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 RiskNEWS vom 25. Oktober 2011

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Integriertes Risikomanagement in der Carl Zeiss Gruppe

Im Jahr 1846 eröffnete Carl Zeiss in Jena eine Werkstätte für Feinmechanik und Optik. Auf der Basis der wissenschaftlichen Leistungen Ernst Abbes  entwickelte sich hieraus ein weltweit agierendes Optik- und Hochtechnologieunternehmen. Heute ist das Portfolio-Unternehmen Carl Zeiss auf den Märkten Medical and Research Solutions, Industrial Solutions und Lifestyle Products  aktiv.

Technologieführerschaft und Innovation sind die primären Hebel zur Wertgenerierung und die Schlüssel zum Erfolg der Carl Zeiss Gruppe. Aus diesem Grund wird stets ein erheblicher Anteil des Jahresumsatzes in Forschung und Technologie investiert, um auf diese Weise eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu sichern. Dieser Anteil betrug in den vergangenen Jahren rund zwölf Prozent des Jahresumsatzes.

Unabhängig von regulatorischen Anforderungen hatte der Vorstand der Carl Zeiss Gruppe bereits im Jahr 2002 die Einführung eines Risikomanagement-Systems beschlossen umgesetzt. Dies erfolgte mit der Zielsetzung, das Instrument des Risikomanagements in das bestehende Führungsrahmenwerk zur wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung zu integrieren und damit einen Management-Nutzen zu schaffen, der über reine Erfüllung grundsätzlicher Organisationspflichten und genereller Governance-Anforderungen hinaus geht. Weiter

 







Wirtschaftsspionage: Diebstahl statt Forschung

Unter Spionage wird allgemein das Beschaffen und Erlangen unbekannter Informationen oder geschützten Wissens verstanden. Nicht wenige Wirtschaftsvertreter halten das Thema Spionage nach Ende des kalten Krieges für überholt. Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild: Der verschärfte internationale Konkurrenzkampf führt beim Ringen um Marktanteile zunehmend zu härteren Bandagen. Ein beliebtes Mittel: Diebstahl statt Forschung. Mitbewerber sparen in den eigenen Forschungs- und Entwicklungskosten und greifen zu Methoden der Wirtschaftsspionage. Der ökonomische Schaden für den Exportweltmeister Deutschland wird auf 20 bis 50 Mrd. Euro im Jahr geschätzt. Neben Ländern aus dem asiatischen Raum betreiben insbesondere Länder aus Industrie- und Schwellenländer in wachsendem Umfang Wirtschaftsspionage.

Michael George, Bayerisches Landesamt für VerfassungsschutzMichael George (Foto) vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz stimmte die rund 160 Teilnehmer auf der Jahreskonferenz der Risk Management Association mit der Aussage ein: "Nicht jeder ist so erfreut wie Sie, wenn der Verfassungsschutz zu Besuch ist." Weiter

 



Vertrauensverlust in Krisenkompetenz der Politik

Das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands ist im Oktober auf den tiefsten Stand seit 16 Monaten gesunken, womit sich die Signale einer deutlichen Abkühlung der Konjunktur verstärkt haben. Experten gehen aber nicht davon aus, dass Deutschland wieder in eine Rezession rutscht. "Angesichts der internationalen Turbulenzen schlägt sich die deutsche Wirtschaft vergleichsweise gut", sagte Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchener ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag im Rahmen seines monatlichen Konjunkturtests. Die Geschäftslage sei nicht mehr ganz so hervorragend, wie in den vergangenen Monaten. Auch für die weitere Entwicklung zeigten sich die befragten Unternehmen skeptischer.

Der Geschäftsklimaindex sank den vierten Monat in Folge auf nun 106,4 (Vormonat: 107,4) Punkte. Zuletzt hatte der Index im Juni 2010 auf diesem Niveau gelegen. Volkswirte hatten teilweise eine geringfügig stärkere Abnahme auf 106,3 erwartet. Der langjährige Mittelwert beträgt 101 Punkte. Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage der rund 7.000 befragten Unternehmen sank im Oktober auf 116,7 (117,9) Punkte. Die Prognose der Ökonomen hatte auf einen Stand von 116,5 gelautet. Der Index für die Geschäftserwartungen ging wie von Volkswirten erwartet auf 97,0 (97,9) Zähler zurück. Weiter

 


RiskNET Intensiv-Seminare 2011 und 2012

Die wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre haben verdeutlicht, dass Risikomanager zukünftig darauf hinweisen müssen, wenn zwischen dem Willen, Renditechancen zu nutzen, und der Bereitschaft, Risiken vorausschauend einzuschätzen, ein Ungleichgewicht existiert. Risikomanager werden die Ampel auf "rot" stellen, wenn ein Abwägen der erwarteten Rendite und der Risiken zum Ergebnis führt, dass das Grundprinzip einer wertorientierten Unternehmensführung verletzt wird.

Risikomanager in allen Branchen werden auch ihre Werkzeuge anpassen müssen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Methoden blind sind für die Realität. Leider haben sich auch in den vergangenen Jahren viele Unternehmen so verhalten wie der Autofahrer, dessen Frontscheibe beschlagen ist und der deshalb mit Hilfe des Rückspiegels fährt. Reaktives Risikomanagement unterstellt eine Ursache-Wirkungs-Folge. Die komplexe Realität sieht jedoch etwas anders aus: Unternehmen sind komplexe Netzwerke ohne einfache Ursache-Wirkungs-Logik.

Im Vordergrund aller RiskNET Intensiv-Seminare steht die Frage: Wie können die offensichtlichen Vorteile eines bewussten Umgangs mit Chancen und Risiken realisiert werden, ohne unnötige theoretische und bürokratische Hürden, die häufig einer praxisgerechten Anwendung entgegen stehen?

 

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