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Marktsimulation und Stresstests in der IndustrieEin integriertes und intelligentes Risikomanagement wird in Unternehmen immer wichtiger. Marktsimulationen, die Wirkungszusammenhänge von Markttreibern berücksichtigen, zeigen dem Management die Konsequenzen bestimmter Marktszenarien auf. Unternehmensweite Stresstests in Verbindung mit der Abbildung von Wirkungszusammenhängen unternehmensrelevanter Risikofaktoren liefern durch das Generieren von hypothetischen, jedoch real plausiblen Szenarien ökonomisch interpretierbare Ergebnisse. So können die Folgen auf die finanzielle Leistungsfähigkeit und vor allem Tragfähigkeit des Unternehmens aufgezeigt werden. Der Ansatz im Kontext dieses Artikels befasst sich insbesondere mit dem Risikomanagement industrieller Unternehmen. Für diese Unternehmen ist es von zentraler Bedeutung, treibende Risikofaktoren zu kennen und Marktsituationen zu identifizieren, die das Unternehmen in Schieflage bringen können. Börsennotierte Unternehmen sind durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) zu kontinuierlichem Risikomanagement verpflichtet.
Insbesondere Unternehmen, die vom globalen Marktgeschehen abhängen, profitieren von der Durchführung sogenannter Stresstests. Aus den Ergebnissen lassen sich Handlungsmaßnahmen identifizieren und strategische Pläne entwickeln, um für bestimmte Marktszenarien präpariert zu sein und flexibel reagieren zu können. Weiter 





Expertenumfrage: Simulationen in der UnternehmenspraxisBetriebswirtschaftliche Simulationen scheinen trotz nahezu allseits akzeptierten Nutzens weiterhin ein Schattendasein neben klassischen Planungs- und Steuerungsinstrumenten in der Unternehmenspraxis zu führen. Um ein aktuelles Bild über den Einsatz dieser Methode in den Unternehmen zu erhalten, führen das Kompetenzportal RiskNET aktuell - gemeinsam mit der C21 Consulting GmbH sowie der Technischen Universität Hamburg-Harburg - eine Studie zum Einsatz dieser Methode durch.
Unternehmen und ihre Führungskräfte haben immer mehr mit volatilen Märkten und scheinbar überraschenden Ereignissen zu tun. Dazu kommt die immer engere Vernetzung einer globalen Wirtschaftswelt. Um in diesem Umfeld bestehen zu können, wird eine zukunftsorientierte Steuerung von Unternehmen immer wichtiger. Allein durch die Analyse der Vergangenheit und auf Basis von Erfahrungen und Intuition zu steuern, reicht hier nicht. Stattdessen benötigt das Management "vorausschauende" Entscheidungs- und Steuerungsinstrumente.
Eine seit längerem bekannte und für das beschriebene Unternehmensumfeld geeignete Methode sind Simulationen. Ihr Nutzen ist heutzutage unbestritten, bewirken diese Verfahren doch zwei wesentliche Dinge: Sie ermöglichen sogenannte Was-wäre-Wenn-Analysen, also die Untersuchung einer realistisch erscheinenden Zukunft. Weiter

Jeder zehnte Versicherer in Europa nicht krisenfestDie europäischen Versicherer sind den Ergebnissen eines Stresstests zufolge überwiegend gut auf mögliche Finanz- und Wirtschaftskrisen vorbereitet. Wie die europäische Aufsichtsbehörde EIOPA für die Versicherungsbranche am Montag in Frankfurt mitteilte, fielen bei den verschiedenen Tests jedoch bis zu 10 Prozent der teilnehmenden Institute durch. Gut 90 Prozent der Versicherer zeigten sich dagegen im Krisenfall robust. Anders als bei den bereits im vergangenen Jahr durchgeführten Stresstests wurden diesmal bereits die erst ab 2013 geltenden Kapitalerfordernisse unter Solvency II zugrunde gelegt.In dem Test wurden drei verschiedene Szenarien mit wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen simuliert: ein Basis-Szenario, ein adverses Szenario und ein Inflationsschock. Unter dem adversen Szenario erfüllten 13 Versicherer (10 Prozent der Teilnehmer) nicht mehr die nötigen Kapitalerfordernisse. Ihr Solvenz-Defizit belief sich auf zusammen 4,4 Mrd EUR. Das Solvenz-Plus aller getesteten Versicherer fiel von zuvor 425 Mrd auf 275 Mrd EUR. Weiter


Risikomanagement: Wissen ist Macht"Vorsicht ist das, was wir bei anderen Feigheit nennen." Was schon der berühmte irische Schriftsteller Oscar Wilde erkannte, steckt in den meisten Menschen von Natur aus. Denn wer fasst freiwillig auf eine heiße Herdplatte? Oder wagt als Bergsteiger unangeseilt einen Auf- und Abstieg an der Steilwand? Dahinter verbirgt sich der tief in uns sitzende Instinkt, vorsichtig zu sein. Die Scheu vor Risiken oder einfach die menschliche Vernunft. Unser Frühwarnsystem funktioniert. Zumindest, wenn es um unser Leben geht. Und darüber hinaus? Verwunderung über die oft nackte Risikobereitschaft im beruflichen Umfeld. Im Klartext heißt das: Es mangelt an Vorsicht. Die Folgen sind bekannt und reichen von Datenskandalen durch gestohlene oder vergessene Informationen bis hin zu Finanzturbulenzen und dem unkoordinierten Umgang mit Naturkatastrophen.
Gerade weil aufgrund vermehrter Krisen und Datenpannen rechtliche Anforderungen verschärft beziehungsweise neu geschaffen wurden - unter anderem mit dem Bilanzrechts-Modernisierungs-Gesetz (BilMoG) - ist ein durchgängiges Risikomanagement in Organisationen zwingend notwendig. Doch wie muss das Wissen um (potenzielle) Risiken intern verteilt sein? Weiter




Das Euro-ParadoxonEs gab einmal den frechen Spruch: Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. Wenn man sich die Entwicklung der Finanzmärkte in den letzten eineinhalb Jahren anschaut, ist man geneigt, den Spruch abzuwandeln: Stell Dir vor es ist Eurokrise und die Finanzmärkte kümmern sich nicht darum. Der Euro ist trotz aller Diskussionen über die Währungsunion fest. Die Renditen für 10-jährige Bundesanleihen sind trotz der Belastungen aus den Rettungspaketen niedrig. Der DAX liegt nur gut 10 Prozent unter dem absoluten Höchststand. Wenn ich die Dramatik in der Währungskrise zu Jahresbeginn auch nur geahnt hätte, hätte ich so etwas nie prognostiziert.
Nun muss man allerdings die Kirche im Dorf lassen. Ganz so unberührt von der Eurokrise, wie es auf den ersten Blick aussieht, sind die Finanzmärkte nicht. In den letzten Tagen wurde am Markt viel über die mögliche Umschuldung Griechenlands diskutiert. Weiter

Aktuelle BuchempfehlungenHandbuch Länderrisiken 2011
Von: Coface Deutschland, F.A.Z.-Institut, 6. Auflage, 448 Seiten, Mainz 2011.
Im "Handbuch Länderrisiken 2011" wird der aufmerksame Leser viele Frühwarnindikatoren zu Branchenrisiken und Länderrisiken finden. Diese Erkenntnisse sollten dann sowohl in das Risikomanagement als auch die Unternehmenssteuerung einfließen. Denn Risikomanagement ist nichts anderes als die rationale Ausprägung der unternehmerischen Vorsicht, die kaufmännische Vernunft. Hierbei muss die professionelle Analyse von Risiken im Mittelpunkt stehen.
Das "Handbuch Länderrisiken 2011" liefert eine kompakte und wertvolle Orientierungshilfe im internationalen Handel. Es bietet einen komprimierten Überblick über die wirtschaftliche und politische Lage rund um den Globus. Das Buch kann uneingeschränkt allen Risikomanagern, Verantwortlichen im Debitoren- und Credit-Management und vielen anderen Entscheidungsträgern empfohlen werden. Weiter
RiskNET Intensiv-Seminare 2011Die wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass Risikomanager zukünftig darauf hinweisen müssen, wenn zwischen dem Willen, Renditechancen zu nutzen, und der Bereitschaft, Risiken vorausschauend einzuschätzen, ein Ungleichgewicht existiert. Risikomanager werden die Ampel auf "rot" stellen, wenn ein Abwägen der erwarteten Rendite und der Risiken zum Ergebnis führt, dass das Grundprinzip einer wertorientierten Unternehmensführung verletzt wird.
Risikomanager in allen Branchen werden auch ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.
Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?
Unser RiskNET-Seminarangebot für Sie:
Hier finden Sie Details zu den einzelnen Veranstaltungen und weitere Informationen zur Anmeldung:




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