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 RiskNEWS vom 6. September 2011

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Die Grenzen der Versicherbarkeit

Staat und Versicherungswirtschaft müssen bei Risikoabsicherung kooperieren
Laut einer aktuellen Studie nutzt die öffentliche Hand immer häufiger das Fachwissen und die wachsende Kapazität des privaten Versicherungssektors, um sich gegen Katastrophenschäden und ein breites Spektrum von weiteren Risiken abzusichern. Der Analyse zufolge ist das staatliche Engagement im Versicherungsbereich dabei von Land zu Land und je nach Produktsparte unterschiedlich. Es reiche von der Festlegung des aufsichtsrechtlichen Rahmens für die Tätigkeit der Versicherer über die explizite Zeichnung einiger Produkttypen und die Einführung von Versicherungspflichten in bestimmten Sparten bis zur Rolle als Versicherer der letzten Instanz nach Extremereignissen.

Insgesamt könnte die Effizienz des Versicherungsmarktes durch staatliche Eingriffe einerseits verbessert werden, andererseits erwiesen sich viele Maßnahmen auch als kontraproduktiv - so leiste beispielsweise die staatliche Subventionierung von Gebäudeversicherungen einer immer dichteren Besiedlung in von Naturkatastrophen bedrohten Gebieten Vorschub. Weiter

 



Wirtschaftsstimmung in Eurozone im Sinkflug

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im August unerwartet stark abgekühlt, wobei die Eintrübung im Dienstleistungssektor, im Einzelhandel und bei den Verbrauchern besonders ausgeprägt war und regional betrachtet Deutschland und Österreich die stärksten Einbrüche verzeichneten. Lediglich im Bau verbesserte sich die Stimmung. Die Inflationserwartungen von Unternehmen und Verbrauchern entwickelten sich uneinheitlich.

Wie die Europäische Kommission mitteilte, sank der von ihr veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung (ESI) auf 98,3 Punkte von revidiert 103,0 (vorläufig: 103,2) im Vormonat. Das war der niedrigste Stand seit Mai 2010 (98,4). Volkswirte hatten lediglich einen Indexrückgang auf 100,5 Zähler erwartet. Für den Index der gesamten Europäischen Union (EU) wurde ein Rückgang auf 97,3 Zähler von 102,3 im Vormonat ausgewiesen. Die Verkaufspreiserwartungen in Industrie und Dienstleistungssektor gingen zurück, lagen aber noch über ihren langjährigen Mittelwerten. Dagegen erhöhten sich die Inflationserwartungen der Verbraucher weiter. Weiter

 







Risikomodelle schätzen Hurrikan-Schäden auf 1,8 bis 3,4 Mrd. USD

Der Risikomodellierer EQECAT schätzt die versicherten Schäden durch den Wirbelsturm Irene auf 1,8 Mrd bis 3,4 Mrd. USD. Wie die Agentur am Mittwoch mitteilte, sorgte vor allem die Kombination aus starken Winden der Hurrikan-Kategorie Eins sowie starken Regenfälle an der bevölkerungsreichen New-England-Küste für hohe Schäden.

Insgesamt seien über 40 Millionen Menschen von dem Hurrikan betroffen gewesen und damit deutlich mehr als bei den jüngsten Hurrikans im Golf von Mexiko. Auch dies habe die Schadensumme nach oben getrieben, so die Agentur. Auf der anderen Seite dürfte die Höhe der einzelnen Schäden aufgrund der zumindest in den USA nicht ganz so heftigen Stürme vergleichsweise gering sein. Als großen Unsicherheitsfaktor bei den Schaden-Schätzungen nennt EQECAT deshalb die Auswirkungen der Selbstbehalte. Inzwischen seien bei Hurrikan-Versicherungen Selbstbehalte zwischen 1 Prozent und 5 Prozent des Versicherungswertes nicht ungewöhnlich, was die Höhe der Schäden für die Versicherer drücken könnte. Weiter



Dienstag ist der beliebteste Tag für Cyberkriminelle

Ende August wurden deutsche Webseiten von Pizza-Lieferdiensten und Immobilienportalen Opfer von so genannten Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS). DoS-Angriffe, wie beispielsweise SYN-Flooding oder die Smurf-Attacke, belasten die Dienste eines Servers, beispielsweise HTTP, mit einer massiven Anzahl von Anfragen, woraufhin diese eingestellt werden oder reguläre Anfragen so langsam beantworten, dass diese abgebrochen werden. Andere Attacken nutzen Programmfehler aus, um eine Fehlerfunktion (wie einen Absturz) der Serversoftware auszulösen. Beispiele sind WinNuke, die Land-Attacke, die Teardrop-Attacke oder der Ping of Death.

DDoS werden demgegenüber in der Regel mit Hilfe von Backdoor-Programmen oder Ähnlichem durchgeführt. Diese installieren sich auf nicht ausreichend geschützten Rechnern und versuchen selbstständig, weitere Rechner im Netzwerk zu infizieren, um so ein Botnetz aufzubauen. Je größer das Botnetz, desto wahrscheinlicher ist, dass der Angriff selbst gegen gut geschützte Systeme durchdringt. Weiter







Aktuelle Buchempfehlungen

Risikotragfähigkeit und Limitierung in Versicherungen

Von: Deutsches Institut für Interne Revision e. V., ESV, 85 Seiten, Berlin 2011.

Der Leitfaden "Risikotragfähigkeit und Limitierung in Versicherungen" soll den Internen Revisionen von Versicherungsunternehmen eine Hilfestellung zur Prüfung und Bewertung von Risikotragfähigkeitskonzepten und Limitsystemen in den jeweiligen Unternehmen bieten. In diesem Kontext sind die Praxiserfahrungen verschiedener Versicherungsunternehmen unterschiedlicher Rechtsform, Struktur und Größe berücksichtigt worden.

Der Leitfaden bietet dem Praktiker eine solide Grundlage bei der Prüfung und Bewertung des Risikotragfähigkeitskonzepts und des Limitsystems in Versicherungsunternehmen. Auf Basis der MaRisk VA erhält der Leser unter anderem eine Anleitung zur Durchführung und Bewertung von Prozessprüfungen im Unternehmen, einen Einblick in die Praxis von Versicherungsunternehmen unterschiedlicher Rechtsform, Struktur und Größe sowie praxisrelevante Hinweise, um die Freiräume der MaRisk VA optimal für Risikoplanung, Kapitalallokation und Risikolimitierung nutzen zu können. Weiter



Expertenumfrage: Simulationen in der Unternehmenspraxis

Betriebswirtschaftliche Simulationen scheinen trotz nahezu allseits akzeptierten Nutzens weiterhin ein Schattendasein neben klassischen Planungs- und Steuerungsinstrumenten in der Unternehmenspraxis zu führen. Um ein aktuelles Bild über den Einsatz dieser Methode in den Unternehmen zu erhalten, führen das Kompetenzportal RiskNET aktuell - gemeinsam mit der C21 Consulting GmbH sowie der Technischen Universität Hamburg-Harburg - eine Studie zum Einsatz dieser Methode durch.

Unternehmen und ihre Führungskräfte haben immer mehr mit volatilen Märkten und scheinbar überraschenden Ereignissen zu tun. Dazu kommt die immer engere Vernetzung einer globalen Wirtschaftswelt. Um in diesem Umfeld bestehen zu können, wird eine zukunftsorientierte Steuerung von Unternehmen immer wichtiger. Allein durch die Analyse der Vergangenheit und auf Basis von Erfahrungen und Intuition zu steuern, reicht hier nicht. Stattdessen benötigt das Management "vorausschauende" Entscheidungs- und Steuerungsinstrumente.

Eine seit längerem bekannte und für das beschriebene Unternehmensumfeld geeignete Methode sind Simulationen. Ihr Nutzen ist heutzutage unbestritten, bewirken diese Verfahren doch zwei wesentliche Dinge: Sie ermöglichen sogenannte Was-wäre-Wenn-Analysen, also die Untersuchung einer realistisch erscheinenden Zukunft. Weiter

 

RiskNET Intensiv-Seminare 2011

Die wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass Risikomanager zukünftig darauf hinweisen müssen, wenn zwischen dem Willen, Renditechancen zu nutzen, und der Bereitschaft, Risiken vorausschauend einzuschätzen, ein Ungleichgewicht existiert. Risikomanager werden die Ampel auf "rot" stellen, wenn ein Abwägen der erwarteten Rendite und der Risiken zum Ergebnis führt, dass das Grundprinzip einer wertorientierten Unternehmensführung verletzt wird.

 

Risikomanager in allen Branchen werden auch ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.

Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?

 

Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:

 

Hier finden Sie Details zu den einzelnen Veranstaltungen und weitere Informationen zur Anmeldung:

 

 





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Die Mediadaten 2011 finden Sie hier: http://www.risknet.de/ueber-risknet/mediadaten/

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