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 RiskNEWS vom 6. Dezember 2011

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Social Media: Chance oder Risiko für die Marke?

"Social Media" sind heute ein zentrales Thema in der Kommunikation und bestimmten zunehmend auch den öffentlichen Diskurs. Denn die Möglichkeiten des blitzschnellen Informationsaustausches und der multioptionalen Vernetzung von Usern eröffnen ganz neue kommunikative Dimensionen. So sind die gesellschaftlichen Netzwerke im Web 2.0 in nur wenigen Jahren zu einem Medium avanciert, das in rasantem Tempo wächst und das auch die Beziehung Kunde - Marke grundlegend verändert hat. Fachmedien beschwören einen Paradigmenwechsel in der Markenführung durch zunehmenden Kontroll- und Hoheitsverlust der Unternehmen über ihre Marken. Es wird sogar befürchtet, dass die Markenführung in den Hoheitsbereich der User von Social-Media-Plattformen übergegangen ist. Ein Bedrohungs-Szenario, das ein zentrales Risiko für die Unternehmen bedeuten würde. Doch wie hoch ist der Wahrheitsgehalt solcher Prognosen?

Als inzwischen größte "Empfehlernetzwerke" wecken Social-Media-Plattformen zunehmend die Begehrlichkeiten von Marketing- und PR-Managern, die in den neuen Medien ungeahnte Möglichkeiten zur Kommunikation mit den Konsumenten sehen, um das Image ihrer Marke zu verbessern, aber auch um Innovationen zu generieren oder Kreativwettbewerbe auszuschreiben. Weiter

 

 







Prognosemärkte: Die Weisheit der Vielen

Einerseits: Prognosen, Planung und Budgetierung sind wichtig. Als Steuerungsinstrumente und Elemente des Risikomanagements sind sie nicht mehr wegzudenken. Mehr noch: an der kurz- und mittelfristigen Absatzprognose hängt letztlich die gesamte betriebswirtschaftliche Ausrichtung des Unternehmens, von der Produktionsplanung, über die Ressourcenplanung (Einkauf, Investition, Personal) bis hin zu Finanzen. Andererseits: Die Abwesenheit von Stabilität - das ist die neue Normalität.

Diese Quintessenz aus den Erfahrungen der letzten Jahre in Finanz- und Realwirtschaft zeigt, dass die klassische Prognosetechnik und Geschäftsplanung an ihre Grenzen stößt. Mehr noch: auch und gerade dort, wo Märkte vergleichsweise stabil erscheinen, offenbaren Planung und Budgetierung Schwächen. Als bürokratische Instrumente gehen sie den Weg allen Bürokratischen: sie breiten sich aus und drohen zum Selbstzweck zu werden, ohne die eigentliche Steuerungswirkung noch zu entfalten. Weiter



Die Inflation ist nicht tot

Gibt es im nächsten Jahr mehr Inflation oder weniger? Die Meinungen dazu sind derzeit geteilt, wie selten. Viele Investoren sind beunruhigt, weil die Liquidität auf den Märkten so hoch ist und die Zentralbanken immer noch mehr Geld in die Wirtschaft pumpen. Umgekehrt hat die EZB bei der letzten Zinssenkung Anfang Dezember gesagt, dass sie keine Gefahren für den Geldwert sieht. Sie rechnet damit, dass die Preissteigerung im Euroland 2012 auf unter 2 Prozent sinkt. Wer hat Recht?

Das augenblickliche Bild der Geldentwertung in der Welt ist gemischt. In den USA hat die Preissteigerung zuletzt etwas nachgegeben. Sie liegt aber mit 3,5 Prozent immer noch recht hoch. Im Euroland bewegt sich die Rate seit zwei Monaten bei 3 Prozent. In der Schweiz und in Japan gibt es quasi keine Inflation, zum Teil auch wegen der starken Wechselkursaufwertung. In China hat sich die Geldentwertung leicht auf 5,5 Prozent verlangsamt. In Indien ist die Situation dagegen etwas schlechter geworden. Der Preisanstieg ist mit 10,1 Prozent zweistellig. In Brasilien und Russland erhöhten sich die Preise um etwas mehr als 7 Prozent. Weiter




Alpenrepublik verstärkt das Risikomanagement

Im österreichischen Bankensystem werden die regulatorischen Zügel deutlich angezogen. Die Nationalbank und die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA der Alpenrepublik haben am Montag eine Reihe von Vorgaben beschlossen, mit denen die einheimischen Banken mit Osteuropageschäft "weiter gestärkt und abgesichert" werden, kommentierte FMA-Vorstand Kurt Pribil die Maßnahmen, denen ein intensives Gespräch mit den Instituten vorausgegangen sei.

Hintergrund sind jüngste Befürchtungen von Investoren, dass das Engagement österreichischer Banken in Osteuropa so hohe Verluste generiere, dass sie auch der österreichische Staat nicht mehr ausgleichen könne. Betroffen sind die Erste Group Bank, Raiffeisen und die UniCredit-Tochter Bank Austria. Weiter

 

 


Risikofaktor Anroid

Im vergangenen Quartal wurde das Mobilgeräte-Betriebssystem Android zur "beliebtesten" Plattform für neue Malware. Malware ist ein Sammelbegriff, der eine ganze Bandbreite an feindseliger, intrusiver und/oder unerwünschter Software oder Programmen umfasst. In diesem Quartal war Android jedoch die einzige Plattform, die von neuen Mobilgeräte-Malware-Varianten angegriffen wurde, so die Experten von McAfee Labs, einem weltweit agierenden Forschungsteam. Als Tochterunternehmen des US-amerikanischen Halbleiterherstellers Intel, beschäftigt sich McAfee Labs mit allen Bedrohungsvektoren: Malware, Internet, E-Mail, Netzwerk und sonstigen Schwachstellen.

Symbian OS (für Nokia-Geräte) hält zwar den Rekord für die größte Gesamtanzahl von Malware-Varianten, doch derzeit ist Android eindeutig das Ziel Nummer Eins. Trojaner, die Premium-SMS-Nachrichten versenden, sind für Malware-Autoren weiterhin attraktiv. Weiter

 

 


Aktuelle Buchempfehlungen

Hacking für Manager

Von: Tobias Schrödel, 193 Seiten, Gabler Verlag, Wiesbaden 2011.

Bücher rund um das Thema IT-Security gibt es viele. Alle beschäftigen sich in einer mehr oder weniger kryptischen Sprache mit den Geheimwaffen der Hacker und den Abwehrmaßnahmen der IT-Security-Experten. Das Buch von Tobias Schrödel ist völlig anders: Es nähert sich dem Thema Informationssicherheit und Hacking auf eine unterhaltsame - aber keineswegs triviale -
Art und Weise. Der Autor weist darauf hin, dass die Technik, die uns heute überschwemmt, uns keine Chance mehr lässt, alles so abzusichern, dass wir auch wirklich sicher sind. Tobias Schrödel dreht den Spieß einfach um. Er erklärt seinen Lesern, wie Hacker denken und handeln. In der Konsequenz sollen die Leser erkennen, welche Abwehrmöglichkeiten existieren, um sich zu schützen. [...]

In insgesamt 14 kleinen Geschichten erklärt uns Tobias Schrödel humorvoll die Fallstricke der IT-Sicherheit und öffnet für uns den Giftschrank der Hacker. Praxisorientierter und unterhaltsamer kann ein Thema nicht transportiert werden. Empfehlung: Unbedingt lesen und anschließend dem (IT-)Chef auf den Schreibtisch legen. Weiter

 





RiskNET Intensiv-Seminare 2012

Risikomanager in allen Branchen werden ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.

Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?

Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:

Übersicht RiskNET Intensiv-Seminare 2012

 

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