der Studie zufolge künftig öfter auftreten und deutlich größere Schäden an Gebäuden verursachen als heute. Ein besonders schadenträchtiges Sturmereignis von einer Intensität, wie wir es heute alle 50 Jahre erleben, kann zukünftig alle zehn Jahre eintreten. Für die Versicherer bedeutet dies, dass sie bis zum Ende des 21. Jahrhunderts allein für Extremstürme alle zehn Jahre sieben bis acht Milliarden Euro zahlen müssen. Dies würde eine Verdreifachung der Schadensumme gegenüber heutigen, extremen Sturmereignissen bedeuten. Weiter

 


Aktuelle Buchempfehlungen

Compliance kompakt: Best Practice im Compliance-Management

Von: Stefan Behringer (Hg.), Erich Schmidt Verlag, 2. Aufl., 424 Seiten, Berlin 2011

Die innerhalb kürzester Zeit erschienene Neuauflage des Buches bestätigt die dynamische Entwicklung des Themengebietes Compliance. Compliance basiert vor allem auf einer guten "Corporate Governance", d. h. einer guten, verantwortungsvollen und zielgerichteten Führung und Überwachung von Unternehmen. Weder die Pflicht zur Einhaltung von Gesetzen ist neu, noch die rechtlichen Folgen einer Verletzung. Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen massiv verändert.

Mit dem Herausgeberwerk liefert Stefan Behringer, Professor für Betriebswirtschaftslehre am Euro Business College Hamburg (EBC), eine kompakte Einführung in das komplexe Thema Compliance. Im Zentrum des ersten Kapitels steht die Einordnung des Begriffs Compliance. Das anschließende Kapitel "Legal Compliance und Haftung" konzentriert sich auf eine Darstellung der Rechtsnormen, aus denen sich die Erfordernis einer Compliance Organisation ergibt und skizziert potenzielle Folgen bei Verstößen. Weiter

 

 

RiskNET Intensiv-Seminare 2011

Die wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass Risikomanager zukünftig darauf hinweisen müssen, wenn zwischen dem Willen, Renditechancen zu nutzen, und der Bereitschaft, Risiken vorausschauend einzuschätzen, ein Ungleichgewicht existiert. Risikomanager werden die Ampel auf "rot" stellen, wenn ein Abwägen der erwarteten Rendite und der Risiken zum Ergebnis führt, dass das Grundprinzip einer wertorientierten Unternehmensführung verletzt wird.

 

Risikomanager in allen Branchen werden auch ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.

Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?

 

Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:

 

Hier finden Sie Details zu den einzelnen Veranstaltungen und weitere Informationen zur Anmeldung:

 

 






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